Welpe speichelt im Auto

  • Hallo Zusammen,

    ich brauche mal bitte Ratschläge , Tipps und Unterstützung :smile:
    Mein Welpe ( 14 Wochen ) speichelt extrem im Auto. Und es reichen schon 10 Minuten Fahrt.... Wo Sie sitzt ist egal ( Vorne, Fußraum,Rückbank,Kofferraum )Fenster auf, auch nichts geholfen. Wir dachten das es vielleicht daran liegt, dass Sie raus schauen konnte. Also Box ins Auto. Die ersten Fahrten ging es gut. Nicht gekotzt, nicht gespeichelt. Aber von Fahrt zu Fahrt wurde es wieder schlimmer.Beschäftigung mit Knochen oder Spielzeug, fehlanzeige.Futter bekommt Sie wegen der Kotzerrei immer erst nach der Fahrt. Vom Tierarzt Rescue bekommen, keine Besserung, so Kügelchen bekommen, keine Besserung, Calma Tropfen bekommen, keine Besserung. Um Sie ans Auto zu gewöhnen und das Auto positiv zu verknüpfen bekommt Sie zb. ihr futter im Auto, oder wir setzen uns einfach mal rein ohne zu fahren...bisher alles kein Erfolg. Wenn Sie allerdings müde ist und "ausgepowert" z.B. nach der Welpenspielstunde ist alles kein Thema. Ob meine andere Hündin, die das AUto fahren liebt, dabei ist oder nicht ist der kleinen auch schnuppe.
    Jetzt kommt ihr: Wer hat noch Tipps, Ideen ? Ich bin um jede Hilfe dankbar, denn alleine berufsbedingt muss die Kleine das Autofahren lernen. Schon jetzt ein riesen Danke an Alle!

  • Ich bin ja kein Freund davon alltägliche Dingen eine so große Bedeutung bei zu messen.

    Dazu gehört für mich z.B auch Autofahren, Füße duschen, Fellpflege etc.
    Alles Dinge die zum Alltag dazu gehören und von denen ich mehr oder weniger voraussetze, dass sie funktionieren.

    Soll heißen, ich mache da kein großes TamTam, ich übe sowas auch nicht gezielt, ich mache es einfach. Klappt es, gibt es das eine oder andere Leckerlie, klappt es nicht sitz ich es einfach aus.

    Je mehr man ein Verhalten beachtet, desto mehr verstärkt man es auch.

    In deinem Fall würde ich mich für eine Variante entscheiden, also entweder Box, Rücksitz oder wo auch immer und dann würde ich fahren, wenn es eben sein muss und Punkt.
    Ich würde weder versuchen sie zu beruhigen, noch würde ich sie auf den Schoß nehmen, nicht auf sie einreden und auch keine extra Trockenübungen mehr machen.
    Ignorier sie solange bis sie es 'erträgt' und lob sie, wenn es ganz gut geklappt hat.
    Sie muss es ja nicht gleich toll finden, sie muss es nur als notwendiges Übel akzeptieren.

  • Es gibt nun mal Individuen, egal ob unter den Zwei- oder Vierbeinern, die auf die seltsamen Bewegungsreize, die beim Autofahren auf sie einwirken, mit Reiseübelkeit reagieren.

    Das ist kein Getue von den Herrschaften, sondern denen ist kodderig und übel, weil die widersprüchlichsten Sinnesreize auf sie einprasseln. Während die Propriozeptoren, die sich an den Pfoten/Füßen befinden, dem Körper einen festen Stand/oder ein gemütliches Liegen suggerieren, nimmt das Vestibular-Organ im Innenohr das Schwanken, Bremsen, Beschleunigung des fahrbaren Untersatzes wahr. Diese widersprüchlichen "Aussagen" der auf es einprasselnden Sinnesreize machen es dem Lebewesen recht schwer, angemessen auf den vermeintlichen Lagewechsel zu reagieren.

    Die gute Nachricht - meist ist die Reiseübelkeit der jungen Hunde nach einiger Zeit einfach ganz von allein vorbei. Bis dahin sind oft die Maßnahmen hilfreich, die ein Zuviel an Sinnesreizen ausbremsen - Transport in der Box oder, wenn sicher möglich, im Fußraum reduziert schon mal die visuellen Eindrücke und eine etwas umsichtigere Fahrweise hilft vielleicht auch ein wenig. Oft hilft auch in Sachen Fütterung die goldene Mitte, nämlich eine Kleinigkeit vor Fahrtantritt, statt eines ganz leeren Magens.

    In ganz schlimmen Fällen kann man den TA auf ein Medikament gegen Reiseübelkeit ansprechen.

    Wir sind halt alle vom Bauplan her nicht dafür gedacht, mit Warp-Antrieb durch die Gegend zu düsen, da kann man schon mal weng schwächeln... ;)

    LG, Chris

  • Versuch mal, ihr ca. 30 Minuten vor einer geplanten Fahrt etwas hartes Brot oder so zu geben. Evtl. wird es ihr durch das Unwohlsein (weil sie das Autofahren generell nicht mag) dann noch übel, weil der Magen ganz leer ist.

  • Das kenn ich, Wega hat schon Schaum vor dem Maul wenn sie ins Auto muss. Wenn sie sieht, dass ich den Autoschlüssel nehme verkriecht sie sich unter dem Tisch.

    Leider war eben ihre erste Fahrt ein ziemlicher Horror, mit Schneeketten 9km steil runter, ich wusste vorher nicht was aus einem so kleinen Hündchen rauskommen kann. :fear:

    Medikamente haben nicht gewirkt.
    Wega muss selten Autofahren, aber manchmal muss es eben sein. Ich mach auch kein Theater, sie muss da halt durch.

    Ich habe es jetzt so gemacht. Sie ist in der Box, Futter gibts erst nach der Fahrt (oder mind. 4 h nach Fressen). Im Auto frisst sie sowieo nichts, nicht mal Käse oder Wurst.
    Ich versuche wenn möglich kurvenarme Routen zu wählen, oder wenigstens möglichst vorsichtig durch die Kurven zu fahren.
    Vorsicht bei Kreiseln, das hin und her ist tückisch, also auch langsam fahren. Recht problemlos sind Autobahnen.
    Ich finde es jetzt ok, sie lässt es halt über sich ergehen.

    Wega ist jetzt 15Monate alt, und hat glaub ich schon seit 4 Monaten nicht mehr erbrochen.

    Zum Glück ist sie ruhig, wir hatten vor vielen Jahren einen, der durchgehen gejault hat.
    Ich selbst habe als Beifahrerin das gleiche Problem, deshalb fahr ich meistens selbst, aber Wega kann ich ja nicht an Steuer lassen

  • Wir haben so ziemlich das gleiche Problem, allerdings erbricht unser 7 Monate alter Junghund bei "längeren" (bisher sind wir nicht länger als 15 Minuten gefahren) Fahrten.
    Egal ob er in der Box sitzt oder angeschnallt auf der Rückbank.

    Bei Kurzfahrten zum Feld (und wenn das Auto zu voll ist) sitzt er meistens bei meiner Mutter (rückwärts!) im Fußraum - allerdings kann ich ihn ja nicht wenn ich alleine fahre einfach in den Fußraum setzen, wer weiß auf welche Ideen er da kommt :D Und ich denke auch eher dass es da an der Kurzstrecke liegt anstatt an der Sitzposition.


    Ich hoffe einfach, mit der Routine wird das besser, sooo oft ist er bisher auch noch nicht mitgefahren..

  • Ich kann so gut mitfühlen, wie es euch geht! Othello lief der Speichel oft wie ein Wasserfall aus der Schnauze :verzweifelt: . Und nichts, aber auch gar nichts hat Abhilfe geschafft. Also haben wir es genommen, wie es war und sind immer mit -zig alten Handtüchern ausgestattet unterwegs gewesen, um Hund und Auto nach der Ankunft wenigstens wieder trocken zu legen :roll: .
    Doch die Worte meiner TÄ haben sich tatsächlich bewahrheitet- irgendwann hörte das Speicheln auf! Zwar nicht schon um den ersten Geburtstag herum, wie sie vermutete, aber seit er 2 1/2 Jahre alt ist ist es vorbei! Seit dem ist Autofahren überhaupt kein Problem mehr!
    Also nur die Hoffnung nicht aufgeben- selbst entspannen, kein Tüdelü drum machen und Daumen drücken, dass es irgendwann aufhört :smile: .

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