Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Hm, ich glaub, das hängt echt von vielerlei Faktoren ab...

    - wie "leidensfähig" ist man als HH
    - wie "führungsfähig" ist man als HH (3,4,5 ist noch mal ne ganz andere Nummer als 1-2 --- Stichwort Gruppendynamik)
    - wie organisiert ist man selbst (vor allem innerlich)
    - wie organisiert ist der Alltag
    - wie ist die Gruppenzusammensetzung


    Als es fünf Swiffer waren, hatte ich hier ne demente, schwächelnde Ommi, nen Welpen, ne Junghündin, nen Rotzlöffel in den letzten Phasen ner späten Pubertät und nen älteren Rüden...
    Ohne Nerven aus Stahl und extrem viel Gelassenheit ging da nix...

    Heute sind es vier, 2 davon körperlich eingeschränkt, 1 psychisch...
    Und es ist ruhig und entspannt... Ich kann zwischen den Vieren alle Dynamik laufen lassen.. Muss auf nix achten, alles gut.. Ekelig harmonisch sozusagen... :D
    Draußen sieht es ein wenig anders aus... Aber auch das ist - wenn man weiß wie - echt easy machbar...
    Pack ich jetzt die hysterische Nummer 5 mit den Spitzen Ohren rein - jo, dann wird es anstrengend und da is nix mehr mit easy locker... Aber da sind wir zu zweit. Franks Aufgabe = Spitzohr und ich guck nur, dass ihm da kein Swiffer nen Bein stellt und sorg dafür, dass Hysterie keine ansteckende Seuche wird.
    :D

  • Ich hab ja derzeit auch drei und wenn meine berufliche Situation eine andere wäre, würde definitiv Nummer 4 im Sommer einziehen. Da ich aber in manchen Zeiten auf Fremdbetreuung angewiesen bin ist das schlichtweg nicht möglich.
    Empfehlen würde ich das aber nicht jedem. Es fängt bei der Konstellation an und hört beim Hundeführer auf. Es gibt Hunde die überfordern nahezu jeden auch alleine und es gibt Menschen die sind mit ein oder zwei überfordert... Wenn man sich eigentlich mal zwei als Ziel gesetzt hat, würde ich genau ergründen warum und dann evtl nochmal genau überlegen. Meine Maximalzahl sind grundsätzlich vier, wie gesagt, derzeit nicht möglich.
    Am Wochenende war ich mit Fünfen unterwegs, das ist schon herrlich. Meine drei eh entspannt, Nummer vier auch und Nummer fünf war an der Leine und durfte richtiges Hundeverhalten lernen (Deprivationsschäden, ignoriert Signale anderer und ist sauer/empört wenn der andere sich nicht kontrollieren lässt oder gar Kontra gibt). Dadurch, dass vier ganz entspannt mitliefen war das überhaupt kein Problem.

    Bin übrigens derzeit am überlegen ob ich bei vieren die Betreuung nicht 2 und 2 aufteilen könnte, Betreuer gäbe es genug, derzeit will ich aber keinen einzeln betreuen lassen. Aber das muss gut überlegt sein

  • Es hängt doch primär vom Hund bzw von den Hunden ab..

    Ich hab bis zu 6 Hunde gleichzeitig geführt (BBS, Herder, Dackelmix, Sheltie und 2 Chihuahuas) und es war entspannt. Auch wenn der Dackelmix und ein Chihuahua quasi nicht erzogen sind. Aber die anderen sind absolute Verlasshunde oder wenigstens so weit erzogen dass man sie nicht allesamt an der nächsten Laterne anbinden will :D

    Meine persönliche maximalzahl läge ja bei 5-6, je nach Rasse/Hund. Ich weiß aber dass 4 absolut kein Problem sind.

  • Okay, das ist vielleicht 'ne dumme Frage, aber: Für mich klingt das so, als ob bei entsprechender Planung und eigener "Eignung", passendem Umfeld, etc. die Haltung von 3/4/5/vielen Hunden gut klappen kann und es keine Probleme geben muss. Aber was spricht denn dafür? :ops: Also was wäre/ist eure Motivation, mehr als zwei Hunde zu haben?

  • Naja man könnte jetzt argumentieren mit "Zwei Hunde sind noch keine Gruppe, Gruppenleben wichtig für den Hund, wenn es möglich ist".

    Bei mir war es ein absolut egoistischer "Ich möchte halt einen Großpudel haben und die Rahmenbedingungen passen"-Grund.
    Reichte mir :D

  • Unser Grund gegen den Dritten war zunächst das Geld, da wir aber sehr sehr geizig sind und eigentlich genug haben, haben wir eingesehen, dass das kein wirklich guter Grund ist.

    Heute hab ich mir also mit meiner Mama die Welpen angesehen und naja...
    Die Züchterin, sie ist wie eine zweite Mutter für mich, hat sich meine Althündin (die ebenfalls von ihr ist) angesehen und gemeint, wenn dann jetzt da sie noch so fit ist und den kleinen gut Miterziehen könnte. In ein paar Jahren wäre sie dann so alt das ich es ihr nicht mehr zumuten würde.

    Mein kleiner wird dieses Jahr 8, wir haben ihn nun seit fast einem Jahr und er ist bis auf manche Sachen auch schon ein Selbstläufer. Meine alte wird dieses Jahr 13 und läuft wirklich einfach mit. Sie ist einfach so klasse, man könnte sie fast übersehen.

    Meine Bekannte meinte auch das es sein könnte, das sie nochmal richtig aufblüht.

    Mein Verlobter ist auch dabei, weil er es auch vernünftig findet.

    Und von zwei auf drei ist denke ich wirklich kein so großer Sprung, vor allem mit zwei so braven Hunden.

    Jetzt überlegen wir trotzdem noch vernünftig aber ich denke das es wohl so wird.

  • Okay, das ist vielleicht 'ne dumme Frage, aber: Für mich klingt das so, als ob bei entsprechender Planung und eigener "Eignung", passendem Umfeld, etc. die Haltung von 3/4/5/vielen Hunden gut klappen kann und es keine Probleme geben muss. Aber was spricht denn dafür? Also was wäre/ist eure Motivation, mehr als zwei Hunde zu haben?

    Was spricht dann überhaupt für Hundehaltung?
    Ich denke das ist immer menschlich Egoistisch motiviert, wenn man nicht gerade Schafe hat oder Blind ist, oder?

  • Was spricht dann überhaupt für Hundehaltung?
    Ich denke das ist immer menschlich Egoistisch motiviert, wenn man nicht gerade Schafe hat oder Blind ist, oder?

    Schon klar. :smile:

    Aber wenn man grundsätzlich Hundehaltung möchte (aus egoistischen Gründen), warum dann nicht einen (= Bedürfnis befriedigt, ganz blöd platt gesagt) oder zwei Hunde (= Hund hat Gesellschaft, man selbst hat "Sportnachwuchs", etc.), sondern gleich viele Hunde, wo doch mit jedem Hund verschiedene Dinge immer schwieriger werden?

    Soll keine Kritik oder so sein, ich kann mir das nur so schwer vorstellen. Für mich ganz persönlich überwiegen ab einer gewissen Hundezahl ganz eindeutig die Nachteile die Vorteile – und mich würde einfach mal interessieren, wo da bei anderen so die "Schmerzensgrenze" liegt und weshalb sie die Nachteile in Kauf nehmen bzw. welche Vorteile mehr Hunde vielleicht haben, die ich mir noch nie klargemacht habe.

  • Also bei mir gerade, ist die Schmerzgrenze mit drei Hunden dann wirklich ausgeschöpft und auch nur, weil meine Althündin blöd gesagt wahrscheinlich nicht mehr mehr wie zwei, bis drei Jahre hat. Wenn man nach ihrer ganzen Verwandschaft gehen würde, hätte sie noch ein Jahr.
    Und dann wären es ja wieder zwei, es ist also nur für einen relativ abschaubaren Zeitraum. Wenn meine Hunde jünger wären, würde mir ein dritter jetzt noch nicht in die Tüte kommen.
    Ich finde aber vor allem die Interaktion von den Hunden untereinander schön und denke, das mein Rüde mit dem neuen dann schon ein bisschen aktiver wäre, weil er ja auch noch jünger ist.
    Und ich denke für den Welpen ist es auch gut in einer Art Rudel aufzuwachsen, und zu kommunizieren.

    Momentan lassen wir die alte auch teilweise schon lieber zu Hause, weil wir ihr zum Beispiel Bergsteigen und Wandern nicht mehr so zumuten wollen und da haben wir dann immer nur einen dabei.

  • bzw. welche Vorteile mehr Hunde vielleicht haben, die ich mir noch nie klargemacht habe.

    Ich habe zwar nur zwei Hunde (und die beiden Jungspunde sind derzeit auch mehr wie ausreichend) aber ich kann dir meine Motivation auch bez Zweithund sagen.

    Das Leben ist so kurz und endlich und es ist so schade nur ganz wenige Hundepersönlichkeiten kennenzulernen.

    Ich habe bald eine 5 vornedran und ich habe in den letzten 10 Jahren unglaublich viele Menschen rund um mich rum sterben oder schwer erkranken gesehen. Und da waren viele Menschen dabei, die ihre Träume immer auf die Zukunft verschoben haben und dann nicht mehr dazugekommen sind überhaupt mal zu leben oder Hobbys auszuleben und das ist so schade.

    Wir selber haben unser komplettes Leben aufgrund einer schweren Erkrankung meines Mannes seinerzeit auf null stellen und komplett umkrempeln müssen. Wir haben uns Träume erfüllt und sind mit dem Neuanfang auch viele Risiken eingegangen. Es haben sich Türen geschlossen, dafür aber andere geöffnet. Hundehaltung ist erst hierdurch überhaupt wieder möglich geworden. Und das möchte ich genießen. Und ich möchte mehr Hunde begleiten dürfen als nur einen einzigen. Wenn es immer nur einer wäre, dann wäre absehbar, dass nicht mehr allzuviele Hunde mein Leben begleiten könnten und ich das ihre.

    Momentan sind mir zwei Hunde genug. Es sind ja auch noch zwei Katzen vorhanden. Aber da ich nie nie sage, möchte ich nicht ausschließen, dass in einigen Jahren vielleicht noch ein Hund einziehen wird.

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