Pflegehund mit in Urlaub nehmen?

  • Seit fast 1 Jahr betreue ich täglich für ca. 5 Stunden eine kleine 2-j. Yorkie-Hündin, die einem alten und stark gehbehinderten Mann von 80 J.gehört. Er kann krankheitsbedingt nicht mit ihr rausgehehen und sie nicht pflegen. Geschäfte werden nur kurz vor der Haustüre erledigt (bzw. in die Wohnung :sad2:). Ich nehme sie nun tägl. mit zum Gassigehen (1x mittags) dann wird zuhause Fellpflege usw. erledigt (sie war vorher extrem verfilzt :verzweifelt: ) und noch gespielt.
    Der Mann liebt die Hündin heiss und innig (sie ihn auch!) und wird sie nicht abgeben, so dass es so, wie es jetzt läuft, im Moment die beste Lösung ist.

    Die Hündin freut sich natürlich sehr, wenn ich sie abholen komme - aber auch, wenn sie abends zum Herrchen zurückgebracht wird.

    Nun wollen wir demnächst mit unserem Yorkie 1 Woche an die Nordsee. Ich überlege, ob ich die Pflege-Hündin mal mitnehme, damit sie mal für eine ganze Woche wirklich ausgelastet werden kann und tolle Abwechslung hat. Mit unserem Yorkie versteht sie sich auch gut.
    Gefragt habe ich den Besitzer noch nicht, weil ich mir ziemlich unsicher bin, ob das überhaupt für die Hündin gut wäre?!? Sie hat dann die tolle Urlaubs-Woche und danach wieder der eher langweilige Ablauf ohne Auslauf für 3/4 des Tages. Könnte sie sich nach dem Urlaub schon umgewöhnt haben und evtl. sogar traurig sein?

    Oder ist das zu menschlich gedacht :???: ?
    Eine Freundin von mir meint das nämlich. Der Hund würde nach der Urlaubswoche genauso gerne wieder zuhause sein.

    Was meint ihr?

    (Bitte hier jetzt keine Diskussion über Abgabe des Hundes. Das würde dem kranken Besitzer das Herz brechen und kommt zur Zeit nicht in Betracht.)

    LG Francisca

  • Ich würde es auch machen wenn er einverstanden ist. und am Rande bemerkt ist es so, dass Hunde manchmal gar nicht sooo unglücklich sind mit einer für uns unvorstellbaren Situation..... Sie liebt ihr Herrchen und er liebt sie und das ist wichtig, für beide Parteien auch wenn es Unglücklich ist dass sie nicht rauskommt! Vielleicht ist der Mann dan aber auch sehr traurig wenn der Hund weg ist, ich würde fragen und schauen ob er wirklich damit einverstanden ist und wie es ihm damit geht.

    In meiner Familie ist es ähnlich, seit meine Mama gestorben ist ist mein Dad alleine mit dem Rüden (3 Jahre alt), er kann gesundheitlich nicht spazieren gehen, so ist der Hund auch eigentlich meistens im Garten unterwegs (das Grundstück ist allerdings sehr groß) und geht ca. 4x die Woche spazieren (Gassigänger/ich/Bruder). Ansonsten ist er auch nur mit Dad daheim aber die lieben sich und keiner könnte ohne den anderen leben......

  • Wenn er damit einverstanden ist, warum nicht.
    Du bist ja für den Yorki keine Fremde.
    Evtl. würde ich sie aber vorm Urlaub mal über Nacht bei Dir betreuen um zu sehen das Sie keine Probleme hat ,auch für ne etwas längere Zeit, von Ihrem Herrchen getrennt zu sein wie nur die Gassirunde.

  • Ich würde es auch machen, wenn der Besitzer einverstanden ist.

    Gibt ja viele Leute, die ihre Hunde auch über Nacht bzw. mehrere Nächte mal in Betreuung geben (müssen) und das ist ja in den meisten Fällen spannender als der Alltag und sie freuen sich trotzdem immer wieder über die Herrchen/Frauchen.

    Meine Eltern haben gelegentlich einen Hund zur Pflege, auch über Nacht und bekommt da deutlich mehr Programm und Zuwendung, als zu Hause und trotzdem würde er nicht bleiben wollen.

  • Zitat


    Evtl. würde ich sie aber vorm Urlaub mal über Nacht bei Dir betreuen um zu sehen das Sie keine Probleme hat ,auch für ne etwas längere Zeit, von Ihrem Herrchen getrennt zu sein wie nur die Gassirunde.

    Ich hatte die Maus schonmal 1 Woche Tag und Nacht bei mir, da lag der Besitzer im Krankenhaus. Das hat super geklappt und sie hat es genossen. Von daher dürfte es kein Problem sein.

    LG Francisca

  • Bitte denk auch an den alten Herrn. Wie würde er das verkraften, wenn er so an der kleinen hängt? Ich würde es - glaube ich - nicht tun... Für die Hündin ist es ihr Alltag und sie wird vermutlich zufrieden damit sein.

  • Hi,
    der 80jährige ist ja nur GEH-behindert. Er wird sprechen und denken und reden können.
    Manche tun hier, als wäre man ab 60 ein Greis :lol:

    Ist heutzutage nicht unbedingt so. Manch Menschen sind schon mit 20 uralt.

    Ich würde den Hund mitnehmen. Aber seid darauf eingestellt, dass der überhaupt keine Kondition hat und mehr schläft als rumrennt :D

    Ist doch ganz toll euer Agreement. Wenn ich mal 80 bin wünsche ich mir auch so nette Nachbarn. ;)

  • Frag das Herrchen. Wenn der ja sagt, nimm sie mit. Ich hätte da keine Bedenken. Der Hund kennt euch, er kennt euren Hund, wieso nicht?
    Der Besitzer wird sich evtl. auch freuen, wenn sie mitkommt. So, wie du die Situation beschreibst, kann er das Spazieren gehen nicht mehr leisten, wer würde die Hündin mit raus nehmen, wenn ihr weg seid?

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