Helft mir mal bitte - erst unterwürfig aber dann aufreiten!
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Ja, ich würde solche Hundeansammlungen meiden und bei einem Labrador erst recht.
Am besten schon von Welpe an. Lieber gezielte Hundekontakte zu ausgewählten Hunden.
Das, was bei einem Labrador immer lustig und nach Spiel aussieht, ist aus meiner Sicht oftmals Überforderung und Stressverhalten. Sie KÖNNEN oft nicht anders als rum zu springen, aufzudrehen und machen den Anschein, sie wollen auf allen Hochzeiten tanzen.
Von daher würde ich einen Labrador immer von Welpe an schon anders und viel gezielter handhaben in Bezug auf Menschenkontakte.
EIN netter Spielpartner oder besser noch, ein Hund, der NICHT spielen will, finde ich da in den ersten Lebensjahren deutlich besser für den Hund.
Größere Ansammlungen von Hunden würde ich erst nach und nach aufsuchen, wenn der Hund erst mal ein bisschen Ruhe und Konzentration gelernt hat und nicht mehr in kopfloses Verhalten verfällt.
Das Problem ist, man sieht Labradoren Stress einfach schlecht an - bei denen wirkt alles wie Spiel und Spaß und Freude. Ist es aus meiner Sicht aber oft nicht, sie können halt oft nicht anders kommunizieren, weil ihnen ja auch jegliches, wichtiges und gesundes Aggressionsverhalten fehlt, ebenso wie die Fähigkeit, Distanz einzuhalten und mal wenig körperlich zu sein.
Irgendwer sagt mal, Labradore wären "körpersüchtig". Könnte was Wahres dran sein. - Vor einem Moment
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Hi,
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Zitat
Vielleicht solltest Du mal genauer lesen. Mira13 hat geschrieben, dass ihre Hündin das nur im Spiel macht. Wenn Hunde nicht mit ihr spielen, macht sie das nicht.Wirklich enorm vieles was ICH sehe bei Hunden, ist NICHT!!!! Spiel.
Diese junge Labbihündin verhält sich wie ein unsicherer Hund. Ihre Strategien sind : renkriechen mit dem gesamten Register des Demutsverhaltens. Hier würde ICH MEINEN Hund unterstüzten..
Das läuft, bis ein Kontakt hergestellt ist, dann ist der Hund schon dermassen gestresst, dass Stratgie 2. aufreiten und die rythmische Bewegung, dem Stressabbau dient.
Das Gegenteil zu diesem Verhalten ist: Angstagression und Leinenpöbeln.
Das ist nur sehr viel lauter und störender, aber im Prinzip ist das, was diese Hündin zeigt die gleiche Strategie.Die Hündin ist alleine und muss alleine regeln.
So meine Analyse

Das gute: man kann dem Hund helfen

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Zitat
Ich sehe das Problem schon weiter vorne. Eine eineinhalbjähriger Hund, der auf jeden anderen in Welpenmanier zukriecht, weiß nicht wie man sich als junger heranwachsender Hund nähern könnte. Ich würde üben, dass sie andere Hunde zunächst gar nicht belästigt, dass man nicht hin muss und sich mit denen auseinandersetzen, sondern auch erst mal auf Distanz bleiben kann.
Seh ich genauso. Wenn man das dann so praktiziert, muss man dann mit blöden Sprüchen leben, im Sinne von " boahhh...das ist ja voll gemein, dass der arme Hund nicht mitspielen darf..."
Da muss man dann drüber stehen :joint: -
Zitat
Ich würde üben, dass sie andere Hunde zunächst gar nicht belästigt, dass man nicht hin muss und sich mit denen auseinandersetzen, sondern auch erst mal auf Distanz bleiben kann.
Ich möchte das nochmal aufgreifen, weil ich mich das schon öfter gefragt habe.Den unsicheren Hund erstmal aus der " Kontaktaufnehmnummer" rauszunehmen ist ja das eine. So hat er gar keinen Handlungsbedarf, bleibt beim HH , kann lernen, dass er nicht zu jedem andeen Hund hin muss und soweit gut.
In wie weit ist es denn überhaupt möglich, das Kontaktverhalten zu verändern, d.h. ist es möglich, aus einem " lefzenleckenden " infantilen Hund einen selbstsicheren zu machen, der diese Verhaltensweisen im direkten Kontakt zu Fremdhunden nicht mehr zeigt?
Oder gibt es nur die Möglichkeit der " Vermeidung" des direkten Kontaktes?
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Hallo
ZitatIch sehe das Problem schon weiter vorne. Eine eineinhalbjähriger Hund, der auf jeden anderen in Welpenmanier zukriecht, weiß nicht wie man sich als junger heranwachsender Hund nähern könnte. Ich würde üben, dass sie andere Hunde zunächst gar nicht belästigt, dass man nicht hin muss und sich mit denen auseinandersetzen, sondern auch erst mal auf Distanz bleiben kann.
Das ist auch mein erster Eindruck, von deiner Verhaltens-Beschreibung deines Hund. Und meine Hündin "föhnt" Aufreitern auch eine neue Frisur......
Beim frechen provozierenden Hund hat sichs dann erledigt, beim gestressten Hund ist es ein Desaster, der kriegt noch mehr Stress. weiss er doch nichts anderes wie mit dem Stress umzugehen.Was mir spontan noch auffällt, dass du dir sicher bist, dass dein Hund Freude hat andere zu treffen und es fast nicht mehr aushält, um auf sie zuzuspringen und zu spielen.
Ich erlebe bei solchen Beschreibungen aber dann in live meist einen höchst gestressen, überforderten Hund, der schon hochdreht bevor er Kontakt hat und bei längerem Warten nicht vor Freude ungeduldig wird, sondern vor Stress schon völlig an Rad dreht.
Es kann sein, dass deinen Hund solche "wir lassen nun alle miteinander los" Situationen überfordern.
Ich habe (tu es heute noch) mit meinen jungen Hund es so geübt, wie es andere hier nun auch schon empfohlen haben. Mit ausgewählten Hunden/Hundehalterteams laufen.Wir sind dann immer erst mal ca. 10 Min an der Leine hintereinander, nebeneinander gelaufen. Erst wenn sich alle Hunde beruhigt hatten, die Bürsten drunten waren, die Ruten locker schwangen, sie angefangen haben wieder am Boden rumzuschnuffeln, auch die Umgebung wieder wahrgenommen haben und nicht mehr zu den anderen Hund ziehen wollten, wurden sie in der Bewegung abgeleint und wir die Besitzer sind auch weitergelaufen....
Ein Hund er zu feste aufdrehte, wurde zurückgenommen, bzw. an die Leine. Ist er wieder im ruhigen Level, darf er wieder ab der Leine. Ohne schimpfen, alles ganz ruhig. Die anderen Hundehalter sorgen dafür, dass dieser Hund nicht belästigt wird.So war dieses aufgeregte Rumgewusel nicht und diese verschiedenen Übersprungshandlungen ( aufreiten, aggressives Wegkeifen, wilde Raufspiele, ständiges kontrollieren und splitten der anderen spielenden Hunde, lautes Rumkläffen usw. ) blieben mehrheitlich aus. Es gab auch ganz selten mehr Raufereien. Wenn, dann ging es um Ressourcen wie Belohnungsgutsli oder Spielzeug.
Wünsche euch eine gute Lösung und verständnisvolle Hundefreunde
Gruss Eva
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Ich möchte das nochmal aufgreifen, weil ich mich das schon öfter gefragt habe.Den unsicheren Hund erstmal aus der " Kontaktaufnehmnummer" rauszunehmen ist ja das eine. So hat er gar keinen Handlungsbedarf, bleibt beim HH , kann lernen, dass er nicht zu jedem andeen Hund hin muss und soweit gut.
In wie weit ist es denn überhaupt möglich, das Kontaktverhalten zu verändern, d.h. ist es möglich, aus einem " lefzenleckenden " infantilen Hund einen selbstsicheren zu machen, der diese Verhaltensweisen im direkten Kontakt zu Fremdhunden nicht mehr zeigt?
Oder gibt es nur die Möglichkeit der " Vermeidung" des direkten Kontaktes?
Ja, das geht.
Man kann durchaus gutes Verhalten loben, dann zeigt der Hund das öfter. Man muss dem Hund helfen, wenn er belästigt wird, durchaus als Reaktion auf das gezeigte Verhalten...es geht..... -
Meiner Erfahrung nach werden sie ruhiger und dadurch sicherer, wenn sie sich das alles mal in Ruhe aus der Entfernung anschauen können eine Zeit lang. Sie wissen dann ja zukünftig auch, dass man Situationen auch lösen könnte, indem man Distanz schafft - ein gänzlich neues Gefühl für einen solchen Hund

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Danke salali daa war sehr informativ. Ich denke so wie du das beschreibst wird es schon ein in etwa sein. Man denkt halt der Hund freut sich sie anderen Hunde zu sehen. Ich meine das war von Anfang an so bei ihr. Das ging schon als Welpe in der Huschu los. Da hat sie im Auto aufgedreht wenn wir auf den Übungsplatz gefahren sind. Und dann ist sie fietschend und an der Leine zerrend los gestürzt. Wir dachten halt sie freut sich ao auf die anderen Hunde. Woher soll man es aber auch anders wissen. Die Hundetrainerin hat auch nicht gesagt dass es nicht normal wäre. Mira musste auch immer an der Schleuse runter kommen bevor sie rein durfte. Das beschränkte sich aber darauf, dass sie mich anschauen musste und dann gings rein. Das hatte sie schnell raus naja und runter war sie dann noch lange nicht. .... ich denke da hätten wir es irgendwie anders machen müssen. Nun haben wir eben die gestresste Maus.
Ich werde definitiv die Tipps beherzigen und erstmal nur einzelne Hunde treffen. Dann versuchen sie an der leine zu lassen. Aber ihr könnt euch sicher vorstellen wie mein überdrehtes Labbi-Mädchen an der Leine zieht wenn da andere Hunde um sie rum schlawenzeln. Wie regiere ich dann? ziehen lassen? Korrigieren? Aber das erzeugt sicher wieder Stress.
DANKE dass ihr mir helft. :-)
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Ich würde NICHT das Ziehen massregeln. Dann arbeitest du an einer komplett anderen baustelle.
Ich würde hier am Geschirr ziehen lassen und am HALSBAND NIE!
Das finde ich mittlerweile einen guten Kompromiss bei solchen Hunden.
Begründung: Ich möchte, dass Hund ruhiger wird. Das kann ich ihm nur vermitteln, wenn ich selbst ruhig bin.
Ich muss den Hund am Geschirr ja nicht 10 vor mir halten und hinten stehen wei ein Fähnchen. Ich kann grössere Hunde auch mal am Geschirr direkt halten..Auch das ist ja unangenehm für den Hund.Aber ich rüffel ihn halt nicht, sondern ich halte ihn nur. Das ist MANAGEMENT! Nicht mehr und nicht weniger. WEIL der Hund es nicht anders gelernt hat, aber diese Situationen eben auftreten.
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Anton war ja auch so. Ich hab ihm die Gelegenheit gegeben, eine Alternative zu erlernen. Also Situationen aufgesucht, wo die Distanz zum anderen Hund etwas grösser war und dann alles belohnt was " nicht hinziehen " war. Gucken, Schnüffeln, mich angucken, Hinsetzen.
Das konnte ich dann mit der Zeit auch auf normale Hundebegegnungen übertragen. - Vor einem Moment
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