Leinenlust statt Leinenfrust

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    Das finde ich toll und werde ich bei meinem zweiten Hund sicherlich auch besser machen! Oftmals ist dies aber den Hundeschulen geschuldet, zu denen man sich im Vertrauen hinbegibt, dass dort alles richtig gemacht wird. Dann geht die Tür der Schule auf, klar absitzen vor dem ableinen wird noch beigebracht, aber dann ist Highlife angesagt. Und diese Erwartungshaltung hat der kleine Zwerg dann immer wenn man dem nicht rechtzeitig entgegensteuert.
    Ich habe gemerkt, dass es auch sehr auf die Energie des anderen Hundes ankommt. Bei manchen wird kurz geschnuppert und dann können wir ruhig weiterlaufen. Bei anderen ist er sofort auf 180!


    Auf jeden Fall, da hast du Recht! Darum sieht mich auch keine Welpengruppe. Alle die ich kenne, die erreichbar gewesen wären, wären so mit diesem "Lauf! Geh spielen!" Ding - was ich niemals will. Vor allem trägt sich diese Einstellung ja dann in den Alltag und so lernt es der Hund dann nicht nur Platz bezogen, sondern immer.

    Und ich hätte die Wahl mich mit den Trainern dieser Gruppen anzulegen, dass ich das so nicht will, oder mich zu fügen (nur über meine Leiche). Also war ich in keiner solchen Gruppe, sondern habe einen Bekanntenkreis von rund 100 Hunden, rund die Hälfte davon perfekt Welpen kompatibel - die durfte Hilde treffen und ihre Erfahrungen sammeln.

  • Shakespeare möge mir meine Unwissenheit und Fehler verzeihen!

    Leider hat man als Ersthundebesitzer noch nicht den Riesenbekanntenkreis mit Hundefreunden. Das kommt ja dann meistens erst peu à peu. Ich war daher anfangs für jede Hundebegegnung dankbar!

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    Shakespeare möge mir meine Unwissenheit und Fehler verzeihen!

    Leider hat man als Ersthundebesitzer noch nicht den Riesenbekanntenkreis mit Hundefreunden. Das kommt ja dann meistens erst peu à peu. Ich war daher anfangs für jede Hundebegegnung dankbar!

    Ach, das ist man meistens. Bis man erstmal die Creme de la Creme der verzogenen Hunde präsentiert bekommt. Da hofft man schnell, dass man in Ruhe gelassen wird *g*

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    Da würde ich meinen im Moment auch noch dazu zählen! :lol:

    Ich meine keine Welpen oder Junghunde. Dass die nur Gruetze im Kopf haben ist ja quasi Gesetz ;)

    Mir ist's eigentlich auch wurst, wenn Hunde in guter Absicht ankommen. Nervt zwar, aber ist okay.

    Nen Schub bekomm ich nur bei Leuten, die, egal wie ihr Hund gesonnen ist, den sich selbst überlassen, weil sie grad in ein Gespräch vertieft sind.

  • Jo, das sehe ich genauso. Diese Leute, da bekomm ich wirklich Bluthochdruck. :D
    Wenn die Leute sich bemühen und der Hund hört nicht, dann helf ich denen gern.

    Mach dir keinen Kopf - das Schöne ist ja, es ist nie zu spät. Du kannst jeden Tag anfangen "ab jetzt" etwas anders zu machen und dein Hund wird es annehmen. Das entspannt so herrlich, das Gefühl. ;)

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    Dann bleibt nur, den Hund abzugeben.

    Oder sich einen anderen Weg zu suchen, der zu eben genau dem Mensch-Hund Gespann passt.
    Es gibt nämlich weder die eine Wahrheit, noch den einen Weg.

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    Also nochmal kurz zusammengefaßt: Der Hund bekommt genug Auslauf (auch ohne Leine), reichlich Hundekontakt und hat auch die Möglichkeit ausreichend zu schnuppern.


    Na dann musst du dich einfach strenger durchsetzen, wenn der Hund schnüffelnd zurückbleibt. Mehr gibts da nicht, keinen Hilfsmittel-Trick oder so. Setz dich hart durch, Hund hat zügig zu folgen, fertig. Um ne Maßregelung wirst du nicht drumrum kommen. Locken reicht nicht.
    Wenn er vorausläuft, und dann solange irgendwo schnüffelt, bis du wieder aufgeholt hast, ist's in Ordnung. Wenn du auf gleicher Höhe angekommen bist, und er keine Anstalten macht, aufzuhören zu schnüffeln, mach einen oder zwei feste Schritte auf ihn zu.
    Suche dir weitere Situationen im Alltag, in denen du dich dem Hund gegenüber durchsetzen musst, und tu das dann, dadurch lernt er es besser.

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    Erklärtes Ziel ist es, dass er das Kommando "weiter" befolgt. Mag sein, dass ich beim Aufbau etwas falsch gemacht habe bzw. er es (noch) nicht verstanden hat.


    Okay, ich kann mit dem Kommando nichts anfangen. :???:
    Es ist ja eine Art "Antreibekommando". Finde es persönlich zu schwierig, dafür ein gesondertes Wort zu etablieren.
    Wenn mein Hund (selten) schnüffelnd zurückbleibt (was eigentlich nur ohne Leine passiert, da ich meist nur ohne unterwegs bin), dann sag ich die 0/8/15 Wörter wie: "Komm!" oder "Jetzt mach schon!" oder "Los jetzt!", oder einfach "Na!!" (wahlweise kannst du auch Pfui o.ä. sagen), oder ich rufe (sage etwas lauter) einfach ihren Namen. Oder ich pfeife. Wenn sie sich an ner Stelle richtig festgesaugt hat, oder kurz davor ist etwas undefinierbares zu fressen, reagiere ich sehr schnell, gehe die zwei Schritte zurück, schnurstracks auf sie zu, und verscheuche sie von dort, so wird ihr klar, dass sie weiterzugehen hat.
    Das setzt natürlich voraus, dass der Hund dich 1. ernst nimmt, und 2. auf dich achtet mit den Augen und den Ohren, also trotz des hypnotisierenden Geruchs oder des interessanten Hundes da drüben, noch mit einem ausreichenden Teil seiner Aufmerksamkeit bei dir ist.
    Funktionierender Blickkontakt und eine fortlaufende Kommunikation zwischen euch beiden sowohl bei den Spaziergängen als auch sonst immer wäre also angebracht.

    Zitat


    Weiterhin möchte ich ein Kommando einführen, dass ihm anzeigt, dass er nun schnuppern und sich innerhalb des Leinenradius frei bewegen darf.


    Funktioniert nicht.
    Habe noch keinen Hund erlebt, bei dem das funktioniert.
    Wie ich schon weiter oben erwähnt hatte, entweder er darf angeleint schnuppern, oder eben nicht. Eins von beidem. Da musst du dich entscheiden.
    Tipp: Reduziere die angeleint-Zeiten. ;)

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    Ich hatte diesbezüglich auch schon Einzelstunden bei zwei Trainerinnen. Die erste ist von der alten Schule und hat mir geraten einfach schnurstracks weiterzulaufen und ihn zur Not eben mitzuschleifen, wenn er nicht laufen will. Das hat mir von Anfang an widerstrebt, und ich habe es 3-4 Monate mit - wie man unschwer erkennen kann - mäßigem Erfolg gemacht.


    Hast ja lange durchgehalten. :D
    Das falsche daran ist, dass es 1. zu schwer für deinen Arm ist, und 2. der Hund keinen Lerneffekt hat.
    Statt ihn zu zwingen mit dir mitzukommen (was ja eigentlich positiv besetzt sein sollte), also in deine Nähe zu kommen, kannst du das Gegenteil machen, und ihn von der Schnüffelstelle wegtreiben. Ihm Raum nehmen (wie schon weiter oben erwähnt). Hat bisher noch bei allen Hunden funktioniert. ;)

    Zitat


    Ich bin auch nicht der Meinung, dass man eigene Bequemlichkeit auf die Rasse schieben sollte


    :2thumbs:

    (bzgl. berufstätig: Erziehung hat nichts mit großem Zeitaufwand zu tun. Du kannst einem Hund innerhalb weniger Minuten beibringen, was er darf, und was nicht.)

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    Grundgehorsam gehört sicherlich jedem Hund - egal welche Rasse - beigebracht. Aber es ist ja wohl auch eine Frage, was man selber als Halter von seinem Hund erwartet.


    Meine Erwartungshaltung an mich als HH ist immer sehr hoch. Ich erwarte von mir, dass ich jedem Hund, der sich in meiner Obhut befindet, das größtmögliche Know-How vermittle, um ihm die größtmögliche Freiheit zu ermöglichen, und das geringstmögliche Maß an Stress für mich und H zu erreichen. Hat gar nichts mit "vorzeigen" oder Ego zu tun.

  • OT:

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    Oder sich einen anderen Weg zu suchen, der zu eben genau dem Mensch-Hund Gespann passt.
    Es gibt nämlich weder die eine Wahrheit, noch den einen Weg.


    Naja. Der Hund kann sich seinen Menschen nicht aussuchen. Wenn Mensch zu steif und zu langsam ist, um adäquat stimmlich und körperlich mit Hund zu kommunizieren, und dadurch hundliche Bedürfnisse nicht erfüllt werden ... was soll es da für einen anderen Weg geben?

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