Seit 2 Wochen wie ausgewechselt......
-
-
Hallo zusammen,
ich habe mich heute erst hier angemeldet, weil ich über Eure Meinung und Erfahrung sehr sehr dankbar wäre. Ich lese schon länger im Forum und habe auch schon einige Tipps zum selben Problem gelesen, aber da ja doch jede Situation ein klein wenig anders ist und jeder Hund anders reagiert, wollt ich Euch nochmal persönlich fragen....
Also es geht um unsere fast 6 Monate junge Mischlingsdame. Sie lebt seit 7 Wochen bei uns und ist seit 2 Wochen etwas ungewohnt und da sie zuvor der liebste Hund war müssen wir ja etwas falsch machen. Wenn ich nur wüsste was
Pia kam aus einer rumänischen Pflegefamilie über eine Tierschutzorga zu uns, mit der Familie hatten wir regen Austausch und Pia kam genau wie beschrieben hier an. Ruhig, ausgeglichen, super verträglich mit Kindern und andern Tieren und sehr lernbegierig. Wir besuchen 1-2 mal sie Woche eine Hundeschule und ich hatte früher auch einen Hund, den ich glaub ich ganz gut hinbekommen habe
Was ich damit sagen will ist, dass wir sie nicht wie eine kleine Prinzessin behandelt haben, sondern es für Hund und auch die Kinder feste Regeln gibt.
Bis vor kurzem lief es super, doch nun hat sie mich schon mehrmals verbellt, angeknurrt, in die Luft geschnappt und meiner Großen heute versucht in die Füße zu schnappen. Situationen in denen das vorkommt ist zum Beispiel beim Pfoten sauber machen, wenn ich sie aus den Kinderzimmern schicke(da mag absolut ich keinen Hund) oder sie auf ihren Platz schicke. Ein paar mal hat sie auch meine Hand in den Mund geholt, als ich sie streicheln wollte... Ich habe in der Hundeschule um Rat gefragt, wie ich mich richtig verhalte, sie meinten immer ignorieren, Pfoten sauber machen angenehmer gestalten... Aber irgendwie wird es eher schlimmer und ich habe das Gefühl sie ist nicht arg beeindruckt, wenn ich sie ignoriere oder sie auch mal für ein paar Minuen alleine sperre.
Ich hab Angst was verkehrt zu machen und nachher ein kleinen Schnapper hier zu haben, sie hat es ja vorher nicht gemacht, also läuft wohl was schief.
Habt ihr eine Idee, würd mich sehr über Anregungen freuen!Liebe Grüße
Caroline - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Gesundheitliche Gründe sind ausgeschlossen? (z.B. Vertauchung desh. Schmerzen ect.)
Ist sie vielleicht über/unterfordert? Wie sieht Euer Tagesprogramm aus?
-
Hundekenner und Hundeprofis mögen mich gerne korrigieren, aber ich denke, dass da zwei Faktoren zusammenkommen. Der Hund ist jetzt ein halbes Jahr "jung" und befindet sich damit in der Pubertät. Dann kommt da hinzu, dass sie bei euch ihre Position in der Rangordnung sucht und auch bemüht ist, nach Möglichkeit im Rang sehr hoch zu kommen.
Deine Aufgabe wird es sein, ihr den rechtmäßigen Rangplatz zuzuweisen.
Unsere Hündin haben wir mit 2 1/2 Jahren bekommen. Sie ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr unsicher und eher unterwürfig gewesen. Nach ca. 2 Monaten wurde sie etwas mutiger und versuchte auch die Rangordnung in Frage zu stellen.
Ich habe dann die Gassirunden mit Übungseinheiten aus der Hundeschule kombiniert. Gleichzeitig habe ich sie damit auch geistig gefordert und ausgelastet. Ich bin da sehr konsequent geblieben. Gelobt wurde erst wenn die Übung korrekt ausgeführt wurde. Und um an die besten Leckerlis zu kommen, musste sie sich schon sehr anstrengen.
Die Kombination aus Übungseinheiten (Gehorsam, Unterwerfung), Spielen und Toben und Teamarbeit (Suchspiele) hat schon bewirkt, dass unsere Hündin nie wieder auf die Idee kam, die bestehende Rangordnung in Frage zu stellen und umkrempeln zu wollen.
-
Zitat
Bis vor kurzem lief es super, doch nun hat sie mich schon mehrmals verbellt, angeknurrt, in die Luft geschnappt und meiner Großen heute versucht in die Füße zu schnappen. Situationen in denen das vorkommt ist zum Beispiel beim Pfoten sauber machen, wenn ich sie aus den Kinderzimmern schicke(da mag absolut ich keinen Hund) oder sie auf ihren Platz schicke.Möglich wäre, dass sie deine Körperhaltung bedrohlich findet, wenn du sie aus dem Kinderzimmer oder auf ihren Platz schickst.
Wer sich bedroht fühlt, denkt angegriffen zu werden und ein "Gegen-Angriff" ist der beste Weg der Verteidigung.
Wahrscheinlich gehst du dabei auf die zu, beugst dich ein wenig vorne über und sprichst strenger als sonst.
Dadurch wird sie verunsichert.
Wer weiß, was sie alles schon erlebt hat.Pfoten sauber machen mögen viele Hunde nicht gerne (meiner auch nicht).
Hundepfoten sind sehr sensibel, oben tupfe ich nur trocken, für die "Fußsohle"
lasse ich den Hund über ein Handtuch laufen.ZitatIch habe in der Hundeschule um Rat gefragt, wie ich mich richtig verhalte, sie meinten immer ignorieren, Pfoten sauber machen angenehmer gestalten... Aber irgendwie wird es eher schlimmer und ich habe das Gefühl sie ist nicht arg beeindruckt, wenn ich sie ignoriere oder sie auch mal für ein paar Minuen alleine sperre.
Ich glaube, da hast du den Rat der Hundeschule falsch verstanden.
Zumindest ist er für mich nicht nachvollziehbar.
Inwiefern soll deine Hündin das Ignorieren und Wegsperren in welchen Zusammenhang bringen?
Die Hündin knurrt oder schnappt, dann ignorierst du sie und sperrst sie weg?Wenn ein Hund knurrt und in die Luft schnappt, hat das einen Auslöser, den muss man erkennen und den Auslöser zurücknehmen, vermutlich eine bedrohliche Haltung oder eine Situation ist unangenehm bzw. schmerzhaft (Pfoten reinigen).
Das waren jetzt so meine Gedanken zur Problematik, die du geschildert hast.
Gruß
Themis -
Ist die kastriert (wäre ja - wenn auch eine furchtbare Paixis - nicht unüblich bei Tieschutzhunden) oder ist sie noch intakt?
Wenn letzteres zutrifft, könnten es die ersten hormonellen Schwankungen sein. Die können Teils extrem heftig ausfallen. Ich erlebe das gerade bei der Junghündin meines Vater - da gibt es Tage, an denen sie einen massiv meidet, fast panisch reagiert, wenn irgendwo plötzlich Krach ist und fast den ganzen Tag mit der Rute unter dem Bauch umherläuft. Manchmal hält das ein paar Tage, manchmal ist auch schon am nächsten Tag alles beim alten oder gar im Gegenteil - Madame ist rotzfrech, hat Bohnen in den Ohren und schüttelt Stress einfach ab.
Auch sie hatte eine Zeit (so ca. vom 8ten bis zum 11ten Monat), in der sie sich nicht hat Anfassen (Pfoten abwischen, Zecken ziehen, Ohren gucken etc.) lassen, ohne zu schreien und z.T. auch zu schnappen. Wir haben sie in dieser Zeit einfach in Ruhe gelassen so weit es ging, denn mit jedem Versuch das sanft zu trainieren wurde es nur schlimmer. Inzwischen ist das Verhalten wieder komplett weg, zumindest in dieser krassen Form.Solches Verhalten in der Pubertät ist völlig normal und auch erklärlich. Es ist die Zeit in der sich Hunde "verselbstständigen", ein Selbstbewusstsein für die eigenen Grenzen entwickeln und diese definieren. Gleiczteitig wächst ihr Fokus nach außen und die Vorsicht der Umwelt gegenüber. In der Natur wertvoll, weil dieses die Zeit wäre, wo ein Junghund im Zweifel langsam selbstständiger würde und mit voller geschlechtsreife im Zweifel vielleicht in fremde Gebiete abwandern würde, für uns Menschen jedoch lästig. Hat übrigens nix mit "höheren Rang haben wollen" zu tun...
Ich würde alles "unnötige" derzeit nicht oder so wenig wie möglich provozieren, Dinge eventuell nochmal neu einritualisieren (das Pfoten abputzen z.B. neben bei machen, während man ein lustiges Raufspiel mit dem Handtuch veranstaltet oder so) und Dinge, die sein müssen (TA-Besuche z.B.) "kurz und knapp" zu halten. Hier hat bei der Hündin meines Pas übrigens ein bestimmt ausgeführter Nackengriff Wunder gewirkt - kein schreien, kein wehren, Prozedur schnell vorbei, danach ein Leckerlie - fertig.
Das mit dem Wegschicken, würde ich über eine kurze Hausschleppleine regeln. Kommando geben, wenn es nicht ausgeführt wird den Hund kommentarlos raus führen, zur Not kurzzeitig i-wo anbinden. Da gibt es dann keine Körperlichkeit mit dem Hund, die zu Schnappen oder ähnlichem führen könnte.Besonders der letzte Tipp gilt selbstverständlich auch, wenn es sich nicht um die Hormone handelt.

-
-
Zitat
Bis vor kurzem lief es super, doch nun hat sie mich schon mehrmals verbellt, angeknurrt, in die Luft geschnappt und meiner Großen heute versucht in die Füße zu schnappen. Situationen in denen das vorkommt ist zum Beispiel beim Pfoten sauber machen, wenn ich sie aus den Kinderzimmern schicke(da mag absolut ich keinen Hund) oder sie auf ihren Platz schicke. Ein paar mal hat sie auch meine Hand in den Mund geholt, als ich sie streicheln wollte...Das scheinen mir alles Situationen zu sein, die dem Hund einfach zu weit gehen und er sich einfach mehr Abstand ausbittet. Es macht insofern Sinn, dass der Hund es anfangs hingenommen hat, es vllt. sogar da noch gepasst hat bevor er "deutlicher" werden musste und nun sind ihm viele Dinge, die ihm zu nah gehen, einfach zuwider. Evtl. überseht ihr subtile Warnsignale oder der Hund hat aufgehört sie zu zeigen, da sie permanent ignoriert wurden.
Edit: Themis war schneller

-
Zitat
Hundekenner und Hundeprofis mögen mich gerne korrigieren, aber ich denke, dass da zwei Faktoren zusammenkommen. Der Hund ist jetzt ein halbes Jahr "jung" und befindet sich damit in der Pubertät. Dann kommt da hinzu, dass sie bei euch ihre Position in der Rangordnung sucht und auch bemüht ist, nach Möglichkeit im Rang sehr hoch zu kommen.
Deine Aufgabe wird es sein, ihr den rechtmäßigen Rangplatz zuzuweisen.
Unsere Hündin haben wir mit 2 1/2 Jahren bekommen. Sie ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr unsicher und eher unterwürfig gewesen. Nach ca. 2 Monaten wurde sie etwas mutiger und versuchte auch die Rangordnung in Frage zu stellen.
Ich habe dann die Gassirunden mit Übungseinheiten aus der Hundeschule kombiniert. Gleichzeitig habe ich sie damit auch geistig gefordert und ausgelastet. Ich bin da sehr konsequent geblieben. Gelobt wurde erst wenn die Übung korrekt ausgeführt wurde. Und um an die besten Leckerlis zu kommen, musste sie sich schon sehr anstrengen.
Die Kombination aus Übungseinheiten (Gehorsam, Unterwerfung), Spielen und Toben und Teamarbeit (Suchspiele) hat schon bewirkt, dass unsere Hündin nie wieder auf die Idee kam, die bestehende Rangordnung in Frage zu stellen und umkrempeln zu wollen.
Ja, da möchte ich dich korrigieren, denn das kann man alles getrost vergessen.

-
Zitat
Aber irgendwie wird es eher schlimmer und ich habe das Gefühl sie ist nicht arg beeindruckt, wenn ich sie ignoriere oder sie auch mal für ein paar Minuen alleine sperre.
Das macht auch nur Sinn, wenn der Hund auf "aufforderndes Verhalten" hin ignoriert wird. Es scheint aber, dass euer Ignorieren den Hund entlastet und er sich deswegen etwas besser fühlt - was ihr als "unnbeindruckt" wahrnehmt.
-
Lesezeichen
-
Gerade erst gelesen:
ZitatHundekenner und Hundeprofis mögen mich gerne korrigieren, aber ich denke, dass da zwei Faktoren zusammenkommen. Der Hund ist jetzt ein halbes Jahr "jung" und befindet sich damit in der Pubertät. Dann kommt da hinzu, dass sie bei euch ihre Position in der Rangordnung sucht und auch bemüht ist, nach Möglichkeit im Rang sehr hoch zu kommen.
Auch wenn ich die Pubertät auch als möglichen Grund angeführt habe - diese Rangordungsgeschichte (vor allem, dass ein Hund zwangsläufig versucht einen möglichst hohen Rang zu erreichen) hält sich leider immer noch recht hartnäckig, ist aber wisschenschaftlich schon lange wieder legt. Daher bitte auch unbedingt von dem fett markierten
Zitat...(Gehorsam, Unterwerfung)...
absehen!
Eigene Grenzen abstecken und zur Not auch körperlich durchsetzen (z.B. mit Körperblock etc.) ist das eine - Unterwerfung um dem Hund zu zeigen "wer der Chef ist" etwas ganz anderes und überflüssig wenn nicht gar kontraproduktiv! - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!