Frage zum "Nein"
-
-
Hallo,
wenn der Hund etwas verbotenes machen möchte und man ihn dabei erwischt (zb gerade den Teppich anknabbert), dann soll man ja streng "nein" rufen und ihm eine Alternative anbieten. Wenn er dann aufhört, soll man ihn gleich dafür loben? Ich verstehe das irgendwie nicht so richtig.. Verknüpft er dann nicht das, was er gerade machte und nicht soll, so auf die Art: "ok, ich muss also erst sowas machen damit Frauchen kommt, mich lobt und mir was zum anderes zum knabbern bringt" .. Oder wie ist das?
Wie bringe ich dem Welpen am besten bei, dass er an bestimmte Dinge nicht ran darf? Oder reicht da ein kurzes strenges "NEIN"?
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Frage zum "Nein"*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ein Welpe braucht kein strenges "Nein", weil er nichts Verbotenes macht.
Ein Welpe macht das, was alle Welpen machen: Sie entdecken die Welt mit den Zähnen.
Wie soll ein Welpe das verstehen, dass ein Teppich einen Wert hat??Man kann einen Welpen auch freundlich rufen und ihn dann mit etwas anderem ablenken, z. B. mit einem Spielzeug.
Ein Welpe ist erstmal ein Baby, da kann man noch nicht viel erwarten. Erst mit zunehmendem Alter können sie sich merken, dass bestimmte Dinge tabu sind.
-
Zitat
Ein Welpe braucht kein strenges "Nein", weil er nichts Verbotenes macht.
Ein Welpe macht das, was alle Welpen machen: Sie entdecken die Welt mit den Zähnen.
Wie soll ein Welpe das verstehen, dass ein Teppich einen Wert hat??Man kann einen Welpen auch freundlich rufen und ihn dann mit etwas anderem ablenken, z. B. mit einem Spielzeug.
Ein Welpe ist erstmal ein Baby, da kann man noch nicht viel erwarten. Erst mit zunehmendem Alter können sie sich merken, dass bestimmte Dinge tabu sind.
achso, ich dachte, dass man den Welpen von anfang an zeigen sollte, was sie dürfen und was nicht....Ihnen eben Grenzen setzen.... Soll man das erst ab einem bestimmten Alter tun? Kann der Welpe das nicht so schon früher lernen, welche Dinge für mich wertvoll sind und nicht zerstört werden dürfen?
-
Grenzen kannst du auch durch dein verhalten setzen, indem du den welpen einfach blockierst, wegschiebst und/oder spannendere alternativen anbietest und damit das verhalten in die gewollte richtung lenkst. Da brauchst du erstmal kein wort für, dass der hund eh noch nicht versteht.
Ich hab die ersten wochen gar nichts geschimpft oder mit kommando abgebrochen, sondern nur so gearbeitet. Das abbruchkommando wurde ab und an geübt, kam aber erst später im alltag zum einsatz.
-
Ich weiss jetzt nicht, wie alt Dein Welpe ist. Wahrscheinlich 8 - 10 Wochen?
Deine anderen Threads sind mir auch schon aufgefallen. Du gehst da sehr kopflastig heran.
Ein junger Welpe ist erstmal ein Baby. Der wird weder ein "Nein" verstehen, noch versteht er, dass Teppiche Geld gekostet haben.Ein Welpe ist genetisch darauf programmiert, in der Natur in seinem Rudel aufzuwachsen. Da gibt es keine teuren Schuhe oder Teppiche. In der Natur könnte er alles kennenlernen. Er zerrupft Zweige, Blätter, Grasbüschel und lernt so die Materialien kennen.
Sein Verhalten ist ihm mitgegeben. Er will nicht Deinen Teppich kaputt machen, sondern die Welt kennenlernen.
Verstehst Du den Unterschied in der Sichtweise?
Wenn man Verständnis für das Wesen eines Welpen hat, dann muss man nicht verzweifelt versuchen, einen Welpen zu erziehen.Man passt die Umgebung erstmal dem Welpen an, räumt alles weg, gibt ihm Sachen, die er zerpflücken darf, wie z. B. ungiftige Zweige, Papprollen usw.
Mit 8 - 10 Wochen würde er nicht verstehen, warum man ihn ständig ausschimpft.
Man kann die Teppiche und Stuhlbeine auch mit viel Humor vor den Welpenzähnen schützen und erstmal Spaß mit dem Welpen haben, ihn freundlich vom Teppich ablenken.Ist der Welpe so 12 - 14 Wochen alt, kann er schon eher begreifen, dass manche Dinge nicht erlaubt sind. Aber auch das geht freundlich. Ich habe niemals mit meinen Welpen geschimpft.
Das Wichtigste ist wirklich erstmal eine gute Beziehung zu dem Welpen zu bekommen.
Das passiert über Körperkontakt, Sicherheit, Geborgenheit und viel Spiel und Spaß.Eine gute Beziehung ist der Grundstein für eine gute Erziehung. Wer immer "Mecker" bekommt, wird trotzig oder unmotiviert. Ein Welpe, der eine gute Beziehung zu seinem Menschen hat, wird ihm immer folgen, mit Freude lernen.
-
-
Bubuka: kann schon sein, dass ich mir vielleicht zu viele gedanke mache und es daher kopflastig wirkt
ich lese viele bücher, erkundige mich schon im viel über hunde und erziehung, bevor der welpe da ist... ich möchte eben nix falsch machen... von anfang an alles richtig machen... damit es eben nicht zu irgendwelchen erziehungsfehlern kommt, die man später schlecht wieder ausbügeln kann....ja, mein welpe wird 10 wochen alt sein, wenn er zu uns kommt. :) also soll ich erstmal die ersten zwei wochen "nichts" machen, vielleicht komm, sitz und platz üben? und dann, wenn er 12 wochen alt ist, so langsam mit dem kommando "Nein" anfangen? ich dachte halt wirklich, dass man von anfang an konsequent sein soll, dass er nicht erst "lernt" oder mitbekommt, dass manche sachen ok sind und plötzlich sind sie später nicht mehr ok.... also das er nie ein "NEin " hörte, wenn er gerade den Schuh zernagen will und dann ca zwei Wochen später doch....
also mit "nein" meine ich natürlich nicht schimpfen, wenn das so rübergekommen ist...
-
Zitat
.. ich möchte eben nix falsch machen... von anfang an alles richtig machen...
Damit macht man in der Regel die meisten Fehler
Diese Unsicherheit strahlt man aus, mit der Stimme, mit der Körpersprache. Du kannst einen heranwachsenden Hund nicht über Deine Unsicherheit hinwegtäuschen und versuchen mit Erziehung vorzutäuschen, Du wärest souverän.Zitatdamit es eben nicht zu irgendwelchen erziehungsfehlern kommt, die man später schlecht wieder ausbügeln kann....
Wenn Du Deinen Welpen mit gut sozialisierten anderen Hunden in Kontakt bringst, ihm in kleinen Schritten die Umwelt zeigst, Dich als soziales Wesen mit Gelassenheit und viel Verständnis zeigst, die Bedürfnisse des Welpen erfüllst, was soll da schief gehen?
Dein Welpe wird Dich lieben und bewundern. Das Sitz und Platz wird er mit 6 Monaten noch lernen, selbst noch mit 6 Jahren. Aber diese wundervolle Beziehung, die man in der ersten Zeit aufbauen kann, die wirst Du nicht mehr nachholen können.
Es laufen soviele Mensch-Hund-Gespanne durch die Welt ohne eine wirkliche Bindung zu haben. Die Hunde machen Sitz und Platz für ein Leckerlie. Vergisst man die Leckerlies zu Hause, dann macht der Hund gar nichts mehr.
Zitatich dachte halt wirklich, dass man von anfang an konsequent sein soll, dass er nicht erst "lernt" oder mitbekommt, dass manche sachen ok sind und plötzlich sind sie später nicht mehr ok....
Meine Welpen durften auch nicht meine Teppiche anfressen. Es reicht ein "kssst", um die Welpen aufhorchen zu lassen, dann werden sie mit etwas anderem abgelenkt.
Wenn sie älter sind, kann man freundlich rüberbringen, dass der Teppich tabu ist, die Katze nicht gejagt wird, die Futterschüssel der anderen Hund tabu ist. Das erwarte ich von einem jungen Welpen noch nicht, sondern verhindere diese Dinge auf andere Weise.
Also Konsequenz ja - aber altersgerecht.
Ein "Nein" leiert sich doch total aus, wenn man es 100 Mal am Tag sagt, weil der Welpe noch zu jung ist.
Das "Komm" habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geübt. Kein Hund bekommt dafür ein Leckerlie von mir, weil ich nie auf die Idee gekommen bin. Meine Hunde kommen einfach gerne, von sich aus.
Ein Welpe hat noch den Folgetrieb, er wird Dir folgen, das brauchst Du gar nicht üben.
Das kann man sich erhalten, indem man viel ohne Leine mit dem Welpen die Natur erkundet.Welpen kommen schon mit 5 - 6 Wochen angedackelt, weil der Mensch die Futterschüssel bringt, weil sie neugierig sind, weil sie sich Spass erhoffen.
-
Wenn man einen Hund für das Aufhören lobt, dann übt man umbewusst auch die Verhaltenkette ein, egal ob man das nun streng unterbricht oder nicht. Besser ist es, denn Hund zu loben, bevor er den Teppich anknabbert.
Eigenständige Rassen haben mitunter aber keinen "Folgetrieb", nur so als Anmerkung

-
Zitat
Wenn man einen Hund für das Aufhören lobt, dann übt man umbewusst auch die Verhaltenkette ein, egal ob man das nun streng unterbricht oder nicht. Besser ist es, denn Hund zu loben, bevor er den Teppich anknabbert.
Eigenständige Rassen haben mitunter aber keinen "Folgetrieb", nur so als Anmerkung

Nee, wenn der Hund für das Verhalten "Teppich anknabbern" die Konsequenz der positiven/änstigenden Strafe erhält, wird das Verhalten "Teppich anknabbern" weniger intensiv, weniger häufig und kürzer gezeigt. Verhaltensketten entstehen bei Verstärkung und nicht bei Strafe, beispielsweise, wenn man das Verhalten "nett" mit einem über Belohnung aufgebauten Aufmerksamkeitssignal oder dem Marker unterbricht. Verhaltensketten sind aber an sich nicht schlimmes.
Wenn der Hund gerade ein Bedürfnis zum Nagen hat, ist es natürlich sehr effektiv, das Verhalten VOR dem unerwünschten Verhalten möglichst bedürfnisbefriedigend zu belohnen (beispielsweise mit einem benagbaren Kauartikel) um es zu verstärken.
Da es aber durchaus kreative Hundekinder gibt, die in sämtlichen Möbelstückchen großartigste Kauartikel sehen, kann man mit dem "vorher" belohnen a) schnell sämtliche Belohnungsressourcen an dieser Baustelle verballern und es bleibt nix für andere wichtige Dinge wie Leinenführigkeit, Stubenreinheit, Grunderziehung...übrig b) muss der Hund je nach Typ permanent unter Beobachtung stehen und c) kann man bei einem hochmotivierten Knabberer auch absolut wahnsinnig werden, weil man die ganze Zeit am Barrieremarkern ist.
Daher halt ich die Lösung mit Bitterpaste, die an den unerwünschten Knabberstellen aufgetragen wird, in Kombination mit genügend Möglichkeiten zum Kauen durch Kauknochen, Kauwurzeln, Seilen, Geweihstückchen usw. für sehr pragmatisch und praktisch.
Folgetrieb...ja, hatte mein Pointer ab einem Alter von acht Wochen, von da an hat er zuverlässig die Vögelchen am Wegesrand verfolgt...
-
Grundsätzlich finde ich es gut, dass du dich vorbereitest auf deinen Welpen, so schreibe ich auflockernd nur zu diesem Teil deines Posts etwas:
Zitat... ich möchte eben nix falsch machen... von anfang an alles richtig machen... damit es eben nicht zu irgendwelchen erziehungsfehlern kommt, die man später schlecht wieder ausbügeln kann....
Ja, wer möchte das nicht? Aber Welpen aufziehen kann man halt einfach nicht vorher "büffeln" wie theoretischen Stoff auf eine schriftliche Prüfung hin.
Weil die Welpen die Bücher meist nicht kennen und sich einfach nicht daran halten, an das was da drin steht.

Und so wird man in der Realität dann ganz sicher irgend "was falsch" machen und in der Regel wird man "was ausbügeln" müssen, was man nicht bemerkt hat. Das ist aber ganz normal, das darf man und nennt sich schlicht und einfach "Lernen".

Bleib mal locker, mach die Wohnung welpensicher und vor allem dein Herz auf und lass den Kleinen da rein.
Wenn er sich gut bei euch fühlt, wird er auf Entdeckungsreise gehen..... und da sei sparsam mit den "nein's", sonst meint er am Ende noch er heisst so....

viel Vorfreude auf euer neues Familienmitglied wünscht euch
Eva
die eher nachdenklich wird, wenn von einem Welpen nach 1 -3 Wochen stolz gemeldet wird, er kann schon Sitz und Platz und Bleib.......
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!