von Bienenstichen und Dicknasen-Retrievern
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Also mein Hund wurde von ca 13 Bienen gestochen ... so viel Stachel hatte ich gefunden und raus gezogen. Wie es dazu kam bleibt mal außen vor. Symtome waren Speicheln und ein erhöhter Kreislauf (hecheln). Ansonsten ist nichts weiter passiert. 13 Stiche sind allerdings schon eine heftige Menge für einen Hundekörper. Zumindest sind wir später noch zum TA weil mir nicht ganz wohl dabei war. Da gabs ne bissel Kortison und gut ist. Der so gefürchtete anaphylaktische Schock tritt eigentlich ziemlich schnell ein (innerhalb der ersten 30 Minuten) und da muss das Cortison gegeben werden. Geschwollen war am Hund nicht all zu viel.
Cetirizin muss umgehend gegeben werden. Wenn man das erst zu spät gibt (also wenn die Schwellung und damit der Entzündungsprozess schon im Gang ist) dürften, soweit ich weiß, die Rezeptoren schon belegt sein mit Histamin und zur weiteren Ausschüttung von Histamin führen. In dem Fall hilft nur kühlen.
Ich halte übrigens die Aussage "Histaminblocker wirken bei Hunden nicht gut" für etwas übertrieben. Natürlich wirkt Cetirizin sonst wäre Angies Allergie nicht damit behandelbar. Außerdem gibt es verschiedene Antihistaminika. Atarax zum Beispiel wirkt wesentlich besser als Cetirizin.
Kurz wenn der Hund bei einem Insektenstich keine Atemnot bekommt oder umkippt dann braucht man gar nicht behandeln. Reagiert er mit Atemnot oder kippt um oder bekommt Quaddeln ist schnellstes Handeln an gesagt und ab zum Tierarzt.
Das ist übrigens beim Mensch auch so. Wenn man keinen trockenen Mund, kein Schwindel, keinen Schock, keine Atemnot und keine nichtlokalen Symtome (z.B. irgendwo am Körper Quaddeln oder Erkältungssymtome bekommt) sondern lediglich dicke Gliedmaßen dann ist alles in Butter und der Körper reagiert völlig normal. Wenn man doch wie beschrieben reagiert sollte man Ruhe bewahren und den Notruf wählen auch wenn es einem noch halbwegs gut geht. Lieber ein mal zu viel ins Krankenhaus als abgenippelt. Außerdem ist es danach ratsam einen Allergietest zu machen und sich Notfallmedikation geben zu lassen.
Hat man nur eine lokale Schwellung kann man sich in der Apo umgehend Cetirizin holen und den Abend mit einem Glas Wein beenden.
Das nur mal am Rande. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Zitat
Ich halte übrigens die Aussage "Histaminblocker wirken bei Hunden nicht gut" für etwas übertrieben. Natürlich wirkt Cetirizin sonst wäre Angies Allergie nicht damit behandelbar. Außerdem gibt es verschiedene Antihistaminika. Atarax zum Beispiel wirkt wesentlich besser als Cetirizin.
Ich denke, es macht einen Unterschied, ob ein Medikament zB bei 9 von 10 oder nur bei 2 von 10 Hunden gute Wirksamkeit zeigt. Denn wenn es bei 8 von 10 nur Placebowirkung hat, ist es nicht unbedingt die erste Wahl. Und um das festzustellen braucht es Studien, nicht nur anektodische Fallbeispiele. Wie gesagt, es gab/gibt eine Diskussion unter den Fachleuten ob AH Zusatznutzen bringen, es sind nicht immer alle TAs gleicher Meinung.
Ich für meinen Teil kann es bei Insektenstichen auch bei essigsaurer Tonerde oder höchstens Fenistil-Gel bewenden lassen. Bei den Hunden hatte ich auch noch nie alarmierende Reaktionen, nur harmlose Schwellung, da würde ich es auch mit einem AH was zur Hand ist oder simpler Kühlung bewenden lassen. Die Diskussion mit meinem TA drehte sich eher um ernsthaften allergischen Schock, und da sollte man sich bei Hunden nicht auf AH allein verlassen.
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Ja ich meine Erfahrung ist da auch zweitrangig. Wichtiger finde ich die ganzen Arbeiten rund um Atopische Dermatitis wo eigentlich immer drauf hin gewiesen wird das ein Antihistaminikum mit in die Therapie einfließen sollte. Natürlich - Cetirizin ist nicht das einzige und man muss etwas rum experimentieren. Das hat natürlich nichts mit Bienenstichen zutun.
Wie ich schon schrieb - ich würde eigentlich gar nichts geben. Die Schwellungen gingen rasch zurück und schienen auch nicht (anders als bei uns Menschen) zu jucken. -
Zitat
Cetirizin muss umgehend gegeben werden. Wenn man das erst zu spät gibt (also wenn die Schwellung und damit der Entzündungsprozess schon im Gang ist) dürften, soweit ich weiß, die Rezeptoren schon belegt sein mit Histamin und zur weiteren Ausschüttung von Histamin führen. In dem Fall hilft nur kühlen.
Ich halte übrigens die Aussage "Histaminblocker wirken bei Hunden nicht gut" für etwas übertrieben. Natürlich wirkt Cetirizin sonst wäre Angies Allergie nicht damit behandelbar. Außerdem gibt es verschiedene Antihistaminika. Atarax zum Beispiel wirkt wesentlich besser als Cetirizin.
Kurz wenn der Hund bei einem Insektenstich keine Atemnot bekommt oder umkippt dann braucht man gar nicht behandeln. Reagiert er mit Atemnot oder kippt um oder bekommt Quaddeln ist schnellstes Handeln an gesagt und ab zum Tierarzt.
Das nur mal am Rande.
Hey,
ich denke einfach dass es von Hund zu Hund unterschiedlich ist. Bei uns Menschen ist es doch das gleiche. Bei meiner Mutter wirkt Cetirizin super, aber mein Kumpel beispielsweise hat dadurch überhaupt keine Verbesserung. Er probiert jetzt Antihistaminika aus, hat aber ein wenig Zweil weil man ja sehr schnell müde dadurch werden soll. Mein Hund hatte eine Zeit lang auch Antihistaminika bekommen und er wurde zunehmend schlapper und lustloser. Er hing teilweise nur noch schlaff im Wohnzimmer rum und wollte schon gar nicht mehr zum Spielen nach draußen...
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Zitat
ich denke einfach dass es von Hund zu Hund unterschiedlich ist.
Nichts anderes schrieb ich :) Gerade in Bezug auf Atarax hatte ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Es wirkt bei Angie besser als Cetirizin. Allerdings gibt es, wie du schon richtig feststellst, jede Menge andere H1-Blocker.
Aber es soll ja jetzt hier nicht um H1-Blocker gehen ... das ist ohnehin ein Thema für Allergiehundebesitzer und nicht bei Insektenstichen :) -
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Ui - interessante Diskussion zu AH draus geworden

Ist interessant für mich, mal mehrere "Seiten" dazu zu hören - dankeschön!
Das PU hat gestern abend nochmal das Cetirizin bekommen - heute morgen war die Gesichtshälfte weitgehendst abgeschwollen - lediglich eine Stelle um etwas dicker und härter, aber das wird schon noch, denk ich mal

Da die Schwellung gestern abend schon etwas zurück gegangen war, hab ich dann doch kein Foto mehr von gemacht
.Was ich bemerkt habe: Ich hab die Tabletten einige Zeit VOR dem Gassigang gegeben - und eine gewisse Mattigkeit konnte ich beim Hundetier feststellen. Wir haben ja erstmal das Unwetter mit Regen abgewartet und ich hab auf Abkühlung gehofft (war aber nur geringfügig) - damit der schwarze Schlumpf etwas flotter läuft. Ich hab bloß die Tabletten dahin gehend wohl unterschätzt - den in Sichtweite vorbeihuschenden Rehen hat er nur hinterhergeblinzelt und einen kurzen Beller nachgeschickt. Normalerweise werden die anders kommentiert *hihi*
Wegen der Wirkung des AH bin ich mir jetzt nicht sicher - ob das nicht von alleine so wieder abgeschwollen wäre, ich kann es also echt nicht sagen

Aber interessant sind eure Aussagen bezüglich des AH auch dahin gehend, weil das PU im Frühjahr auf auf einige Gräser mit vermehrtem Kratzen reagiert - da hatte ich auch schon mal die AH im Sinne, um ihn da zu unterstützen.
Aber ich glaub, ich wässer den Hund in der Zeit lieber mehr und rück ihm wie auch jetzt schon öfter mit dem Staubsauger auf den Pelz
- wenn er auf die AH immer so unlustig reagieren würde, würd er glaub ich bei einer "dauerhaften" Gabe beim Laufen einschlafen, da er so schon nicht der übermässige Rumspringer ist.LG
Bine mit Puschkin -
Ich hab beim Hund weder Erfahrungswerte noch Bedarf an AH. Aber wenn man sich in Menschenforen rumtreibt, stellt man fest, dass alle Menschen sehr unterschiedlich in gewuenschter und ungewuenschter Wirkung reagieren. Da muss man wohl also individuell ausprobieren.
Die neueste Generation, Desloratidin und Levocetrizin z.B., sollen nicht mehr muede machen. Fuer mich stimmt das. Allerdings sind die derzeit noch verschreibungspflichtig und im Vergleich recht teuer.
Calcium, beim Mensch 1000mg taeglich, wirkt bei mir auch prima abschwellend bei Insektenstichen. Wenns nicht regelmaessig ist, wuerd ich das beim _erwachsenen_ Hund (500mg vielleicht) auch mal probieren. Besser als tagelang ne Gunkennase zu haben. -
Mich selbst machen AH auch total fertig. Egal ob Cetirizin o.ä. oder auch die neueren, die noch verschreibungspflichtig sind. Auch wenn ich die Tabletten jeweils abends vor dem Schlafen genommen hab, am nächsten Tag ab Mittag konnte man mich total vergessen...

Calcium - hoch dosiert - hilft bei meiner Sonnenallergie total prima. Gegen den Heuschnupfen konnte das leider nix ausrichten.
Das einzige was bei meinem Heuschnupfen ein echter Erfolg ist, ist die Hyposensibilisierung. Seit 3,5 Jahren zieh ich das nun ganz tapfer durch (bei vielen geht das auch deutlich schneller) und sowohl die Pollenallergie ansich, als auch die Kreuzallergien und das Asthma sind - bis auf wenige Ausnahmen - so gut wie weg.
Vielleicht gibt es sowas ähnliches auch für Hunde?
Ok, den Aufwand und den Stress jahrelang regelmäßig zum Tierarzt zu rennen, würde ich nicht unbedingt betreiben für ein bisschen Gräserallergie. Aber vielleicht gibt's da ja auch was weniger aufwändiges.... -
Zitat
Vielleicht gibt es sowas ähnliches auch für Hunde?

Gibt es - Knackpunkt sind die Allergenermittlung und die Therapie selbst welche nicht immer erfolgreich ist aber haufen Kohle kostet. -
Also ähnlich wie bei uns: hilft nicht immer und ist teuer.
Wenigstens ist es beim Menschen so erfolgreich, dass die Krankenkasse dafür zahlt.Danke für die Info!
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