Der richtige Trainer

  • Hallo Zusammen,

    ich würde ganz gerne mal eure Meinung hören...

    Und zwar haben wir uns gestern einen Hundetrainer angesehen, mit dem Freunde von uns sehr gute Erfahrungen gemacht haben! Er selber hält seit über 20 Jahren Hunde (aktuell 4) und konnte unseren Freunden sehr gut weiterhelfen...

    Wir haben also einmal bei einer Trainingsstunde von denen zugesehen und fanden seine ganze Art, wie er auf Fehler aufmerksam gemacht hat und wie er Dinge erklärt hat, echt super! (Uns geht es insbesondere um jemanden, der uns mit Rat und Tat beiseite steht auf normalen Spaziergängen und zu Hause und nicht um den Gehorsam auf dem Platz...Nicht unser Hund hat ein Problem, sondern wir wollen einfach mit Hilfe an uns arbeiten, damit sich gar nciht erst Fehler großartig einschleifen können).

    Im Anschluss haben wir uns dann mit ihm unterhalten und er hat gefragt, was wir denn von ihm erwarten und was für einen Hund wir haben...

    jaaaa...bis hierhin war wirklich alles toll! Aber dann haben wir Himora, unsere 6 Monate alte Dobermannhündin, aus dem Auto geholt :roll:

    Er selber arbeitet mit Golden Retrievern aus Leistungszucht und fand Himora an sich vom Wesen her schon toll, aber dann fing er mit Sätzen an wie" Naja solange ein Dobermann nciht weiß, dass er ein Dobermann ist, ist er ein toller Hund ansonsten sind das ja reine Waffen, genauso wie alle anderen Listenhunde" und "Gerade ein Dobermann muss perfekt gehorchen und an der Leine gehen!"...

    Besonders der erste Satz hat mir im Nachhinein doch Bauchschmerzen gemacht! Mein Dobermann darf ruhig wissen, dass er ein Dobermann ist und eben kein Retriever oder irgendwas anderes! Ich mag dieses rassistische Denken von diversen Hundetrainern einfach nicht... Ob nun ein Dobermann an der Leine zieht, oder eine französische Bulldogge oder was auch immer ist doch egal, im Endeffekt ist es ein ziehender Hund an der Leine...Nicht mehr und nicht weniger!

    Nun bin ich hin und her gerissen, ob wir es mal mit ihm probieren sollen, oder uns doch wen anderes suchen sollen (obwohl hier anscheinend die meisten Hundetrainer wirklich so ihre Probleme mit Gebrauchshunden haben, ist nciht der erste von dem ich solche Sätze höre). Wie gesagt, wir suchen eine Anleitung für uns im Alltag! Für das Training auf dem Platz haben wir einen tollen GHSV gefunden...

    Was meint ihr, hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • Von mir auch ein klares nein. Der Trainer muss ja nicht schlecht sein aber wenn er an eine Rasse schon mit derartigen Vorurteilen rangeht kann nichts gutes bei rumkommen.

  • Zitat

    Ich würde da nicht weiter hin gehen. Ich sehe aber generell keinen Sinn darin bei einem Trainer Einzelstunden zu nehmen, wenn man gar kein Problem mit seinem Hund hat.

    Naja...gerade mein Mann (ist sein erster Hund) ist sich ab und zu bei bestimmten Dingen einfach unsicher!

    Und ich finde es schön, jemanden zu haben bei dem man alle seine Fragen und vllt auch Sorgen einfach mal abladen kann und konstruktive Kritik und Ratschläge bekommt! Das ganze soll nicht für immer sein, aber so 3-4 Mal finde ich für uns einfach gut (auch damit wir beide die gleiche Sprache sprechen, wo wir ja beide mit dem Hund arbeiten).

  • Ich will das hier jetzt nicht schön reden oder verteidigen. Ich glaube ich weiß aber, was er damit gemeint hat.
    Ein Dobermann ist nun mal kein Retriever. Diese Rasse kann in falschen Händen schon zu einem Problemhund werden. Ich kenne einige Dobis und die sind alle durch die Bank weg hoch sensibel, sehr reizempfänglich und in der Regel wirken sie oft sehr nervös und hibbelig. Da muss man als Halter schon recht souverän sein. Es sind halt keine Nebenbei-Hunde.
    Wenn ihr euch mit dieser Aussage nicht wohl fühlt, dann lasst es. Sucht euch einen anderen Trainer oder verlasst euch auf euer Bachgefühl.

  • Ich werfe jetzt einfach mal die Behauptung in den Raum, dass sich viele Alltagsprobleme auch im Sportverein ganz gut ausbügeln lassen.

    Wenn dein Mann unsicher ist, ist es dann eine gute Idee, ihn zu einem Trainer zu schicken, der ihm bei jedem Treffen einredet, dass er da einen blutrünstigen Killerköter an der Leine hat, bei dem nur der Trigger fehlt, um ihm klar zu machen, dass er eigentlich die ganze Welt inkl. Herrchen zerfleischen will?

    Diesen Trainer würde ich auf jeden Fall meiden, denn egal wie man es dreht und wendet, von seinem Golden mag er vielleicht Ahnung haben, aber er hat schon mit dem ersten Satz ganz klar unter Beweis gestellt, dass er nicht einen blassen Dunst vom Dobermann hat. Wie soll er euch also weiterhelfen?

    Trainiert normal im Hundesportverein, unterhaltet euch da mit den Leuten, trefft euch auch mal privat mit den Sportkollegen, holt euch dort Tipps und Erfahrungen. Das wird euch mehr helfen, als Einzelstunden bei solchen "Profis" ;)

  • Zitat

    Naja...gerade mein Mann (ist sein erster Hund) ist sich ab und zu bei bestimmten Dingen einfach unsicher!

    Und ich finde es schön, jemanden zu haben bei dem man alle seine Fragen und vllt auch Sorgen einfach mal abladen kann und konstruktive Kritik und Ratschläge bekommt! Das ganze soll nicht für immer sein, aber so 3-4 Mal finde ich für uns einfach gut (auch damit wir beide die gleiche Sprache sprechen, wo wir ja beide mit dem Hund arbeiten).


    Ich denke, wenn es Euer erster Hund, Dein Mann eh etwas verunsichert ist, ist ein Trainer sicherlich nicht falsch, denn auf den Hundeplätzen (damit meine ich die, die ich kenne) geht die Unsicherheit des Menschen oft unter, zumal es dort oft keine gut ausgebildeten Trainer gibt. Man trainiert auf diesen Plätzen nach einem bestimmten Schema und wenn der Hund da nicht hinein passt, hat man verloren.
    Ein Dobermann ist ein hochsensibler Hund, der eine ruhige und konsequente Erziehung braucht, keine Geschreie oder Gemeckere und diese Art der Erziehung habe ich leider auf den Plätzen, wo wir kurz waren, nicht erleben dürfen. Vielleicht gibt es ja bei Euch gute Hundeplätze


    Zitat

    Er selber arbeitet mit Golden Retrievern aus Leistungszucht


    Hm, ein Trainer, der sich auf eine bestimmte Rasse spezialisiert hat, würde ich eh nicht in Anspruch nehmen, denn jeder Hund arbeitet anders und diese spezialisierten Trainer kennen sich oft mit "fremden" Rassen nicht so gut aus.

  • @ Helfstyna: An sich hast du sicherlich recht! Für einen Anfänger ist es nur ab und zu etwas schwierig seine Fragen einfach so loszuwerden, neben der Tatsache, dass wir dort meistens auf eine Frage 3-4 verschiedene Antworten bekommen!
    Beispiel: Himora springt sehr gerne an einem hoch:
    Erfahrener Hundebesitzer A sagt: Im Zweifelsfall das Knie anziehen, oder gegenlehnen, damit sie merkt, dass sie das nciht darf!
    Erfahrener Hundebesitzer B sagt: Nein auf keinen Fall! Die will Aufmerksamkeit und Knie anheben, ist quasi schon selbstbelohnend, da es auf sie Aufmerksam macht! Einfach wegdrehen und ignorieren!
    Hundebesitzer C: Das ist noch ein Welpe, ich würd einfach "lieb" mit ihr reden und sie durch eine ruhige Stimme und sanftes Streicheln am Boden halten!

    Und diese gegensätzlichen Antworten, wenn man keinerlei Erfahrungen hat, verwirren doch sehr gerne mal!

    Genau aus diesem Grund fände ich ein paar Einzelstunden mit einem Trainer/einer Person, die mit Hunden so umgeht, wie wir das gut finden und der genug Erfahrung hat, sehr gut...einfach um ihm und uns mehr Sicherheit zu geben!

    BorderPfoten: Da hatte ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt: Er selber hat nur Golden Retriever, arbeitet aber an sich mit allen möglichen Hunden...


    Das verzwickte ist einfach, alle Trainer die wir uns so ansehen, sind entweder von ihrer Herangehensweise nicht so unsers, oder haben halt anscheinend ne generelle Abneigung, oder "Angst" vor nem Dobermann!

  • Ok, das habe ich falsch verstanden, doch wenn der Trainer Dir generell nicht zusagt, dürfte das ja erledigt sein.
    Du hast nur die Möglichkeit, Dir bei verschiedenen Hundeschulen Probestunden anzusehen und dann eine Entscheidung zu treffen.

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