Welche Beschäftigung für Junghund?

  • Nö eigentlich nicht - so sind bisher 4 Hunde hier groß geworden und haben sich allesamt zu sehr ausgeglichenen wesensstarken charakterlich einwandfreien Hunden entwickelt.
    Da einzige was dabei falsch gelaufen ist, dass ich nach manchen Ausflügen die Hunde zählen muss um aufzupassen, dass Nachbarn, Verwandschaft bzw Freunde nicht heimlich einen eingepackt und behalten haben :lachtot: :D
    Und für jeden dieser Hund gibt es mehr wie ein "wenn du ihn mal nichtmehr willst - ICH nehm ihn sofort" Angebot :pfeif:

  • Was ist falsch an "Ruhe lernen"? Der Hund weis doch nicht wann er zur Ruhe kommen muss, man muss doch alles erstmal lernen. Auch Kindern muss man erstmal beibringen, dass sie ausgeglichener sind wenn sie ein Mittagsschläfchen machen.

  • Auch wir haben es genauso gemacht und Alf ist jetzt auch Super ausgeglichen und friedlich, die Box ist schon lange weg! Würde es immer wieder so machen und hatten das Gefühl, dass er fast dankbar war, wenn man ihm die Ruhe in der Box gegönnt hat! Es tat ihm sichtlich gut, von allein hätte er die Ruhe die ein kleiner Welpe braucht, wohnliche finden können. Jetzt kann er es!

  • Ich habe Spitze die überdrehen nicht. Kann ich eh nicht leiden
    Aber so nen unruhiger Haushalt bietet für nen jungen Hunde halt Input ohne Ende und da ists gut wenn er sein Haus hat wodrin ihm das dann wurscht ist

  • Zitat

    Ich achte darauf, dass der Hund nicht so überdreht ist, dass er Zwangspausen braucht.


    das ist immer so leicht gesagt...

    Hunde (ebenso wie kleine Kinder und sicher viele andere Säugetiere) müssen nunmal diverse Bewältigungsstrategien erst erlernen. So ist es auch bei der Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen. Hat man also einen Hund, der dieses noch nicht kann, sollte man ihm dabei helfen. Wir reden hier ja auch nicht von ständig wegsperren weil er nervt, sondern von in die Box bringen wenn der Welpe offensichtlich sehr müde ist und ruhe braucht, sie aber allein nicht finden kann.

    Es besteht ja auch ein Unterschied, ob man selbst durch sein Verhalten dafür sorgt, dass der Hund nicht zur Ruhe kommt oder ob er es einfach nicht schaffr von alleine. Natürlich muss man sich da selbst hinterfragen. Aber bei uns z.B (und ich denke bei vielen anderen die Box eingeführt haben auch) hatte der Welpe eben einfach noch nicht die Fähigkeit entwickelt, sich selbst zu beruhigen und Ruhe zu finden. Gerade viele Arbeitsrassen sind häufig schlechter in der Lage dazu (habe ich mir von einer Tierärztin erklären lassen) und brauchen diese Hilfestellungen um später ein ausgeglichenes Leben zu führen und nicht zum Dauerhibbelkopf heranzuwachsen.

    Also sollte man Halter, die sich kümmern und versuchen ihren Tieren zu helfen nicht gleich "verurteilen" und ihnen unterstellen, "selber Schuld" zu sein. So einfach ist e im Zusammenleben mit einem Lebewesen nämlich nie. Auch nicht mit Menschen übrigens ;)

  • Zitat

    Aber bei uns z.B (und ich denke bei vielen anderen die Box eingeführt haben auch) hatte der Welpe eben einfach noch nicht die Fähigkeit entwickelt, sich selbst zu beruhigen und Ruhe zu finden.

    Normalerweise bringen die das aber mit. Ich kannte es von meinen zwei Border Collie-Würfen (Hüteleistungszucht) nicht, dass die bei normaler Alltagsgewöhnung nicht zur Ruhe kommen würden. Ich habe nicht jeden der fünf bzw. sechs Welpen in eine Box sperren müssen zum Runterkommen. Sie waren alle bei der Abgabe an die Box gewöhnt, damit man sie zum Schutz benutzen kann (Auto, im Haus, wenn der Hund mal "sicher" geparkt werden sollte, zum Parken, wenn z.B. Besuch da ist und man einen Rückzugsort haben möchte...). Das haben die übrigens in Ruhephasen gelernt - als sie eh ruhig waren.

    Aber es hört sich hier so an, als ob es völlig normal wäre regelmäßig den Hund zum Beruhigen einsperren zu müssen (mit oder ohne ordentlich Boxengewöhnung vorher?), damit er wieder zu sich kommt.

    Klar ist es mir auch passiert, dass sie doch mal drüber waren. Aber es war die Ausnahme und da habe ich sie sich auch mal ausfrusten lassen.

  • Also, Alf kannte zwar keine Box als er zu uns kam, aber er kannte Höhlen in verschiedenen Varianten (kleines Gartenhaus, hohle Baumstämme, Verstecke im Gebüsch etc) und ging von Anfang an freiwillig zum schlafen oder einfach mal so auch in die Gitterbox bei uns zu Hause. Wir haben ihn nie gepackt, reingesetzt und Tür zu! Nach ein paar Tagen ist er auch auf Fingerzeig hineingegangen. Natürlich haben wir ihn anständig an die Box (bzw dass sie manchmal auch geschlossen ist) gewöhnt. Auch bei uns war es ein Rückzugsort, wo er eben vor allem vor den Gefahren im Haushalt geschützt war, wenn man mal nicht auf ihn achten konnte (vor allem, weil wir in einem loft leben und keine Türen schließen können, die Hunde also hier überall hinkönnen, außer ins Bad). Daraus entwickelte sich in ca. einer Woche die Erkenntnis "In der Box passiert eh nix, da schlaf ich eben".
    Natürlich wurde er nicht jedes Mal wenn er einen, ich nenne es mal "Welpenaufdrehanfall" hatte, eingesperrt. Die durfte er schon immer ausleben und in Welpenmanier wilde RUnden durch die Butze drehen :). Sondern wenn er offensichtlich müde war, rumtigerte, sich ablegte, wieder aufstand, den alten Hund nervte (der auch "geschützt" werden muss, wenn man ihm schon zumutet, einen Welpen ertragen zu müssen...) und nicht alleine den Weg in die Box oder ein Körbchen fand, sondern immer wieder etwas entdeckte, was ihn vom dringend nötigen Schlaf abhielt. Wir zeigten ihm dann lediglich den Weg in seine Box, die Tür war noch nicht richtig zu, da schlief das kleine etwas auch schon.

    Allerdings habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht, dass es sicher auch Menschen gibt, die mit dem Welpengewusel überfordert sind und so eine Box dann nutzen, um das "generve" nicht "ertragen" zu müssen :(. Dafür ist das natürlich nicht das richtige Mittel, wenn man damit nicht zurecht kommt, sollte man sich keinen Welpen anschaffen.

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