Unterordnung beim Junghund - Hilfe!
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Könntest du ein Beispiel geben, wie man sich verhalten sollte, wenn z.B. der Hund quengelt, "frech" ist, nicht zur Ruhe kommt, pöbelt, etc.
Diese Probleme kenne ich von meinen Hunden nicht. Die entstehen, wenn man versucht, den Hund in eine Form zu pressen.
ZitatAlso kurz: Wie genau ist man für den Hund merkbar authentisch und/oder souverän?
Du kannst nicht "für den Hund" souverän sein. Das ist eine innere Haltung, die man hat oder nicht hat.
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Vielleicht könnt ihr mir aber noch einen Tipp geben: Wie baue ich das "Auf den Platz Schicken" auf? Sie hat eine Box, in die sie auch gerne zum Schlafen geht (auch die komplette Nacht) und mit einem Leckerchen in der Hand läuft sie auf Kommando auch rein. Aber wenn wir jetzt auf dem Sofa sitzen und sie soll dort hinein, bewegt sie sich kein Stück. Nur, wenn wir quasi davor stehen oder mit ihr in die Richtung gehen. Da scheint beim Üben also etwas schief gelaufen zu sein. Könnt ihr mir da noch etwas raten?
Das sind alles Versuche, an dem Hund herumzuschrauben.
Wenn der Hundehalter souverän ist und Ruhe ausstrahlt, dann schließt sich der Hund an und versucht, alles richtig zu machen.Souverän zu sein, bedeutet, Respekt vor dem Hund zu haben, Vertrauen zu haben, dass der Hund richtig ist, wie er ist. Dann muss man nur noch die Richtung vorgeben und der Hund folgt von alleine.
Ein Hund ist ein soziales Lebewesen, er möchte dazu gehören, er möchte jemanden haben, der die Richtung vorgibt.
Wenn ich meinen Welpen aussperre, damit er die Beisshemmung lernt, habe ich keinen Respekt vor dem Hund. Ein Hund ist kein Mensch. Ein Welpe muss beissen, das gehört zu seiner Natur. Wenn ich Respekt vor dem Hund habe, dann bringe ich ihm bei, seine Zähne sanft einzusetzen. Damit lasse ich ihn Hund sein und will nichts "wegmachen", was ich als Mensch doof finde.
ZitatÜber den Tag verteilt sind wir also so ungefähr 1,5 Stunden draußen - manchmal weniger.
Auch hier fehlt der Respekt vor dem Hund. Gerade im ersten Lebensjahr ist der Hund damit beschäftigt, die Welt kennenzulernen. Er ist bewegungsfreudig und neugierig, wie nie wieder in seinem Leben. Würde ein Lebewesen diese Eigenschaften nicht mitbekommen, würde es nichts lernen.
Man kann ein Lebewesen nicht in einen festen Stundenplan pressen. Zweimal täglich kommt der Hund für 20 Minuten raus, einmal dann noch für 60 Minuten. Die restliche Zeit darf der Hund kurz Suchspiele machen - nach Zeitplan -, dann noch etwas Unterordnung und die restliche Zeit soll er sich ruhig verhalten und Kauknochen kauen.
Wer souverän ist, hat keine Angst davor, wenn ein junger Hund lebhaft ist. Man kann sich daran auch erfreuen und darauf vertrauen, dass der Hund "richtig" ist. Wenn alles richtig ist, muss man nichts "Falsches" wegerziehen. Im Grunde ist Erziehung ganz einfach.
Diesen Respekt und das Vertrauen gibt der Hund hundertfach zurück, indem er einem folgt und Entscheidungen respektiert.
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Hi,
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Hundebegegnungen sind aber auch die Königsdisziplin!
ich würde wirklich kein Ding mehr drum machen. kein Ablenken wollen, kein Reden, kein Nix, geh einfach weiter. weiter weiter weiter. Und schau den anderen Hund selbst nicht an. Ich achte darauf, dass ich immer so laufe, dass der Hund neben mir ist und ich zwischen ihm und dem anderen Hund bin. Einfach über kreuz laufen darf er nicht, dann blocke ich - das muss man natürlich vorher alles üben.
Achte darauf, wie es aufgebaut wird, wenn er spielen darf! Nie aus der gespannten Erwartung heraus ableinen. Dein Hund hat gelernt, ich belle - zerre - starre bis ich Erfolg habe. Das ist das Muster. Also darf es für ihn nie so aussehen, als wenn sein Ziehen zu Erfolg führt. Es geht nicht um Strafe und Belohnung oder Unterordnung, sondern DU musst die richtigen Zusammenhänge herstellen, damit der Hudn das richtige lernt.
Entweder ihr lauft gemeinsam mit dem anderen Hund erst ein Stück an der Leine, bis deiner ruhiger ist, oder du drehst ab, läufst in die Gegenrichtung, bis dein Hund wieder ansprechbar ist, lässt sitzen und gibst frei. Leine Los jedenfalls NUR wenn ruhe ist.
Gibt es genug Sozialkontakt? Regelmässigen?"Nein" bei Bellen nutzt leider selten was, v.a. wenn es ein Erregungs- oder Stressabbaubellen ist. Immer eine Ersatzhandlung anbieten.
Geh auf deinen Platz baut man genau so auf, dass man den Hund erst mal hinbringt. Immer wieder und wieder. Hausleine dranmachen und hinbugsieren.
Mein Hund bekommt sein futter in seiner Box (nie zumachen!!!) und findet sie deshalb auch so toll, dass er eh von sich aus sehr oft drinliegt. Um die Box/Korb angenehm zu machen, finde ich es sinnvoll, immer wieder mal Leckerchen da zu verstecken. Nicht als Belohnung, sondern einfach damit der Schlafplatz super toll ist.Dagegen würde ich keine Leckerlie in der wohnung verstecken u.ä. wenn du gehst. Wozu? der Hund soll schlafen.
Generell würde ich nur ganz wenig in der wohnung machen, dafür mehr draussen.Ich weiß, dass hier die meisten anderer Meinung sind, aber ich finde 1,5 Stunden draussen unterwegs nicht viel Einfach mal längere, ruhigere Runden (nicht soviel Input!) tun dem Hund auch mal gut. Muss nicht täglich sein, aber ich mache - und mein Hund ist auch erst 8 Monate - auch gerne längere Streifzüge. Bisschen Training ist auch dabei - v.a. Rückruf natürlich - aber vor allem Ruhe, Entspannung, Bewegung. Klar braucht ein Hund geistige ansprache - aber Stress, und den hat dein Hund, baut sich vor allem durch Bewegung ab und nicht durch noch mehr und noch mehr Input.
Also draussen länger und etwas reizärmer unterwegs sein, drinnen Ruhe.
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Ich kann bubuka nur zustimmen.
Es sollte weniger um Unterordnung ( schon das Wort ist grässlich) gehen als um Liebe, Partnerschaft und gegenseitigem Respekt.
Wenn der Hund dich respektiert und nicht fürchtet, klappt es mit der Zusammenarbeit, und bitte immer daran denken, mit 8 Monaten ist der Hund noch ein Kind. -
Der beschriebene Alltagsablauf bezieht sich auch auf das große Ganze . Am Wochenende oder wenn ich an einem Tag mehr Zeit habe, gehen wir auch länger. Wir toben auf Feldern und Wiesen, treffen andere Hunde und suchen gemeinsam spannende Dinge. Aber ja, das ist nicht jeden Tag so und dass ist auch Absicht. Denn aus Respekt der Gesundheit gegenüber will iich die Gelenke nicht uberanstrengen. Denn ich schone meinen Hund lieber das erste Jahr und kann dann problemlos weitere 10 Jahre toben, spielen und Sport machen. Und ich finde es unfassbar, jemandem, der mitsseinem Hund und seiner Einstellung demgegenüber anders handelt als man selbst, fehlenden Respekt dem Lebewesen gegenüber zu unterstellen. Da nimmt man sich ziemlich viel heraus, ohne das Hund-Mensch-Team zu kennen. Und das hier an einzelnen Formulierungen rumkritisiert wird, ist wenig konstruktiv. Natürlich geht es mir um Beziehungen und ich möchte meinem Hund möglichst gerecht werden. Trotzdem bin ich nicht nur Hundebesitzerin sondern habe auch andere Verpflichtungen - der Napf füllt sich nicht von allein
Es ist schön, das andere offenbar das einzig richtige Verhalten Hunden gegenüber kennen, hilft mir aber wenig. Daher werde ich mich jetzt an diesen Ratschlägen orientieren und denke, es wäre jetzt wahrscheinlich an der Zeit, den Thread zu schließen. Das führt ja mittlerweile vom Thema weg und hilft keinem mehr... Danke für die anderen Beiträge. Aber leider wird ein "Anfang" in der Hundeerziehung wohl nicht gedulded - zumindestnnicht mit allen Fehlern, die nunmal aus wenig Erfahrung resultieren - Schade! . -
Trotzdessen ich Bubuka's Beitrag nicht grundsätzlich falsch finde (eher im Gegenteil), ich kann und will nicht glauben, dass man quasi als Hundehalter "geboren" sein muss und nichts an Verhalten dazulernen kann.
Frei nach dem Motto "Entweder man ist souverän, konsequent etc.pp oder eben nicht".Ansätze um zu verdeutlichen, was souverän und konsequent am Beispiel Hund heißt, sind sehr hilfreich für Menschen wie mich oder vielleicht auch der TE, die wir offenbar nicht als solche geboren wurden, die das mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Und ich meine das völlig wertfrei. Mir ist klar, dass es manchen Menschen leichter fällt einen Hund (egal wie er sein mag) zu erziehen und für manche (u.a. mich) ist es eine größere Herausforderung und da läuft das Thema Er- oder beziehung nicht mal so nebenbei, sondern es bedeutet Arbeit für mich (die ich aber sehr gerne mache, sonst hätte ich mich nicht für ein Leben mit Hund entschieden).
Ich denke, dass die Menschen, die einfach von Natur aus souveräner, gelassener rüberkommen, haben halt einfach einen Vorteil. Aber das bedeutet doch nicht, dass alle Menschen, die anders ticken, es nicht hinbekommen mit einem Hund zusammenzuleben.
Aber genau darum geht's ja in diesem Thread. Die TE möchte wissen, wie sie in gewissen Situationen agieren soll. Und ich finde, da sind so Anhaltspunkte und Ratschläge, wie von vielen Usern hier genannt wurden, total klasse. -
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Genau so siehts aus!

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Trotzdessen ich Bubuka's Beitrag nicht grundsätzlich falsch finde (eher im Gegenteil), ich kann und will nicht glauben, dass man quasi als Hundehalter "geboren" sein muss und nichts an Verhalten dazulernen kann.
Frei nach dem Motto "Entweder man ist souverän, konsequent etc.pp oder eben nicht".Ansätze um zu verdeutlichen, was souverän und konsequent am Beispiel Hund heißt, sind sehr hilfreich für Menschen wie mich oder vielleicht auch der TE, die wir offenbar nicht als solche geboren wurden, die das mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Und ich meine das völlig wertfrei. Mir ist klar, dass es manchen Menschen leichter fällt einen Hund (egal wie er sein mag) zu erziehen und für manche (u.a. mich) ist es eine größere Herausforderung und da läuft das Thema Er- oder beziehung nicht mal so nebenbei, sondern es bedeutet Arbeit für mich (die ich aber sehr gerne mache, sonst hätte ich mich nicht für ein Leben mit Hund entschieden).
Ich denke, dass die Menschen, die einfach von Natur aus souveräner, gelassener rüberkommen, haben halt einfach einen Vorteil. Aber das bedeutet doch nicht, dass alle Menschen, die anders ticken, es nicht hinbekommen mit einem Hund zusammenzuleben.
Aber genau darum geht's ja in diesem Thread. Die TE möchte wissen, wie sie in gewissen Situationen agieren soll. Und ich finde, da sind so Anhaltspunkte und Ratschläge, wie von vielen Usern hier genannt wurden, total klasse.
Deshalb wurde zu einem Trainer geraten, weil Ratschläge übers Netz, ohne die Beteiligten im gegenseitigem Umgang zu sehen, meist keinen Wert haben!
Wir können hier schlecht sehen, wo es die TE an Souveränität fehlen läßt und deswegen auch nicht raten, wie sie es besser machen kann!
Das kann nur jemand, der vor Ort die Situationen live erlebt hat! -
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Deshalb wurde zu einem Trainer geraten, weil Ratschläge übers Netz, ohne die Beteiligten im gegenseitigem Umgang zu sehen, meist keinen Wert haben!
Wir können hier schlecht sehen, wo es die TE an Souveränität fehlen läßt und deswegen auch nicht raten, wie sie es besser machen kann!
Das kann nur jemand, der vor Ort die Situationen live erlebt hat!Fragen kostet nichts und manch ein User hat auch andere Ratschläge gegeben, die man ggf. anwenden kann (wenn man sie als hilfreich empfindet), bevor man das Geld in einen Trainer steckt. Dafür ist ein Forum wie dieses ja auch da.
Aber ansonsten stimme ich dir sogar mal absolut zu.

Man muss die Person live im Umgang mit dem Hund und in der Situation erleben, bevor man sich richtig eine Meinung bilden kann.EDIT: Und ja, einen Trainer sehe ich in vielen Fällen (auch bei mir persönlich) als hilfreich, bevor sich Probleme routinieren und man sie schlechter wieder rausbekommt. Aber in erster Linie Rat in einem Forum zu suchen, seh ich auch als absolut in Ordnung an, bevor man selbstständig hilflos herumprobiert bis zum Gehtnichtmehr. ^^
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Genau und ich hab ja schon geschrieben, dass der Trainer bereits gesucht wird. Aber da das etwas dauert und bis dahin nicht noch mehr falsch laufen bzw. gemacht werden soll, hatte ich mir hilfreiche Tipps gewünscht - und zum Großteil auch bekommen! Dankeddafür!
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@TS
Du hast einen vollpubertieren Hund, der eine nicht leichte Lebensphase durchläuft, wegen Umbau geschlossen. Das müsste auch ein TA wissen, aber die erzählen auch Mist. Mir hat mal ein TA gesagt, ich sei dem Hund nicht gewachsen und möge ihn wieder abgeben, da der Hund vor Schmerzen geschnapot hat.
2 Jahre später hatte dieser Hund die Begleithundeprüfung und der TA hat sich noch jahrelang entschuldigt. Im Hundesport war sie jahrelang aktiv, und die BH hat sie noch öfters gemacht.
Deshalb musste ich milde lächeln, als ich dein Post las.
Bleib dran, erziehe den Hund, mit der Ausbildung und Unterordnung, sprich, Sitz, Platz, Fuß und mehr, kann man jetzt auch gut beginnen. Möglich, dass das der TA meinte.
Vergiß das ignorieren, das kommt beim Hund nicht gut, auch kennt der Hund keine Ausgrenzung. Dann lieber ein klares Abmahben und nein und dem Hund sagen, was du willst. Freiheiten auch ggf per Schleppleine eingrenzen.
Die Pubertät und Flegelphase geht noch eine ganze Weile, bleib geduldig, bleib dran, und lass ir von niemandem einreden, dass Hunde in dem Alter gut zu funktionieren haben bzw sie das können.
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