• Zitat

    ......zuhause haben wir das bellen schon fast auskuriert, mit ignorieren.....

    ...und hier wieder das alte Klischee: schlechtes Verhalten ignorieren heißt NICHT, daß der Hund das nicht mehr macht - im Gegenteil, das festigt sich, weil der Hund es, wenn Du nicht reagierst, als Deine Freigabe nimmt, weiterzukläffen.

    Daß das daheim geklappt hat, führe ich daher NICHT aufs ignorieren zurück, sondern darauf, daß der Hund da wahrscheinlich einfach keinen Erfolg hatte mit dem Kläffen (z.B. daß dann jemand wieder ging o.ä. oder er Aufmerksamkeit bekommen hätte).

    Ignorieren kann man aufmerksamkeitsheischendes Verhalten wie z.B. Anstupsen o.ä., oder mal ein Kläffer im Körbchen, wenn Du am Essen bist und der Hund was abkriegen will. Denn dann hat der Beller oder das Anstupsen keinen Erfolg und er gewöhnt es sich ab. Ziel: Aufmerksamkeit. --> Nichterreichen der Aufmerksamkeit löscht das Verhalten aus, weil das Verhalten schlichtweg nicht zielführend ist.

    Ist es aber ein richtiges Fehlverhalten, dann muß man das verhindern/abbrechen o.ä. Denn ein Hinrennen und Leute schnappen o.ä. hat schon nen Erfolg, wenn der Gst dann auch nur zusammenzuckt oder nen Schritt zurückweicht oder erschrickt. Dann sieht der Hund nämlich, daß er was bewirken kann mit dem Gekäffe/Geschnappe (ein für ihn erfolgreiches Verhalten also!), und wird es weiterhin tun. Denn er macht das ja aus einem bestimmten Grund (sich die Leute fernzuhalten z.B:), und wenn er sein Ziel (Abstand) damit jedes Mal erreicht, wird ers halt weitermachen. Kein Wunder, daß Du so nicht zum Erfolg gekommen bist......

  • yorkiefan:
    sie geht schon alleine in die box. sehr gerne sogar. nur, wenn jemand ins büro kommt dann schiesst sie raus wie eine rakete.

    bieboss:
    alleine bleiben haben wir aufgebaut, bis zu einer stunde. das ist absolut kein problem. nur möchte ich ja den hund mit ins büro nehmen. stelle mir aber die frage ob ich sie nicht die nächsten 6 monate zuhause lasse.

    flying paws:
    mein freund arbeitet 50%. er geht morgens um 6 uhr raus- danach haben sie ruhezeit bis am mittag. am nachmittag (4 stunden) ist der hund dann im büro.

  • Zitat

    .....
    bieboss:
    alleine bleiben haben wir aufgebaut, bis zu einer stunde. das ist absolut kein problem. nur möchte ich ja den hund mit ins büro nehmen. stelle mir aber die frage ob ich sie nicht die nächsten 6 monate zuhause lasse.
    ......

    Na, dann ist doch super... Ausprobieren, ob´s auch länger geht, und dann machen - bevor Du Deinen Job riskierst..... ;-) Nen halben Tag alleine überlebt jeder Hund; wenn er ne Stunde schon kennt, dann kann man das bestimmt relativ schnell ausbauen. Und bis dahin Sitter oder Nachbar, der nach 2 Std. mal reinschaut o.ä., wenn möglich. (nicht, daß Du nachher dasselbe Problem daheim mit den Nachbarn hast, weil Hundi daheim alleine zu bellen anfängt *gg)

  • Zitat

    Problem beim ablenken, der Hund lernt ja nicht das bellen zu lassen.


    Stimmt er lernt, dass es keinen Grund gibt zu bellen. Ursachen angehen, statt nur das Verhalten abzustellen.


    Zitat

    Du mußt schnell genug sein, damit er nicht anfängt zu bellen. Oder er lernt eine schöne Handlungskette: ich muß bellen, dann gibt's Wurst.


    Jap, das ist wichtig, darauf solltest du wirklich achten. Wenn es mal passiert kein Problem, aber in der Regel solltest du schneller sein.

  • Zitat


    Stimmt er lernt, dass es keinen Grund gibt zu bellen. Ursachen angehen, statt nur das Verhalten abzustellen.

    Das tust du aber nicht, wenn du den Hund ablenkst. Um die Ursache anzugehen muß Hund sich mit ihr
    auseinander setzen. Er bellt ja nicht weil er Hunger hat. Dann würdest du mit Futter einwerfen die Ursache
    beheben.
    Sobald die Ablenkung fehlt, geht das Gebelle fröhlich weiter wie bisher.

    Wenn die TE den Hund nicht mehr mit nimmt zur Arbeit hat sich das ja hier erledigt. Aber das Grundproblem
    des Hundes bleibt bestehen. Vermeidung löst auch keine Probleme.

    Vielleicht wäre es auch ein Option mit den Kollegen zu sprechen und dann aber auch zu zeigen, dass man
    wirklich was ändert. Da reicht es aber nicht, das Bürogebelle einzudämmen, sondern der Hund muß generell
    eine andere Einstellung zu fremden Menschen vermittelt bekommen.

  • Klar ich könnte auch die Ursache tatsächlich beheben und den der das Büro betritt rausschmeißen....

  • also wir hatten schon die trainerin sowie 2 verhaltenstierärztinnen hier. die kollegen wissen dass wir alles tun.

    den hund nicht mehr zur arbeit nehmen wäre eine option auf zeit. bis sie sicherer ist.

  • was ich nicht verstehe ist, wir können zum beispiel problemlos mit dem hund auf einer vollen gartenterasse essen gehen. die kellner können da problemlos zum tisch, ohne dass der hund bellt.

    auch im büro: nehme ich sie an die leine und setze mich an den kaffeetisch, welcher in der mitte des büros steht, da kann der chef ohne probleme hinkommen und sich hinsetzen, ohne "anfall" des hundes.

  • Vielleicht möchte sie ihr "Revier" d.h. den Bereich bei deinem Schreibtisch verteidigen ?
    So nach dem Motto "das ist mein Bereich & du hast hier nichts verloren" ? :smile:

  • ja das dachten wir auch immer. jedoch dringt schon lange niemand mehr in ihr bereich, aus angst vor der furie...

    auch wenn wir in wohnungen von freunden gehen, dort hat sie immer extrem probleme.


    wir haben den bereich unter meinem tisch ja sichtsicher gemacht. plus ein kennel. der hund sieht also nichts was im büro passiert (was bei ihrem "kontrollzwang" auch irgendwie logisch ist).

    vielleicht wäre die option angeleint aber mit übersicht einen versuch wert.

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