Ist das der richtige Junghundkurs für uns?
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Hallo zusammen,
meine kleine Labbi-Hündin ist jetzt 6,5 Monate alt. Ich war direkt ab der 10. Woche mit ihr in der Hundeschule. Der Welpenkurs bestand dabei aus Spiel- und Übungseinheiten. Dabei wurde beim Spielen auf Mobbing geachtet und es sollte der Sozialisation dienen. Die Übungen waren meist Rückruf mit Verstecken, Slalom laufen, um andere Hunde herum laufen und während die anderen Hunde dran waren, ruhig warten (ohne bestimmtes Kommando) und Leinenführigkeit. Dazu kamen noch Übungen um den Alltag kennen zu lernen (wie knallende Autotüren, Kinder, etc.). Beim Junghundkurs, in den wir dann so mit 4,5 Monaten gewechselt sind, sah es ähnlich aus. Die Trainerin hat besonders betont! dass keine Kommandos gegeben werden sollen! die der Hund dann aufgrund der Ablenkung oder Dauer noch nicht ausführen können, gegeben werden, damit diese sich nicht abnutzen.
Jetzt sind wir umgezogen und ich musste eine neue Hundeschule suchen. Wir waren ungefähr 3 Wochen jetzt nicht in einem Kurs und hatten heute dann eine Schnupperstunde. Das war allerdings völlig anders, als ich es bisher kannte.
Die Kleine war sehr sehr aufgeregt und hat extrem zu den anderen Hunden gezogen (war ja auch alles neu und spannend) und der Trainer sagte direkt "das ist ja eine ganz Hibbelige, lassen Sie die mal absitzen). Sie hat sich auch gesetzt, ist aber natürlich immer wieder aufgestanden, um sich umzusehen und zu schnüffeln. Dann gab es geschlagene 60 Minuten Übungen für die 7 Hunde. Dabei waren ein paar Junghunde und ein paar ältere, denen der Grundgehorsam fehlt. Ich fand das ziemlich viel. Es gab zum Schluss auch keine Spielphase, der Trainer sagte, dass liegt daran, dass 2 neue Hunde dabei waren (mit uns) und die zu aufgeputscht waren. Die Übungen waren größtenteils zur Leinenführigkeit, Hundebegegnungen beim Spaziergang, Platz und vom Hund entfernen, Slalom und um die Hunde herum gehen mit lockerer Leine. Das lief bei uns mal besser mal schlechter, weil sie eben aufgeregt war und diese Übungen auch gar nicht kennt. Der Trainer wollte mir dann auch nicht Glauben, dass ich schon vorher in einer Hundeschule war
Während die anderen Hunde dran waren, mussten die wartenden Hunde links neben dem Besitzer sitzen (nicht liegen, nicht stehen, eigentlich auch nicht bewegen). Ich war also die ganze Zeit beschäftigt, meinen Hund ständig wieder ins Sitz zu bekommen, meine Hände tun schon ordentlich weh... Auch locker an der Leine gehen müsste links sein, weil das im Hundesport später wohl auch so ist.Nun gut, es ist eben alles etwas anders, als ich das kenne. Ich muss nun schon direkt 10 "Teilnahmekarten"kaufen, wenn ich weiter dort hin will. Nochmal anschauen geht also nicht. Ich bin aber unsicher, ob das meine Kleine nicht überfordert. Die Trainerin der anderen Hundeschule hat immer betont, dass die Junghunde sich noch nicht so lange konzentrieren können. Und so richtig Spaß hat es eben weder meiner Hündin noch mir gemacht - so mein Eindruck. Andererseits soll es vielleicht auch nicht nur Spaß machen, sondern sie soll es ja wirklich auch lernen... Ich bin da etwas im Zwiespalt, ob das so alles normal ist. Ich fände ein abwechselndes Spiel und Übungsprogramm ansprechender...
Wie sind denn eure Erfahrungen? Wie laufen die Kurse bei euch ab? War die vorherige Hundeschule einfach zu "lasch"?

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Hi,
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Ich weiß schon warum ich den Hundeschulen mit den 60 Minuten-Rahmen-Programmen prinzipiell den Rücken gekehrt habe...
Ob es die richtige Hundeschule ist, musst du selbst entscheiden.
Es kommt darauf an, was du mit deinem Hund machen willst. Es ist zB durchaus richtig, dass gelehrt wird, dass der Hund auf Kommando am linken Bein zu laufen hat und nicht irgendwo.
Das miteinander Spielen ist in vielen Hundeschulen ab dem Junghundalter vorbei.Was in der Hundeschule gezeigt wurde, ist durchaus normal für Junghundkurse, ob man es gut findet und das für seinen eigenen Hund will, ist die andere Frage.
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Wenn es dir nicht zusagt, dann schau dich doch weiter nach anderen HuSchu um.
Es bringt überhaupt nichts, wenn du dann die 10 bezahlten Stunden "absitzt". Ich
finde es sollte einem schon zusagen und nicht abnerven. -
Also ich find das mächtig viel Programm. So krass ist das nicht einmal bei uns in der Fortgeschrittenen-Gruppe... ich würde eine andere Hundeschule suchen.
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Ich kann eigentlich nur etwas "wiederholen" was die anderen schon gesagt haben.
Ich persönlich würde in keine Hundeschule gehen, bei der ich kein gutes Gefühl habe. Soll heißen, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht zu uns passt oder das es meinem Hund zu viel ist, dann gehe ich da nicht hin und meist kann man das nach 1 Stunde auch schonmal ein wenig einschätzen, ob man da nochmal hin will oder eben nicht.
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Ich find 1h Konzentration inkl. rumsitzen ohne Pause für den jungen Hund ganz schön viel.
Was passiert dann im Winter?Ich finde Spielpausen wichtig und man merkt, dass der Hund danach dann wieder konzentrierter bei der Sache ist (jedenfalls bei unserem). Zudem sollte dann im Winter mehr Bewegung sein, denn rumsitzen oder leicht laufen wärmt den Hund keinesfalls.
Da du ja selbst Zweifel hast und dich nicht so richtig wohl gefühlt hast, denke ich wäre es wohl besser eine andere Huschu zu suchen, denn diese soll euch beiden gefallen.
Hattest du denn mal mit dem Trainer gesprochen, ob sie eventuell andere Kurse anbieten, die eher zu euch (und euren Zielen) passen.
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Ich denke auch es kommt drauf an was du mit deinem Hund mal machen möchtest?!
Bei uns gibt es auch im Junghundekurs nur noch am Anfang ein freies Spiel, zwischen den Übungen gibt es Einzelübungen die jeder mit seinem Hund macht und der Trainer schaut dann drauf! Wie man da belohnt ist jedem selbst überlassen, da kann man auch mit Spielen belohnen.
Man muß halt sagen, ich vertrete die Meinung irgendwann müssen sie halt auch mal was lernen. Und was die Zeit betrifft, man macht das ja jetzt nicht jeden Tag mit den Hunden, sondern in der Regel einmal die Woche, da schaffen es meine schon sich mal zu konzentrieren!
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Ich glaube, es ist vor allem eine zwischenmenschliche Chemiefrage, die sich entscheidend auswirkt, wenn das normal-gängige Grundprogramm vergleichbar ist.
Wenn ich mit Trainer/in X kein gutes und sicheres Gefühl habe, wirkt sich das extradolle auf die Übungen mit meinem Hund aus. Das muss gar nicht Sympathie sein, sondern einfach das gegenseitig stimmige Akzeptieren der Lehrsituation. Mit Trainer/in Y kann ich vielleicht die exakt selben Übungen viel erfolgreicher machen, weil ich nicht mit einem, oft unbewussten, Teil meines Hirns damit beschäftigt bin, mich psychosozial in der Lehrsituation und gegenüber der/dem Lehrenden zu verorten.
Das wird bei allem möglichen Lernen gern unterschätzt, ist aber grundlegend wichtig. Beruflich kenne ich das aus der (Menschen-)Erwachsenenbildung. Pädagogisch sinnvoll ist, diese Verortungsphase zu lenken und den Kursteilnehmenden erstmal die Basis fürs Lernen zu geben, bevor man mit dem Inhaltlichen richtig anfängt und das (gerade in der Anfangszeit) bewusst weiterhin zu beeinflussen.
Beim Lernen plus Hund sehe ich das auch so, sogar noch potenziert dadurch, dass der Hund ja mitbetroffen ist und sein Lernerfolg direkt vom Lernerfolg seines Menschen abhängt.Dass Du so viel Frage und Unsicherheit nach der Teststunde hast, würde ich als Zeichen dafür sehen, dass diese Chemie-Voraussetzung (noch) nicht genug gegeben ist.
Vielleicht lohnt es sich, einfach mal zu fragen, ob Du noch eine weitere Teststunde bekommst, bevor Du die 10er-Karte kaufen musst. Die einmalige Tagesform aller Beteiligten ist nicht unbedingt allgemein aussagekräftig... und Du wärst Dir im Falle, dass auch ein 2. Test kein gutes Gefühl hinterlässt, sicherer und könntest Dich klarer dagegen entscheiden.
Wenn der Trainer sagt, dass es ein zweites Testen nicht gibt oder er kein Angebot für eine bezahlte Einmal-Teilnahme gibt, dann würde ich ohnehin Abstand nehmen, weil das schon ein deutlicher Hinweis wäre, dass er (menschen-)pädagogisch nicht besonders fit ist. -
Sehr schön ausformulierter Beitrag!
Ich würde mir auf jeden Fall noch andere Hundeschulen ansehen. Oft reicht es ja auch, erst mal ohne Hund bei einer Kursstunde zuzusehen, um festzustellen, ob einem das Konzept überhaupt gefällt.
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Solche Kurse vermeide ich wie der Teufel das Weihwasser
Mit meinem Dexi war ich auch mal in so einer "fröhlichen Gruppe"
Naja, ich hatte den deutlichen Vorteil, dass ich den Jungspund einfach stressfrei ins Auto bringen konnte und einen braven anderen Hund rausholte und mit dem fröhlich weitermachte
Das schonte meine Nerven ungemein.Die Nerven der anderen Teilnehmer mit altersentsprechend "wilden" Junghunden lagen dann wieder so blank, dass es innerhalb der 1 Stunde und eigentlich vernunftbegabten Menschen soviel Strafe für die Junghunde setzte und soviel Enttäuschung für die Menschen, dass fast jedes Team Schaden nahm.
Ich habe mit meinem Dexi, der mit 7 Monaten FUSS LINKS um Stangen rumlaufen sollte, während der Hund des Trainers in aufessen wollte, lieber geübt. Vertraue mir! Solange ich bei dir bin fresse eher ich den auf

Und dabei verliessen wir den Parcours, Dexi lernte sich von irre kläffenden aggressiven Hunden mit mir zu entfernen und mir und meiner Führung zu vertrauen.
MEIN Lernziel war zu meiner vollen Zufriedenheit erreicht. ( Fuss musste MEIN Hund nicht laufen)Der nächste Hund (7 Monate) wurde per heftigen Leinenrucken kläffend vorbeigezerrt wobei ich denke, deren Lernerfolg war: "Vertraue auf keinen Fall deinem Frauchen und schmeisse dich ordentlich in die Leine, wenn ein fremder Hund dich ankläfft."
Vergiss den Verein, spende das gesparte Geld dem Tierschutz und übe auf freiem Feld

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