Gründe für die Kastration?
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Bisher war ich ja Kastrationsgegnerin, und bin es, was die meinigen angeht, auch weiter hin...aber was ich hier so alles lese, von Hundehaltern...über ihre Hunde, hat mich nachdenklich gemacht...viele kommen ja mit der Sexualität der Hunde ( Läufigkeit...igitt...Blutspur auf dem Teppichboden) ( Rüde rammelt...igitt..) einfach nicht zurecht.
Deshalb plädiere ich dafür, dass jeder Hundehalter, der damit nicht zurecht kommt, seinen Hund verstümmeln lässt....es ist ja- Tierschutz hin oder her- gängig und erlaubt, auch viele Tierschutzorgas machen das...
Das entfernen hormonsteuernder Drüsen ist erlaubt, das kupieren der Öhrchen nicht...
Und warum? es schafft Arbeitsplätze, z.B. bei den Herstellern von Hundewindeln...Und der weitere Vorteil ist einfach der, dass die Hunde sich nicht weiter fortpflanzen können, das find ich super, in Zeiten, wo bedröpselte Wühlmäuse aufgelesen und gerettet werden...andrerseits Schnuckelratten vergiftet werden...
Nehmt mir diesen Beitrag jetzt bitte nicht übel, ich verliere gerade hier im Forum komplett die Übersicht, was eigentlich sinnvoll ist.
Doch, den Beitrag nehme ich dir gewaltig übel. Was für ein bescheuerter Seitenhieb.
Ansonsten kann man Neulinge im Forum und in der Thematik auch einfach mal aufklären ohne dabei eine dermaßen sarkastische und wenig hilfreiche Art und Weise an den Tag legen zu müssen.
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Hm, also wir haben Jack mit knapp 1 1/2 Jahren kastrieren lassen und uns nicht so viele Gedanken darüber gemacht, ob er nu extreme seelische Schäden davon tragen würde.
Jedenfalls war das Sabbern, Zähneklappern, Urin inhalieren, Fiepen, Winseln, Jaulen, Quengeln etc. binnen eines Monats weg und wir (und auch Jack, habe ich so das Gefühl) sind absolut zufrieden mit dieser Situation. -
Oh, jetzt verstehe ich ja erst den Zusammenhang mit der Wuehlmaus.... :|
Also zum Sterilisieren meinte mein TA, dass das schon lange nicht mehr praktiziert wird

Ich bereue es jedenfalls nicht, Carlo kastriert zu haben. Soweit ich das beurteilen kann (in den Hund reingucken kann ich schließlich nicht) hat er keinerlei Probleme damit, was zB Ruedenvertraeglichkeit angeht.
Er ist zum Glueck ein souveraener Ruede geblieben, der auch immer noch von anderen Hunden ernst genommen wird.
Das war mir ein wichtiger Punkt.
Positiv fuer mich ist auch, dass er jetzt viel besser zu arbeiten ist. Konzentrierter, leistungsbereiter. -
Leute, wann hört ihr endlich auf, alles ausschliesslich am eigenen Hund festzumachen, und von ihm auf alle andern zu schliessen? Wann spricht es sich herum, dass nicht alle Hunde gleich gestrickt, und beliebig in gleichem Mass durch Erziehung form- und knetbar sind?
Es gibt viele Rüden, die haben keinen nennenswerten Stress durch ihre Hormone, ich habe selber so einen. Und es gibt andere, die haben ganz massiv Probleme damit. Wegerziehen kann man Stress auch nur bedingt, wenn man die Ursache (läufige Hündin in der Umgebung) nicht beheben kann. Manche Rüden können mit intakten Hündinnen zusammenleben, manche Halter haben die baulichen oder organisatorischen Voraussetzungen, um trennen zu können. Aber das geht nicht immer und in jedem Fall.
Ich würde so eine Entscheidung nie an irgendwelchen Prinzipien festmachen, sondern immer an der Lebensqualität des Rüden. Der hat es nicht verdient, als Trophäe irgendwelcher Prinzipienreiterei zu dienen. Wenn der Rüde mit seinem Umfeld entspannt klarkommt, super. Aber das bedeutet nicht, dass jeder andere Rüde das genausogut können muss.
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Also zum Sterilisieren meinte mein TA, dass das schon lange nicht mehr praktiziert wird

Das ist absoluter Unsinn. Sowas glaubst du einfach, ohne zu hinterfragen?
Es machen nicht viele Tierärzte, weil es kaum verlangt wird. Es zügelt schließlich nicht den Sexualtrieb. Und wenn wir ehrlich sind, ist es doch in den allermeisten Fällen nicht primär die Verhinderung der Fortpflanzung, weswegen die Kastration gemacht wird (das geht schließlich auch anders), sondern eine Entscheidung zugunsten der menschlichen Bequemlichkeit, und das kann die Sterilisation nicht leisten.Ich schließe explizit hypersuexuelle Hunde aus, wie schon in meinen vorigen Beiträgen erwähnt. Deswegen fühle ich mich durch deinen Beitrag, naijra, auch nicht angesprochen, falls du mich damit meintest.
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Er hat's mir erklaert, aber ich erinnere mich nicht mehr genau dran. Ist auch schon knapp zwei Jahre her.
Und ehrlich gesagt, war's mir dann auch egal, weil ich meinen Hund in der "Chipphase" genau beobachtet habe und nichts fand, was letzten Endes dagegen sprach ihn endgueltig kastrieren zu lassen.
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Und wenn wir ehrlich sind, ist es doch in den allermeisten Fällen nicht primär die Verhinderung der Fortpflanzung, weswegen die Kastration gemacht wird (das geht schließlich auch anders), sondern eine Entscheidung zugunsten der menschlichen Bequemlichkeit, und das kann die Sterilisation nicht leisten.
Ich bin absolut ehrlich was meinen Beitrag betrifft und ich stimme naijra in dieser Hinsicht absolut zu. Erziehung hin oder her - es gibt Hunde, für die bedeutet 'eine', beziehungsweise 25 läufige Hündinnen im Umkreis: Stress. Dauerstress. Ein Umstand, den ich mit Kasernengehorsam nicht in den Griff bekomme. Warum tue ich mir das überhaupt an? Ich kenne mehr aggressive, unverträgliche intakte Rüden als völlig harmlose, nette Kastraten. In meinen Augen sind diese Hunde weder verstümmelt noch sonst irgendwie beeinträchtigt. Sie können halt keine Nachkommen zeugen. Ist mir recht so.
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dieser anti-kastrier hype ist ja schon fast...naja. Ihr tut ja ale so als ob jeder kastrierte Hund Höllenqualen leidet?! Es gibt zaaahlreiche kastrierte Hunde denen es gut geht!
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Ich schließe explizit hypersuexuelle Hunde aus, wie schon in meinen vorigen Beiträgen erwähnt. Deswegen fühle ich mich durch deinen Beitrag, naijra, auch nicht angesprochen, falls du mich damit meintest.
Wenn es so einfach wäre.... Ich würde nicht unbedingt jeden Rüden, der durch viele läufige Hündinnen in der näheren Umgebung gestresst und in der Lebensqualität stark beeinträchtigt wird als hypersexuell bezeichnen. Der ist vielleicht nur etwas heissblütiger als andere, und sensibler, so dass es ihm gleich auf den Magen schlägt. Der käme vielleicht auch ganz ok klar in einer Umgebung mit nur wenigen intakten Hündinnen, wo er nur wenige Wochen im Jahr stressbedingt Nahrung verweigert. Soll man den besser abgeben? In die einsame Pampa umziehen?Auf jeden, der schreibt, man hätte den Rüden nach reiflicher Überlegung kastriert, weil er zuviel Stress hatte, folgen Post von Usern, die berichten, ihr eigener Rüde käme wunderbar klar mit solchen Situationen. Mit unterschwelligen Vorwürfen über Kastration aus Bequemlichkeit. Das wird vorsorglich erst einmal JEDEM unterstellt, der seinen Rüden nicht aus strikt medizinischen, sondern eher aus verhaltensmedizinischen Gründen hat kastrieren lassen. Und an diesen pauschalen Vorverurteilungen störe ich mich ganz gewaltig.
Ich persönlich würde übrigens einen Rüden nicht sterilisieren lassen. Das bringt dem Rüden absolut gar nichts ausser einer OP, es dient tatsächlich nur der Bequemlichkeit des Halters, der dann nicht mehr gar so gut aufpassen und trennen muss.
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Moin,
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Ach, das Markieren in einer Wohnung ist Grund genug, solch einen Eingriff vornehmen zu lassen?
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Für mich wäre es das, wenn andere Maßnahmen nicht greifen, denn in einer ständig vollgepinkelten Wohnung würde ich persönlich auch nicht leben wollen.
Bei Katern ist das häufig der Grund für eine Kastration. Bei Hunden kommt es ausgesprochen selten vor, dass sich ein solches Fehlverhalten derart manifestiert, dass es erzieherisch nicht mehr zu lösen ist und dann ist eine Kastration (nach Testlauf mit Chip oder Spritze) in meinen Augen die bessere Alternative als in ner vollgepinkelten Wohnung leben, den Hund abzugeben oder ausschließlich draußen zu halten.Zitat
Also zum Sterilisieren meinte mein TA, dass das schon lange nicht mehr praktiziert wird
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Hat man bei Kastrationsbefürwortern leider oft. Ist wie gesagt völliger Blödsinn, denn weil es bei einer Kastration von Hunden nur äußerst marginal um die Geburtenkontrolle, sondern nur allzuoft um des Halters Bequemlichkeit geht war Sterilisation niemals derart üblich, dass all dieses "macht man nicht mehr" oder all die all zu gern behaupteten schlechten Erfahrungen Hand und Fuß haben könnten.
Eigentlich sieht die erfreuliche Entwicklung genau anders herum aus, dass immer mehr Hundehalter sich der Tatsache, dass ihr Hund nunmal kein "es" sondern ein geschlechtliches Wesen ist stellen und entsprechend gehen zumindest in meinem Umfeld die Anzahlen an Sterilisationen derweil eher hoch.ZitatWenn ich wissen will ob ein VW oder ein Audi besser für mich ist und ich lass mich beim Audihändler beraten, was wird man mir wohl erzählen? Richtig. Genau so ist es leider, wenn man Tierärzte nach Kastration ja/ nein fragt. Wer verzichtet schon gern auf OP- und Folgebehandlungen, wenn er damit sein Geld verdient?
Die Formulierung find ich ehrlich gesagt auch etwas unfair.
Grade Du solltest doch wissen, dass ein TA bei einer Sterilisation ebenso verdient wie bei einer Kastration.
Die Unterstellung, dass eine nennenswerte Anzahl an Tierärzten aus Geldgier zur Kastration raten (wenn ich das "Flgebehandlungen" richtig deute, Deiner Meinung nach ja sogar obwohl sie die negativen Auswirkungen kennen, finde ich ziemlich unverschämt.Der Grund warum die meisten Tierärzte zur Kastration raten ist schlicht und ergreifend der, dass sie davon überzeugt sind, dass es das Richtige ist.
Klar gefällt es mir auch nicht, dass da sehr selten differenziert wird, aber im Grunde kann eben jeder Tierarzt nur das raten, was er selbst für richtig hält. Genau das erwarten die meisten Tierhalter eben auch, deswegen hört man ja auch so oft den Satz:
"Was würden sie denn tun, wenns ihr Eigener wäre?" verdammt oft in der Praxis.Leider erleb ich das auch bei den Esotherikern immer gern. Wenn ihnen irgendwas an der Schulmedizin nicht paßt, dann wird völlig weggeredet, dass der TA nicht weniger als der selbsternannte Esoexperte genau das empfielt, was er selbst für richtig hält, nein es wird immer schön behauptet es stecke nur Geldgier dahinter, dicht gefolgt von der Anschuldigung, jeder Schulmediziner sei ein gekaufter Scherge der Pharmaindustrie. Das die Gewinnspanne bei Zuckerkügelchen an denen vor einem geologisch nur teilweise noch zu überschauenden Zeitraum mal irgendeine Urtinktur vorbeigelaufen ist auch nicht von schlechten Eltern ist, man rechtlich kaum Konsequenzen befürchten muss und nichtmal mehrere Jahre in ein kostspieliges Studium investiert hat... tjo, das wird dabei in der Regel nicht erzählt..
Das viel Tierärzte darauf verzichten ausführlich über Dinge zu beraten die ihnen selbst als falsch oder fragwürdig erscheinen, darüber darf sich jeder ärgern wie er möchte, aber ich finde diese rezidivierenden Anschuldigungen, dies würde immer/in einer nennenswerten Anzahl der Fälle aus wirtschaftlichen Gründen passieren ziemlich unsachlich und mir vergeht echt zunehmend die Lust mein Wissen und meine Erfahrungen in einem Forum zu teilen indem mein Berufsstand so gering geschätzt wird.
Zitatdieser anti-kastrier hype ist ja schon fast...naja. Ihr tut ja ale so als ob jeder kastrierte Hund Höllenqualen leidet?! Es gibt zaaahlreiche kastrierte Hunde denen es gut geht!
Extreme Haltungen haben es so an sich, dass sie eben ..."naja" sind.
Ich hab üblicherweise den Eindruck, dass extreme Kastrationsgegner nicht weniger spinnert sind als die "alles muss kastriert werden-Fraktion".
Denn die Aussage, dass jeder Hund unter einer Kastration leidet ist eben genauso falsch und bescheuert wie die Annahme, dass jeder unkastrierte Hund Stress hat und Kastration der einzige Weg unerwünschte Welpenzahlen zu reduzieren.Meiner Erfahrung nach ist der Anteil der Rüden, die unter normalen Umständen derart unter Triebstress leiden, dass in ihrem Interesse ein Handlungsbedarf besteht vergleichsweise gering.
Diesen Kandidaten kann "Erziehung" dann aber auch wirklich nichts mehr erleichtern.Ich werd auf jeden Fall später Hunde beiderlei Geschlechtes nur dann kastrieren, wenn der Halter mir einen verdammt guten Grund nennen kann, der auch das Interesse des Hundes vertritt. Ansonsten kann ich eine ausführliche Verhaltens-/Erziehungsberatung, die Vermittlung zu einem Hundeplatz der verschiedene Formen der physischen und psychischen Auslastung bietet und ggf eine Sterilisation anbieten oder die Leute müssen sich eben nen anderen Tierarzt suchen, der "weil darum" kastriert.
lg
Fraukie - Vor einem Moment
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