Freilauf und Beschäftigung

  • Hallo Zusammen,
    ich bin im Moment etwas ratlos,wie ich meine Lucy noch oder besser Auslasten kann. Die Süße ist eine Mixhündin aus Spanien...keine Ahnung was bei ihr mitgemischt hat, da würde ich nur raten. Die Tierschutzorga mit denen ich immer noch regen Kontakt halte sei es telefonisch als auch via E-Mail meinte letztens noch, dass sie ziemlich sicher waren, dass sie ein Hütehundmix sei(Bordercollie o.ä.). Für mein Empfinden hat sie sehr viel vom Jagdhund (wahrscheinlich auch ein Windhund Einschlag, da sie einfach immer nur rennen will).Sei es drum ich nehme sie wie sie ist und hab sie auch genau so lieb. Allerdings verzweifel ich im Moment sehr an ihrer Auslastung. Wir gehen zur Zeit einmal die Woche in die Hundeschule um ihren Grundgehorsam zu verbessern, hatten zuvor Einzelstunden und machen zuhause bzw. während des Spaziergangs Dummyarbeit, d.h. sowohl normales apportieren ,als auch verstecken und suchen, daran hat sie in meinen Augen auch Spaß, sie ist dabei jedoch so erregt ,dass sie teilweise total hochfährt und aufgeregt ist, d.h. ich muss im Moment nach ein paar Mal unterbrechen und dann erstmal zur Unterordnung und was ruhigen übergehen und da ist es egal ,ob ich sie nun nur suchen lasse oder normal apportieren. Wenn ich nicht rechtzeitig abbreche ,bricht sie ab und rennt dann einfach nur noch und rennt und rennt und rennt,sie läuft nicht weg hat jedoch einen großen Radius(ich deute dies als Übersprungshandlung,weil sie so aufgeregt ist ???)Allerdings liebt sie es auch so zu rennen bis zum abwinken und im Moment erscheint sie mir nur dabei wirklich richtig glücklich, ich würde aber mehr Zusammenarbeit mit ihr wollen und dies ohne einen Militärton anzuschlagen, bei meinen anderen beiden muss ich dies auch nicht, jedoch finde ich noch nicht den richtigen Zugang zu ihr :fear: , sie ist teils unsicher, aber auch sehr ignorant.Ich habe jetzt schon versucht: draußen Tricksen, damit bekomme ich meine beiden Jungs super , mindestens einmal am Tag auf dem Spaziergang Dummyarbeit, dabei normales üben , ja und natürlich rennen lassen (das rennen ist bei ihr definitiv nicht jagdlich motiviert ,sondern sie hat dann einfach nur Spaß in den Backen, nur leider ist sie auch nach zehn bis fünfzehn Minuten vollgas nicht kaputt). Konzentrationstechnisch hapert es bei ihr noch, das kann sie zwar schon länger ,aber noch nicht so lange und ich bekomme sie im Moment nicht so lange bei der Stange gehalten, dass sie wirklich müde davon wird.Was sagt meine Trainerin...dieser Hund ist ein Energiebündel und wenn ich zum Beispiel mit ihr Fahrradfahren würde ,wäre ich nach zwei Wochen bei 30km und die Süße wäre immer noch nicht k.o..Also was machen,an der Zeit scheitert es bei uns nicht ,nur an einen Plan :???: Ich wäre für Ideen dankbar...
    Kathi und Co

  • Hallo,
    in Spanien hat sie sehr isoliert gelebt und nicht wirklich was kennangelernt.Sie wurde dort mit 20anderen Hunden in einen abgedunkelten Raum gehalten und dies wohl ihr ganzes bisheriges Leben sie ist jetzt vier Jahre alt und seit einem Jahr bei uns und natürlich haben wir viele viele Fortschritte gemacht...sie hat keine Angst mehr vor Autos und Co. ,jedoch vor vielen fremden Menschen,aber das ist okay,da sie nicht mit muss wenn irgendwo viele Menschen unterwegs sind und an sich ist sie super aufgeschlossen geworden und wenn ich sie gut beschäftige kann ich sie frei laufen lassen(zum Beispiel mit dem Dummy),nur einfach mitlaufen geht nicht,dann wird ihr schnell langweilig und sie würde jagen gehen oder sich anders beschäftigen.Ihr gerenne lässt sich aber deutlich von ihren jagdlichen Ambitionen unterscheiden,dass ist dann einfach Lebensfreude pur...es wird sich im Gras gekugelt und sie kommt auch immer wieder kurz Kontakt aufnehmen,ich bekomme sie meist nicht beim ersten Mal gestoppt,bei der zweiten Kontaktaufnahme sitzt sie wie eine Eins und guckt ganz glücklich und zufrieden drein.Andere Hunde sind da auch vollkommen uninteressant,auch in der HuSchu spielt sie ,wenn nur mit meinen.Ansonsten kann sie Pfote geben,Highfive ,Rolle,um die eigene Achse drehen ,durch die Beine gehen und sie hat da schon Spaß dran und ist auch bereit zur Mitarbeit.Nur sie fährt bei allen unheimlich schnell hoch und wird dann hibbelig ,ab da ist dann meist vorbei mit der Zusammenarbeit.

  • Zitat

    Ihr gerenne lässt sich aber deutlich von ihren jagdlichen Ambitionen unterscheiden,dass ist dann einfach Lebensfreude pur...es wird sich im Gras gekugelt und sie kommt auch immer wieder kurz Kontakt aufnehmen,ich bekomme sie meist nicht beim ersten Mal gestoppt,bei der zweiten Kontaktaufnahme sitzt sie wie eine Eins und guckt ganz glücklich und zufrieden drein.

    Ich weiss nicht, warum Du da jetzt ein Problem siehst.
    Der Hund ist glücklich beim Rennen, warum muss sie unbedingt mehr mit Dir "zusammen arbeiten"?

    Zitat

    Allerdings liebt sie es auch so zu rennen bis zum abwinken und im Moment erscheint sie mir nur dabei wirklich richtig glücklich, ich würde aber mehr Zusammenarbeit mit ihr wollen

    Dein Anspruch.....

    Zitat

    wenn ich zum Beispiel mit ihr Fahrradfahren würde ,wäre ich nach zwei Wochen bei 30km und die Süße wäre immer noch nicht k.o.

    Geht doch nicht darum, den Hund k.o. zu kriegen.

  • Hallo,
    natürlich muss sie nicht fix und fertig sein, aber wie geschrieben habe ich nicht das Gefühl ,dass sie damit ausgelastet ist und ja sie soll ja auch rennen. Sie hat dabei jedoch einen sehr großen Radius und ja ich finde es wichtig ,dass meine Hunde während des Spaziergangs in Kontakt mit mir bleiben und nicht auf einmal ihr eigenes Ding fahren, auch wenn sie danach wieder Kontakt zu mir aufnimmt. Wie zuvor auch schon geschrieben empfinde ich es teilweise auch als eine Übersprungshandlung,weil sie auf einmal so hoch fährt ,mach ich nix mit ihr beschäftigt sie sich alleine (Jagen ,spuren nachgehen ), was natürlich nicht gewünscht ist, mach ich was mit ihr dreht sie schnell extrem hoch. Daher wollte ich Anregungen wie ich sie vielleicht sinnvoll Auslasten kann ohne sie zu Überfordern, aber auch nicht zu Unterfordern und ja wahrscheinlich habe ich bei ihr noch nicht das richtige Maß gefunden.
    Liebe Grüße
    Kathi und Co.

  • Hört sich nach Stressabbauverhalten an. Ich denke nicht, dass ein Hund mit einer solchen Vorgeschichte ein solches Beschäftigungsprogramm schadlos absolvieren kann. Bei Dauerbeschäftigung würden sogar meine "gut" aufgewachsenen Hütehunde hohl drehen. Sinnloses Rumgerenne mit Stressgesicht (wird gerne als glückliches Gesicht interpretiert), ist da häufig ein fast schon zwanghaftes Verhalten.

    Ich denke sie ist überfordert und versucht körperlich den Stress abzubauen. Solche Hund sind dann oft Klappergestelle... andere körperliche Erkrankungen folgen oft im Laufe der Zeit.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Okay, danke, für die Antworten,
    also doch eher noch weniger machen und weiter runterfahren bzw. viel ruhige Dinge machen???Anbei nochmal ein Foto der Maus...leider bekomm ich es nicht gedreht.

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