Seit 2 Wochen wie ausgewechselt......

  • Vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten.. Ein bisschen noch was meinerseits, also die Hundeschule erklärte mir, ich solle sie ignorieren wenn sie zu knurren oder schnappen anfängt und falls möglich den Raum für kurze Zeit verlassen. Sie würde dadurch von ihrem Rudel ausgeschlossen sein, merken dass ihr Verhalten keinen Vorteil für sie bringt und damit aufhören. Ich habe bei diesem vorgehen meine Zweifel und deshalh schreibe ih Euch. Ich habe aber wirklich in beiden Hundestunden, die seither waren nachgefragt und es so erklärt bekommen....
    Ich musste vorher nur einmal sagen, geh auf den Platz mit Leckerchen und gut war und ja ihr habt recht, seit sie zickt, habe ich schon eine gewisse Wand an Körperhaltung aufgebaut.
    Gedanken über den Tagesablauf habe ich mir auch schon gemacht, ob ein zuviel oder zu wenig, dass ganze auslösen könnte.
    Unser Tag sieht in etwa so aus: Gegen 7 Uhr Pipi machen im Garten, 8.30 Uhr Tiere im Stall versorgen, dauert etwa 45 Minuten bis Stunde, dabei immermal kleine Übungen mit Leckerli, um die Mittagszeit Garten mit Spielen schätze 15 oder 20 Minuten. Nachmittags Spaziergang mit üben. Knappe Stunde. Trollt anschließend öfters mit im Stall rum. Zwischendurch pennt sie im Körbchen oder auf dem Küchenboden. Um 21 Uhr dann nochmal Pipi und ab ins Bett, sie schläft neben meinem Bett auf dem Boden. Zuviel? Zuwenig? Bin wirklich gerne bereit etwas zu ändern!

  • Zitat

    Ein bisschen noch was meinerseits, also die Hundeschule erklärte mir, ich solle sie ignorieren wenn sie zu knurren oder schnappen anfängt und falls möglich den Raum für kurze Zeit verlassen. Sie würde dadurch von ihrem Rudel ausgeschlossen sein, merken dass ihr Verhalten keinen Vorteil für sie bringt und damit aufhören. Ich habe bei diesem vorgehen meine Zweifel.

    Schade, dass Trainer zweier Hundeschulen so etwas empfehlen.
    Wie "Estandia" schon beschrieben hat, bringt Ignoranz einem Hund gegenüber lediglich etwas, wenn er was einfordert, man nimmt ihm den Erfolg.

    Knurren und Schnappen sind Symptome für etwas, es ist Hundekommunikation, eine Mitteilung an uns.
    Das hat weder etwas mit Rangordnung, Dominanz noch mit Provokation zu tun.
    In dem Fall eurer Hündin eher etwas mit Unsicherheit und Unbehagen durch deine Körpersprache oder beim Pfoten reinigen will sie mitteilen, wie unangenehm ihr das ist.
    Knurren, in die Luft schnappen = Warnungen, "bitte nicht so weiterzumachen!"

    Es gibt keinen Grund, so ein Hundeverhalten bzw. diese hündische Kommunikation zu verbieten, zu bestrafen (wegsperren und ignorieren zählen dazu)!

    Im Gegenteil, nimm diese Warnung ernst, zeige ihr, dass du sie verstanden hast, indem du dich z.B. in deiner Körperhaltung weniger berohlich zeigst oder die Pfoten irgendwie anders sauber bekommst.
    So einfach ist das im Prinzip.

    Sie befindet sich in dem Alter in einer erneuten Unsicherheitsphase und eine Kastration kann diese Unsicherheit noch verstärken.

    Ihr habt die Hündin erst sieben Wochen, zu viel Kommandos würde ich noch nicht üben.

  • Guten Morgen,

    Pia kennt bisher die Aufforderung Sitz, Platz, Bleib, Hier, Körbchen (klappt seit 2 Wochen nicht mehr), gib 5, Aus(das klappt nicht so gut, auch nicht für Tauschobjekte)....ist das okay vom Pensum? Was hält ihr vom Tagesablauf?
    Heute morgen wieder einmal wegen nicht ins Kinderzimmer dürfen geknurrt und neu, mich beim Futterholen verbellt, als es dann nix gab, geknurrt und in die Luft geschnappt. Hab sie dann ignoriert und erst bei Ruhe gefüttert. Hoffe in dem Fall war ignorieren okay.
    Mittwoch ist wieder Stunde, wollt mal für ein Einzeltraining fragen. Aber dort wird, wie vorher beschrieben gearbeitet. Die Trainer sind sich dort auch einig. Gehen manchmal noch Samstags zur selben Schule, aber anderen Trainer.

    Einen schönen Sonntag :smile:

  • Zitat


    Pia kennt bisher die Aufforderung Sitz, Platz, Bleib, Hier, Körbchen (klappt seit 2 Wochen nicht mehr), gib 5, Aus(das klappt nicht so gut, auch nicht für Tauschobjekte)....ist das okay vom Pensum? Was hält ihr vom Tagesablauf?

    Ich finde, das sind 4 Kommandos zu viel.
    "Sitz, Platz, Bleib, gib 5" halte ich persönlich (noch) für unwichtig.
    In Anbetracht der Tatsache, dass sie das alles in 7 Wochen lernen "musste", Pia noch sehr jung war/ist, als sie einzog und dass sie aus dem Tierschutz kam, ist das alles recht viel, was auf sie einströmte.
    Sie ist jetzt 6 Monate alt, als sie einzog, war sie etwas über vier Monate jung, nahezu noch ein Welpe.
    Dafür war das Programm und auch die Ausgehzeiten zu groß und zu lang.

    "Körbchen" klappt seit zwei Wochen nicht mehr und "aus" auch nur leidlich.
    Konzentriere dich doch auf das Wichtigste.
    Pia hatte genug, scheinbar jetzt noch, mit der Eingewöhnung zu tun, dazu zählen auch neue Umweltreize, die Hormonumstellung und all die gesprochenen/erlernten Wörter.


    Zitat

    Heute morgen wieder einmal wegen nicht ins Kinderzimmer dürfen geknurrt und neu, mich beim Futterholen verbellt, als es dann nix gab, geknurrt und in die Luft geschnappt. Hab sie dann ignoriert und erst bei Ruhe gefüttert. Hoffe in dem Fall war ignorieren okay.

    Schwierig, das zu beurteilen, wenn man nicht dabei war.
    Befand sich Pia schon im Kinderzimmer oder musste sie herausgehen?
    War sie lediglich aufgeregt und hungrig, was Pia durch Bellen zeigte, als du das Futter geholt hast?

  • Nach den Kindern schnappen ist ein NoGo, klar. Von daher würde ich für den Übergang ein Türgitter fürs Kinderzimmer überlegen (damit du nicht in eine Daueranspannung gerätst, ob das mit dem Hund gut geht).

    Dass sie seit 2 Wochen anders ist:
    Kann an der vollzogenen Eingewöhnung bei euch liegen, das wurde ja schon in einem Post erwähnt.
    Oder kann es sein, dass etwas passiert ist, was ihr das Gefühl gegeben hat, sich besser verteidigen zu müssen? Haben die Kinder (oder Freunde der Kinder) zB ein "Spiel" mit ihr gespielt, was sie nicht mochte? Sie irgendwie geärgert? Macht ihr jemand anders jetzt die Pfoten sauber, oder hat es gemacht, und das war etwas gröber?
    Hat sie irgendetwas "überfallen", etwas, was es ihr schwer macht, Menschen einzuschätzen in ihrem Tun? (Diese Nichteinschätzbarkeit ist für Hunde ein großes Problem, auch Willkür im Verhalten.)
    - Das gilt es abzuklären, genauer: abzustellen.

    Damit sie keine Schnapperin wird:
    Eskalationen vermeiden. ABER: Trotzdem alles machen, was du machen willst mit dem Hund. Nur eben so, dass sie es auch mitmachen kann, ohne sich verteidigen zu müssen.
    Beim Pfotenabtrocknen zB könntest du ein Leckerli in Sichtnähe legen, was sie bekommt, wenn sie fertig ist.
    Und mache Ansagen, wie bei einem Kind, was du tust: "nächste Pfote", "Bauch" usw., damit sie "vorgewarnt" ist, dass sich gleich wo/woanders angefasst wird. Immer die gleiche Reihenfolge beim Abtrocknen einzuhalten hilft unsicheren Hunden auch.
    Du kannst sie auch stimmlich motivieren ("jaa, wie toll, hey, das Handtuch"), damit sie nicht in die Anspannung rutscht.
    Sobald sie sich anspannt: Situation kurz verändern und neu angehen (wie bei einem Pferd, das verweigert.)
    Meinen Hund beruhigt es auch, wenn ich eine Hand auf ihr ruhen lassen und nur die andere Hand bewege (beim Bürsten). Mir scheint, sie hat dann weniger Sorge, wo die 2. Hand plötzlich auftauchen könnte.

    Insgesamt empfiehlt sich ein ruhiger, aber selbstsicherer, souveräner Umgang mit dem Hund. Das hilft ihm, dir zu vertrauen, zu merken, dass er sich auf dich verlassen kann.

    Und noch als ein kleiner Denkanstoß:
    Das Maß von Führung und Laufenlassen, von Aufmerksamkeit und Mitlaufen. Es kann sein, dass euer Hund mehr Führung braucht und überfordert ist von zu viel Selbstentscheidenmüssen (dann würde man ihn zB mehr Ruhepausen verordnen, statt dass er selbst schaut, wie/wann/wo er pennt).
    Es könnte auch sein, dass sich zu viel um den Hund dreht und er dadurch in eine Dauererwartungshaltung kommt, dass gleich was passiert. Im Extrem: Es gibt Hundehalter, die jede Bewegung ihres Hundes registrieren, kommentieren, darauf reagieren - das kann einen Hund verrückt machen, weil er davon ausgehen muss, dass er der Nabel der Welt ist - dafür sind Hunde aber nicht ausgelegt, sie sind in vielem "Gruppenmitläufer".


    Insgesamt habe ich bei euch aber ein gutes Gefühl, dass ihr das hinbekommt :smile:
    Auch weil du dir frühzeitig Rat holst, aber nicht überstürzt wirkst, nicht so nach "jetzt muss das SOFORT weg sein" und weil du in die Hundeschule gehst (unabhängig von der Hundeschule, ob die nun gut ist oder nicht).

  • Heute war bisher der schlimmste Tag und ich könnte losheulen, was ist nur mit ihr los??? Nach dem Kleinen im vorbeigehen geschnappt und mich heftig verbellt und verknurrt, als ich sie nicht ins Kinderzimmer lassen wollte, dass ich zum ersten mal Bammel bekommen habe(bescheuert bei nem 6 Monate altem Hund ich weiß, aber mir geht alles durch den Kopf, besonders wegen der Kinder). Türgitter ist jetzt dran. Sie befolgt fast keinen Befehl mehr ohne Leckerchen.
    Irgendwas läuft völlig falsch. Wir sind wirklich sehr ruhig im Umgang mit ihr. Der Kleine 3 Jahre durfte noch nie mit ihr allein sein. Meine große ist 10 Jahre, sie ist auch eine ganz ruhige, eher zu Liebe. Aber natürlich ist hier auch mal bisschen Treiben, wenn die Kinder spielen, wird es auch schon mal Lauter und Wuseliger. Ich habe sie bisher dann zu mir gerufen und sie hat sich entspannt zu mir in die Küche gelegt.
    An Befehlen kannte sie schon Sitz und Hier, die andern Dinge haben wir in der Hundeschule dazu gelernt, oder gesagt bekommen, wie wir sie beibringen sollen. Es ist alles über Belohnung gelaufen. Unser Tagesablauf sah auch nicht immer so aus. Am Anfang fast nur Garten und kleine Sparziergänge von 15 Minuten, langsam haben wir die Runde größer gemacht. Vor etwa einer Woche sind die Spaziergänge eine knappe Stunde geworden, weil ich dachte, sie braucht mehr Bewegung. Sie rennt für ihr Leben gern.
    Mit 5 Wochen wurde sie auf einer Müllhalde ganz allein gefunden, kam dann in eine Pflegefamilien, mit mehreren andern Welpen und auch älteren Hunden.Dort lebte sie bis sie zu und kam. Was in den ersten 5 Wochen ihres Lebens wahr weiß niemand, auch nicht was an Rassen in ihr steckt. Einer der Trainer meinte ein Hütehund hätte aufgrund ihres Verhaltens sicher mitgemischt.
    Ich durchsuche jetzt mal das Netz nach weiteren Hundetrainern. Allein krieg ich das nicht hin. Ich kenne noch einen Trainer der mit so Schüttelboxen arbeitet. Habe ihn mal beim spazierngehen bei seiner Hundestunde beobachtet. Diese Dose hatte er auf den Boden geworfen, als er angeknurrt wurde. Allerdings fand ich das sehr bedrohlich für den Hund und habe mich aufgrund dessen damals auch für die Hundeschule in der wir bisher waren entschieden als Pia bei uns einzog......

  • Würde auch nach nem Trainer schauen! Eben gerade wegen der Kinder!

    Ich geh mit meiner fast 7 Monate alten Hündin auch einmal am Tag zwischen 1 1/2 und 2 Stunden am Stück raus. Wir fahren damit gut. Aber bei uns zu Hause ist es auch sehr ruhig!!

    Viel Erfolg, ich drücke die Daumen, dass ihr nen guten Trainer findet!

  • meine hündin aus griechenland wurde auch als sehr verträglich und ängstlich beschrieben. sie war damals 10 monate alt und schon kastriert.
    mit ca. 1 1/2 jahren begann sie auf kleine hunde loszugehen und diese anzugreifen. vorher war sie sehr verträglich, lebte ja in einer tötung mit vielen anderen hunden zusammen.
    ich holte mir sofort rat im hundeverein (rottweilerverein) heute mit 3 ist sie auf dem hundeplatz und in ihr fremder umgebung brav, folgsam und kann dort sogar mit kleinen hunden spielen. in ihrer umgebung und unseren täglichen gassirunden, greift sie an.

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