Fragen über Fragen

  • Hallo!

    Seit 2 Tagen habe ich eine hübsche Mischlingshündin (ca. 10-12 Wochen alt).
    Ich kenne mich zwar schon ein wenig mit Hunden aus, da meine Eltern einen Hund haben, trotzdem ist alles so neu und man möchte nichts falsch machen.

    Ich kenne es so, dass man Welpen zum schlafen "einsperrt" (blödes Wort) und sich einen Wecker stellt, um mit ihnen rauszugehen.
    Ich habe das in der ersten Nacht mit meiner Hündin gemacht, neben meinem Bett in einer Box. Das Theater war groß... so groß, dass ich Angst hatte, die Nachbarn rufen irgendwann die Polizei wegen Lärmbelästigung :headbash:
    Jedenfalls, das Ende vom Lied; um 4 Uhr Morgens lagen die Kleine und ich auf dem Sofa - es war ruhig und sie hat eng bei mir geschlafen.
    Aber das ist doch eigentlich falsch? Ich meine, gibt es dann Probleme mit der späteren Rangordnung?
    In der 2. Nacht habe ich sie ebenfalls bei mir schlafen lassen und musste nur 2x nachts raus (um 1 Uhr und um 5 Uhr).
    Sie ist sehr anhänglich, möchte IMMER auf meinem Schoß schlafen, am liebsten in mich rein kriechen. :roll:

    so meine Fragen wären;

    1. Wie habt ihr die nächtliche Situation gemeistert?
    2. Wie habt ihr das "alleine sein" geübt?
    3. Darf die kleine schon einen Kauknochen haben?

    Liebe Grüße und vielen Dank... Ich hoffe, das Thema ist hier richtig.

  • Also erstmal das gemeinsam schlafen stärkt die Bindung und macht keine Probleme mit der Rangordnung.

    Ich hab meine Welpen in der Nacht neben meinem Bett in einem begrenzten Raum gehabt (Box, Gitterbett, Möbelkonstruktion). Dieses Lager wollen sie nicht beschmutzen und werden unruhig bzw. piepsen, wenn sie pieseln müssen. Davon wacht man auf, nimmt den Welpen in die Arme und trägt ihn hinaus.

    Allein bleiben übt man erst, wenn der Welpe eingewöhnt ist und die nötige Reife dazu hat. Für einen Welpen in der Natur ist alleinbleiben nämlich lebensgefährlich und macht ihnen Panik. Die Anfänge des Trainings sind im Haus, einfach mal in einem anderen Raum sein als der Welpe, mal auch eine Tür zu machen, dann wieder rein ins Zimmer, bei der anderen Tür raus.
    Idealerweise ist der Welpe in dieser Zeit auf seinem Platz mit etwas beschäftigt, das interessanter ist, als dem Menschen nachzutapseln. Womit wir bei deiner letzten Frage wären, dem Kauknochen. Ja, Welpen dürfen und mögen Kauzeug, getrocknete Pansenstangen, Schweineohren etc. sind eine gute Beschäftigung und lenken das Nagebedürfnis im Zahnwechsel von Schuhen und Möbel auf harmlose Dinge ab.

    Viel Freude mit deinem Welpen!

  • Ich würd sagen nach etwa 2-3 Wochen wird sie sich zuhause fühlen, die Abläufe und Routinen sowie die nähere Umgebung kennen.
    Wegen der Nacht - wenn es dich nicht stört, sie im Bett zu haben und du wach wirst wenn sie unruhig wird, kannst du sie ohne weiters im Bett haben. Du musst auch keine Angst haben, dass das ein Hundeleben dann so bleiben muss, wenn du sie irgendwann nicht mehr im Bett haben willst - sie kann sich später auch noch umgewöhnen. Manche Hunde suchen sogar selbständig einen ruhigen Platz und ziehen aus freien Stücken aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus.

    An die Box würd ich sie trotzdem gewöhnen, allein fürs Autofahren wird sie das brauchen. Ansonsten kannst du vielleicht mit Kastln oder Sesseln einen begrenzten Raum neben deinem Bett schaffen, als Alternative zur Box. Wenn sie weint, dann die Hand reinhängen lassen, streicheln, ev. dich eine Zeitlang zu ihr setzen. Wenn sie mitbekommt, dass du da bist und sie Körperkontakt haben kann, wird es auch leichter für sie.

  • Hier kommen auch alle Welpen ins Bett, wenn sie später entscheiden wo anders schlafen zu wollen tun sie es auch und auch wenn ich mal schubse suchen sie sich einen gemütlichen anderen Platz. Warum im Bett? Zum einen stärkt es die Bindung und zum anderen merke ich so wann der Zwerg wach wird und zack Welpen untern Arm und raus. da ist man dann schnell bei größeren Intervallen als mit der Weckermethode.

  • Ja, ich habe auch kein Problem damit, wenn sie im Bett schläft. Nur hatte ich im Internet etwas gestöbert und fand einen Beitrag "nicht ins Bett oder auf die Couch", denn so würde der Hund denken, er hätte den gleichen Rang und fängt irgendwann an die Couch oder das Bett zu verteidigen.

    Im Bett schlafen klappt super... Ich werde sofort wach, wenn sie "rumwühlt".

    In der ersten Nacht musste ich alle 2 Stunden raus, weil sie so sehr gejangt hat. In der Nacht, in der sie in meinem Bett geschlafen hat nur 2x. Also deutlich besser.

    Ich habe so einen "Welpenlaufstall" gekauft... da soll sie erstmal rein, wenn sie alleine ist. Ist das ok?

  • Noch eine wichtige Frage tut sich auf...

    Im Tierheim habe ich einen Kastrationsgutschein bekommen mit der Bitte, sie kastrieren zu lassen.
    Und dies bitte NACH der 1. Läufigkeit, da sie sonst nicht richtig erwachsen wird.

    Komische Aussage? Und überhaupt kastrieren?
    Sehr schweres Thema.

  • Zur Kastration wirst du viele verschiedene Ansichten bekommen.
    Manchmal ist es vorgeschrieben vom Tierheim da hast du keine Wahl.
    Ansonsten würde ich nur kastrieren lassen wenn die Hündin probleme mit der Laufigkeit hat oder man nicht garantieren kann das sie tragend wird ( z.b bei einem Hofhund)

  • Zitat

    Hier kommen auch alle Welpen ins Bett, wenn sie später entscheiden wo anders schlafen zu wollen tun sie es auch und auch wenn ich mal schubse suchen sie sich einen gemütlichen anderen Platz. Warum im Bett? Zum einen stärkt es die Bindung und zum anderen merke ich so wann der Zwerg wach wird und zack Welpen untern Arm und raus. da ist man dann schnell bei größeren Intervallen als mit der Weckermethode.

    So habe ichs auch gemacht :)

    von unterwegs..

  • Zitat

    Ja, ich habe auch kein Problem damit, wenn sie im Bett schläft. Nur hatte ich im Internet etwas gestöbert und fand einen Beitrag "nicht ins Bett oder auf die Couch", denn so würde der Hund denken, er hätte den gleichen Rang und fängt irgendwann an die Couch oder das Bett zu verteidigen.

    Der Hund denkt nur, er muss die Verantwortung übernehmen, wenn er von dir keine Führung und damit keine Sicherheit bekommt. Es ist egal, wo er schläft, ob er vor oder nach dir isst, ob er beim Spielen gewinnen darf oder ob du auch mal auf seine Spielaufforderung eingehst.
    Solange du im Alltag ganz klar die "Elternrolle" einnimmst, du sagst, was brav ist und was verboten, du den Tagesrythums vorgibst und den Alltag strukturierst, du dem Hund dadurch das Gefühl gibst, bei dir sicher und beschützt zu sein, er das Gefühl hat, dass du weißt, was du willst und deine Reaktionen für ihn vorhersagbar sein, dann wird er dankbar sein, dass du den unbeliebten Job des Familienoberhauptes übernimmst und er mehr Spaß und weniger Verantwortung haben kann. :smile:

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