Hund versucht Kommandos zu umgehen/ schnappt

  • Seh ich wie Bernd,

    Meine Hunde, sämtliche bisher, kannten es nie etwas vom Tisch zu bekommen und es gab nie irgendwelche Betteleien.

    Meine neue Spanierin jetzt hat vom zweiten Tag an gelernt, Essbares hier in der Wohnung gehört mir und wird von mir verwaltet sozusagen.

    Die geht in ihr Körbchen, wenn ich Essen zubereitet. Sie weiß ganz genau, Fressbares außerhalb der Fütterung gibt es nur dort und niemals am Tisch.

  • Gemein aber Wirkungsvoll: Meine Hunde dürfen generell nix fressen was rumliegt, daher gibt es nur Futter wenn ich mein okay gesagt habe. Wenn sie etwas finden, dann "zeigen" sie es mir und ich sag ja oder nee... Wie das geht? Hund auf Kommando Leckerli frei geben. Dann Leckerli mit was scharfen, ekeligen präparieren ( Chilli, Senf etc.), fallen lassen und NICHT freigeben. Hund macht eine sehr unangenehme Erfahrung und vertraut in Zukunft lieber meinem Urteil, was fressbar ist und was lieber nicht ;)

  • Zitat

    Etwas zu wollen, aber nicht zu dürfen oder zu können, erzeugt Frust. Ob das nun ein Bewegungsreiz, Essen, geliebte Menschen, verhasste Hunde oder sonstwas sind.

    Frustrationstoleranz kann man verbessern. Anbinden gehört nicht dazu. Das mag eine nette Managementmaßnahme sein zur Symptombekämpfung.

  • kareki
    Das kommt darauf an, wie man das Ganze auflöst. Wenn man wartet bis der Hund in der Ruhe ist, ist es natürlich verbessert. Was ist besser als Ruhe? Sicher keine Belohnung. Meine Mutter hat mir früher auch Dinge verboten ohne mir im Umkehrschluss gleich das nächste zu reichen.

    bernd
    Doch, meine Hunde bekommen vom Tisch. Aber sie sollen fragen. Und je nach Antwort ist es mal so oder mal so. Sie freuen sich über ein "Ja" und könne mit einem "Nein" auch umgehen und sich wieder ruhig ablegen und es dann gut sein lassen. So doof sind Hunde nicht, dass sie nicht genau differenzieren könnten. Mag sicher sein, dass der Mensch es sich mit Tabus leichter macht. Und kann auch gut sein, dass ich das wenn ich Kinder hätte, ebenso tabuisieren würde.

    Aber im normalen Zusammenleben gehört es für mich absolut dazu, Stress und Frust auszuhalten - vor allem der, der im normalen Rahmen stattfindet wie "ich will Essen und krieg nix ab" oder "der hat was und ich nicht" oder so. Das müssen Menschen lernen und Hunde (meiner Meinung nach und bei mir müssen und mussten es auch immer alle und es war nie ein Problem) ganz genauso.

  • Einen Hund anzubinden und zu warten bis er ruhig ist, empfinde ich als etwas anderes, als wenn der Hund von sich aus lernt zu entspannen.

    Für mich gehört Frust auszuhalten auch dazu, aber jedes Individuum hat eine eigene Frustrationstoleranz. Für manche ist das schwieriger als andere und für mich gehört auch dazu, auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen.

  • Zitat


    Für mich gehört Frust auszuhalten auch dazu, aber jedes Individuum hat eine eigene Frustrationstoleranz. Für manche ist das schwieriger als andere und für mich gehört auch dazu, auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen.

    In diesen beiden Sätzen bin ich voll bei dir. :smile: Das schließt aber meine nicht aus - für mich. ;)

  • Wir binden unseren Hund auch nicht an, wenn er auf seinen Platz liegen soll.

    Erstens wiegt er zuviel und könnte dann die Heizung rausreisen und was anderes steht da nicht in der Nähe und zweitens soll er lernen auch ohne Leine ruhig zu bleiben. Das erfordert von uns sehr viel Geduld und Ausdauer. Aber wir steigern das jetzt immer mehr. Und wir sind da echt guter Dinge.

    Er wird aber auch mit Hausleine an seinen Platz geführt. Ist aber nur so Handschlaufe die man im Notfall auch dran lassen kann.

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