Zwang-Gewalt-Strafe

  • Ich finde die Diskussion auch sehr interessant. Es wird mir nur etwas zu sehr auf Begriffsdefinitionen herumgeritten.

    Hier kam das Beispiel mit dem auf die Pfote treten. Geschieht das aus Versehen, reagiere ich als Mensch in dem Moment erschrocken, da es ja nicht in meiner Absicht lag. Der Hund wird zukünftig mehr darauf achten, nicht zu dicht an meine Füße zu geraten, dem aber weiter keine Bedeutung beimessen. Jetzt stellt euch vor jemand tritt mit Absicht auf die Pfote seines Hundes, weil es ihn nervt das der Hund ihm ständig vor die Füße läuft. Im Prinzip gleiche Situation, aber völlig andere Motivation. Der Hund wird das auch ganz anders einordnen und nicht nur die Füße des Halters sondern den ganzen Halter meiden. Beides war aber eine Konsequenz auf ein bestimmtes Verhalten.
    Belohnung und Strafe ist für mich immer nur eine Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten. Das Verhalten als auch Belohnung/Strafe können bewusst und unbewusst stattfinden. Entscheidend ist doch welche Motivation oder Emotionalität dahinter steht. Das ist doch für den Hund der ja Gefühle äußerst gut deuten kann wichtig. Habt ihr schon mal darauf geachtet wie entspannt ein Hund spazieren geht, wenn man einen Tag hat an dem einfach alles klappt und sich nur über den Hund freut. Da braucht man gar nichts weiter machen, da reicht das grinsen im Gesicht, die entspannte Körperhaltung und der Hund läuft glücklich durch die Gegend. Für ihn eine der schönsten Belohnungen, wenn er merkt, man vertraut ihm und er wird nicht ständig gerufen. Oder Wenn ich wütend bin, da kann ich noch so sehr versuchen positiv zu wirken, der Hund merkt es und ich werde im schlimmsten Fall für ihn unberechenbar. Dann bin ich doch lieber einmal authentisch sauer und dann ist alles wieder gut.

  • Zitat

    Hier kam das Beispiel mit dem auf die Pfote treten. Geschieht das aus Versehen, reagiere ich als Mensch in dem Moment erschrocken, da es ja nicht in meiner Absicht lag. Der Hund wird zukünftig mehr darauf achten, nicht zu dicht an meine Füße zu geraten, dem aber weiter keine Bedeutung beimessen. Jetzt stellt euch vor jemand tritt mit Absicht auf die Pfote seines Hundes, weil es ihn nervt das der Hund ihm ständig vor die Füße läuft. Im Prinzip gleiche Situation, aber völlig andere Motivation. Der Hund wird das auch ganz anders einordnen und nicht nur die Füße des Halters sondern den ganzen Halter meiden. Beides war aber eine Konsequenz auf ein bestimmtes Verhalten.

    genau das glaube ich nicht, woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah? Allerhöchstens am Verhalten seines Halters kann er einen Unterschied feststellen, aber was, wenn es keinen gibt? Ich hab gelernt, kein Aufhebens von Missgeschicken zu machen, also, trete ich aus Versehen meinem Hund auf die Pfoten, tröste ich nicht - sondern gehe darüber hinweg - würde ich das aus Absicht tun, würde ich ebenso reagieren? Woher also soll mein Hund unterscheiden können?

    Sundri

  • Zitat

    genau das glaube ich nicht, woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah? Allerhöchstens am Verhalten seines Halters kann er einen Unterschied feststellen, aber was, wenn es keinen gibt? Ich hab gelernt, kein Aufhebens von Missgeschicken zu machen, also, trete ich aus Versehen meinem Hund auf die Pfoten, tröste ich nicht - sondern gehe darüber hinweg - würde ich das aus Absicht tun, würde ich ebenso reagieren? Woher also soll mein Hund unterscheiden können?

    Sundri


    dann ists schade

    ich hab z.B. 2 sensible Mädels
    wenn ich denen auf die Pfote treten würde, würden sie meiden
    also bau ich mit netten Worten meine Hunde wieder auf und alles ok

    würde ich sie bewusst treten, würde ich danach zur Tagesordnung übergehen

  • Zitat

    woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah?

    Der Hund "braucht" nicht zu unterscheiden, ob es Absicht oder aus Versehen war. Schmerzen sind Schmerzen. Sie sind eine Konsequenz, die ein normaler Hund gern vermeiden möchte. Und wie Maanu schon schrieb, passiert's mir aus Versehen, mach ich da kein Drama drum.

  • Zitat

    genau das glaube ich nicht, woher soll der Hund unterscheiden, ob es aus Versehen oder aus Absicht geschah? Allerhöchstens am Verhalten seines Halters kann er einen Unterschied feststellen, aber was, wenn es keinen gibt? Ich hab gelernt, kein Aufhebens von Missgeschicken zu machen, also, trete ich aus Versehen meinem Hund auf die Pfoten, tröste ich nicht - sondern gehe darüber hinweg - würde ich das aus Absicht tun, würde ich ebenso reagieren? Woher also soll mein Hund unterscheiden können?

    Sundri

    Also ich erschrecke mich wenn ich meinem Hund aus Versehen auf die Pfote trete. Wenn ich das bewusst machen würde, hätte ich diese Schrecksekunde nicht. Mein Hund kann das sehr gut unterscheiden. Wenn ich in ihn reinrenne, wenn er mir vor die Füße läuft, blocke ich ihn ja auch, aber eher unfreiwillig. Das ist schon was anderes als ob ich ihm in völliger Absicht den Weg versperre. Ich gehe einfach mal davon aus, das,ein Hund durchaus in der Lage ist die Motivation hinter einer Konsequenz/Strafe zu erkennen und richtig einzuordnen.

  • Moin,

    es ging ja darum, das der Hund meidet, wenn ich absichtlich auf seine Pfoten trete und nicht - wenn mir das aus Versehen passiert.... und ich glaub da nicht so ganz dran.

    Ich glaub eher dann kommt`s auf den Hund an, Malik hätte wohl nicht mal gezuckt, Diego hätte geweint, der war so sensibel, das er mich nach solchen Vorkommnissen ein, zwei Tage gemieden hätte - bei ihm bin ich - entgegen allem was man so glaubt oder rät, dazu übergegangen ihn zu trösten.... und irgendwie hat er verstanden, das es mir leid tut und er hat mich dann nicht gemieden, aber auch nicht gelernt, extra Theater zu machen, solche Hunde gibt`s ja auch noch. Er war aber auch ein ganz besonderer Hund.

    Kam aber in unserer Zeit auch nur zwei, drei Mal vor, er hielt immer ein wenig Abstand.

    Sundri

  • Zitat

    Moin,

    es ging ja darum, das der Hund meidet, wenn ich absichtlich auf seine Pfoten trete und nicht - wenn mir das aus Versehen passiert.... und ich glaub da nicht so ganz dran.


    meine meiden bei beidem, bin ich mir sicher - auch wenn ich keine praktische Erfahrung damit habe

    Frage ist ja nur, wie ich als Halter drauf reagiere

  • Also ich entschuldige mich, da ich meinen Hunden nie absichtlich auf die Pfoten treten würde :smile:

    Gemieden hat mich noch keiner, die kleben, wenn´s sein muß, immer an mir dran.

    Gaby, ihre schweren Jungs und Finn

  • Also Brix ist auch sehr sensibel, trotzdem würde er mich nicht meiden, nur weil ich ihm auf die Pfote trete aus Versehen - einfach weil meine Reaktion da eine völlig andere wäre, auch dann wenn ich "bewusst cool tuen und weitergehen würde" um da keine große Sache draus zu machen.

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