Welpe mit in Vorlesung nehmen

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    in gut zwei Wochen zieht der kleiner Lui bei mir ein. Er ist ein Border Collie/Australien Shepherd Mischling und dann gerade mal 8 Wochen alt.

    Wir haben uns schon ausgiebig informiert, allerdings steht überall was anderes, was mich etwas verwirrt.
    Am Anfang werd ich natürlich ganz zu Hause bleiben. Noch studiere ich und darf ihn wenn er soweit ist mit in die Vorlesungen nehmen. Also wir sind in keinem großen Hörsaal wie es sich wahrscheinlich einige vorstellen. Ein großer Raum mit um die 40-45 Leuten in meinst wirklich ruhiger Atmosphäre. Es geht auch nur um 3x1,5 Stunden in der Woche, also nicht jeden Tag von Früh bis Abend ;)
    Könnt ihr mir Tipps geben wie ich ihn am Besten darauf vorbereiten kann bzw. ab wann ich ihm das ungefähr zumuten kann?
    Und was sollte ich für ihn mitnehmen? Reicht eine Decke oder kann man ihm den Aufenthalt etwas "angenehmer" machen?

    Vielen Dank,
    Mara

  • Moin!
    Ich hab zuerst "Welpe mit in Verlosung" gelesen und mich total erschrocken :-) !
    Hast du niemanden, der für die kurzen Zeiten aufpassen kann?
    Wenn so ein Welpe aufdreht, kann es ganz schön störend werden...
    Was ist dann? Was ist, wenn er Pi oder Stinkerchen machen muss?
    Sind da alle entspannt? Und bleiben das alle Studis und der Prof?
    Ich würd Boxentraining machen und den da rein packen oder seine Decke mitnehmen und ihn nah bei dir anleinen.
    So hab ich das mit Bud gemacht, als der klein war und mal mit zur Schule musste.
    Aber die Schulleiterin ist totaaaal entspannt, die hatte den Welpling mal in einer Konferenz 1,5h auf dem Schoß (während sie die Konferenz leitete) und sich von ihm auf den Fingern rumkauen lassen....
    Kann klappen, kann auch daneben gehen.
    Liebe Grüße und viel Erfolg!

    Ach so, ab wann du ihm das zumuten kannst, liegt doch daran, ab wann das sein muss, oder?

  • Hallo!

    Was meinst du mit "wenn er soweit ist"? Machst du das vom Alter abhängig? Einem paar Wochen alten Welpen würde ich nämlich so eine Vorlesung nicht zumuten.. ich denke da nur an meinen eigenen Hibbel hier zu Hause :D Der ist zwar schon 11 Monate alt, aber wenn ihm langweilig wird, quietscht und fiept er was das Zeug hält und ist nur schwer wieder runter zu kriegen. Das könnte so eine Vorlesung schon mächtig stören.

    Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen, wenn er mit soll, ihn an einen Platz gewöhnen, auf dem er zu bleiben hat (Decke, Kennel/Box). Eventuell noch was zum Kauen mit drauf legen. Wenn er vom Platz geht, wieder drauf schicken. Am Anfang nur nicht zu lange drauf liegen lassen, Welpis haben's noch nicht so mit Geduld und Ausdauer... :lol: Dann eben nach und nach die Zeit steigern.

    Ich find's irgendwie toll, dass du die Möglichkeit hast, deinen Welpi mit auf Vorlesungen nehmen zu dürfen. Ich denke mit dem richtigen Vortraining sollte das schon klappen. ;)

  • Decke, Geschirr, Leine, Kauartikel, Wasserflasche und -Napf war meine Grundausstattung, als Cara klein war, wenn ich sie irgendwohin mitgenommen habe. Von Anfang an habe ich sie daran gewöhnt, daß die Decke zu meinen Füßen ihr kleiner Ruhe- und Schutzraum unterwegs ist, zB in der Straßenbahn oder wenn ich irgendwo Pause gemacht habe. Die Leine habe ich dabei so unter den Fuß geklemmt, daß der Bewegungsspielraum begrenzt war, der Welpe sich aber bequem drehen und hinlegen konnte. Kauartikel beschäftigen nicht nur, sondern lenken auch ab und das Kauen beruhigt. Vorher Gassi gehen ist klar, aber es ist besser, nicht unmittelbar vorher noch wilde Spiele zu machen, um den Welpen 'auszulasten'. Sonst kann es ihm sehr schwerfallen, zur Ruhe zu kommen.

    Mach dir keine allzu großen Sorgen, ab und zu mal eine gewisse Zeit ruhig zu deinen Füßen zu verbringen ist durchaus zumutbar für deinen Welpen. Du kannst es ja, bevor du in die Vorlesung mußt, schon gut in vielen anderen Situationen üben. Sei aber darauf gefaßt, daß du eventuell doch mal früher gehen mußt, falls der Kleine sehr unruhig werden sollte.

    Meine Cara habe ich auch mit achteinhalb Wochen bekommen und das gleich von Anfang an so gehandhabt, zB auf der Fahrt zur Welpenstunde oder wenn ich in der Stadt was zu erledigen hatte. Großartige Übungsaktionen zuhause vorher finde ich überflüssig. In der fremden Umgebung weiß der Welpe einen Ruheort zu deinen Füßen ganz anders zu schätzen als wenn du ihn in der eigenen Wohnung an der freien Bewegung hinderst. Also ich finde den Tip, ihn an einen festen Platz in der Wohnung zu gewöhnen nicht falsch, wenn du das möchtest, aber warte auf keinen Fall darauf, daß das zuhause perfekt klappt, ehe du anfängst, das Liegen auf der Decke auch unterwegs zu üben. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun, und du würdest nur wertvolle Zeit verschenken.

    Kleine Welpen brauchen ohnehin noch viele Ruhepausen, das kann man direkt ausnutzen. Dicht bei dir darf er sich geborgen fühlen und lernt gleichzeitig, daß er nicht immer im Mittelpunkt steht. Wenn der Welpe das von Anfang an kennt, wird er auch leichter in dieser Situation Ruhe halten, wenn er älter und aktiver wird.

    Eine Box finde ich sehr umständlich mitzunehmen, die passt wahrscheinlich gar nicht unter die Bank und eine Decke reicht vollkommen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß dich die Umständlichkeit daran hindern würde, diese Lektion mit deinem Hund wirklich sehr oft zu üben, jedesmal, wenn du ihn irgendwohin mitnimmst.

    Dagmar & Cara

  • Wenn dein Welpe vom Typ her wie meine Mia sein wird, wird das sehr unproblematisch ;) Aber das ist natürlich hundeabhängig. Ich habe, wie einige auch schon geschrieben haben, eine "Ruhedecke". Die wird in der Bahn, im Restaurant oder in der Uni genutzt. Beschäftige den kleinen vorher altersgerecht, dann ist die Chance, dass er die 1 1/2 Stunden durchpennt recht groß.
    Ich würde mich an den Rand setzten, falls er doch mal aufwacht und ein Geschäft erledigen muss. Sprich das vorher mit dem Dozenten ab, aber ich denke die Zeit wird der Kleine schnell durchhalten können.
    Hier gibt es dann übrigens nichts zu knabbern. Mia soll dann schlafen, sie (kann bei deinem ganz anders sein) dreht beim knabbern eher auf.
    Auf der Decke wird außerdem nicht gekuschelt oder gespielt. Das ist vor allem für Sitznachbarn bei einem süßen Welpen keine leichte Aufgabe ;) Am besten erklärst du das vorher ein paar Freunden, die sich dann um euch rum setzten und den kleinen die ganze Zeit ignorieren.

    Viel Spaß mit dem Zwerg!

  • 2 Stunden Abwesenheit von zuhause ist doch auch kein Problem, oder?

    Das alleinebleiben hat mein Hund ganz schnell gelernt, während das Unterwegs-Ruhig-auf-seinem-Platz-liegen eine weitaus größere herausforderung darstellt... Mich hätte das enorm gestresst und abgelenkt. Wenner ganz klein ist geht das noch, aber dann... 2 Stunden pennen zuhause in seiner Kiste (offene Box, nicht Tür zu) ist kein Thema, der pennt eh den ganzen Tag - aber irgendwo anders entspannen, schwiiiieeerig. Guck erst mal wie den Hund drauf ist, evtl geht es dir ähnlich.

  • Und deshalb würde ich das wirklich vom Hund abhängig machen. Für meine wären die 2 Stunden alleine bleiben eine Katastrophe gewesen. Mittlerweile geht das, aber das hat sehr lange gedauert.
    Ich denke du wirst deinen Hund sehr schnell kennen lernen, und das dann am Besten einschätzen können!

  • Ich meine auch, daß das Alleinebleiben für einen Welpen viel schwieriger zu lernen ist und wirklich kleinschrittig aufgebaut werden muß, da es ja eigentlich gegen seine Natur ist. Das Ruhehalten zu Frauchens Füßen ist viel einfacher, denn da hat er Geborgenheit und Körperkontakt und man kann es wunderbar nebenbei üben, indem man das natürliche Ruhebedürfnis des jungen Welpen ausnützt.

    Dagmar & Cara

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