• Hallo,

    Ich weiß, es gibt diese Frage sooo oft. Aber ich wollte euch nochmal mein persönliches Problem nahelegen, da doch jeder Hund anders ist.
    Vor zwei Wochen zog unser Zwergpinscher Benni ein. Er ist bald ein halbes jahr und er ist wirklich ein Traum. Er ist leise, totaaaal verschmust (er würde am liebsten den ganzen Tag nur kuscheln). Aber das ist anscheinend auch das Problem. Bald, in einem Monat, müssen wir ihn bis zu vier Stunden alleine lassen. Ich habe auch schon angefangen zu üben. Aus dem Zimmer gehen ging Super, aber sobald die Tür zu war, ging das Geheule los. Und es war schrecklich. Total Laut, nervtötend, so kannte ich Benni sonst gar nicht. Jezt hält er schon ein paar Minuten mit geschlossener Tür aus, dann ist aber auch wieder Schluss und er heult und heult und heult. Ich habe ihn mal zwei Stunden in dem Glauben gelassen ich wäre weg, ich dachte irgendwann hört er auf. Fehlanzeige. Es wurde immer schlimmer, nach ner Zeit hat er sogar angefangen zu bellen und an der Tür zu kratzen. Das darf so nicht weitergehen. Wenn sich die Nachbarn beschweren (wir wohnen in einer Wohnung) dann muss Benni weg. Aber ich bekomme das Heulen einfach nicht weg. Ich weiß nicht was ich tun soll, kleine Schritte bringen nichts, ist die paar Minuten grenze erreicht dann kann ich alles versuchen, länger geht nicht. Ich würde ihm alle Zeit der Welt geben, um ihm zu zeigen dass er alleine bleiben kann und ich wieder komme.
    Das macht er ja Sogar wenn jemand anderes da ist, wenn ich weg bin dann geht's bei ihm los ...
    Ich denke, das er so heult hat was mit seinem Charakter zu tun, er ist ja wirklich Super anhänglich...
    Bitte, helft mir, langsam verzweifle ich, ich habe nur noch einen Monat um ihm das beizubringen.
    Eure verzweifelte hotdoggirly

  • Es gibt immer wieder Hunde, die extremen Stress allein haben. Außer Bennis deswegen abzugeben siehst Du keine Alternativen? Das ist schade, denn es gibt nie eine Garantie dafür, dass ein Hund in kurzer Zeit lernt, allein zu bleiben. Wie wäre es mit Hundesitter, Nachbarn, Verwandte etc., die sich stundenweise um ihn kümmern?

  • Hast du keine Möglichkeit ihn sonst erstmal tagsüber zu einem Sitter/ in eine Tagesstätte zu geben?
    Dann hättet ihr erstmal den Zeitdruck nicht mehr.
    Er ist ja erst so kurz bei dir und.moch sehr jung.Ich würde da so schnell noch nicht so viel erwarten, sondern in Ruhe weitertrainieren.
    Kannst ja versuchen, ob es bringt, wenn er etwas zum Kauen/einen Kong bekommt und so etwas Ablenkung hat.

    vom Handy gesendet

  • Nein, ich möchte Benni eben NICHT abgeben. Aber mein Vermieter hat das direkt gesagt, wenn sich jemand beschwert sieht es schlecht aus...

    Also einen Kong gebe ich ihm auch immer, aber er rührt ihn nicht an... Die erste Zeit bringen wir ihn noch zu bekannten, das ist aber keine Dauer Lösung :/

  • Ich würde an deiner Stelle noch nicht verzweifeln sondern wirklich in ganz kleinen Schritten weiterüben nur so schaffst du dass sich der Stress abbaut und die Zeit länger werden kann.
    Ich würde mir alternativ dazu aber jemanden suchen bei dem du den Hund in der ersten Zeit erstmal abgeben kannst, vielleicht findest du ja eine nette Person in deiner Nähe die den Hunde erstmal nimmt so dass du dann nebenbei in kleinen Schritten weiter Trainieren kannst?
    Macht er das nur in der Wohnung oder z.b. auch im Auto wenn er dort mal warten muss?

  • Er macht es wirklich überall wenn ich nicht da bin..
    Und das mit den kleinen Schritten geht ja nicht, nach paar Minuten fängt er an, egal ob ich ihn kurz vorher nochmal gelobt habe dass er es zwei Minuten geschafft hat. Ich verstehe einfach nicht was er hat... Ich lege ihm auch immer ne Jacke von mir hin und lasse den Fernseher laufen. Bringt aber auch nichts.

  • Du hast ihn doch erst sehr kurz, von daher kannst du gar nicht beurteilen, ob es mit den kleinen Schritten klappt oder nicht. Die ersten Minuten sind das schwierigste, wenn man erstmal so 15 Minuten schafft, geht das weitere Steigern oft schnell und gut.
    Er muss doch erstmal die Sicherheit bekommen, dass du immer wiederkommst und er nicht verlassen wird. So eine Sicherheit braucht eben Zeit.

    vom Handy gesendet

  • Hallo,

    meiner kann seit der Pubertät auch nicht mehr alleine bleiben(vorher gingen 4 Stunden locker mit Schlafen).

    Meine Nachbarn sind zwar sehr tolerant, aber natürlich geht Ihnen irgendwann die Geduld aus.

    Ich habe es jetzt wohl oder übel so gemacht, dass ich mir eine Hundepension gesucht habe(klar, geht ins Geld, aber dein Gewissen ist wesentlich reiner...).

    In Urlaubszeiten und am Wochenende(ganz wichtig!) wird das Alleinebleiben geübt(das übliche zur Tür raus, wenn er ruhig ist, wieder rein, und langsam den Zeitintervall erhöhen).

    So verhinderst du Rückschläge und übst trotzdem weiter. Was anderes ist eigentlich fast nicht möglich, auch wenn man es gerne anders hätte..ich kenne das Problem.. :sad2:


    Nebenbei:

    Der Pensionsleiter erzählte mir sogar von einer Dame(welche wohl genug Geld hatte), dass diese sich extra den Jahresurlaub genommen hat, nur um ihrem Hund das Alleinebleiben beizubringen. Das war anscheinend eine richtig harte Nuss, da besagte Dame fast nichts anderes mehr gemacht hatte in Ihrem "Urlaub" und auch abgenommen und tiefe Ringe unter den Augen bekommen hat :lepra:.

  • Du hast gesagt du gibst ihm einen Kong, hast du es mal mit etwas spannenderem versucht?
    Der Hund meines Freundes findet allein bleiben auch recht doof, wenn er ihm aber z.b. ein Schweineohr gibt, ist es für den Hund viel angenehmer...
    Und ich würde ihn nicht auf biegen und brechen 2h allein lassen, es könnte passieren dass du es schlimmer machst wenn er Panik bekommt.
    Eine weitere Idee wäre, ihn bspw. über Skype zu beobachten und sobald du siehst, dass er sich nicht mehr entspannt verhält gehst du rein. Vielleicht lässt sich die Zeit so verlängern.. nur eine Idee :???:

  • Vor allem unter Zeitdruck sieht es sehr schlecht aus!
    Wenn da mit aller Ruhe und entspannt dran geht, funktioniert es meist sehr viel besser.
    Die Hunde merken die Anspannung meist sehr viel direkter, als wir selber!

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