Apportieren

  • Hallo, mein Spitz war auch einer von der Sorte hinter dem Ball herrennen und dann damit verschwinden. Ich habe ihm das "Spielzeug zu mir bringen" etwas unkonventionell beigebracht.
    Hab mich mit Hund, Clicker, Spielzeug und einer Leine in unseren Flur gesetzt und alle Türen verschlossen. Die Leine hab ich quer über den Boden gelegt und somit zwei Seiten geschaffen. Das Spielzeug (Gummiknochen) wurde geworfen und sobald Fiffi den Knochen über die Leine auf meine Seite fallen ließ (auch wenns am Anfang eher Zufall war) gabs einen Klick und ne Party. Dann hab ich die Leine immer weiter in meine Richtung gelegt und sie irgendwann ganz weggelassen. Was mir dabei geholfen hat, war dass er den Namen des Spielzeugs kannte und ich ihn damit zugelabert habe. (Ja Knochen, fein, wo ist der Knochen?) Hab mich total zum Affen gemacht für den Hund ;)

    Ich habe bewusst ein Spielzeug genommen, dass ihm praktisch immer zur Verfügung steht. Sein Gummiknochen liegt bei uns im Wohnzimmer rum und zwischendurch nimmt er ihn und fordert uns zum spielen auf, oder kaut darauf rum. Der Knochen ist aber wiederum nicht so rar und daher interessant, dass er ihn erst mal untersuchen muss und nicht mehr hergeben will. Da er ja weiß, dass der Gummiknochen sowieso in der Wohnung zur seiner Verfügung steht.

    Heute kann ich auf jeden beliebigen Gegenstand zeigen und "Hand" sagen und mein Hund bringt ihn mir und legt ihn in meine Hand. (Das war in der Schwangerschaft sehr praktisch, da war er mein kleines Helferlein und musste mir alles aufheben.) - Der Futterbeutel kam bei uns erst viel später, als er sein Spielzeug bringen perfekt beherrschte, da er ein Problem hatte Futter abzugeben.

    Vielleicht kannst du ja was damit anfangen. Ist auf jeden Fall eine Methode bei der man nicht den Hund mit der Leine zu sich heranzieht, was mir sehr wichtig war.
    Gruß Möffi

  • Wie gesagt wurde und wie du es ja jetzt auch machst, einfach nicht anfassen ;) klingt ja soweit schonmal ganz gut, zur Impulskontrolle gibt es hier immer mal wieder irgendwo Bemerkungen, du kannst es auch beim Fressen üben. Ich hab das mit meinen beiden schon immer so gemacht, sie müssen sich absetzen, ich stell den Napf hin (am Anfang vielleicht mit einer gewissen Entfernung und über eine Leine gesichert, damit sie nicht selbst auflöst) sie gucken mich an und dann gibt es die Freigabe. Mal ganz schnell, mal dauert es ein wenig länger.
    Beim Spiel dann ähnlich, Hund in die gewünschte Position bringen (von mir aus auch Kopfstand), Gegenstand AUSLEGEN (ganz wichtig am Anfang nicht werfen) zurück zum Hund gehen und entweder losschicken oder Hund bestätigen mit Leckerchen und dann den Gegenstand selber holen. Irgendwann kann man auch den Gegenstand werfen oder Übungen verlangen ohne dass sie hin dürfen und als Belohnung dürfen sie dann los, das ist dann aber schon fortgeschritten und je nach Hund viel Arbeit.
    Wichtig ist dass du den Hund so sicherst, dass er nicht selbst das Kommando auflösen kann. Zur Not müsstest du eine zweite Person bitten den Gegenstand auszulegen. Oder aber den Gegenstand werfen und dabei gleichzeitig selbst den Hund sichern, ist aber schon schwer...
    Ich übe das Ganze zur Zeit mit zwei Hunden gleichzeitig, also sogar abwarten dass der andere Hund schon laufen darf usw, nach 20 Minuten sind beide platt
    Ich hoffe das war nicht zu wirr

    Zum Futterbeutel: ich würde ihn niemals verwenden wenn ein Hund dazu neigt Beute zu sichern, da ist die Motivation ja noch höher, da der Hund in Konkurrenz tritt, außerdem muss ich den Beutel ja anfassen um bestätigen zu können, was für diesen Hund ja offensichtlich negativ ist.

  • Zitat

    Futterbeutel willst du nicht mal ausprobieren? Ist wirklich super, um Apportieren zu lernen.

    Habe einen, ja. Werde es auch mal testen, aber so stark am Anfang sind wir ja gar nicht. Reina kommt ja meist sogar zu mir gelaufen, das "Aus" ist eher das Problem. :D

    @Möffi: Klingt cool, werde das mal testen, vor allem kann man sowas zu Hause machen was ich klasse finde :gut:

  • Zitat

    Wie gesagt wurde und wie du es ja jetzt auch machst, einfach nicht anfassen ;) klingt ja soweit schonmal ganz gut, zur Impulskontrolle gibt es hier immer mal wieder irgendwo Bemerkungen, du kannst es auch beim Fressen üben. Ich hab das mit meinen beiden schon immer so gemacht, sie müssen sich absetzen, ich stell den Napf hin (am Anfang vielleicht mit einer gewissen Entfernung und über eine Leine gesichert, damit sie nicht selbst auflöst) sie gucken mich an und dann gibt es die Freigabe. Mal ganz schnell, mal dauert es ein wenig länger.
    Beim Spiel dann ähnlich, Hund in die gewünschte Position bringen (von mir aus auch Kopfstand), Gegenstand AUSLEGEN (ganz wichtig am Anfang nicht werfen) zurück zum Hund gehen und entweder losschicken oder Hund bestätigen mit Leckerchen und dann den Gegenstand selber holen. Irgendwann kann man auch den Gegenstand werfen oder Übungen verlangen ohne dass sie hin dürfen und als Belohnung dürfen sie dann los, das ist dann aber schon fortgeschritten und je nach Hund viel Arbeit.
    Wichtig ist dass du den Hund so sicherst, dass er nicht selbst das Kommando auflösen kann. Zur Not müsstest du eine zweite Person bitten den Gegenstand auszulegen. Oder aber den Gegenstand werfen und dabei gleichzeitig selbst den Hund sichern, ist aber schon schwer...
    Ich übe das Ganze zur Zeit mit zwei Hunden gleichzeitig, also sogar abwarten dass der andere Hund schon laufen darf usw, nach 20 Minuten sind beide platt
    Ich hoffe das war nicht zu wirr

    Zum Futterbeutel: ich würde ihn niemals verwenden wenn ein Hund dazu neigt Beute zu sichern, da ist die Motivation ja noch höher, da der Hund in Konkurrenz tritt, außerdem muss ich den Beutel ja anfassen um bestätigen zu können, was für diesen Hund ja offensichtlich negativ ist.

    So wirr ist das gar nicht. ;)
    Mit Reina ist das schon eine Menge arbeit wenn es um's Füttern geht. Sobald der Napf auf dem Boden steht, wird alles verschlungen und sie hat ihre Schnute drin bevor ich meine Hand vom Napf nehmen kann.
    Da ich sie 2x täglich füttere, ist das ja schonmal eine gute tägliche Übung bzgl. Impulskontrolle auch wenn ich was das Thema "Futter" angeht etwas pessimistisch bin, denn da kennt sie nix. :lol:

  • Hallo, arbeitest du eigentlich mit dem Klicker? Mein Hund hatte am Anfang auch sehr große Probleme etwas abzugeben. Futterbeutel ging gar nicht. (Er hatte das Futter ja schon - zwar eingepackt - und sah nicht ein es wieder rauszurücken)
    Das sehe ich genau so:

    Zitat


    Zum Futterbeutel: ich würde ihn niemals verwenden wenn ein Hund dazu neigt Beute zu sichern, da ist die Motivation ja noch höher, da der Hund in Konkurrenz tritt, außerdem muss ich den Beutel ja anfassen um bestätigen zu können, was für diesen Hund ja offensichtlich negativ ist.

    :gut:

    Wenn du mit dem Klicker arbeitest und der Hund schon bei dir ist -was an sich schon ein großer Erfolg ist :gut: - machst du *klick* und der Hund weiß ja dass er dann ein Schmecki bekommt. Lässt sie dann dafür das Spielzeug eventuell los, um ans Futter zu kommen? Bei meinem Hund war es jedenfalls so.

    Zum Füttern: meiner muss auch immer warten bis er ans Futter darf. War aber eine menge arbeit.

  • Ja ich arbeite mit klicker und nein für ein leckerlie lässt sie es meist nicht los...

    Zum füttern: viel Arbeit im sinne von zeit bis deiner das verstanden hat zu warten?

    Tapatalk-Gekritzel

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