Angsthund und warum es wichtig ist, dagegen anzugehen.
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Ati und Aaron -
31. März 2014 um 11:11
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Zitat
....Toll, Jette hat gelernt, dass ihr Angst berechtigt ist.....
Das sehe ich etwas anders: Jette hat gemerkt, wenn sie sich trotz Angst hinsetzt (wenn auch notgedrungen, weil kein Ausweg da war) und eben NICHT mehr panisch wegläuft, passiert ihr nix - die Hunde sind ja dann weggegangen von ihr! Schließlich sind die genau dann abgerufen worden, als sie saß.
Wegen dieser einen Situation würde ich mir jetzt keine Gedanken machen... Schlimmstenfalls lautet die Verknüpfung aus der Begegnung: "panisch wegrennen und irgendwann hinsetzen --> nix passiert", aber sicherlich nicht "panisch wegrennen --> nix passiert". Wenn man jetzt noch das panische Wegrennen unterbindet (z.B. indem man den Hund rechtzeitig - also, bevor er nicht mehr aufnahmefähig ist vor lauter Panik!) zu sich ruft und SITZ als Alternativverhalten etabliert), dann wird das schon. Ich würde sie wahrscheinlich generell an die Schlepp nehmen, bis das Gerenne weg ist, weil sich sonst mit jedem Wegrennen wieder festigt, daß das ein adäquates Verhalten ist. Lieber Schlepp, dann kannst sie, wenn wer auf sie zu rennen sollte, zu Dir holen und ihr damit zeigen, daß sie bitte künftig bei Dir Schutz suchen soll und kann.
Ansonsten: für einen Angsthund braucht´s meiner Meinung nach beides: Schutz durch den Hundeführer, aber auch Training mit anderen Hunden. Aber es macht keinen Sinn, mit anderen Hunden zu trainieren, wenn der Hund noch kein Vertrauen in mich hat.
So hab ich mit Frieda gearbeitet, und die ist ja nochmal ein anderes Kaliber, weil sie andere Hunde verletzt, sie greift aus Panik an, bevor ihr was passiert. Wenn ich früher mit ihr gegangen bin, und irgendwo hat´s gebellt uin der Nähe, ist die in Kreischen ausgebrochen, stand in der Leine wie blöd, zog in Richtung des Geräuschs in der Absicht, den anderen Hunde zu meucheln, bevor ihr was passiert..... Hab mir so manche dumme Bemerkung reinziehen dürfen in den ersten Monaten, von wegen, ich solle doch mal "den Köter erziehen", bis hin zu "schlecht sozialisiert" etc...... (ach ne - hätt ich fast net gemerkt... *g) War sehr "lustig"..... Nach Hundebegegnungen hatte sie umgehend Durchfall, so richtig wässerig, vor lauter Panik. In so nem Zustand brauchst Du einen Hund keiner Begegnung auszusetzen, um zu lernen, ihr passiert nichts! Da ist er schlichtweg nicht aufnahmefähig für irgendwas!
Im Gegenteil: anfangs hab ich dann echt jeglichen Kontakt versucht, zu vermeiden. Bin mit ihr ausgewichen, umgekehrt etc., hab sie hinter mich genommen, wenn kein Ausweichen möglich war, z.T. an engen Stellen sogar auf den Arm genommen, damit dem anderen Hund nichts passiert, oder bin eben im Notfall, wenn nichts anderes möglich war, ganz schnell vorbeigelaufen mit ihr, mit einem freudigen "Heyyyyy, schnellllll! Komm mit!". So hat sie gesehen, ich nehme ihr Problem wahr und halte sie fern von anderen Hunden, ich gerate nicht in Panik, sie bekommt Schutz von mir. So konnte sie lernen, ich lasse nicht zu, daß ihr was passiert.
Erst dann, als der Streß etwas nachgelassen hatte und das Vertrauen da war, war sie in der Lage, daß ich mal die ein oder andere Hundebegegnung zuließ, einfach im Alltag, wenn mal einer entgegenkam ohne Leine, und der recht ruhig erschien, und vorsichtig auf sie zuging. Dann nehme ich sie zwischen meine Beine/vor mich ins SITZ, lege ihr die Hand vor die Brust, rede aufmunternd mit ihr, lobe, wenn sie ruhig ist, und lasse tatsächlich den anderen Hund mal ein paar Sekunden schnuppern und gebe dann das Weiter-Kommando und gehe wieder. Ab und an gehe ich sogar in nem Hundeauslaufgebiet spazieren, wir "sehen" uns das Ganze (mittels Nase und Öhrchen *gg) aus der Entfernung an, und wenn ich einen meiner Meinung nach "geeigneten" ruhigen Hund sehe, gehe ich ein bißchen in die Richtung mit ihr. Setze sie vor mich, laß den Anderen rankommen (sage ihr dazu, daß Hund unterwegs ist, sie sieht ja nicht, was auf sie zukommt), der darf schnuppern, und wieder fertig. Wenn zu wilde Hunde unterwegs sind, bleiben wir weit genug weg, und mir gelingt es komischerweise immer, zu stürmische Hunde mit einer deutlichen Körpersprache abzublocken. Neulich war auch ein großer Hund im Schweinsgalopp im Anmarsch - da hab ich mich aufgerichtet, ganz abrupt die Richtung gewechselt, von ihm weg, und dabei auch weggeschaut, und aus den Augenwinkeln sah ich noch, daß er ganz verdattert stehenblieb in größerer Entfernung und dann abdrehte - das geht schon.....
Inzwischen hatten wir schon ein paar Situationen, wo ich mit ihr gezielt an Markttagen durchs "Getümmel" ging. Einmal hatte ich mich mit jemandem unterhalten, Frieda (natürlich angeleint) zwischen meinen Füßen sitzen vorsichtshalber, da kam ein ebenfalls angeleinter Hund von hinten (!) an sie ran - sie wurde nervös nach einer Weile (dadurch hab ichs erst gemerkt) - aber sie hat nicht sofort zugepackt, sondern konnte es aushalten (in der Situation wär wahrscheinlich selbst Bossi sauer geworden....*gg). Die Halter konnten gar nicht verstehen, daß ich sie bat, den Hund bitte wegzunehmen, wenn sie schon so demonstrativ zwischen meine Füße genommen wurde, und meinten noch, mich anmaulen zu müssen, bevor sie reagieren. Hab dann freundlich gefragt, ob sie den Hund wieder heil mit heimnehmen wollen, dann kam plötzlich Bewegung in sie *gg (klar, war böse in dem Moment, denn wenn das Fusselchen wirklich noch so schlimm wäre, würde ich sie da garantiert nicht durchschleppen, denn dann hätte sie da nichts zu suchen - aber diese Frage hilft halt immer, die Belästigung umgehend loszuwerden, und das war mir in dem Moment wichtig, daß sie sieht, sie bekommt die Unterstützung, wenns ihr zu viel wird, ich setze sie nicht ungeschützt dem fremden Hund aus).
Sicherlich könnten wir schnellere Fortschritte machen, wenn ich täglich dran üben würde. Aber andererseits möchte ich auch nicht, daß das wieder stressig wird für sie und sie an jeder Ecke unterwegs wieder umschaltet auf "Umgebung nach Hunden scannen und Angst haben", weil Fraule dauernd "nicht aufzupassen" scheint und sie Begegnungen aussetzt, und es war mir einfach wichtig, den Streß rauszukriegen aus dem Hund- Fusselchen ist 13, und mein Ziel war nie, aus ihr unbedingt einen "ich-finde-alle-Hunde-toll"-Hund zu machen, sondern ich wollte ihr ein Leben ohne Streß ermöglichen, in dem sie einen Hund mal ertragen kann, ohne panisch zu werden. Daß die mal mit nem anderen Hund zu spielen lernt - so weit hab ich anfangs nicht zu denken gewagt. Daß ich irgendwann mit ihr und meinen 2 anderen Hunden gleichzeitig an der Leine gehen kann, ohne daß sie die anderen zwei auffrißt, darauf hoffe ich jedoch immer noch ;-) So was wie gegenseitige Akzeptanz wär schon ganz nett *gg
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Hallo,
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Zwei tolle Posts, danke.

Weil,
InaDobiFan, genau das, was du beschreibst mit dem Hinsetzen auch Antje sagte. Hinsetzen und warten, bis die Hunde wieder die Lust am Hetzen verlieren oder optimaler, abgerufen werden, ist eine mögliche Variante!
BieBoss, du die Sache mit der Leine angesprochen hast, denn die wird ab jetzt immer bei Jette dran hängen, so dass, wie genau richtig von dir beschrieben, wir sie im Notfall zu uns holen und schützen können. Das hatte ich noch vergessen zu schreiben.

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Ich finde es gut, dass du Jettes Problem ernst nimmst und ihr hilfst, sicherer zu werden. Hier im Wald rennt eine Kleine Münsterländer- Hündin rum, deren Herrchen das leider komplett anders sieht. Seine Hündin läuft immer am Fahrrad mit, ohne Leine. Daher leint auch kein anderer Besitzer seinen Hund an, wenn die zwei kommen, denn die Hündin ist ja auch nicht angeleint. So weit, so schlecht. Mit Senta war das kein Problem, Senta (selbst eine Angsthündin, allerdings auf der Straße so geworden) hat sich hinter mich gestellt, die Hündin kam eh nicht zu uns, die zwei fuhren weiter.
Tja, und dann kam der Spinner. Ihn hatte ich bei Sichtung auch nicht angeleint, weil ich wusste, es ist eine Hündin, sie wird nie angeleint, mit Hündinnen kann mein Spuk gut. Die erste Begegnung war eine Katastrophe. Die Hündin sah Spook auf sich zu kommen (er selbst ist auch ziemlich unerfahren und mitunter etwas deppert im Umgang mit anderen Hunden, weil er es im alten Zuhause nie gelernt hat - aber er bessert sich rapide), drehte um und raste panisch davon. Spooks (weil ja unerfahren): YAY, die will fangen spielen!! Und ab hinterher. Bis ich ihn dann zurückgerufen und eingesammelt hatte (inzwischen kommt er auch, wenn jemand WIRKLICH fangen mit ihm spielen will, damals waren wir noch nicht so weit), war die arme Hündin mehrfach panisch zum Herrchen gerannt, das allerdings gar nicht reagierte. Ich hab ihm dann gesagt, dass es mir leid tut, weil meiner sie so verängstigt hat. Seine Antwort: "Ach, das macht nichts, das muss sie lernen!"
Ganz klasse. Gerade, weil ich selbst eine Angsthündin hatte, tat mir diese süße Junghündin so leid. Sie hat Angst und ihr Herrchen lässt sie damit komplett allein. Er ist eher der robuste Typ und kann sich, glaube ich, kaum vorstellen, dass ein erwachsener Hund Angst haben könnte. Irgendwann wird da sicherlich noch was Schlimmes passieren, entweder sie rennt vor ein Auto oder wird gebissen, oder sie wird lernen, aus Angst zu beißen. Zum Glück gibt es hier keine größeren Hundegruppen, die wirklich ins Hetzen geraten könnten, denn sonst hätte die Süße ein großes Problem.
Ende vom Lied: Wenn wir diese Hündin sehen, kommt meiner an die Leine, ich möchte nicht, dass er sie verschreckt. Aber ihr Herrchen hält mich deswegen jetzt für überspannt.
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Aus Zeitgründen habe ich ehrlich gesagt jetzt nur deinen Eingangspost gelesen und über die Trainingsarten möchte ich auch garnicht diskutieren, nur sagen: ich sehe das genauso und wünsche euch viel Erfolg!
Meine Sue ist leider auch so ein Wegrenner, der nach einer ordentlichen und anständigen Bekanntmachung mit neuen Hunden klarkommt. Kommen fremde Hunde ohne Bekanntmachung (Social Walks) auf sie zu und beachten sie, geschweige denn rennen sie auf sie zu, nimmt sie die Beine in die Hand (sofern abgeleint). Wir haben unseren Weg gefunden damit umzugehen, trainieren quasi täglich bei zufälligen Hundebegegnungen und können mittlerweile mit der Handvoll Hunde in Familien- und Freundeskreis ohne Leine zusammenkommen und Zeit miteinander verbringen. Wir haben weniger gezielt als "mit der Zeit" trainiert. Dadurch gab es weder Leistungs- noch Zeitdruck.
Schön, dass du die Notwendigkeit eines Trainings erkannt hast. Ich wünsche viel Erfolg! :-)
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Dem kann ich nur beipflichten und wünsche euch viel Erfolg auf eurem Weg.
Auch wenn Szenerien, wie die von dir beschriebene (Jagen plus "Beute" erlegen), zum Glück nicht zum Alltäglichen gehören, kann ich nur bestätigen, dass man es nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gleichzeitig natürlich auch nicht auf die "schwere". Es ist ein schmaler Grat.
Ich selbst, bzw. mein Hund, musste auch schon erfahren, dass nicht wenige Hunde vollkommen anders auf Unsicherheit reagieren, als die jeweiligen Halter es vermutet hatten. Und ich denke, dass man den Satz "Das hat er ja noch nie gemacht." in solchen Momenten ruhig Glauben schenken darf. So Situationen rufen scheinbar Instinkte im "gegnerischen Tier" wach, die man kaum für möglich hält.
Letzten Monat war hier ja der "Höhepunkt" erreicht, als Hermann für seine Verhältnisse ein ziemlich harmloser Schreck gepackt hatte und daraufhin schwer verletzt wurde. Hätten wir die Hunde nicht so schnell trennen können, wäre der andere bis auf's Äußerste gegangen. Dessen bin ich mir inzwischen sicher.Um auf Dauer einen Sinneswandel (wenigstens zum Teil) beim eigenen Hund zu erreichen, sind die sogenannten Social Walks mMn wirklich die beste und sicherste Methode. Man muss natürlich die Möglichkeit erhalten. Je nach Wohnort, Zeit und Geld, nicht immer möglich.
Dennoch werden Hermann und ich uns bald auch eine Gruppe suchen. Bis dahin üben wir allein. Hunde gibt es hier zum Glück ja zu Hauf, denen man aus sicherer Entfernung begegnen kann.Der positive Nebeneffekt, wenn man in Gruppen läuft, ist nicht nur, dass Hund in Ruhe in die Gruppe eingegliedert werden kann, sondern die gleiche Gruppe entgegenkommende Hunde wunderbar abfangen kann. Der eigene Angsthund erhält die Möglichkeit zu sehen, dass der Neuankömmling bereits abgecheckt ist.
Unabhängig der Gefahr, warum man einem Hund mit Fremdhund-Problematik die Angst so gut es geht nehmen sollte, konnte ich bei Hermann sehen, wie viele "kleine" andere Baustellen wie ein Rattenschwanz an dieser großen Problematik hängen. Durch das große Hundeaufkommen steigt der Stress-Grundpegel und ich brauch' gar nicht erst versuchen am Jagen etc. rumzuhantieren. Da musste erst wieder an den Hunden gearbeitet werden, der generelle Stress sinkt ein wenig, und andere Sachen konnten "gemildert" oder "behoben" werden, oder sind einfach gar nicht mehr aufgetaucht.
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Ich habe lange Zeit gebraucht, um wenigstens den Haltern, die wir sehr regelmäßig sehen, klarzumachen, dass Hermann kein unerzogener, dominanter Bengel ist, der mir auf der Nase rumtanzt und dass man meine Aussage: "Bitte halten Sie etwas Abstand. Er hat Angst!" auch ernst nimmt.
Jetzt, wo die anderen das begreifen konnten (also welche Ausmaße so etwas annehmen kann), waren sie auch offen dafür, wie viel Hermann schon geschafft hat - was jetzt möglich ist, was vorher nicht möglich war. Und auch, wenn ich immer noch keinen "normalen" Kontakt zulasse, bekommt man auch mal anerkennende Worte, wie schön der Hermann eine neue Situation meistert.
Die Sätze "Sie müssen das so und so machen. Ich hab das ja in zwei Wochen geschafft!" gibt es zwar immer noch, aber diejenigen, die wir häufiger sehen, sind in dieser Weise verstummt.
Gerade jetzt, wo Hermann die Attacke hinter sich hat und ich wieder von vorn' Anfangen konnte (und wir waren vorher wirklich am Ziel unserer Träume - neugieriges Verhalten bei Hundesichtung, vorsichtiges Herantasten, weggehen wenn kein Interesse), war es mir wichtig, dass diese bekannten Halter wieder etwas mehr Abstand halten. Momentan bleiben viele sogar stehen, damit ich ein bisschen in der Situation mit dem Clicker üben kann.Ich appelliere deshalb immer an alle Hundehalter: Wenn jemand mitteilt, dass er einen Angsthund (in Bezug auf Fremdhunde) hat, dann nehmt das bitte, bitte ernst! Es ist wirklich ein Problem, das nicht zu unterschätzen ist und viel viel Arbeit verlangt, die sich über einen langen Zeitraum erstreckt.
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Dir und Jette viel Erfolg. Ich garantiere dir. Jeder Rückfall ist zwar schlimm, aber es dauert danach nicht ganz so lang, den bekannten Status wieder zu erreichen. Nach Hermanns OP konnte ich wieder kaum vor die Tür gehen, weil er so eine Panik geschoben hat. Aber es sind gerade mal 6 Wochen vergangen seit dem und wir können wieder relativ normale Runden gehen. Der Clicker hat mir da nochmal eine Menge gebracht. Vorher hatte ich ihn ja nicht verwendet, aber es war die richtige Entscheidung. Er ist in vielen Punkten ruhiger und hat ein stärkeres Orientierungsbedürfnis (an mir). Für einen Shar-Pei hätte ich das nicht für möglich gehalten.
:)
Erst einmal möchte ich sagen dass das ein ganz ganz toller Thread ist
Ich habe hier ja auch einen Angsthund sitzen und werde daher fleißig und mit riesem Interesse mitlesen. Wünsche Dir und Jette alles alles Gute für die Zunkunft!!!Dann zu o.g. Beitrag
Das hätte von mir sein können wenn ich denn nur so schön formulieren könnte
Habe die selben Erfahrungen gemacht und auch wir hatten vor kurzem einen kleinen Vorfall nach dem wir wieder von vorne Anfangen musste. Kann das nur so unterschreiben, appelliere ebenfalls an alle anderen HH Angsthunde ernst zunehmen und hoffe das ihr weiter so tolle Fortschritte macht. -
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Vielen Dank und ich werde natürlich weiter berichten. :ja:
Sunti, ich finde es sehr gut von dir, dass du im Sinne der Angsthündin deinen Hund anleinst.
Schlimm genug, wenn das eigene Herrchen die Situation völlig falsch einschätzt.
Darwin86, es freut mich, dass du und Sue euren Weg gefunden habt.
Und du gibst ein sehr gutes Beispiel, wie unterschiedlich man an die Sache "Angsthund" ran gehen muss.
Eure Methode würde bei uns allein nicht fruchten, denn Jette muss ich gezielt darauf trainieren, dass sie am Anfang einer Begegnung richtig reagiert. Wenn sie Hunde näher kennt, ist sie wie ausgewechselt und hat absolut keine Probleme, den anderen Hund in seine Schranken zu weisen.
Gestern z. B. bin ich mit ihr und meiner Bekannten mit ihren beiden Hunde spazieren gegangen. Jette war wie ausgewechselt und nicht die Jette, die ich am Sonntag erlebt habe. Ich werde mal versuchen, ein Video für Antje zu machen, damit sie auch diese Seite von Jette kennen lernt.
Gerade deshalb finde ich es wichtig, einen guten Hundetrainer zu suchen, der genau auf meinen Hund das richtige Training abstimmt. Herumdoktorn bringt da gar nix.
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Ati, ich hatte ja bis letzten Sommer selbst eine Angsthündin und weiß daher, wie diese Hunde sich fühlen. Am liebsten würde ich die Münsterländerhündin einpacken und mitnehmen.
Allerdings war die Schwarze eine Angstbeißerin - in die Ecke gedrängt machte sie unter sich und biss dann um sich. Daher haben wir auch ganz anders trainiert: Den Umgang mit Hunden kannte sie aus dem FF von der Straße, aber sie wollte absolut nicht, dass andere Hunde ihr zu nahe kommen, sie wurde dann regelrecht panisch. Deshalb war mein Ansatz, sie bei Hundesichtung anzuleinen (denn an der Leine konnte sie sich viel besser fallen lassen, Frauchen passte ja auf) und die anderen Hunde zu blocken. Und da war es mir auch egal, ob da einer oder fünf Hunde kamen, sie kamen nicht an mein Mädchen ran, Ende. :aufsmaul:
Von ihrem sicheren Platz hinter mir konnte sie dann in aller Ruhe lernen, dass es auch Hunde gibt, die sie toll findet, und dann hat sie auch gern gespielt. Es gab ein paar Jungs, die sie heiß und innig geliebt hat, die meisten anderen Hunde waren ihr so lange egal, wie sie sie in Ruhe ließen. Dadurch konnten wir sehr entspannt durchs Leben gehen.Ein Training, wie du es für Jette gewählt hast, hätte bei ihr nicht funktioniert, da sie in Paniksituationen den Weg nach vorn gewählt hätte. Sie musste statt dessen lernen, dass sie hinter mir sicher ist, weil ich zur Not für sie die Prügel einstecken würde.
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Du beschreibst gerade die Malimixhündin von Antje, die am Sonntag mit war.
Genau so reagierte sie und genau wie du hat Antje sie trainiert. :ja:Ich hab sie gesehen, wie sie mit anderen Hunden agiert. Ist nicht vergleichbar mit Jette und doch ist/war sie eine Angsthündin.
Vielleicht lesen hier noch einige mit, die versucht haben, anfangs alles schlecht zu reden.
Sunti hat ein tolles Beispiel geliefert, wie unterschiedlich Angsthunde agieren und wie feinfühlig man damit umgehen muss. Toller und konstruktiver Beitrag. Vielen lieben Dank dafür.
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Ich hab gestern mal ein Video gemacht, wie es aussieht, wenn Jette ihre Freundin Vicky begrüßt, die sie schon 2 Jahre kennt:
Edit - nicht funzenden Video-Link entfernt
Man sieht, so ängstlich und devot ist Jette im Normalfall nicht.
Bin gerade beim Hochladen eines Tobevideos von gestern, da kann man auch sehr gut erkennen, dass Jette so ängstlich nicht ist. Stelle ich rein, wenn es fertig geladen ist. -
So hier das 2. Video.
Ist leider horizontal und ich weiß nicht, wie man das drehen kann.
Falls sich`s einer anschaut, dreht einfach den Bildschirm rum.
Übrigens mit Ton wäre gut, weil man hört, wie lautstark Jette spielt (bitte nicht auf mein Gequatsche hören
).
Edit - nicht funzenden Video-Link entfernt - Vor einem Moment
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