• Hallo ihr Lieben!


    Elmo hats ja jetzt endlich in die allseits beliebte Pubertät geschafft :roll:
    Das läuft bisher ganz normal ab, ich muss Kommandos dreimal sagen bis er sich mit gähnen dazu bewegt es auszuführen. Schleppleine ist mein Dauerfreund und ich seh schon tatsächlich ab und zu den Stinkefinger bei ihm aufblitzen wenn ich mal rufe :D

    So, mal ab davon, ist er abends zwischendurch mal vollkommen Banane. Nach der letzten "großen Runde" ( sowas wie "Joggen" oder Suchspiele oder Rumgezocke mit anderen Hunden) fängt er an mich oder meinen anderen Hund zu besteigen. Soweit so gut. Das wird natürlich unterbunden (auch wenn Diego das glaube ich manchmal gar nicht wahrnimmt) aber er fängt dann an zu hecheln und zu fiepsen, wird ganz nervös und unruhig.
    Wenn er draußen beim spielen andere junge Hunde besteigt, pflück ich ihn runter mit einem scharfen SCHLUSS und wenn ers dann nochmal probiert, gibts Leinenarrest für ein paar Minuten. Da wirkt er allerdings nicht gestresst, also mit hecheln und fipesen und nervös rumtänzeln.

    In der Wohnung schon, er versucht dann (ich nehme an aus Frust oder Alternativstressabbau) Decken zu zerstören. Am allerliebsten die auf seinem Platz :muede2:

    Aufreiten ist ja nicht immer sexuell. Aber in diesem Hormonchaos? Ich vermute nämlich, dass es zuhause eher eine Form von Stressabbau ist. Dabei ist es nicht laut oder wuselig zu diesen Stunden, sondern ruhig und entspannt. Oder ist ihm langweilig? Klar unterbinde ich das, aber er ist da SO wehement und er tut mir richtig leid wenn er dann so fiepsend und hechelnd rumwuselt :???: Ich habe schon versucht, dann Alternativ mit ihm noch kleine ruhige Übungen zu machen, aber er ist dann extrem unkonzentriert und das geht mir sonst gehorsamkeitstechnisch nach hinten los, also hab ichs wieder sein gelassen.

    Ich habe nur die Sorge, dass wenn es tatsächlich auch etwas mit Stress zutun hat, ich durch das unterbinden den Stress nur nochmehr förder? Je mehr ich es nämlich durch abpflücken und auf den Platz schicken versuche zu unterbinden, desto "gestresster" wirkt er. Er verfolgt mich dann auch regelrecht um mir am Bein zu hängen.

    Oder hängt es (jetzt ernsthaft) mit dem Wetter zusammen? Hier sind es nämlich schon wieder 30 Grad jeden Tag, ergo frühe Hunderunde, dann Mittags nur zum lösen raus, weils beide Hunde nicht ertragen und auch kaum Schatten auf den freien Plätzen ist. Die beiden sind den ganzen Tag dösig unterwegs. Wollen auch gar nicht raus und wenn dann gehts im Schleichtempo (die kleinen Gassen mit den Autos heizen sich sehr schnell auf). Heißt also, dass tagsüber beide Hunde von sich aus runterfahren und abends im dunkeln dann natürlich die Power rauslassen können. (tolle spanische Hunde hab ich da, nichtmal die Hitze im Heimatland ertragen sie :lol: )


    Ich hoffe ihr habt Tipps oder Erfahrungsberichte wie warum und weshalb das jetzt so schlimm ist und wie ich, im Falle eines Stressabbaus als Grund da vorgehen kann ohne ihn nochmehr zu stressen.


    Liebe Grüße

  • Ich würde die letzte " grosse " Runde weniger " gross " gestalten. Das Toben mit anderen mal ganz streichen und ruhigere Gänge machen.

    Nach müde kommt blöd, ich finde, das hört sich schon extrem danach an. Der Hund braucht Ruhe, die er aufgrund seiner hohen Erregung nicht finden kann.

  • Zitat

    Ich würde die letzte " grosse " Runde weniger " gross " gestalten. Das Toben mit anderen mal ganz streichen und ruhigere Gänge machen.

    Nach müde kommt blöd, ich finde, das hört sich schon extrem danach an. Der Hund braucht Ruhe, die er aufgrund seiner hohen Erregung nicht finden kann.


    Ist auch mein Eindruck!


    Was heißt denn "große Runde" - wieviel macht ihr ansonsten "normalerweise" mit ihm tagsüber?

  • Die große Runde ist ca eine Stunde. Wenn wir "joggen" sind es sogar nur 40 Minuten, das Toben sind maximal eine halbe Stunde, weil sonst mein Großer auch durchdreht :headbash:

    Normalerweise ists auch eine Stunde, die dann mit spielen und üben und mach was du magst gefüllt ist. Geht jetzt nichtmehr so optimal, da die Zeit wo es leer ist an der einzigen Auslaufmöglichkeit so dolle heiß ist, dass ichs abends mach. Aber da abends natürlich jetzt alle Hunde und Skater und Spziergänger raussind ist da natürlich ein Gewusel, was ich mir und den Hunden nicht so lange zumuten will.
    Ich mach das halt abhängig davon, wieviel los ist, wieviele Hunde da sind, wieviel gespielt wird und danach richte ich es dann. Wenn viel los ist fällt die Runde kürzer aus (alle paar Meter einen Hund auf Frontalkurs zu haben, ist ja auch ziemlich anstregend für Alle) wenn wenig los ist dann darf er durch die paar Büsche flitzen und den Dummy suchen. Da ist dann auch genug Ruhe dafür da :smile: und ich schau dann, dass ich ihn die Sparflammenzeit aufholen lasse, ohne dass er überdreht, sprich mit Spielpausen und Kuscheleinheiten und ab und zu einfach mal dasitzen und aufs Meer schauen.

    Zuhause versuch ich halt in der Wohnung wenigstens ein bisschen Kopfarbeit zu machen und auch ein paar kleine Tricks etwas sauberer hinzubekommen, aber das ist auch abhängig davon wie motiviert und konzentriert er ist. Gibt Tage da watschelt er nur von Sonne in Schatten und döst. Da wirkt er nicht so sonderlich unterfordert, an anderen merk ich ihm die Langeweile an und dann wird in der Wohnung geübt und gesucht.

    Also eben um diesem Bewegungsmangel durch Hitze und zuviel los entgegenzuwirken, gehen wir mit den Hunden wenn es dunkel ist zwischenzeitlich "joggen" (in einem Tempo, wegen Elmos Gelenken etc, da überholt uns jede Omi, aber es macht ihm unheimlich Spaß er läuft prima nebenher und freut sich wie Hulle und es gibt ja genug Pausen und Trinkbrunnen zwischendurch).

    Also, runterfahren das Ganze? Weniger ist oft mehr? Oder ist er am Ende doch nur gelangweilt und hat zuviel Hummeln im Hintern? :???:

  • Achso, als er es wohl mal geschafft hat sich "auszurammeln" (nenn ich jetzt mal so), weil ich Wäsche aufgehangen hab, war er danach so müde, dass er sofort eingeschlummert ist.

    Falls das jetzt relevant ist um zu unterscheiden ob Stress, Hormone oder generelle Unruhe :smile:

  • Zitat

    Achso, als er es wohl mal geschafft hat sich "auszurammeln" (nenn ich jetzt mal so), weil ich Wäsche aufgehangen hab, war er danach so müde, dass er sofort eingeschlummert ist.

    Falls das jetzt relevant ist um zu unterscheiden ob Stress, Hormone oder generelle Unruhe :smile:


    Finde ich nun erstmal irrelevant! Einem Hund, der es sich gar nicht erst angewöhnt, aus welchem Grund auch immer, muss man es nicht abgewöhnen!
    Bei den Hunden, die ich von Welpe auf an hatte, habe ich es im Ansatz unterbunden, zum Stressabbau haben sie Kauzeugs bekommen, kauen beruhigt. In der Pubertät kann es zeitweilig anstrengend werden, lohnt sich aber.
    Was der Hund nicht kennt, vermisst er auch nicht!
    Mit dem Erfolg, das fast alle meine Rüden intakt alt wurden, mit zwei Ausnahmen, einer aus dem Tierschutz und mein jetziger "Alter", der mit 8 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastriert wurde.

  • Ja, das sehe ich eigentlich aus so, dass ich da besser vorher einschreiten sollte, aber es ist wirklich wirklich ganz schwer. Er hechelt dann enorm ist ganz aufgekratzt winselt und knurrt und ich krieg ihn einfach nicht ruhig. Der "Kampf" dauert dann teilweise eine halbe Stunde und dann kann ich mir immernoch nicht sicher sein, dass er nicht wieder anfängt.

    Ist das denn normal? Mir ist bei rammelnden Rüden oder Hündinnen noch nie aufgefallen, dass die dabei so enorm abgehn. Mein Großer hat da schon so leichte Tendenzen mittlerweile, wenn er was total tolles zu fressen bekommen hat, sich nicht nur wie blöde zu wälzen auf der Couch oder Decke und sich zu freuen sondern auch jetzt schon 2-3 mal anfing ganz wuschig an Elmo rumzuklettern, aber den krieg ich mit einem kurzen "Schluss" sofort zur Ruhe. Elmo hingegen... :muede:

    Und klar, je mehr ich dagegen angehe, desto bekloppter spielt er dann. Schick ich ihn auf die Decke, will er die zusammenknuddeln und auch rammeln, wenn ichs verbiete und ihm dann sobald er ruhig ist eine Kaumöglichkeit nochmal anbiete (die kriegen die Jungs sowieso abends) will er die gar nicht, sprich er will lieber die Decke rammeln oder zerstören oder er will mit dem Kauknochen spielen, nervt damit den Großen oder uns.

  • Dein Hund ist anscheinend in div. Situationen ziemlich gestresst. Du kriegst nur Ruhe in den Hund wenn du Management betreibst. Deinem Hund zuliebe!

    Weniger hochpushen, weniger lange Runden, weniger Toben. Einfach alles etwas gemässigter. So hoher Stress ist ungesund und der Hund lernt in dem Moment rein gar nichts.
    Aus der Forschung weiss man, dass bei so hohem Stresslevel der Organismus mind. 20min benötigt um runter zu fahren. Danach ist er völlig erledigt.

  • Ja, scheint so, also mit dem Stress. Aber ich weiß jetzt echt nicht, wieviel ich da noch runterfahren soll :???: in der Wohnung wird eh schon nicht getobt, draußen wegen der Hitze auch nicht und abends treib ich ihn ja auch nicht querfeldein :D noch weniger fände ich, als nicht-Hund, extrem wenig? Ist ja auch nicht jeden Abend so, es passiert aber natürlich schon oft genug, dass es für mich und sowieso für den Hund, der ja in dem Fall so gestresst und hibbelig ist, wirklich ein Problem ist.

    Ich muss natürlich abends was mit ihm machen, dazu gehört grade in dieser Zeit auch etwas Gehorsamkeitarbeit und da aber der Spaziergang nicht nur Übung sein soll, sondern auch Spaß für ihn, brauche ich auch eine Stunde dafür. Ich schließe aber den Spaziergang und die Übungen immer mit etwas ruhigem einfachen ab, ich spiel jetzt nicht bis vor der Türe mit ihm. Und auch da, gilt bei uns: erstmal runterfahren. Und das klappt dann auch. dann schläft er etwas und dann gehts rund sobald er wieder wach ist. :muede:

  • Ich denke auch, dass es Stress ist und du weniger und v.a. mehr ruhige Sachen machen solltest. Suchspiele für die Nase oder ähnliches. Einfach langsamer Spazierengehen, damit er mehr schnuppert und nicht nur wie ein gestörter durch die Gegend rennt. Evtl. kannst du auch ein Ritual nach dem Heimkommen einführen- Du schickst ihn auf seinen Platz und lässt ihn was kauen. Bei uns hilft es auch, wenn ich den Hund kurz alleine lassen, dann tut er sich viel leichter runterzukommen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!