Hund entfernt sich weit
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Hallo an alle,
ich möchte mich noch mal kurz vorstellen.
Ich heiße Sabine und komme vom Chiemsee. Ich habe 2 Hunde. Figo, 12 Jahre Zwergpudelmischling, Leo, 3 1/2 Labradoodle.
Nun zu meinem Problem:
Ich habe Leo, ist eine Hündin, mit 2 Jahren aus dem Tierschutz übernommen. Sie kommt von einem "Vermehrer", wo sie wahrscheinlich schon 1-2 mal Welpen hatte.
Sie hat sich zu so einer tollen und aufgeschlossenen Hündin entwickelt, dass ich seit einem Jahr mit ihr beim BRK eine Ausbildung zum Rettungshund mache. Sie macht das echt gut, denn sie rennt gerne durch den Wald.
Tja, und das ist nun mein Problem.
Beim Spazierengehen im Wald läuft sie auch ziemlich große Kreise in den Wald hinein. Sie läßt sich auch immer gut abrufen. Ein paar Mal schon hat sie einen Hasen aufgescheucht und hat sich gleich abrufen lassen.
Aber, ab und zu ist sie so richtig im Suchmodus und da ist der Abruf schwierig. Schwierig heißt, ich muss 2-3 mal rufen, dass sie kommt. Ich hätte aber gerne, dass sie beim ersten Mal kommt.
Mir machen auch die großen Kreise, die sie zieht, ein paar Sorgen. Sie ist dann oft bis zu 100 Meter im Wald verschwunden.
Ich hatte sie eine zeitlang an der Schleppleine. Jetzt wollte ich diese abbauen und habe sie durch eine leichtere ersetzt. Sofort werden ihre Kreise größer.
Kann mir jemand einen Tipp geben.
Vielleicht sollte ich die Spaziergänge spannender gestalten???Danke schon mal
Sabine
Ups, das war aber viel Text.
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Bring ihr doch bei auf dem Weg zu bleiben.
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Ich würde sie auch nicht im Wald stöbern lassen. Ruf sie doch einfach zurück, wenn sie den Weg verlassen will.
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Also ab heute wieder an die Schleppi. -
Lino darf die Wege auch nicht verlassen, weder im Wald noch zwischen Feldern.
Ich hab ihn einfach immer mit "Raus" und einem leichten zupfen an der Leine wieder auf den Weg befördert.Inzwischen klappt das so gut, dass ich Wiesen auf denen er rennen darf selbst mit betreten muss damit er sich "traut".
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Ist es nicht so, dass die Hunde den Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit lernen? Rettungshundearbeit nur mit Geschirr und für Freizeit gelten dann wieder die normalen Regeln, die man seinem Hund beigebracht hat?
Hast Du denn das Gefühl, der Hund "arbeitet", wenn er in den Wald rennt oder jagt er eher?
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Ich arbeite auch grad verstärkt am "Raus da" Befehl - schon weil es richtig Ärger gibt, wenn Hunde jetzt zur Brut und Setzzeit rumstöbern, das sollte nicht sein!
Wenn der Hund auf zu sehr auf schnüfeln umschaltet und mich nicht mehr beachtet, bleibt er erst mal an der Leine (Sobald die Schlepp dran ist, läuft er sowieso bei mir... ) ohne Leine wird er wirklich ständig herangerufen, wenn er vom Weg runter geht und wenn er sich zu weit entfernt. Und natürlich viel belohnt. ich würde immer wieder irgendwas machen, was ihr echt gefällt, bei uns ist das einfach mal ein Leckerchen werfen, das er dann "jagen" kann (für Bälle etc interessiert er sich nicht).
Ausserdem trainiere ich, dass er längere Stücke hinter/neben mir laufen muss, nicht so aufmerksam wie im fuss, aber er darf mich nicht überholen und auch nicht links und rechts weg, nur mal eben stehenbleiben zum schnuppern und markieren ist erlaubt.Das Buch "Anti Jagd Training" hat dazu gute Tipps!
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Ja, ich habe den Eindruck, dass sie arbeitet, wenn sie im Wald rennt. Genauso macht sie es im Training, wenn sie ein Opfer suchen muss. Sie rennt hin und her, die Nase im Wind und irgendwann bleibt sie stehen, und schnüffelt an einer Stelle. Dann ist sie auch wieder abrufbar.
Bei der "Arbeit" wird sie ja auch nicht abgerufen.
Eigentlich müßte sie den Unterschied ja kennen, denn im Training ist sie ohne Halsband, nur mit Kenndecke unterwegs.
Ich werde aber weiter mit der Schleppleine trainieren. Irgendwann werden wir das schon hinbekommen.Aber schon mal Dankeschön für Eure Antworten
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Ich habe auch eine Hündin, die einen großen Radius hat. Dazu der Jagdtrieb, der sie dazu veranlasst hat gezielt Spuren und Witterung hinterher zu gehen um Wild aufzuspühren.
Wir haben im gesamten Training einige Grundregeln eingeführt für Hund und Mensch- In Wald und Feld wird nicht gezielt gestöbert
- Auf dem Weg bleiben ist oberstes Gebot. Nur mit Erlaubnis darf sie mal ein zwei Meter vom Weg ab (beispielsweise fürs große Geschäft), oder mit mir zusammen, wenn wir spezielle Übungen machen
- Fängt Ashanti ihr Stöbernschnüffeln an (Schnüffelverhalten sollte man unterscheiden können) oder wird hecktisch beim Rumschnüffeln, dann wird das unterbrochen und ein Alternativverhalten eingefordert
- Der Radius wird auf ein für mich noch gut händelbares Maß eingeschränkt, soll heißen wir haben ein Kommando trainiert, bei dem Ashanti weiß "Bis hier, und nicht weiter". Den hält sie mittlerweile von ganz allein ein.
- Die Aufmerksamkeit soll hauptsächlich auf mir liegen. Ist Ashanti zu lang mit sich selbst beschäftigt, unterbreche ich das ebenfalls über ein Alternativverhalten. -
Ich schließe mich da zum Großteil direkt bei Luna77 an, so sieht es bei uns nämlich auch aus: Hund mit grundsätzlich großem Radius, der gerne rennt und dazu Jagdtrieb hat.
Wir haben lange mit der Schleppleine trainiert, gezielt auf den Wegen zu bleiben. Erst im Wald mit starken optischen Begrenzungen (Weg ende -> Grünzeug verboten!) und später dann auch auf den Feldern weiter gemacht. Mittlerweile ist meine Hündin 3 1/2 und bleibt, wenn ich ein halbes Auge darauf habe, auch wirklich auf den Wegen, außer, ich erlaube etwas anderes. Wie bei Luna77: Fürs große Geschäft oder mit mir zusammen um irgendwas gemeinsam zu machen.
Zudem haben wir ein Kommando "Raus da!", falls sie doch mal einige Schritte weg vom Weg geht. Das setze ich notfalls auch körperlich durch (also gehe zu ihr und drängel sie zurück auf die Wege). Oft reicht mittlerweile aber auch ein Räuspern oder "äh-äh!" und sie kommt zurück auf den Weg.
Dritter Tipp von mir: Blickkontakt und Aufmerksamkeit zu dir, was von ihr aus kommt, Clickern oder anderweitig bestärken! Das hat bei uns riesen Fortschritte beim Radius gebracht, weil sie sich ab einem gewissen Abstand immer mal umdreht und zu mir schaut.
Vierter Tipp: Immer mal unvorhersehbar für den Hund etwas spannendes machen. Sei es kurz ein mega tolles Spielzeug raus zu holen oder ein Leckerchen in die andere Richtung zu werfen - oder, wenn sie das kann und mag, ein paar Tricks mit dir zu machen. Das hilft auch (zumindest bei uns) dass Madame sich öfter mal umschaut oder direkt zu mir kommt, um zu checken, ob nicht doch was cooles passiert. (Keine Dauerbespaßung! Bei uns ist das so 2-3x pro Spaziergang, ganz kurz)
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