Hunderasse bei Allergie

  • Hallo,
    ich kenne mich noch wenig mit Hunden aus, daher entschuldigt bitte, wenn die Frage vollkommen bescheuert ist.
    Wir haben dazu jetzt sehr unterschiedliche Aussagen gelesen und gehört.
    Wenn man "Allergie + Hund" sucht, bekommt man nur Ergebnisse von Hunden mit Allergie ;)

    Das Problem ist aber eher meine Frau. Die hat eine Katzenhaarallergie.
    Jetzt sagen die einen, diese Allergie hat nichts mit Hunden zu tun, weil das angeblich nicht die Haare selber sind, was die Allergie hervorruft. Wir haben Freunde mit Hunden, da hat sie keine Probleme.
    Jetzt hat uns eine Züchterin eine (Ihre) bestimmte Hunderassen empfohlen, die Allergiekerfreundlich sein sollen.

    Gibt es Hunde die eher Allergien hervorrufen und welche, die da besser sind?

  • Rassen die seltener Allergien hervorrufen sind neben den Pudeln auch Bichons und Malteser. Aber selbst bei diesen Rassen würde ich euch einen Test vorschlagen- ordentlich Probeknuddeln ♥

    Da du dich hier als xdoodle vorgestellt hast bekommst du gleich noch eine Doodle-Belehrung ;) Das sind Mischlinge aus Irgendwas x Pudel. Der Pudel selbst haart nicht und löst nur bei sehr wenigen Menschen Allergien aus. Die eingekreuzet Rasse (meist Retriever) haaren und sind eben für Allergiker schon problematisch. Bei einem Mischling aus so einer Verpaarung stehen die Chancen für einen Hund der kaum Allergien auslöst also bei fifty-fifty. Ein weiteres Problem bei diesen Mischlingen ist das Haar/ Fell kein Mensch kann sagen was sie nun haben. Die wahrscheinlichkeit dass sie die Negativen Eigenschaften ihrer Eltern unter einen Hut bringen ist relativ groß. Dann hat man einen Hund der haart (Retrieverfell) und der gleichzeitig zu Filz neigt (Pudel). Pudelwolle an sich sind nach der Filzphase mit gut einem Jahr eigentlich kein Problem mehr aber in der Kombination mit retieverartigen Fell kann das dann schon ausarten. Man hat dann eben einen haarenden, filzenden Hund mit dem man auch noch regelmäßig zum Friseur muss.

    Über das Wesen solcher mischlinge lasse ich mich hier jetzt einfach mal nicht aus.

  • Hallo,

    In der Regel werden Allergien von Enzymen ausgelöst die im Speichel oder auf der Haut sind. Wer eine Katzenallergie hat, muss nicht zwingend eine Hundeallergie haben, das ist wahr, darüber kann aber nur ein entsprechender Test wirklich auskunft geben.
    Den würde ich auch dringend anraten, und zwar bevor der Hund einzieht! Eben so wie ausgiebiges Probeknuddeln, eben wirklich richtig intensiv Kontakt suchen zu den interessanten Rassen.... Rassen, nicht Mischlinge wie Doodle und Co., weil man auf Doodle A nicht reagiert, heißt das nicht, das es bei Doodle B und C auch so ist. Und auch wenn man auf den Welpen nicht reagiert, kann sich das mit dem Wechsel zu erwachsenen Fell ändern.

    Was man auch bedenken sollte, das sich eine Allergie auch nachträglich noch entwickeln kann. Da wäre es für den Hund auch schön, das man vorab klärt, was passiert wenn der Fall eintritt, das der Hund eben nicht im Tierheim landet...

    LG

    P.s. Den Pudel kenn ich vom Hörensagen auch als Allergikerfreundlichen Hund, da ich selber keine Allergien hab, kann ichs allerdings nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.

  • Ich würde das bei Freunden mit Hund testen. Am besten mal da übernachten.

    Mein Freund ist auf Katzen allergisch und auch ziemlich stark. Aber nicht auf Hunde.
    Seine Eltern hatten schon nen Hund (Hovawart) als er noch da gelebt hat und er hatte keinerlei Probleme.
    Wir haben jetzt ne Mischlingshündin und er hat auch keinerlei Probleme.


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  • Während man bei Katzen auf so ziemlich jedes Tier ziemlich stark reagiert, ist das bei Hunden anders.

    Hunde haben extrem unterschiedliche Proteinstrukturen, daher kann der Hund massive Probleme machen und der andere verursacht gar nichts. Das ist so ähnlich wie eine Allergiker, der auf Birkenpollen reagiert mit Sonnenblumen keine Probleme hat. So riesig sind die Unterschiede bei den einzelnen Hunden.

    Rein statistisch sind Hunde mit haarartigem Fell selten Verursacher von Allergien.
    Langhaarige Hunde verursachen schon häufiger Beschwerden.
    Kurzhaarige Hunde sind für die meisten Allergien zuständig, ihre Proteinstrukturen lösen oft Reaktionen aus.
    Das ist aber eben nur Statistik, ich reagiere z. B. auf Hunde mit Haar und habe selten Probleme mit Kurzhaar. ;)

    Da hilft eigentlich nur ein Allergietest mit einer Probe des zukünftigen Hundes. Viele Züchter verschicken auf Wunsch auch Proben, dann hat man sich nicht schon verliebt und einen positiven Test.
    Der Hautarzt/Allergologe kann innerhalb von weniger als einer Stunde aus der Probe eine Testflüssigkeit gewinnen und einen Prick-Test durchführen. Dann hat man Klarheit. Ich mache das seit Jahrzehnten so.

  • Also meine Eltern haben beide auch Allergien. Nicht nur gegen Hunde und Katzen, sondern gegen fast alles (Obst Gemüse, Pollen etc). Auf meinen Hund (Pumi) reagiert meine Mutter gar nicht und mein Vater nur minimal bzw. erst nach längerer Zeit (so ca. eine Woche). Zwar war klar, dass es mein Hund ist und er auch bei mir leben wird, ich wollte ihn aber auch gerne mal mit zu meinen Eltern nehmen. Sie war dann auch vor Ort um zu gucken, wie sie reagiert. Nix passiert, alles gut^^
    Und das Beste an diesem Hund: Ich haare mehr als Sie. :lol:
    Also bleibt dir wirklich nur Testen!

  • Danke für die Antworten, die sind wirklich hilfreich.

    Das mit dem "Probekuscheln" finde ich besonders gut.
    Da werde ich taktisch vorgehen und ihr meinen Favoriten als erstes zum kuscheln reichen.
    Ich befürchte nur, dass sie jeden behalten will, den sie kuschelt!

    Unser Kennenlernen lief ähnlich ab ;)

  • Ich habe trotz starker Tierhaarallergie seit 3 Jahren einen Hund, und zwar einen Lagotto romagnolo (italienischer Trüffelhund bzw. italienischer Wasserhund). Ich habe auch gegoogelt und bin so auf diese Rasse gekommen, da der Lagotto nicht haart. Ich habe keinerlei Probleme, keine Atemnot und auch sonst keine allergischen Anzeichen und Reaktionen.
    Bevor ich mich allerdings für den Lagotto entschieden habe, habe ich die Züchterin besucht und dort einige Stunden mit ihren Lagotti verbracht. Als ich daraufhin reaktionsfrei war, habe ich mich für den nächsten Wurf auf die Liste setzen lassen. Natürlich war da immer noch ein Risiko bei. Aber bei mit - toi, toi, toi - ist alles gut gegangen, wobei ich davon überzeugt bin, dass auch eine dicke Portion Liebe mit im Spiel ist.

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