Leinenführigkeit durch Fuss

  • hy liebe Forumsmitglieder,

    ich würde gerne von euch wissen wer schon erfahrung damit gemacht hat, die Leinenführigkeit nahand durch Fuss hinzubekommen. Wie lange hat das bei euch gedauert ?
    Ich übe es mit Kira nun schon seit September aber irgendwie hab ich das Gefühl als ob ich was falsch machen würde.
    Auf dem Platz ist sie voll und ganz dabei. Auch auf ihrem Gewohntem Weg (zumindest solang ich das Lecklie in der Hand habe) aber wenn ich dir Leine in der linken Hand halte ist die Konzentration vorbei und schnüffeln und alles andere ist interessanter

  • Wieso ist es gerade anscheinend so in Fuß im Alltag einzusetzen? Ehrlich? Ich erwarte absolute Konzentration von meinen Hunden im Fuß, die haben im Grunde auf den mm genau zu laufen und die exakte Position zu halten. Das im Alltag zu verlangen fände ich unfair und so würde ich mir mit Sicherheit auch mein mühsam aufgebautes Fuß kaputt machen.

    Somit: Ich setze es nicht zur Leinenführigkeit im Alltag ein (in der BH heißt es ja auch Leinenführigkeit :roll: ). Das eine ist Fuß, das andere Leinenführigkeit.

  • Ich habe immer bei meinen zuerst die Leinenführigkeit durch ignorantes Gehen, Stehenbleiben oder Rumdrehen geübt und erst sehr viel später Fußgehen. Die Leine habe ich beim Üben immer unterschiedlich lang gelassen (mal 1 m, mal 2 oder 3) und in den Radius durften sie sich dann frei bewegen. Fußgehen verlangt vom Hund eine hohe Konzentration und er soll ja auch Schnuppern und sich mit der Umgebung auseinandersetzen mMn.

    Liebe Grüße Nicole

  • Zitat

    Wieso ist es gerade anscheinend so in Fuß im Alltag einzusetzen? Ehrlich?


    In der HuSchu wurde es einem so beigebracht. Gut ich lass sie auch nicht dauerhaft mich anhimmeln beim laufen, aber wie gesagt ohne Leckerlie läuft sie eher vorraus mit gespannter Leine und das Halsband steht auf Zug sozusagen.

  • Bei uns sind das auch zwei völlig verschiedene Dinge, mit, logisch, verschiedenen Befehlen.
    Bei 'Fuß' muss sie perfekt neben mir laufen und mir ständig ins Gesicht schauen.
    Bei 'bei' reicht es, wenn sich die Leine nicht strafft, bzw ohne Leine sie dicht neben mir (ungefähr ein halber Meter) bleibt.


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  • Zitat

    In der HuSchu wurde es einem so beigebracht.

    Und es fragt niemand nach dem Sinn dahinter?

    Im 'Fuß' haben meine Hunde alles andere um sich rum auszublenden. Im Alltag haben sie sich aber sehr wohl mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Allein das würde bei mir ein 'Fuß' im Alltag schon verbieten..

  • Zitat

    In der HuSchu wurde es einem so beigebracht. Gut ich lass sie auch nicht dauerhaft mich anhimmeln beim laufen, aber wie gesagt ohne Leckerlie läuft sie eher vorraus mit gespannter Leine und das Halsband steht auf Zug sozusagen.

    Echt? Bei uns wird das auch in der HuSchu unterschieden...


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  • "Fuß" ist eine sportliche Übung, die im Alltag in so gut wie keiner Situation angebracht ist.
    Aber anscheinend lehrt man es in den Hundeschulen mittlerweilen gern als "wischi-waschi Halbwegs neben Frauchen latschen" :roll:

    "Fuß" bedeutet, Schulter des Hundes auf Höhe meines Knies, Aufmerksamkeit bei mir und nur bei mir, entsprechende Körperspannung.

    Für den Alltag ist das komplett untauglich und anscheinend beherrscht der Hund das Kommando ohnehin nicht, wenn es nicht ohne Futter geht. Entspanntes Laufen an der Leine ist ein anderes Thema.

  • Wow, ich wusste gar nicht, dass generell "Fuß" heißt, dass der Hund eine dabei anglotzen muss, also so grundsätzlich.
    Bei uns heißt "Fuß" schlichtweg neben mir bleiben und auch wenn was Anderes grad mal interessanter ist, wird neben dran geblieben und brav mitgelaufen ohne rumzuzicken.
    Das Gleiche gilt für mich und Hund auch auf dem Hundeplatz. Und dabei ists mir egal, wenn es in der BH dann Punktabzug gibt. Die Hauptsache ist doch, dass der Hund ordentlich neben mir geht ohne dauerndes ziehen oder dauerndes stehen bleiben und schnüffeln wollen.

    Dennoch muss man ganz klar die Situation im Alltag und auf dem Hundeplatz unterscheiden. Wer mit seinem Hund mal sportlich unterwegs sein will, der wird um das völlig bekloppte Turnier-Fuß nicht drum rum kommen.
    Wer aber Fuß nur zu Alltagszwecken braucht, der muss aus meiner Sicht kein turniermäßiges Fuß gehen.

    Das muss am Ende natürlich jeder selbst entscheiden. Ich finde es aber fragwürdig, wenn das in der Hundeschule nicht differenziert wird. Ich denke mal die Meisten brauchen das Turnier-Fuß nicht, sondern ein Alltags-Fuß.

    PS:
    Ich nutze das Alltags-Fuß auch zur Leinenführigkeit, wenn Ashanti grad mal wieder einen Ohren-auf-Durchzug-Tag hat. Dann gehts ins Fuß, bis wir auf freiem Feld sind, wo sie nach Freigabe innerhalb des Schleppleinen-Radius kreuz und quer laufen darf, wenn sie denn möchte.

  • Hab noch was vergessen.

    Zitat

    hy liebe Forumsmitglieder,

    ich würde gerne von euch wissen wer schon erfahrung damit gemacht hat, die Leinenführigkeit nahand durch Fuss hinzubekommen. Wie lange hat das bei euch gedauert ?
    Ich übe es mit Kira nun schon seit September aber irgendwie hab ich das Gefühl als ob ich was falsch machen würde.
    Auf dem Platz ist sie voll und ganz dabei. Auch auf ihrem Gewohntem Weg (zumindest solang ich das Lecklie in der Hand habe) aber wenn ich dir Leine in der linken Hand halte ist die Konzentration vorbei und schnüffeln und alles andere ist interessanter


    Seit September übt ihr das, und es sind keinerlei Fortschrittte zu sehen? Man sollte bedenken, dass sowas nicht in aller kürzer 100%tig sitzt. Bei manchen Hunden dauert es länger, bei anderen gehts halt schneller. Dranbleiben und weiter üben.

    Nächster Punkt:
    Kanns sein, dass ihr alles von Anfang an mit Leckerchen in der Hand geübt habt? Was hat der Hund gelernt? Leckerchen in Hand heißt anständig laufen, Leckerchen nicht in der Hand "Dann muss ich ja nicht schön laufen".
    Das ist der Unterschied zwischen Bestechung und Belohnung bei der Arbeit über Futterbelohnung.
    Mit Leckerchen in der Hand ist Bestechnung, was zu dem von dir erlebten Ergebnis führt.
    Ohne Leckerchen in der Hand, und erst füttern, wenn die Übung erfolgreich abgeschlossen ist (hier vielleicht ein paar lange Sekunden anständiges Fuß, dann Leckerchen - später die Zeitabschnitte immer verlängern bis das Leckerchen kommt), das wäre Belohnung. Ein kleiner aber feiner Unterschied.

    Alternativ kannst du das Alltags-Fuß auch über Hund blocken üben. Ich stelle dann einfach mal ganz unvermittelt kurz das Bein in den Weg, wenn Ashanti nach vorn drängen will. Das Ganze meist zwei drei Mal, dann ist diese Phase auch rum, und sie geht wieder anständig ohne ziehen zu wollen. Dabei brauche ich nichtmal das Kommando ansich. Das benutze ich meist nur einmal ganz am Anfang, wenn sie ins Fuß kommen soll.

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