Apportieren

  • Sorry, aber via Suche konnte ich nichts passendes finden.
    Wie bringt ihr Apportieren bei?
    Wenn ich den Ball werfe holt sie ihn und kommt auch zurückgelaufen, legt oder stellt sich dann aber ein paar Meter von mir entfernt hin, sodass ich immer zur ihr laufen muss. Und den Ball will sie auch manchmal einfach nicht hergeben.
    Wie reagiere ich in so einer Situation richtig?

    Danke im Vorraus. ;)

  • Ich hatte mit meinem Basset ein ähnliches Problem, zumal er nur seine Bälle apportieren wollte, woran wir jetzt gerade arbeiten.
    Wir sind das mit dem Abgeben so angegangen, dass er gelernt hat es lohnt sich das Teil herzugeben. Ich hab mich hingehockt und den Ball da hingelegt, sobald er den Ball nur angesehen hat gab es eine Bestätigung mit Leckerchen. Dann hat er irgendwann den Ball ins Maul nehmen dürfen (abgewartet mit Leckerchengabe) und ich hab ihm das Leckerchen angeboten (teils mit Leine gesichert) und gewartet bis er ausgespuckt hat. Ganz wichtig war ihn nicht zu bedrängen sondern einfach abzuwarten. Der nächste Schritt war dann das Bällchen nur ein oder zwei Meter entfernt hinzulegen, damit er eben nicht wieder komplett ausweichen kann. Ich hab ihn nicht an der Leine zu mir gezogen. Nach nun 10 Monaten bei mir kann ich ihn sogar auf verschiedene Bälle bewusst schicken und er bringt sie mir alle zuverlässig zurück und lässt sie sich sogar aus dem Maul "wurschteln" was wegen der ganzen Haut nicht so einfach ist ;) . Der Abgabevorgang an sich hat bei ihm ca 2-3 Monate in Anspruch genommen, bei einem Hund der in diesem Bereich mehr Eifer mitbringt wird es vermutlich schneller gehen

  • Möchtest du nur das Spiel mit dem Ball etwas anders gestalten oder möchtest du ein schulmäßiges Apportieren für Dummytraining oder anderen Hundesport einüben?

    Im ersten Fall kannst du die Spielregeln zB dadurch ändern, daß du einen zweiten, möglichst gleichen Ball nimmst und mit diesem demonstrativ für dich alleine spielst, wenn deine Hündin mit ihrem Ball im Maul zuschaut. 'Guck mal, meiner ist viel toller!' Du läufst also nicht ihr nach, um ihren Ball zu kriegen, sondern machst sie begehrlich auf deinen Ball, bewegst dich dabei eher von ihr weg. Wenn sie dann herankommt und sich dafür interessiert, kannst du deinen Ball gegen ihren tauschen.
    Nach meinem Eindruck finden gerade Schutzhundrassen wie Schäferhunde oder Boxer oft viel Gefallen an Zergelspielen und am Festhalten der Beute. Sie geben oft ungern Beute aus und freuen sich eher, wenn man dran zieht. Da ist die Tauschmethode ein guter Ansatz.

    Wenn du das regelrechte Apportieren willst, nimm einen ganz anderen Gegenstand, der nicht zum freien Spiel bestimmt ist, und bau das Fassen, Halten, Tragen und Ausgeben mit dem Clicker sicher auf, bevor du den Gegenstand wirfst. Dann bestimmst du von Anfang an die Regeln im Umgang mit diesem Apportel. Hunde können freies Spiel gut vom Apportieren unterscheiden, wenn man verschiedene Gegenstände verwendet.

    viel Spaß beim Spielen und Bringen!

    Dagmar & Cara

  • Reina ist nun 2,5 Jahre jung und ich muss ihr wirklich alles beibringen. Sitz klappt immer besser, auch wenn sie manchmal so tut als würde sie mich gar nicht verstehen, wobei es im anderen Moment wie auf Kommando funktioniert. Aber da muss eben noch etwas geübt werden. :)
    Ergo muss ich ans Apportieren für Dummytraining noch nicht denken, aber ich will schon irgendwann in die Richtung. Nichtsdestotrotz ist es nervig, wenn ich ihr "hinterherrennen" muss um an den Ball zu kommen. Rein theoretisch muss sie ja nur lernen, dass es sich lohnt den Ball abzugeben, denn dann werfe ich ihn wieder. Ich werde wohl mal die Methode mit dem Anschauen & Belohnen sowie mit dem Tausch versuchen. :)

  • ich habe meinen Hunden das Apportieren durch den Futterbeutel beigebracht, jetzt bei meinem welpen funktioiniert es dadurch auch schon klasse, sie ist nun 13 Wochen alt!! Und sie macht es schon.

    Ich habe immer einen Futterbeutel in der richtigen Größe gekauft und dann ging es los:
    Für Anfänger nimmst du dir den beutel und den Hund. Dann gute Leckerlis, auf die der Hund abfährt, du zeigst ihm die Leckerlis, lässt ihn dran schnuppern und füllst sie in den Beutel, so dass der Hund mitbekommt, wo du die reinfüllst, dann Beutel zu und dann wecke ich mit dem Beutel das INteresse des Hundes und werfe den Beutel vl erstmal 40 cm weit nicht mehr...der Hund wird hingehen und dann heißt es schauen, was er macht....manche rennen mit dem beutel erst weg, da heißt es dranbleiben und zeigen, was im Beutel ist....manche nehmen ihn ins Maul, dann musst du am Anfang schon belohnen. Wenn er ins Maul genommen wird, ist es nicht mehr weit, bis zum bringen.
    LG

  • Welpi ist nun 10 Wochen alt. Ich habe ihm immer sein Spielzeug geworfen (nicht allzuweit) und jedes Mal, wenn er zufällig damit dann in meine Richtung gelaufen ist, habe ich sofort "Bring her" gesagt und nach dem Spielie gegriffen und ihn gelobt, es ihm aber nicht abgenommen, sondern mit ihm dann Zerren gespielt. Nun hat er raus, wenn er das Spielie zu mir bringt, ist es lustiger, als wenn er es irgendwo fallen läßt.
    Klappt nicht immer, manchmal will er seine Beute für sich behalten, aber es klappt immer öfter und besser und das Kommando "Bring her" kennt er nun schon. Nun arbeiten wir an einem "Aus"

    Mit meinem damals fast erwachsenen Hund habe ich es genauso gemacht, nur dass er dabei an einer Strippe lag (am Halsband befestigt -keine Leine nehmen!) Mit Strippe merkt er nicht, dass er unter Kontrolle ist und ich habe ihm, wenn er mit Spielie im maul lief dann sanft in meine Richtung dirigiert und das Kommando gesagt. I.wann klappte das dann auch.

    Achso...es muss sich IMMER für den Hund lohnen, dass er den Ball zu dir bringt. Also im Wechsel mache ich das mit Leckerlie, kräftigem Loben und ordentlichen Zerrspielen (immer abwechselnd, damit der Hund nicht nur auf Leckerlie konditioniert wird)

  • Hast du schon mal versucht, von ihr weg zu rennen, anstatt ihr hinterher? Denn sie möchte dich ja hinter sich her locken, damit du ihr den Ball abjagst (oder das zumindest versuchst). Du kannst also versuchen, den Spieß umzudrehen und sie durch dein Weglaufen zu dir locken. Denn sie möchte ja gemeinsam mit dir weiterspielen.

    Wenn du später mal in Richtung korrektes Apportieren gehen willst, baust du das einfach mit einem neuen Gegenstand auf. Dann kannst du den Ball als 'Spielzeug' im eigentlichen Sinne belassen, mit dem auch herumgekaspert werden darf.

    Dagmar & Cara

  • Sie soll lernen, dass es dich für sie lohnt, mir den Ball zurück zu geben. Seit zwei tagen klappt gar nichts mehr, wenn ich den Ball irgendwie bekomme kommt der für dem Rest des Tages in die Tasche. Lernen Hunde daraus? Sonst wären andere Tipps nett. :)

    Tapatalk-Gekritzel

  • Zitat

    Sie soll lernen, dass es dich für sie lohnt, mir den Ball zurück zu geben. Seit zwei tagen klappt gar nichts mehr, wenn ich den Ball irgendwie bekomme kommt der für dem Rest des Tages in die Tasche. Lernen Hunde daraus? Sonst wären andere Tipps nett. :)


    Ja, vermutlich lernt sie daraus, dass wenn sie den Ball zurückbringt, der Spass ein Ende hat. :/

    Es wurde schon gesagt: du hast zwei Möglichkeiten. Entweder über den spielerischen Aufbau versuchen, ihr das Zurückbringen mit etwas Tollem zu verknüpfen, statt mit einem Raub der Beute. Oder den Apport in einzelschritte zerlegen und formell von hinten aufbauen mit Halten und Ausgeben.

    Willst du bei der ganzheitlicheren, spielerischen Variante bleiben, würde ich ihr den Ball NICHT versuchen abzunehmen, sondern sie ermutigen und loben für jede Annäherung an dich. Und bring wie gesagt den zweiten Ball in die andere Richtung ins Spiel, den du dann selber holst. Auch wenn sie sich wieder rantraut, nur loben und Ball nicht abnehmen! Sie muss erst wieder Vertrauen aufbauen. Eventuell ein anderes Spielzeug verwenden, welches nicht ganz so hochwertig ist.

    Auch bei dieser Variante würde unabhängig davon das Ausgeben über Tausch üben, das ist auch im alltag nützlich.

  • Ich würde ihr, wenns nur darum geht, dass sie den Ball bringt, ihr den Ball abnehmen und sofort wiedergeben. Das erstmal üben und dann Aus dazu sagen. Jedes Aus von dir ist für sie der Anfang eines neuen Spiels.
    Und dazu ein Wort wie Ende, Schluss jetzt etc. Das sagst du dann wenn der Ball entgültig weg kommt, kannst ihr dann ja was hochwertiges zum Kauen anbieten und dann ist der Ball weg. Ich mache das so, weil dann mein Beutegeier weiß, es ist Ende und er braucht nicht ständig zu gucken, ob ich nicht doch nochmal werfe.

    Ansonsten ist Halten üben eine Sache, die man auch vollkommen separat üben kann. Grundsätzlich sollte Apportieren immer toll sein, also lob sie immer, wenn sie dir was anbringt, egal ob sie es vorher fallen lässt oder nicht. Animier sie, zu dir ran zu kommen, aber nimm nicht den Ball weg, sondern streichel sie, oder wirf nen zweiten Ball gleich danach. Aus geben dann eben wo anders mit üben und später zusammenstellen.

    Du musst bei ihr genauso kleinschrittig üben wie mit nem Welpen.

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