Hilfe von Katzen-, und Hundehaltern benötigt
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Hallo zusammen.
Ich hatte schon einmal vor ein paar Wochen eine ähnliche Frage gestellt, aber da ist es leider etwas untergegangen und bisher hat sich das Problem nicht gebessert. Deshalb wollte ich noch einmal nachfragen. Hoffentlich ist es ok, wenn ich dazu noch einen extra Thread aufmache. Ich werde versuchen, die Situation möglichst genau zu schildern, damit keine Fragen auftreten und vielleicht kann man daraus dann auch etwas mehr erkennen, was das Problem ist.
Es geht mir, vorweg, vor allen Dingen darum zu klären, ob ich mit diesem "Problem" richtig umgehe, oder ob man es vielleicht anders angehen sollte.
Ich und mein fast 15 Wochen alter Welpe Loki wohnen in einer 4er WG. Zwei Wochen bevor wir zusammengezogen sind (genau zu dieser Zeit habe ich Loki angeschafft), hat sich einer meiner Mitbewohner eine Katze zugelegt. Es ist ein sehr ruhiges und anhängliches Tier. Sie klettert nicht einmal und nutzt ihren Kratzbaum äußerst selten. Er hatte sie aus einem privaten Haushalt, in dem sie mit zwei anderen Katzen und zwei Chiuahuas zusammenlebte. Da sie sich mit den anderen Katzen überhaupt nicht verstand (sie reagiert selbst auf Maunzen aus dem Fernseher äußerst nervös), musste sie abgegeben werden. Mit den Hunden kam sie gut klar, hat sie meistens ignoriert. Leider hat sich schnell herausgestellt, dass die Katze nicht (wie angegeben) gesund und etwa 2 Jahre alt ist, sondern unter Tumoren leidet und schon etwa 7-10 Jahre alt ist. Dementsprechend ist es natürlich verständlich, wenn ein aufgeweckter Welpe sie nervt. Daher sind wir auch nicht dazwischen gegangen, wenn Loki sie bedrängt hat. Sie hat ihn dann kurz gehauen und er hatte sehr schnell heraus, nicht mit ihr zu spielen. Von da an ging er ihr meist aus dem Weg.
Nach einem Eklat (er sprang plötzlich auf den Wohnzimmertisch und die Katze hat sich furchtbar erschrocken und ihn sehr rabiat angegriffen, worauf hin wir die beiden natürlich erst einmal trennten, damit sie sich beruhigen konnten) begann Loki plötzlich damit, sie immerzu anzubellen, wenn er sie sah. Vermutlich aus Unsicherheit.
Seltsamerweise scheint das der Katze nichts auszumachen. Sie setzt sich dann hin und schaut ihn nur an.Nachdem ich kurz darauf allerdings mit ihm ein Wochenende weg war, verhält sie sich plötzlich grundlos aggressiv ihm gegenüber. Wenn er im Zimmer wach in seinem Körbchen liegt und man die Tür offnet, stürmt die Katze meistens hinein und haut ihn. Sie lauert auch ständig vor der geschlossenen Tür. Dann geht sie direkt wieder weg. Manchmal stellt sie sich vor ihn, sieht ihn etwa 1 bis 2 Minuten an (er rührt sich dann meist nicht und lässt sie in Ruhe schnupppern) und haut ihn dann aus heiterem Himmel mitten ins Gesicht. Ohne irgendein Anzeichen von Agression ihrerseits. Kein Knurren, kein Fauchen, kein aufgestellter Schwanz, nichts.
Seltsamerweise tut sie ihm in der Nacht nichts. Sie schläft zusammen mit mir, meinem Mitbewohner und Loki in einem Zimmer. Dann ist alles friedlich.Ich habe schon viele Leute um Rat gefragt. Man sagt immerzu dasselbe: Die regeln das unter sich, der Hund provoziert sie vermutlich mit seiner Körpersprache, sie will das er sie als Boss anerkennt usw.
Aber Loki wedelt nicht, wenn sie ihn haut und geht ihr aus dem Weg, zieht sich zurück, wenn er sie sieht. Auch sonst macht er keine für sie missverständlichen Zeichen, da sie ihn ja nur dann haut, wenn er gerade nicht damit rechnet. Meist ist das eben, wenn er ruhig liegt, aber einmal sogar, als er mit mir gekuschelt hat. Sie hat ihn dann, wie erwähnt, mal wieder lange angesehen und dann gehauen. Da sie mich dabei auch erwischt hat war dann auch offensichtlich, dass sie definitiv mit Krallen zuschlägt und nicht etwa nur mit der Pfote. Loki hat sehr dichtes Fell, aber ich habe trotzdem schon überall an seiner Haut kleine Krusten gefunden, die wohl auf ihre Krallen zurückzuführen sind.Wir haben also versucht, sie das unter sich regeln zu lassen. Aber es gibt keine Besserung. Das Einzige was passiert ist, dass er immer mehr Angst vor ihr bekommt und langsam auch schon aggressiver ihr Gegenüber auftritt. Manchmal traut er sich nicht, aus dem Zimmer zu gehen (selbst wenn die Tür super weit offen ist) da dort oft die Katze lauert und ihm haut, sobald er hinaus geht.
Das geht jetzt fast 2 Monate so. Ist es da wirklich noch richtig, sie immer weiter machen zu lassen? Inzwischen gehe ich aus Sorge auch schon oft dazwischen und ich muss langsam auch ehrlich zugeben, dass es mich etwas wütend macht. Klar kann die Katze nichts dafür, aber ich verstehe das einfach nicht. Es ist wirklich absolut nicht abzusehen, wann sie ihn haut und wann nicht. Oft genug geht sie auch einfach so vorbei. Zu einem anderen Zeitpunkt in genau der selben Situation haut sie ihn dann. Ihr Verhalten erscheint mir meist vollkommen wilkürlich und ich habe beide Tiere wirklich genau beobachtet.
Hat sie vielleicht Angst vor ihm? Immerhin tut sie ihm nichts, wenn er sie anbellt. Dann schaut sie ihn an und zieht sich nach einer gewissen Zeit zurück. Er wächst auch sehr schnell und ist inzwischen schon einiges größer als sie.Ich mache mir wirklich Sorgen um beide Tiere. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? (Die Katze hat übrigens immer die Möglichkeit, Loki aus dem Weg zu gehen, hat diese aber von Anfang an nicht genutzt, hat sich nach seiner Ankunft nicht verkrochen, wie das viele andere Katzen wohl machen). Gibt es noch irgendwelche Tipps? Wir füttern die beiden schon zusammen in einem Raum, damit sie sich positiv verknüpfen. Die Katze bekommt dann immer zuerst Futter. Dennoch bessert sich nichts. Sobald sie aufgegessen hat, lauert sie ihm schon wieder auf. Ist dieses Verhalten "normal" und legt sich von selbst? Ich habe leider überhaupt keine Erfahrung mit Katzen, auch wenn ich mich viel eingelesen habe. Die Situation belastet mich wirklich sehr.
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Hallo,
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Ich würde sie nichts unter sich ausmachen lassen, und auch die Katze davon abhalten den Hund laufend zu malträtieren.
Meiner Meinung nach hast du da viel zu lange zugesehen, du solltest unbedingt einschreiten.
Ich würde die Katze sofort von dem Hund entfernen wenn sie ihn wieder angreifen will. -
Das ist genau das, was ich Anfangs immer gemacht habe. Wenn sie ihn ohne Grund hauen wollte, habe ich das unterbunden. Und ich schaue auch, dass sie nicht immer, wenn sie ins Zimmer stürmt, direkt auf ihn losgeht. Aber dann haben mir so viele Katzenerfahrene Leute gesagt, dass genau das falsch sei und sich dadurch nichts bessert. Ehrlich gesagt will ich einfach wirklich nicht mehr, dass sie ihn immer haut :-x Aber ich weiß halt nicht, was ich machen soll. Wenn ich immer aufpasse habe ich Sorge, dass sie sich nie aneinander gewöhnen und ich mich in meiner eigenen Wohnung niemals frei bewegen kann, da ich schauen muss, dass die beiden sich nicht begegnen.
Einige Leute meinten auch schon, man solle die Katze mit einer Wasserspritze abhalten. Das möchte ich aber eigentlich vermeiden, da ich mir vorstellen kann, dass sie das dann wiederum eher auf den Hund bezieht. Und das kann es ja auch nicht sein.
Ich bin langsam echt überfragt, wie ich am besten vorgehen soll.
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Also Erziehungstipps habe ich leider keine, aber versuch mal einen Feliway Spray und gibt auch dem Hund ein paar Sprühstöße davon ab (nicht ins Gesicht, aber z.B. auf den Hals). Das ist ein Wohlfühlpheromon und gibt der Katze ein Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Wohligkeit.
Ich hab damit schon erstaunliche Ergebnisse bei meinen Katzen erzielt. Mein Kater war z. B. einige Tage in der TK und als er zurück kam hat ihn meine sonst so liebe Katze richtig gehasst und auch angegriffen. Ich konnte sie auch nicht mehr anfassen, sie hat nach mir gebissen - sonst ist das eine Katze, mit der man alles machen kann! Das ging 3 Tage lang so, kaum kam er oder ich ihr zu nahe ging es los. Hab mir dann Feliway besorgt und nach einer Stunde lagen die beiden wieder zusammen im Körbchen. Nachdem die Katze 3 Tage fast ausschließlich knurrend unterm Bett verbracht hatte wohlgemerkt.Hund und Katze etwas unter sich regeln zu lassen geht nie gut, sie verstehen einander nicht ausreichend.
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Das mit der Wasserspritze ist eine gute Idee, daran hatte ich auch direkt gedacht. Man kann Katzen auch erziehen, genau wie Hunde.
Ich würde es nicht dulden, daß mein Hund dauernd angegriffen wird. Und wenn sich nach zwei Monaten noch nichts von "alleine geregelt" hat, wird das auch nichts mehr.
Die beiden Tiere müssen sich ja nicht lieben, aber es darf auch keiner den anderen angreifen, sie können sich aus dem Weg gehen.
Bewaffne dich ruhig mit einer Blumenspritze und wenn die Katze das nächstemal deinen Hund angreift, sprüh sie ein. -
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Zitat
Das mit der Wasserspritze ist eine gute Idee, daran hatte ich auch direkt gedacht. Man kann Katzen auch erziehen, genau wie Hunde.
Ich finde das eine saublöde Idee, man erzieht Hunde auch nicht mit einer Wasserspritze. Und Katzen schon
gar nicht.
Feliway ist eine gute Idee.
Kann es sein, dass du hinsichtlich der Katzensprache einem Irrtum unterliegst. Du schreibst sie schaut den
Hund an und greift dann irgendwann plötzlich an. Es kann sein, dass dieses starren eine Warnung an den Hund
ist. Da der Hund nicht reagiert greift die Katze dann zum nächsten Mittel und setzt ihre Krallen ein um den
Hund zu vertreiben. Das wirkt dann auf dich überraschend ist aber für die Katze eine logische Reaktion wenn
ihre Warnung ignoriert wird. -
YorkieFan,
wenn du meinst. Du weißt aber schon, daß Katzen, wenn sie richtig böse werden auf die Augen zielen?
Ich würde es nicht zulassen, daß mein Hund durch eine unerzogene Katze sein Augenlicht verliert.
Übrigens hat meinen Katzen son kleiner Wasserstrahl nie geschadet, sind alle recht alt geworden. -
Die Wasserpistole ist mir auch gleich eingefallen. Ebenso feliway. Außerdem bewirkt Baldrian bei Katzen wahre Wunder....
Oder Bachblüten, vielelicht einfach erstmal die Rescu-Tropfen. Wenn die Katze gar nicht mehr so jung ist und auch krank ist, kann es auch gut sein, daß sie ganz andere Probleme hat, Schmerzen vielleicht, und sich an dem Hund abreagiert. Oder Kummer. Man kann in alte Katzen nur ganz schwer rein gucken... und Tumore sind kein Spaß.Meine Katzen waren immer friedlich, aber die Katze meiner Schwester, auch ein älteres Modell, neigt zu unkontrollierten Wutausbrüchen und verkloppt dann sogar aus heiterem Himmel die Hand die sie füttert....
Meine Schwarze, die auch meinen Hund gerne ärgert, tut das aber grundsätzlich (also es ist keine plötzliche Attacke) und sie haut nie zu, das irritiert mich etwas bei Dir, das plötzliche Gekloppe und dann wieder Ruhe.Auf jeden Fall würde ich dazwischen gehen. Denn auch die Katze muß ihre Grenzen kennen lernen. Katzen können das. Mag sein, daß sie ein paar Tage nicht mehr mit Euch redet, aber das macht nichts ;-)
Viel Glück!!
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Man sollte der Katze aber erstmal versuchen den Hund als etwas neutrales oder positives zu verkaufen, damit sie keinen Grund mehr zum Angreifen hat (bzw. meint zu haben), und das Verhalten nicht einfach nur deckeln, ohne die Ursachen zu kennen. Dann wird sie es vielleicht erstmal lassen, aber wehe sie fühlt sich mal bedrängt, dann kann es sein dass sie explodiert und dann richtig was passiert. Das ganze wird durch die möglicherweise fatale Verknüpfung Hund = ich erschrecke mich saumäßig noch verstärkt, vielleicht passiert auch nur die weniger schlimme Verknüpfung dass man nass wird wenn ein Mensch dabei ist, das wird aber nichts an dem Verhalten ändern wenn Hund und Katze mal unbeobachtet sind.
Wenn auch Feliway nicht hilft würde ich vielleicht in Erwägung ziehen eine Katzentrainerin hinzuzuziehen, da gibt es sicher nicht viele, aber einer reicht ja
Ein Wasserstrahl kann sicher in manchen Situationen helfen, aber mindestens genau so viel kann man damit verschlimmern. Ohne fachkundigen Rat würde ich da nicht drauf los spritzen. -
Zitat
YorkieFan,
wenn du meinst. Du weißt aber schon, daß Katzen, wenn sie richtig böse werden auf die Augen zielen?
Ich würde es nicht zulassen, daß mein Hund durch eine unerzogene Katze sein Augenlicht verliert.
Übrigens hat meinen Katzen son kleiner Wasserstrahl nie geschadet, sind alle recht alt geworden.Klar, Hunde werden auch steinalt wenn man sie mit Stachelhalsband oder Teletakt erzieht. Und, was sagt
dir das? Dass solche Tierquälereien o.k. sind?
Die frage ist doch ob die Katze unerzogen ist, wie du meinst, oder sich aus ihrer Sicht völlig normal und
folgerichtig verhält. Und das es sich lohnt die Ursache zu beheben anstatt die Katze zu quälen. - Vor einem Moment
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