Läufigkeitsprobleme bei Hündinnen

  • Ich habe eine Akita Inu Hündin. Sie ist 6,5 Jahre alt. Bisher wurde sie alle 4,5 Monate läufig.
    Beim letzten Mal begann die Läufigkeit ganz normal, brach dann nach einigen Tagen ab und gut eine Woche
    später entdeckte ich dann eitrigen Ausfluß. Wurde dann in einer Tierklinik (war leider am Wochenende) als
    Gefahr einer Gebährmuttervereiterung eingestuft, mittels U-Schall abgecheckt, stellte sich aber zum Glück
    als nicht vorhanden heraus. Mir wurde aber trotzdem zur Kastration geraten, da es sehr wahrscheinlich sei,
    daß die Läufigkeitsprobleme wieder auftreten und die Gebährmutterentzündung nur eine Frage der Zeit wäre.
    Ich bitte jeden,der dazu irgeneine Eigenerfahrung hat, sich zu melden, da ich nicht weiß, wie ich mich entscheiden
    soll. Auch wer über Kastrationsfolgen etwas sagen kann wäre sehr willkommen.
    Kann mich leider erst am Montag wieder melden, da ich I-net nur in der Arbeit habe.

    LG ruburt

  • Persönlich hab ich sowas jetzt noch nicht gehabt.
    Meine hat eher das Gegenteil, nämlich sehr späte Läufigkeit und nur einmal im Jahr.

    Was mir bei deiner Sorgen machen würde, ist die Häufigkeit.
    Alle 4,5 Monate ist ja schon oft.
    Bin wirklich kein Freund davon alles und jedes zu kastrieren.
    Aber bei deiner würde ich schon auch drüber nachdenken.
    Ich würde mir noch bei einem Fachtierarzt für Fortpflanzung eine zweite Meinung einholen.

  • Habt ihr die Hündin bislang Naturheilkundlich unterstützt bei der Läufigkeit?
    Wenn nicht, würde ich erstmal begleitend zur Läufigkeit eine Kur mit Heilkräutern (zB Himbeerblatt) in Erwägung ziehen, bevor ich über eine Kastration nachdenke.

    Und so lange keine Entzündung vorliegt, würde ich da auch nicht vorsorglich operieren lassen. Deine Hündin war jetzt über sechs Jahre problemlos läufig und so wie ich es verstanden habe aus deinem Text, lag ja auch diesmal nicht wirklich eine Pyometra vor.

    Mir wäre das Risiko einer hormonellen Inkontinenz bei der Hündin nach der Kastra einfach zu groß, als dass ich zur möglichen Vorbeugung kastrieren lassen würde.

  • Also so ganz abtun würde ich in dem Fall eine mögliche Kastration von vornherein nicht. Woher kam denn der eitrige Ausfluss??? Es ist mE auch gut möglich, dass die Gebärmutter vereitert war und der Körper die Entzündung (diesmal) durch den Abfluss des Eiters selbst regulieren konnte. Die Gefahr für eine Wiederholung (bei der nächsten Läufigkeit oder auch dazwischen) ist aber auch hier jedenfalls gegeben. "Normal" ist ein eitriger Ausfluss während einer Läufigkeit aber sicher nicht.

    Naturheilkundlich kann man da schon etwas machen/probieren, das gehört aber in die Hand eines Fachmannes. Im Internet findet man zwar gute Anregungen oder Erklärungen, aber das Feld ist zu groß und zu komplex, um da selber etwas sinnvolles machen zu können...

  • Zitat

    Naturheilkundlich kann man da schon etwas machen/probieren, das gehört aber in die Hand eines Fachmannes. Im Internet findet man zwar gute Anregungen oder Erklärungen, aber das Feld ist zu groß und zu komplex, um da selber etwas sinnvolles machen zu können...


    Dem kann ich nur zustimmen.
    Auf jeden Fall einen guten THP suchen und nicht selbst rumprobieren.
    Auch natürliche Mittel können viel Schaden anrichten.

  • Hallo,
    natürlich ist die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Kastration der Hündin immer gegeben.
    Aus - leidvoller - eigener Erfahrung stehe ich Deiner Überlegung gar nicht so abgeneigt gegenüber:
    Letztes Jahr ist unsere 6,5-jährige Große Schweizer Sennenhündin innerhalb einiger Stunden an einer Gebärmutter-entzündung bzw. -vereiterung gestorben. Sie hatte vorher keinerlei Krankheitsanzeichen, war bis zum letzten Tag aktiv, hat gefressen usw. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen, als sie plötzlich nicht mehr aufstehen konnte, haben sofort den Tierarzt gerufen, der hat noch mehrere Spritzen gegeben - und gehofft.
    Leider hat sie es nicht geschafft. Selbst der TA meinte, daß das schon selten ist, so ganz ohne Anzeichen usw.
    Die letzte Läufigkeit war 2 Monate her. Bis dahin gab es in dieser Richtung noch nie Probleme.
    Welpen hatte sie übrigens keine bekommen. Denn manche sagen ja auch, daß diese Gefahr dadurch evtl. vermindert wird (was mir nicht ganz einleuchtet?).
    Nun haben wir wieder eine Hündin derselben Rasse, die jetzt 15 Monate alt ist und wir stellen uns auch manchmal die Frage: Welpen kriegen lassen? Vorsichtshalber sterilisieren lassen? So richtig entschlossen haben wir uns noch für keine Möglichkeit.
    Ich wollte mit meiner Erfahrung nur sagen, daß es durchaus sinnvoll sein kann, die Hündin operieren zu lassen.
    Aber die Entscheidung muß jeder für sich treffen.
    Liebe Grüße und alles Gute
    Sonja mit Bella
    (und TARA in unserem Herzen)

  • Bitte nicht so auf den Ausfluss versteifen. Der ist nach so einer kurzen Zeit nach der Läufigkeit normal. Das hat auch nichts mit einer Gebärmuttervereiterung zu tun. Deswegen muss man nicht kastrieren.

    Meine Sheltiehündin hatte das auch schon und mir wurde das in der Klinik so erklärt. Normalerweise kann ein Arzt, wenn er den Ausfluss unter dem Mikroskop anschaut auch erkennen, ob das etwas entzündliches ist.

    vom Handy getippt

  • Zitat

    Beim letzten Mal begann die Läufigkeit ganz normal, brach dann nach einigen Tagen ab und gut eine Woche
    später entdeckte ich dann eitrigen Ausfluß.

    Also sorry, aber das ist für mich definitiv keine normale Läufigkeit. Ich will hier sicher niemand Angst machen, aber vorsichtig sollte der TS meines Erachtens durchaus sein. Eine abnorme Läufigkeit und ein eitriger Ausfluss sollten gut beobachtet und zumindest naturheilkundlich behandelt werden. Eiter bildet sich da, wo eine Entzündung ist - und bei einer "normalen" Läufigkeit gibt es keine Entzündung!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!