Hündin (5 Monate) kommt nicht zur Ruhe

  • Hallo zusammen,

    vor einer Woche haben wir Cleo (knapp 5 Monate) aus Bulgarien geholt. Bei uns im Haus leben bereits zwei Katzen, zwei Zwergkaninchen und drei Degus.

    Unser Problem ist folgendes:

    Cleo kommt abends nicht zur Ruhe. Wir nehmen sie seit gestern mit auf Arbeit, hier ist es absolut kein Problem. Sie liegt friedlich in ihrem Körbchen und schläft. Zuhause wenn wir uns dann auf die Couch legen fängt sie an unruhig zu werden. Läuft im Raum rum oder steht einfach da und guckt. Sie ist auch wirklich müde aber sie legt sich einfach nicht hin, ab und an pienzt sie dann. Hunger und Durst ist es nicht, wenn sie muss stellt sie sich an die Terrassentür.
    Wir haben wirklich keine Idee was sie damit bezwecken möchte oder was sie stören könnte. So kann es ja aber leider nicht weiter gehen, wir kommen dadurch ja auch nicht zur Ruhe. Ich habe mich an die Vermittlerin gewendet in der Hoffnung das sie vielleicht eine Idee hat aber das einzigste was ich als Antwort bekam war, dass ich ihr Bilder schicken soll für ne neue Anzeige und Cleo heute zu der Pflegestelle zurückbringen soll.

    Ich hoffe, wir finden eine Lösung. Wir möchten die Kleine ja behalten.

    Viele Grüße

    msawyer

  • hallo,
    welche beschäftigung bekommt sie?
    wie oft geht ihr wie lange spazieren/gassi???
    Klingt für mich so als ob sie was zu tun sucht....
    einen hund muss man auch auslasten.

    sie schläft im büro lange und dann kommt ihr nach hause und erwartet das sie da ruhig ist oder weiter schläft.......das funktioniert so nicht......

  • Moin,

    sorry, das arme kleine Ding ist seit einer Woche bei Euch, kommt aus Bulgarien? Hat wer weiß was für Erfahrungen, das braucht einfach seine Zeit.....

    Bis ein so Hund bei einem ankommt, neues Umfeld, neue Menschen, neue Sprache - das dauert einfach seine Zeit - wer weiß, wie und wo sie vorher gelebt hat?

    Bleibt ein wenig geduldig und lenkt sie ab, wenn das geht, streicheln, kuscheln.... ansonsten würde ich sie einfach laufen lassen...... erst einmal. Eine Woche ist da wirklich nichts.....

    Sundri

  • Ich würde der Hündin erst mal Zeit geben, sie ist ja erst eine Woche bei euch.
    Es kann Wochen dauern bis ein Hund sich im neuen Zuhause eingewöhnt hat.

    Wenn es dann weiterhin der Fall ist würde ich überlegen ob XTina nicht Recht hat, ich kenne das nämlich ähnlich.
    Meine 2 Hunde gehen auch mit ins Büro & wir gehen davor 70min, in der Mittagspause 70min Gassi und danach um 18 Uhr nochmals 30-40min, trotzdem zeigt gerade unsere Junghündin abends gerne das selbe Verhalten.
    Wenn ich dann mal durchrechne dann sind die Hunde zwar ca. 3 Stunden am Tag draußen, aber sonst herrscht Ruhe, d.h. 8 Stunden im Büro werden verschlafen. Wenn ich das ausrechne dann sind die Hunde insgesammt nur ca 6 Stunden am Tag wach, d.h. 18 Stunden schlafen sie. Da kann ich gut verstehen dann die zwei nicht wirklich ausgelastet sind zumal wir während den Bürotagen auch nichts spektakulären unternehmen.
    D.h. bei uns wird Abends dann noch gespielt, getobt, Kopfarbeit gemacht dann ist dann auch Ruhe.

  • Hallo,

    ich denke auch, dass so ein Hund erst einmal seinen Rhythmus finden sollte. Er muss halt lernen wie es so läuft ...und das geht nicht von heute auf morgen. Draussen ist auch mal Action (da ist selbst ein bißchen Stress durch neue Eindrücke nicht unbedingt verkehrt) - sollte auch so sein, drinnen ist vornehmlich Ruhe zumindest passiert zunächst mal nichts was ihn besonders aufregt (halte ich zumindest für eine vernünftige Regelung). Dieses "Genörgel" würde ich nicht weiter beachten.
    Bloßes Spazierengehen dürfte aber auf Dauer wenig auslastend für einen Hund sein - ist es meiner Meinung nach für die allerwenigsten gesunden Hunde. Ich würde ihm draussen, zunächst in möglichst ablenkungsfreier Umgebung kleinere Aufgaben beibringen, um diese kontinuierlich - aber behutsam (!) - zu steigern mit dem Ziel ihn beizeiten durch eine gewisse "Arbeit" gezielt beschäftigen zu können. Zumindest hat es bei meinem so funktioniert. Wenn er etwas getan hat, dass eine möglichst umfassende Leistung seiner Sinne und auch seiner körperlichen Fähigkeiten in Anspruch genommen hat, dann ist er zuhause selbstverständlich ruhig - weil er erkennt, dass er hier die Gelegenheit hat zu ruhen und Energie zu tanken. Bei einem jungen Hund (und insbesondere bei einem neu eingezogenem) sollte man es aber nicht zu schnell und zu eifrig vorantreiben, denn je nach Charakter passen Hunde ihren Arbeitswillen und ihre Leistungsfähigkeit gerne den Forderungen an - sind zumindest meine Erfahrungen. Es kann also schnell passieren, dass man in eine Art "Teufelskreis" kommt. Viele sind anfangs sooo motiviert mit dem Hund alles mögliche zu machen um ihn auszulasten, dass sie bald an einen Punkt kommen wo die Auslastung für den Halter zu echter Arbeit wird - inwiefern man das vorantreiben und haben will muss man sich gut überlegen...dem Hund zuliebe.
    Ansonsten würde ich sagen:"In der Ruhe liegt die Kraft!" Den Hund richtig ankommen lassen und nicht zuviel "Alarm" machen wäre zunächst mal mein Weg. Wenn der Hund zu anderen Leuten kommt wird er sich in der ersten Zeit kaum anders verhalten.

    Tschüss und viel Glück
    Ralf

  • Ich würde auch abwarten. Alles ist neu für sie. Als ich von der Alm gekommen bin mit meiner 5 Monate alten Hündin war sie auch so (und sie war ab dem 2. Monat bei mir - in deinem Fall bist du ja auch neu). Nach einiger Zeit legt sich das bestimmt. Probiert sie abzulenken, eventuell mit einem Kauknochen oder Kong. Bei meiner klappt das relativ gut.

  • Hallo und danke für die Antworten.

    An Arbeitstagen gehen wir morgens 15-20 Minuten raus. Vormittags dann je nach Bedarf, wenn sie wach ist dann gehen wir nochmal vor die Tür. Ansonsten mittags gehts ans Feld für 20 Minuten, da kann sie frei laufen ohne Leine. Nach der Arbeit halb fünf gehen wir hier noch kurz so 5-10 Minuten und dann zuhause so halb sieben rum 15 Minuten und dann so halb/um zehn nochmal 10-15 Minuten. Ansonsten geht sie zwischendurch manchmal in den Garten.

    Zuhause spielen wir dann mit Ball, Plüschaffen und Leckerliball (da muss sie sich bemühen, das die Dinger rausfallen).
    Wir toben dann auch mit ihr aber meist wird sie dann zu doll sodass es weh tut und dann brechen wir das Spiel ab.

    Am Wochenende fahren wir Samstag und Sonntag in den Wald.

  • Naja nen Spaziergang mit 20 Minuten ist wirklich nicht viel.....bei 45 Minunten fängt für mich ne "große Runde" an und emin Hund ist viel Ruhe und wenig Aktion gewohnt.....aber die Zeit braucht der auch also ne hauptrunde von ner Stunde am Tag....

  • Zitat

    sie schläft im büro lange und dann kommt ihr nach hause und erwartet das sie da ruhig ist oder weiter schläft.......das funktioniert so nicht......

    Das sehe ich genauso.
    Mich wundert es nicht so sehr, dass Deine Kleine abends nicht zur Ruhe kommt.

    Welpen kommen mit einem genetischen "Plan" zur Welt. Die Natur hat ihnen Lebhaftigkeit, Spielfreude und Neugierde mitgegeben. Durch diese Eigenschaften lernt ein Welpe alles, was er für das Leben braucht.

    Würde Deine Kleine in einem natürlichen Rudel aufwachsen, dann hätte sie ihre Geschwister zum Toben und die erwachsenen Hunde zum Lernen. Sie würde nachts eng an ihre Geschwister gekuschelt schlafen und morgens voller Tatendrang die Welt entdecken.

    Die jungen Hunde würden miteinander spielen, Wettläufe machen, nach Mäusen buddeln, klettern, Käfer und Frösche beobachten, Zweige und Grasbüschel zerrupfen und so die Natur kennenlernen.

    Wenn Deine Hündin bei Dir morgens voller Tatendrang aufwacht, dann lauft ihr eine kleine Runde und danach sind Autofahrt und Bürozeit angesagt, für 9- 10 Stunden. Das ist für einen so jungen Hund eine Meisterleistung des Wartens, warten darauf, dass der Tag endlich für sie beginnt. Dabei ist der Tag dann zuende und ihr wollt in Ruhe auf dem Sofa sitzen.

    Zitat

    Wutzdog:
    Bloßes Spazierengehen dürfte aber auf Dauer wenig auslastend für einen Hund sein - ist es meiner Meinung nach für die allerwenigsten gesunden Hunde. Ich würde ihm draussen, zunächst in möglichst ablenkungsfreier Umgebung kleinere Aufgaben beibringen, um diese kontinuierlich - aber behutsam (!) - zu steigern mit dem Ziel ihn beizeiten durch eine gewisse "Arbeit" gezielt beschäftigen zu können

    Die Kleine muss erst mal die Welt kennenlernen und braucht noch keine Aufgaben und Arbeit.

  • jo, spazieren gehen ist genug "auslastung" für den hund.
    er nimmt viele Umweltreize auf ( lass ihn viel schnüffeln) und muss diese im viel schlafen ( ist ja auch richtig) verarbeiten.
    wichtig ist stubenrein werden, rückruftraining und auf den Namen eben hören.
    Sichtkontakt kann auch man auch schon üben - ihr wollt über ne Strasse gehen- stehenbleiben und warten bis der hund dich anschaut und dann (evtl mit zusätzlichem handzeichen) über die strasse gehen.
    dann gewöhnt sie sich an dich quasi vor allem anzufragen/anzuschauen.
    machen wir auch grade......

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