Lange nicht ernst genommen, jetzt großes Problem: Leinenaggr
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Hallo, seit nun etwa 2,5 Jahren habe ich meine Rottweilerhündin Amy. Wir leben (noch) in der Stadt und es herrscht in den Parks leider überall Leinenpflicht. Mit der Zeit hat sich bei Amy eine Leinenagression entwickelt und ich muss zu meiner Schande gestehen dass ich nicht wirklich was dagegen gemacht habe. Es war nur bei ausgewählten Hunden, fast immer nur wenn diese zuerst angefangen haben und sie war auch immer schnell zu bändigen. Jetzt ist aber seit zwei Wochen Leo hier, ein 10-11 monatiger Rottibub. Der will momentan noch zu jedem Hund hin und tut das durch Gezerre und Gefiepe auch Kund. Amy fängt dann an den anderen Hund anzupöbeln, manchmal auch schon bevor Leo fiept, und dann passiert es dass beide Hunde aufeinander losgehen (also meine). Ist für mich sehr schwer zu bändigen und hat mich jetzt auch schon sehr tiefe blutige Kratzer gekostet, so kann es auf keinen Fall weiter gehen. Jetzt würde ich gerne wissen ob mein "Plan" so funktionieren kann. Ich gehe mit Amy einzelne Übungsrunden und wenn sie einen anderen Hund sieht bringe ich sie mit Futter dazu zu mir zu schauen und mit den Augen an mir klebend an dem anderen Hund vorbei zu laufen. Wenn das perfekt funktioniert kann ich versuchen das mit beiden Hunden zusammen zu üben.
Kann ich überhaupt jetzt noch mit beiden zusammen Gassi gehen? Der kleine saugt ja alles auf wie ein Schwamm und ich möchte wirklich nicht dass er auch noch damit anfängt
Soll ich einzeln gehen bis Amy das geschnallt hat und nicht mehr pöbelt?
Hätte mich echt früher drum kümmern sollen, aber als Amy noch alleine war wars lange nicht so heftig, naja jetzt ist wie man so schön sagt das Kind in den Brunnen gefallen und ich will retten was zu retten ist.Bin sehr dankbar für alle Tipps!
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Hi,
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Lies mal meinen Thread von damals durch:
https://www.dogforum.de/topic87289.htmlIch würde sie nicht auf Futter prägen, denn das wieder abzubauen wird schwer.
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In so einem Fall empfiehlt sich wohl, mit beiden Hunden einzelnd zu laufen und seperat zu trainieren.
Bei Amy hast Du ja einen ganz anderen Grund, als beim Leo.
Also wird die Arbeit dahinter auch eine andere sein.Wenn Du beide gleichzeitig mithast, schaukelt es sich ja nur hoch, dann kommt der Frust hoch und da kann es schon mal passieren, daß derjenige, der gerade in der Nähe ist, was einstecken muß, auch wenn dieser nicht gemeint ist.
Das hast Du ja inzwischen schon erlebt.Wenn Du die Möglichkeit und Zeit hast, würde ich wirklich mit beiden alleine üben.
Dann kommt eine Trainingsphase, wo Du mit beiden gleichzeitig übst. Das geht allerdings nur, wenn Du noch "Kontrolle" über die Situation hast. Sprich, in einem Trainingsmoment.Wie machst Du das mit dem Futter bei Amy?
Ist es eher eine Ablenkung, also "Umlenken vom Feind"?
Dann befürchte ich, daß sie nichts dabei lernen wird. Und Deine Schwierigkeiten werden größer solltest, Du einmal kein Leckerchen mehr haben!Kannst Du statt dessen große Bögen laufen.
Wenn die Distanz zum Feind noch groß ist und sie ruhig bleiben kann, wäre eine gute Möglichkeit, sie für ihr gutes Verhalten zu bestätigen. Gern auch mit Futter.
Nur eben nicht damit "ablenken", oder "bestechen".Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Ausweichen ist im Prinzip eine gute Idee, aber zB auf Gehwegen neben Straßen nicht möglich.
D.h. ich belohne Amy so lange sie ruhig ist, wenn sie einen anderen Hund sieht? Dann konzentriert sie sich voll auf das Futter (extremst!! verfressen) ist das nicht irgendwie dann das selbe wie ablenken?
Ich habe jetzt mal angefangen "schau" zu trainieren, d.h. sie schaut mich an und bekommt eine Belohnung. Das werde ich dann unter Ablenkung weiter üben. Habe auch mal eine Hundetrainerin angeschrieben die mir bestimmt helfen kann.
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Kommt wohl ein wenig auf die Belohnungsform an.
Mit Futter in der Hand, würde ich schon eher sagen, ist wie "Bestechung", bzw. "Ablenkung".
Tust Du aber vorher irgendwie bestätigen, mit einem Lobwort, oder Clicker und greifst dann erst in die Futtertasche, ist dies keine "Bestechung" oder "Ablenkung".Da wäre noch eine Frage:
Wann fängst Du denn mit der Belohnung an?Hunde bekommen ja schon lange vorher mit, daß da was ist.
Und viele haben eine entsprechende Körperhaltung drauf.
Geht man dann weiter, ohne Ausweichmöglichkeiten, bzw. wenn man ausweichen könnte, aber das nicht nutzt, hat man irgendwann einen Hund der sich so weit reingesteigert hat, daß er das ganze Programm abfährt.
Also, in die Leine springen, bellen, rumschnappen, hysterisch jaulen, was weiß ich noch.Was wäre, wenn man (im Training!) statt dessen einfach mal umdreht und wieder zurück geht.
Ist der Hund noch ruhig, und zeigt auch nicht die ersten Anzeigen von Körperspannung, kann man DAS bestätigen.
Sobald dieser sich verspannt, wäre es schon ein Tick zu spät. Also wieder raus aus der Situation.Wie gesagt, das funktioniert halt nur im Training, wenn die anderen Leute auch richtig mitmachen.
Beim normalen Gassigang kannst Du nicht immer mit der "richtigen Reaktion" der Leute rechnen.
Du kannst auch nicht verhindern, daß andere Hunde bellen.
Wohl aber Amy "erklären", daß dies vielleicht nicht schön ist, aber trotzdem eine andere Möglichkeit gibt, zu reagieren.Und ich könnte mir vorstellen, daß dies im Einzeltraining etwas leichter ist, als wenn Du Dich auf zwei Hunde konzentrieren mußt.
Wenn es einigermaßen klappt, muß eh mit zwei Hunden gleichzeitig "neu" trainiert werden, weil das ja wieder eine neue Konstellation ist.Wäre jetzt so meine Idee.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
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Ich würde Dir zu einem guten Trainer raten und nicht ewig warten bis es sich noch mehr festigt! Marla ist sehr unsicher gegenüber anderen Hunden an der Leine und es hat sich schleichend nach der ersten Läufigkeit eine Angst-Leinenaggression eingeschlichen. Chicco fing zwar nicht an sich in die Leine zu hängen, aber hat sich immer aufgeplustert und sich aufgeregt. Ich habe lange Zeit allein herumgedoktert, aber den wirklichen Durchbruch habe ich echt erst mit der Trainerin geschafft.
Ich kann meine Zwerge zwar körperlich gut bändigen (wiegen ja vllt. so viel wie eine Rottipfote :D), aber trotzdem ist es einfach ein Teufelskreis. Ich habe schon Herzklopfen bekommen sobald wir einen Hund getroffen haben. Das hat sich natürlich auf die Hunde übertragen.
Evt. würde ich auch mal einen Tierheilpraktiker ansprechen. Wir haben eine Bachblütenmischung bekommen und ich bilde mir ein, dass die Hunde sich besser auf mich konzentrieren konnten und ansprechbarer waren.
Jetzt bin ich viel gelassener seit es klappt :)
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Zitat
Lies mal meinen Thread von damals durch:
https://www.dogforum.de/topic87289.htmlIch würde sie nicht auf Futter prägen, denn das wieder abzubauen wird schwer.
Das stimmt doch gar nicht...
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Zitat
Das stimmt doch gar nicht...
Das kommt wohl auf den Hund an
Ich persönlich würde es ohne Futter und ohne Spielzeug machen. Herr oder in dem Fall Frau Hund, soll sich ja an mir orientieren und nicht an etwas, was ich vielleicht nicht rechtzeitig aus der Tasche kriege usw.
Aber da gehen die Meinungen halt auseinander
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Nee, so denke ich auch.
Es ist einfach schöner, wenn die Hunde sich auf den Menschen konzentrieren.
Wenn dies nur "funktioniert", wenn man es schafft, rechtzeitig das Zeug aus der Tasche zu holen, dann liest sich für mich eher nach Ablenkung.Wenn man über Futterbelohnung arbeiten will (ist ja kein Muß), dann kann man den Hund ja schon vorher für sein richtiges Verhalten bestätigen. Da muß das Leckerchen nicht schon vorher aus der Tasche sein.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Ich verstehe nicht, wieso es so erstrebenswert sein soll, dass der Hund sich einfach mal so am Menschen orientieret. Für nichts, einfach nru weil der Mensch so toll ist.
Wenn Futter ein guter Bestärker ist, warum denn bitte nicht? Bestärker kann man variieren und dann auch auschleifen lassen.
- Vor einem Moment
- Neu
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