Tipps der Hundetrainerin

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    Ich hab Hazel an der Leine auch noch vorne blockiert um ihr Leinenführigkeit beizubringen. Allerdings nicht um sie zu dominieren, sondern weil sie eine klare Grenze besser akzeptieren konnte.

    Wie hast du das gemacht - auch einfach durch Schritte zur Seite oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit, was nicht ganz so bescheuert aussieht? Die Trainerin wollte uns eigentlich einen langen Stock als "Armverlängerung" geben, aber den benagt Peppels nur :lol:

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    aber unser Hauptproblem ist lt. Trainerin, dass es NIE Regeln für Peppels gab. Daher dachte sie sich die letzten Monate wohl, dass es dann nach ihren Regeln geht und sie die Führung hat. Ob man nun sagt, sie hat die Führung, es geht nach ihren Regeln, sie ist Chef oder sie ist Rudelführer - ist für mich eigentlich kein Unterschied.


    Ich lese heraus, dass Peppels keine festen Regeln hatte und sie recht "führerlos" ihr bisheriges dasein fristete. So ganz ohne Führung (und damit klaren Regeln) kann man allerdings nicht leben, deswegen hat sie das übernommen.

    Nun müßt ihr anfangen Pepples klare Verhaltensregeln vorzugeben und ihr natürlich helfen diese bestmöglich zu verstehen und zu erreichen. Wie du schon geschrieben hast, ihr müßt ihr die Verantwortung nehmen, damit sie entspannter werden kann.

    Zitat

    Hunde klare Regeln für ein entspanntes Leben brauchen


    Die Aussage ist gar nicht so verkehrt. Wie man diese Regeln gestaltet und auslebt, bleibt jedem Mensch-Hunde-Team überlassen, aber grundsätzlich ist diese Aussage goldrichtig

    Zitat

    Ob sie es jetzt Rudelführer oder verlässlicher Partner nennt, ist dem Hund ja erstmal schnuppe. Andererseits wird zu wenig mit Belohnung gearbeitet und zu wenig damit Befehle erstmal zu festigen und zwar positiv.
    Ganz davon ab denkt Mensch bei solchen Erklärungen oft der Hund ist mein Gegner, ich muss ihm Herr werden und dadurch entstehen teilweise erst Konflikte.
    Der Hund ist jung, hat quatsch im Kopf und muss noch viel lernen. Wie motiviere ich ihn am besten mit mir zu arbeiten und wo muss ich auch mal Grenzen setzen wäre meiner Meinung nach ein besserer Ansatzpunkt.


    Guter Ansatz - Training mit entsprechender Belohnung sollte natürlich nicht fehlen

  • Zitat

    Wie hast du das gemacht - auch einfach durch Schritte zur Seite oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit, was nicht ganz so bescheuert aussieht? Die Trainerin wollte uns eigentlich einen langen Stock als "Armverlängerung" geben, aber den benagt Peppels nur :lol:


    Bei mir ist die Grenze wenn ihre Schulter vor mein Bein kommt. Dann drehe ich mich auf Hazels Seite ein und dränge sie mit dem Körper/dem Bein ein Stück zurück. Dann geht es weiter.
    Die ersten zwei Tage waren anstrengend, aber dann hat sie es akzeptiert. Jetzt muss ich sie nur noch selten korrigieren. Als die Position saß, hab ich das ganze dann mit dem Kommando "Bei mir" belegt. Jetzt kommt sie auf Zuruf auch selbstständig an meine Seite und bleibt da.

  • Zitat


    Ich lese heraus, dass Peppels keine festen Regeln hatte und sie recht "führerlos" ihr bisheriges dasein fristete. So ganz ohne Führung (und damit klaren Regeln) kann man allerdings nicht leben, deswegen hat sie das übernommen.

    Nun müßt ihr anfangen Pepples klare Verhaltensregeln vorzugeben und ihr natürlich helfen diese bestmöglich zu verstehen und zu erreichen. Wie du schon geschrieben hast, ihr müßt ihr die Verantwortung nehmen, damit sie entspannter werden kann.

    Ja, so war es. Bisher wollte ich es mir nie eingestehen und habe mich versteckt hinter "ach ausnahmsweise mal" oder "abgesehen davon ist sie ja total lieb und süß" - aber letztendlich gab es wirklich keine Regeln für sie.

    Aber ihr habt recht, es läuft mit diesem Trainingsplan tatsächlich wenig über Belohnung / Leckerlie - das werde ich mal dazumogeln ;)

    Wegen der Leinengeschichte. Habe am Freitag angefangen, sie zu korrigieren / blockieren, wenn sie an mir vorbei wollte. Gestern musste ich sie kaum noch korrigieren - es funktioniert also.

    Ich sehe, die meinungen gehen stark auseinander - aber da zumindest ein paar Leute dabei sind, die die Theorie nachvollziehen und die Tipps befürworten bin ich nicht mehr ganz so unsicher. Wenn Besuch kommt werde ich mit ihr üben auf den Platz zu gehen. Und in Dänemark lasse ich mich mal überraschen, wie sie drauf ist wenn wir wohin fahren. Für den Fall der Fälle habe ich ja aber noch Plan B - möchte sie auch ungern im Haus in Dänemark allein lassen, aber es gibt zumindest einen Notfallplan.
    Achso, und wenn sie allein ist bekommt sie ihren gefroreren Kong und eine Kauwurzel :D

  • Zitat

    Wenn Besuch kommt werde ich mit ihr üben auf den Platz zu gehen.

    ...und nicht vom Besuch begrüßen lassen! Das wäre die größte Strafe in der Situation und Du zerschießt jedes Vertrauen.

    Stadtgänge kann man übrigens üben und sollte man auch tun ;)

  • Wieso zertsört es das Vertrauen, wenn sie vom Besuch begrüßt wird?

    Stadtgänge übe ich. Zumindest nehme ich sie mit und versuche es irgendwie - bin mir nur nicht sicher, ob ich es richtig mache / wie man es macht. Das werde ich mit der Trainerin nochmal besprechen, da ich bisher keinen Erfolg habe, was Stadtgänge angeht.

  • Zitat

    Wieso zertsört es das Vertrauen, wenn sie vom Besuch begrüßt wird?

    Weil die meisten Hunde ein furchtbares Theater mit Besuch machen, weil sie schiss haben und nicht wissen wie sie mit Fremden umgehen sollen. Sie freuen sich nicht, sie versuchen irgendwie damit umzugehen...

    Zitat

    Stadtgänge übe ich. Zumindest nehme ich sie mit und versuche es irgendwie - bin mir nur nicht sicher, ob ich es richtig mache / wie man es macht. Das werde ich mit der Trainerin nochmal besprechen, da ich bisher keinen Erfolg habe, was Stadtgänge angeht.

    Minikleine Schritte mit bergeweise Belohnung...

  • Wenn der Hund auf seinem Platz liegt, hat da kein Fremder was dran verloren. Das soll ein Rückzugsort für den Hund sein. Wenn du, wenn sie sich beruhigt hat, möchtest, dass sie den Besuch beschnuppern kann, ruf sie zu dir und ihr geht gemeinsam zum Besuch.
    Natürlich sollst du mit Belohnung arbeiten. :) "Bei mir" auf Zuruf wurde auch mit ordentlich Leckerchen verstärkt.

  • Gut, dann werde ich das so umsetzen, wie ihr es mir vorgeschlagen habt mit dem Besuch und dem Platz. Danke für die Anregung.

    Das Problem mit den Minischritten und der Belohnung ist meiner Meinung nach folgendes... letzte Woche wollte ich mit ihr kurz zur Bank rein und Geld holen. Bin extra von hinten zur Bank gelaufen, damit wir nicht durch die volle Einkaufsstrsße müssen. Sind dann um die Ecke, wo direkt die Bank ist und sind reingegangen. Der Weg dorthin war shcon das reine Gezerre. Als wir in der Bank waren bin ich einmal mit ihr kurz stehengeblieben, dass sie schauen kann und dann zum Automaten - sie ist die ganze Zeit rumgesprungen, hat gezogen etc. Bin ruhig geblieben und wir waren wirklich nur 2 Minuten da.
    ich glaube es war 3 Tage zuvor - da bin ich mit ihr zu einem Eiscafe um die Ecke gegangen. Habe mich dann an die Theke draußen gestellt und auch da war es nicht möglich eine Minute in Ruhe Eis zu bestellen. Außer mir stand niemand an der Theke - um die Ecke saßen einige Leute auf der Terrasse, an der sind wir vorbeigegangen aber als wir an der Theke standen, war die Terrasse außer Sichtweite.
    Ich will sie doch aber für so ein Verhalten nicht belohnen? Wenn sie mal einige Sekunden ruhig wäre und wenigstens mal an einer Stelle bliebe oder mich kurz beachten würde (es ist als nehme sie garnicht wahr, dass ich auch da bin) würde sie sofort ein Lob, ne große Party und sie würde ein tolles Leckerlie bekommen :| Daher weiß ich nicht recht, wie oder wann ich sie belohnen und ihr solche Ausflüge schmackhaft machen kann :sad2:

  • Was passiert denn, wenn du sie ansprichst, oder mit der Zunge schnalzt??? Hast du dann kurzfristig ihre Aufmerksamkeit ??

    Zitat

    Wenn sie mal einige Sekunden ruhig wäre und wenigstens mal an einer Stelle bliebe oder mich kurz beachten würde


    Einige Sekunden sind u.U. für sie einfach zu lange. Du mußt in dem Moment reagieren, wo sie gerade ruhig ist. Bei so lebhaften Hunden muß man wirklich jeden Moment belohnen und nicht lange auf x Sekunden warten und dem Hund eine Alternative aufzeigen wie z.B. sitzen, oder ein Spielzeug halten. Pepples weiß ja nicht was sie anderes machen soll, als ihr Programm abspielen.

    Ich würde dir den Clicker empfehlen, weil man damit schneller belohnen kann. Außer du kannst ein Lobwort sehr schnell und immer exakt aussprechen. Das setzt allerdings wieder voraus, dass du vorher zu Hause und draußen in ruhiger, ablenkungsarmer Umgebung trainierst, sonst hat der clicker keine Bedeutung. Und Situationen wie z.B. die Bank immer und immer wieder wiederholen. In die Bank rein, drehen und wieder raus und das 5x (oder mehr) hintereinander an mehreren Tagen (außerhalb der rush hour).

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