Tipps der Hundetrainerin

  • Bewegungseinschränkung verwirren einen Hund nicht, das verstehen sie sehr gut, wenn man es
    konsequent in der Situation macht. Also konsequent den Hund nicht vorbei lässt, dann bleibt er
    von alleine hinten. Kann z.B. bei ängstlichen Hunden die sonst nach vorne gehen überaus nützlich
    sein.

  • Als ich gerstern hier mit euch geschrieben habe, habe ich garnicht dran gedacht, dass gestern ein weiterer Termin mit der Trainerin war. War gestern also nicht mit ihr bei der Bank oder ähnliches, weil ich nicht wollte, dass es ihr zu viel wird. Das werde ich heute nachholen.
    Es gibt allerdings erste Erfolge zu verzeichnen :gut:
    Als ich nach Hause kam war nichts kaputt - keine Tapete war angeknabbert - nichts. Nachdem wir den Platz gewechselt und Spielzeug weggenommen haben. Es war schonmal eine Woche lang ruhig, daher kann es jetzt auch nur Zufall gewesen sein, aber ich hoffe, dass der Platzwechsel fruchtet.
    Des weiteren musste ich sie gestern bloß auf dem Weg vom Haus zur Straße 2-3 mal blockieren. Den Rest des Weges zum Park lief sie brav hinter mir bzw. parallel zu mir und wurde in den Himmel gelobt.
    Als ich wieder mit ihr zu Hause war haben wir noch etwas gespielt und im Garten getobt und ich konnte das Spiel ohne Wenn und Aber abbrechen (sonst wusste sie oft nicht, wann Schluss ist bzw. hat das nicht akzeptiert).
    Bin dann in die Küche gegangen um zu kochen und sie hat sich einfach auf ihren Platz gelegt und mir zugesehen - sonst lief sie immer total ruhelos durch die Gegend, hat irgendwie versucht Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Ich war ja selbst skeptisch, was die Methoden der Trainerin anging und fühlte mich auch gestern nicht ganz sicher, da es hier ja einige gibt, die mir von dieser Trainerin abraten. Aber wenn es so weitergeht wie gestern bin ich glücklich und auch Peppels schien nicht unglücklich zu sein und hat sich endlich mal entspannt. Ich hatte gestern seit langem mal wieder RICHTIG Spaß daran, mit ihr in den Park zu gehen :D
    Wenn wir Besuch erwarten werde ich definitiv einen anderen Weg einschlagen - nämlich den, den ihr mir geraten habt. Außerdem werde ich alles versuchen, um sie in Dänemark immer und überall mit hinnehmen zu können. Heute wird die Bank unsicher gemacht und ich werde jedes noch zu kurze ruhige VErhalten und jeden Blickkontakt clickern. Ich hoffe wirklich, dass ich sie im Urlaub nicht allein lassen muss. Trotzdem mache ich ihr die Box natürlich schmackhaft - sie geht auch schon gern rein. Aber nachdem ich gestern die ersten Erfolge gesehen habe, werde ich mich erstmal weiter verhalten, wie jetzt.
    Heute gehts nochmal los - ne 15 m Schlepp und eine Hundepfeife holen. Peppels findet ja alle Menschen toll - vor allem die, die auf dem Boden sitzten und ein Buch lesen oder so. Als das Wetter die letzten Tage so schön war ist es leider vorgekommen, dass sie plötzlich bei irgendwem auf der Decke saß :ops: Habe es zu spät gesehen, dass dort jemand saß - da war sie schon losgerannt und der Rückruf funktionierte dann nicht. Daher sollen wir jetzt erstmal die Schlepp nehmen und sie auf eine Pfeife konditionieren.

  • Das klingt doch gut. Weiter so! :)
    Ein Wort nur noch zum Rückruf. Wenn du nun einen neuen Rückruf aufbaust, bring den die ersten Monate wirklich nur zum Einsatz, wenn du dir 1000-prozentig sicher bist, dass dein Hund kommt. Ansonsten wird der neue Rückruf auch ganz schnell wieder unsicher. Wenn du denkst, dass sie jetzt nicht kommen wird, dann ruf gar nicht, sondern sammel sie einfach ein.

  • Zitat

    Wenn du denkst, dass sie jetzt nicht kommen wird, dann ruf gar nicht, sondern sammel sie einfach ein.

    Danke Lightning88 :D Werde ja die nächste Zeit mit ihr an der Schlepp laufen. Soll ich sie dann in solchen Situationen, wenn ich weiß das sie nicht kommen würde, laufen lassen und einsammeln oder auf die Schlepp treten, dass sie garnicht erst dahin kommt, wo sie hin will?

  • Zu der Sache mit der Leinenführigkeit:

    Es gibt Hunde, da funktioniert dieses Blockieren sehr gut.
    Bei meinen eigenen zum Beispiel, hat das nie funktioniert, es war für die nicht die richtige Methode es zu begreifen.

    Wenn du klickerst, warum klickerst du nicht die Leinenführigkeit?

    So habe ich es mit dem Blockieren in Monaten NICHT geschafft, dass die Hunde auf meiner Höhe laufen, während ich mit Klickern innerhalb von zwei Wochen, mit zwei HUnden an einer Hand zwei lockere Leinen hatte.

    Ich habe das nach einem Trainingsvideo ausprobiert, man nimmt den Hund an der Leine läuft los, ganz ruhig, spannt sich die Leine, dreht man um ( aber nicht mit Ruck und ständig richtungswechsel....das mein ich nicht) alles ganz ruhig machen, läuft der Hund dann neben einem, was er irgendwann macht, weil er aufmerksam wird, KLick und Belohnung....meine haben schnell verstanden, dass die Leine nicht mehr gespannt werden soll, am Anfang muss die Frequenz der Belohnung hoch sein und nach einem kurzen Moment erfolgen, in dem der Hund es gut macht....läuft er dann wieder neben einem, dann geht man mal drei Schritte, dann Klick, vier Schritte und Klick usw...

    Im Freilauf kann man das auch nutzen, immer wenn die Hunde mal von sich aus neben dir laufen und dich anschauen, Klick und Belohnung,

    So lernen sie keine GRENZE, die sie nicht überholden dürfen, sondern lernen " oh bei Frauchen am Bein, da ist es super, da lauf ich sogar freiwillig von mir aus, weil es so toll ist und ich belohnt werde"
    So versteht der Hund, er soll neben einem laufenund es ist für ein kein Verbot sondern eine tolle Aufgabe,
    ich finde diese Methode viel effektiver und einfach netter, weil so bei allen-Hund und Halter- gute Stimmung aufkommt. Schon dieses Wort "BLOCKIEREN" da zieht sich mir alles zusammen, ich hab lieber Spaß am Training.

    Man muss nur aufpassen, dass man sich keinen Hund anclickert, der vor läuft und wieder zurück, um das Leckerli zu bekommen, dem kann man entgegnsteuern, in dem man ihn zwar nach gespannter Leine an die Seite holt durch Ansprache, abernur belohnt, wenn man dann eine längere Strecke so gelaufen ist, sonst wird der Hund unfreiwillig zum Jojo.

    Man kann klicken, wenn der HUnd neben einem läuft, man stehen bleibt und der Hund dann auch stehen bleibt. Er lernt, ich bleibe immer an Frauchens Seite, auch wenn sie stehen bleibt, nach links, nach rechts, usw, geht.

    Am Anfang kann man auch, wenn sich die Leine spannt, belohnen, wenn der Hund von selbst sich zu dir umorientiert, und die Leine wieder locker wird....meine drehen sich heute sofort nach mir um, wenn sie das Ende der Leine erreicht habenund gehen wieder an meine seite, alles durch das Klickertraining.

  • Die Ansätze der Trainerin finde ich nicht verkehrt. Das Rudelzeugs drum herum ist Fehl am Platze. Solange du mit den Erfolgen zufrieden bist und dir bei Bedarf eine zweite Meinung einholst, sehe ich mit der Trainerin kein Problem.

    Und super Fortschritte mit deiner Pepples. Jetzt mußt du einfach nur den längeren Atem besitzen und weiter so konsequent mit ihr umgehen. Dann wird das

  • das haben wir - leider - schon durch. Erst hat es ganz gut geklappt, aber irgendwann hat sie das clickern einfach überhört. Habe ihr auch mal ein Leckerlie quasi direkt vor die Nase gehalten, um sie so auf mich aufmerksam zu machen - keine Chance. Und wenn sie ein Leckerlie verschmäht ist das wirklich schon was ganz kommisches :???: Hatte ja schon geschrieben, dass ich Null Aufmerksamkeit von ihr bekommen habe, wenn wir sonst auf den Weg zum Park waren - schnalzen, Namen nennen, Leckerlie hinhalten, die Sekunde clickern wo die Leine mal kurz nicht gespannt ist, stehen bleiben, Richtung wechseln - nichts. Sie war wie abwesend, ich hing hinten dran, ohne Rücksicht auf Verluste zerrte sie mich hinter sich her. Wie eine Irre, hab manchmal echt gedacht, dass sie mir erstickt und sich die Pfoten kaputt scharbt :gott:

  • Zitat

    Bewegungseinschränkung verwirren einen Hund nicht, das verstehen sie sehr gut, wenn man es
    konsequent in der Situation macht. Also konsequent den Hund nicht vorbei lässt, dann bleibt er
    von alleine hinten. Kann z.B. bei ängstlichen Hunden die sonst nach vorne gehen überaus nützlich
    sein.

    Mag sein, dass es bei einigen Hunden geht.. Aber ich stelle mir gedanklich einen hektischen Hund mit unerfahrenem Besitzer vor, der quasi ständig halb über den Hund stolpert, vlt wird sich gegenseitig noch auf die Füße getreten.. ich denke da gibt es bessere Lösungen. Und welche, die die Beziehung FÖRDERN, nicht erschweren - wie z.B. Clickern. ;)

  • Zitat

    Danke Lightning88 :D Werde ja die nächste Zeit mit ihr an der Schlepp laufen. Soll ich sie dann in solchen Situationen, wenn ich weiß das sie nicht kommen würde, laufen lassen und einsammeln oder auf die Schlepp treten, dass sie garnicht erst dahin kommt, wo sie hin will?

    Ich würd mich dann schon auf die Schlepp stellen. Ist ja für die anderen Leute nicht schön, wenn dein Hund angerauscht kommt und die haben Angst. Allerdings mit Vorwarnung. Bei uns gibt es das Kommando "Ende", wenn ich die Schlepp in der Hand habe. Dann weiß Hazel, dass das Ende der Schlepp erreicht ist und sie jetzt langsam machen muss. Sonst rauscht sie rein. Mit der Zeit lernen sie aber den Radius von alleine gut einzuschätzen. Wenn du die Schlepp los lässt und sie will durchstarten, würde ich ein Abbruchkommando geben. Kennt sie das? Kommt keine Reaktion. Draufstellen. Du wirst sehen, wie verwundert der Hund beim ersten Mal ist. Du kannst ihn stoppen, obwohl du keine Leine in der Hand hast. Dann kannst du sie in Ruhe und aller Gemütlichkeit einsammeln gehen.

    Luziefer: Es führen immer mehrere Wege nach Rom. Mit dem Clicker kann das natürlich auch funktonieren. Aber wenn die TE mit der Blockieren-Methode gut zurecht kommt, würde ich nicht schon wieder was Neues beginnen an ihrer Stelle. Blickkontakte zu clickern ist aber ein super Tipp. Das hab ich bei Hazel auch gemacht. Dadurch wurde sie im Freilauf viel aufmerksamer.
    Ich weiß allerdings nicht, was an Blockieren schlimm sein soll. Bewegungseinschränkungen sind eine sehr natürliche Kommunikation, die auch Hunde unter einander verwenden. Hazel kam damit gut zurecht und läuft trotzdem freudig neben mir. Wir haben deswegen nicht weniger Spaß beim Training. Und die korrekte Positon neben mir wurde trotzdem gelobt. :)

  • Zitat


    Ich war ja selbst skeptisch, was die Methoden der Trainerin anging und fühlte mich auch gestern nicht ganz sicher, da es hier ja einige gibt, die mir von dieser Trainerin abraten.

    Das wirst du immer haben, deshalb bringt es auch nicht wirklich viel das hier zu diskutieren. Wenn du dich
    einmal entschlossen hast einen Trainer zu Rate zu ziehen und dafür nicht gerade wenig Geld auszugeben,
    dann bleib auch dabei. Es sei denn, seine Methoden gehen dir gegen den Strich. Es bringt absolut nichts
    ständig sein Vorgehen zu ändern, bleib bei einer Linie.
    Und wenn der Trainer Begriffe gebraucht, die eigentlich veraltet sind, so kann der Grund schlicht sein, dass
    die meisten Halter damit was anfangen können. Das ist kein Kriterium für die Qualität des Trainers.
    Ausserdem darf man Probleme nie isoliert angehen, sie sind immer aus dem ganzen Verhältnis zwischen Mensch
    und Hund entstanden und deshalb macht es Sinn das auch an der Ursache anzugehen.
    Der sehr schnelle Erfolg zeigt dir ja, dass der Weg der richtige zu sein scheint. Also bleib dabei.

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