Zwang-Gewalt-Strafe
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Glaub irgendwie, wir meinen eigentlich alle das Gleiche, nur benutzen wir unterschiedliche Worte...

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Zitat
Glaub irgendwie, wir meinen eigentlich alle das Gleiche, nur benutzen wir unterschiedliche Worte...

Ich finde eher, es meine alle etwas anderes UND benutzen unterschiedliche Worte.

Ich würde wirklich gerne für mich etwas lehrreiches aus der Diskussion ziehen aber bis jetzt ist mit jeder Seite nur meine Verwirrung gewachsen.
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Und nun frage ich mich, was ist Donnerwetter, was ist Strafe?
Für den einen Hund ist ein Donnerwetter schon eine Strafe, den anderen juckt das kaum.
Auch die Unterbrechung unerwünschten Tuns kann für einen Hund Strafe sein, den anderen "unterbricht" es eben nur.
Nur über eines sind wir uns hier anscheinend sicher. Der Umgang mit dem Hund soll immer konsequent sein.
Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
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Moin,
ja, Konsequenz in eine bestimmte Richtung ist wichtig, ich kann heute nicht mal alle fünf grade sein lassen und meinem Hund Dinge erlauben, die er sons nicht darf. Zuverlässigkeit ergibt sich aus einer bestimmten Konsequenz und das ist etwas, was Hunde dringend und unbedingt benötigen.
Der Hund als Individuum bringt eine eigene Persönlichkeit mit und was bei dem einen dazu führt, das er den Kopf hängen lässt führt beim nächsten dazu, das er sich freut und glaubt, "alles super". Beispiel, während der Jagdhundeausbildung kam eine Vizlahündin ohne Fuchs von der Schleppe zurück. Ihr Frauchen stemmt die Arme in die Seite, holte etwas Luft und sagte (normaler Tonfall, ernst) "Aber Lisa!" Lisa stutze, drehte postwendend um und raste die Schleppe zurück und holte den Fuchs...... Spreche ich so mit meinem Hund, springt der ins Auto und glaubt, für heute ist der Tag gelaufen, Superjob!
Ich muss also mein Verhalten meinem Hund anpassen, hätte ich jemals versucht mit unserem Diego so zu sprechen wie es mit Malik üblich/notwendig war, der hätte Angst vor mir bekommen. Das haben wir auch in HuSchu`s getestet. Die eine meinte "wenn ihr Hund sich verweigert müssen sie strenger werden - während sich Diego bereits auf den Boden war -flehender Blick bitte tu mir nichts- ich bin gegangen, DAS war der flasche Weg für diesen Hund - Malik hätte sich nie nicht auf den Boden geworfen - hat er noch nie gmacht..... er fordert aber eine andere Handlungsweise als es Lucas tut, bei dem muss ich auch nicht laut werden, ein einfach gesprochenes "Nein" reicht bei ihm völlig aus. Ich muss mich auf meinen Hund einstellen und nicht alle über einen Kamm scheren.
Ich glaub, auch das macht Aussagen dieses Threads schwer nachzuvollziehen. Wenn ich davon ausgehe, das alle Hunde so wie Lucas oder Malik reagieren, verstehen wir uns nicht und haben echte Probleme.
Sundri
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Zitat
Um das mal aufzugreifen ...
Langsam glaube ich manche Hundehalter meinen sie setzen Grenzen indem sie den Hund mal in einem "Fehlverhalten" unterbrechen und er dann (aufgrunddessen) etwas anderes tut. Wenn der Hund dann wieder das "Fehlverhalten" zeigt (weil es ja nur eine Unterbrechung war), dann scheinen viele zu denken, sie MÜSSTEN nun strikter/böser/lauter/ernster werden, weil der Hund "testet". So kommt es mir vor.
Hunde tun nunmal das was sich LOHNT. Für sie. Und wenn auf eine Unterbrechung keine Konsequenz folgt, dann war es eben nur das und keine "gesetzte Grenze". Irgendwie glaube ich auch, Hunde bewegen sich innerhalb eines imaginären Verhaltens-Radius und wenn sie ihn übertreten, kommt das Donnerwetter. Oder die Strafe. Wie man's nennen mag...
JAPP..so ist es. Und dann werden oftmals alle Definitionen durcheinandergerwürfelt und am ende steht die "böse" Konditionierung mit WÜrstchen als Schreckensbild

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Zitat
Ich finde eher, es meine alle etwas anderes UND benutzen unterschiedliche Worte.

Ich würde wirklich gerne für mich etwas lehrreiches aus der Diskussion ziehen aber bis jetzt ist mit jeder Seite nur meine Verwirrung gewachsen.
Schade.
Es gibt zu jedem Begriff hier die Definition!
Ich habe sie auch jeweils rausgenommen..
Ich gehe sie die Tage mal suchen, aber du kannst auch schon mal schauen. Gleich zum Anfang steht die Def. von Strafe.
Strafe, Zwang und Gewalt sind DEFINIERT, kann man auch überall nachlesen.
Es gibt Lerngesetze, unter Berücksichtigung derer man erziehen kann.Die Schwierigkeit ist, dass es es leider nicht so einfach umzusetzen ist, wenn man selbst anders erzogen wurde.
Hier beginnt der Denkprozess und die unglaublich tolle Möglichkeit sich selbst zu reflektieren und sich weiter zu entwickeln.
Wenn man natürlich seit Generationen alles immer richtig machte, muss man da keine neuen Ansätze zulassen
FAZIT: sei NEUGIERIG! Theoretisiere das alles durch, sammel und mache Erfahrungen und probiere NETTE!!! neue Sachen am Hund aus. Und schau, ob es passt.
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Ich denke bei dieser ganzen Diskussion ist das, was am Anfang gesagt wurde ganz wichtig:
Was Strafe ist bestimmt der Bestrafte und nicht der Strafende.Wie Gaby schon gesagt hat: Für den einen Hund ist ein Donnerwetter eine Strafe, für den anderen nicht im geringsten von Bedeutung. Den einen Hund kann man mit der Wegnahme eines Spielzeugs bestrafen, der nächste Hund akzeptiert das einfach und sucht sich die nächste Beschäftigung, die für ihn dann genau so toll ist (ich kenne viele dieser "Sonnenschein"-Hunde - oh, das Spielzeug darf ich nicht mehr? Kein Ding, ich spiel dann mit dem Blättchen hier vorn...Yeah, luuuuustig).
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@Liv: Wenn ich nicht neugierig wäre, würde ich hier schon längst nicht mehr mitlesen. Aber die gefühlt meisten Posts fangen doch an mit "FÜR MICH ist Strafe/Gewalt/Zwang das und das." Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass sich alle an eine allgemeingültige Definition halten. Du redest ja zum Beispiel immer im Vokabular, das in der Pädagogik gilt, oder? Kann man das denn überhaupt einfach so mit den Lerngesetzen von PV, NV, PS und NS zusammennehmen? Stehen die Begriffe Konsequenz und Strafe nebeneinander? Bedeuten sie das gleiche? Oder überschneiden sie sich vielleicht nur manchmal? Ist es überhaupt sinnvoll, sich mit dem eventuellen Unterschied auseinanderzusetzen, wenn man, wie ich, nur einen Hund erziehen möchte und kein Kind?
Die mehmals angesprochene Dissertation möchte ich bei Gelegenheit mal noch "fertig" lesen. (Bin auf Seite 11 von 133
) Ich habe die leise Hoffnung, dass ich danach qualifiziertere Fragen stellen kann. -
Zitat
Stehen die Begriffe Konsequenz und Strafe nebeneinander? Bedeuten sie das gleiche? Oder überschneiden sie sich vielleicht nur manchmal? Ist es überhaupt sinnvoll, sich mit dem eventuellen Unterschied auseinanderzusetzen, wenn man, wie ich, nur einen Hund erziehen möchte und kein Kind?
Beispiel: Konsequent bin ich dabei den Welpen Couch und Bett zu verweigern. Das ist aber keine Strafe.
Genauso wenig, wie ich keine Leckerchen unterwegs gebe, sondern konsequent, wenn wir vom Spaziergang zurück kommen. Konsequent dulde ich kein betteln bei Tisch. Strafe ist das keine und es gibt auch keine für den Versuch.Das Nichtgehorchen beim Rückruf strafe ich konsequent durch anschließenden Leinenzwang.
Das ab und zu vorkommende Weglaufen um schwimmen zu gehen, bestrafe ich nicht. Wäre zwecklos, da die Selbstbelohnung ja schon statt gefunden hat.
Wenn ich allerdings nicht will, daß sie schwimmen gehen, leine ich an. Das ist in Wassernähe eine Strafe für sie, aber da muß ich konsequent sein

So zählen Strafe und Konsequenz jeweils für sich, überschneiden sich aber auch gelegentlich.
Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
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Eine Konsequenz kann aber doch prinzipiell etwas positives sein oder nicht? Ich belohne konsequent jedes Anschauen beim Fuß gehen, als Konsequenz auf ein sauber ausgeführten Rückruf gibt es ein tolles Spiel mit mir?
Irgendwie verbinde ich mit Konsequenz in erster Linie gar keine Strafe. Sondern einfach nur eine Handlung, die auf eine andere Handlung folgt. Vielleicht hab ich da aber einfach auch nur ein Definitions-Fehlerchen
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