Problem...schon alles probiert

  • Hallo,

    mein Name ist Tanja. Mein Mann und ich haben seit 5 Wochen einen Labrador Weplen, er wird 13 Wochen alt und heißt Barnie.
    Das Zusammenleben klappt sehr gut, wir haben bereits sehr viel mit ihm unternommen und er hat keine Angst vor Neuem....Das Kommandos "Sitz" beherrscht er perfekt (wobei dies ja auch nicht so schwer ist :o) ), "Bleib" kann er solange ich in Sichtweite bleibe und "Platz" versteht er bislang nur unter dem Handzeichen (flache Hand auf Boden). "Nein" kennt er auch, "Pfui" wenden wir immer an, wenn er etwas aufnimmt was er in keinem Fall tun darf egal wo...dies funktioniert leider nicht so richtig.
    Wir gehen mit ihm fleißig in die Hundeschule und dort fühle ich mich auch wirklich super aufgehoben.

    Nun zu meinem Problem:
    Barnie frißt praktisch alles...was auf dem Boden liegt. Nicht in der Wohnung, aber draußen.
    Wir haben einen Garten, der bereits schon vertikutiert wurde von ihm. ER steht total auf Moos. Da er nicht wirklkich trennen kann und draußen (ausserhalb unseres Grundstückes) dann auch Unrat aufnimmt empfahl uns die Hundetrainerin am Anfang ihm alles (also auch Gras und Moos) kommentarlos aus dem Fang zu nehmen , danach gegen tauschgeschäft Leckerlie...und aktuell haben wir auch geübt Leckerlie und Käse oder Wurst auf dem Boden hinzuschmeißen ohne das er es aufnimmt sondern wir ihm die Freigabe geben müssen.
    Das funktioniert auch, er rührt die Leckerlies nicht an erst auf unsere Freigabe hin erhält er dann von usn ein leckerlie zur Belohnung. Auch sein Futter gebe ich ihm aus der Hand und das funktioniert einwandfrei.
    Was mir auffällt...wenn wir draussen mit ihm sind dann nimmt er fast nix mehr auf, da hat er auch genug zum Schnüffeln und es ist ja alles aufregegend. Aber in unserem Garten....oh .......
    Mittlerweile haben wir eigenständig das Wort "Nein" mit eingesetzt, immer wenn er etwas aufnimmt im Garten, habe es aus seinem Fang genommen oder auch das Tauschgeschäft angewendet.
    Jedoch ist der kleine ja nicht dumm...er macht sich ein Spiel daraus, indem er mit seinem Moosbüschel etc. vor uns wegläuft und wir ihn dann mit einem Leckerlie anlocken müssen um zu tauschen. Dies klappt auch meistens, aber seit ca. 3 Tagen wird er nun nach dem Tausch so wild, das er an uns hochspringt..in die Klamotten beisst....
    Wenn er dann hochspringt drehe ich mich kommetarlos um und versuche weg zu gehen von ihm ...ich schreibe deswegen "versuche", denn wenn er sich in meine Hose festgebissen hat es etwas schwierig wird...Dann bellt er auch...so wie "jetzt komm schon udn spiel mit mir"...ansonsten bellt er nämlich überhaupt nicht. Dann ahbe ich ausprobiert mich nciht weg zu drehen, weil ich das Gefühl habe das ihn das noch wilder macht..sondern ich gehe etwas in die Hocke und versuche ihn zu beruhigen....wie gesagt klappt manchmal, aber oft ist es so das er dann wie wild weiter macht und das ganze dann so ausgeht das wir ihn mit vereinten Kräften in seinen Kennel verfrachten um ihm eine Auszeit zu geben um runter zu kommen.
    Seinen Kennel mag er, er geht auch eigenständig rein um zu schlafen. Er schläft auch nachts neben uns in seinem Kennel.

    Ich habe viele beiträge gelesen und weiss das es gerade bei einem Labrador ein allgemeines Problem ist. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, dass nichts richtig hilft...Viele schreiben auch von einem Geräuschpegel wie "Dose klappern" oder so...aber das alles ist bei Barnie nicht sinnvoll. Ausserdem ist er nicht empfindlich was Geräusche angeht und das möchte ich ihm auch so nicht abtrainieren.

    Hat irgendjemand noch einen guten Rat für uns?

    Mein Mann ist mittlerweile von dem ständigen abnehmen und korrigieren genervt und würde ihn am liebsten in unserem Garten weiter grasen lassen....jedoch habe ich die Befürchtung, das er dann auch nicht den Unterschied versteht wenn er mal etwas nicht aufnehmen soll. Schließlich kann man ja auch mal was übersehen und da habe ich Angst das was passiert.

    Denn mal abgesehen von diesen Aktionen ist er ein sehr lieber und mein Mann und ich haben Angst das wir durch unsere Korrekturen und Verbote durch stänsiges wegnehmen und "Nein" im Garten (daraufhin wird er ja dann wild) die Bindung zu uns etwas kaputt machen.

    Vielen Dank im voraus für Eure Ratschläge.

    VG Tanja

  • Verzeih mir, wenn ich das jetzt so Sage, aber für einen so jungen Hund erwartet ihr schon sehr viel.
    Meine Hündin hat auch lange draußen alles mögliche zu essen versucht. Das ihr Nein & Pfui übt ist sehr gut, aber der kleine Mann braucht sicher noch einige Zeit, um das zu verinnerlichen.
    Wenn er ein Spiel mit dem Moos anfängt und du ihn durch Tauschen dafür belohnst wird er schnell begreifen, dass er dich so gut lenken kann. Hast du schon mal versucht in so einer Situation einfach kommentarlos wieder ins Haus zu gehen? Damit er merkt, dass diese Art der Aufmerksamkeitsforderung nutzlos bleibt? Ansonsten drinnen ruhig weiter üben und auch tauschen.

  • So einen Staubsauger hatte ich auch mal. Der hat wirklich ( in dem Alter ) alles im Maul gehabt; es wurden Steine aufgenommen und zerbissen bis hin zu Glasscherben.
    Ich glaube noch nicht mal daß es reine Fresslust ist, sondern schiebe es eher auf reine Neugier. Hunde haben keine Hände, darum untersuchen sie alles mit dem Maul.
    Da hilft nur, einfach schneller zu sein, alles früher zu sehen als der Hund und weiterhin verbieten.
    Mit zunehmendem Alter wird sich das legen.

  • Das mit dem Weggehen haben wir auch schon probiert...dann ist er zwar nach einer kurzen zeit , wenn er gemerkt hat das ich weg bin mir nachgelaufen, aber so wirklich unterbunden habe ich ja dann in der Zwischenzeit" das Aufnehmen nicht. Zumal wir wirklich alles versucht haben Welpensicher zu machen...aber dann taucht doch unter dem Rasen oder Moos noch ein Stein auf....

    Ich weiß das dieses Verhalten für einen Welpen ganz normal ist und das er seine Grenzen austesten muss, aber ich möchte ihn ja nur von Anfang an in die richtigen Bahnen lenken, damit er nciht irgendwann etwas giftes isst oder so....

  • Ich finde, dass Dein 13Wochen alter Welpe schon ziemlich viel können muss! In diesem Alter in "perfektes Sitz", bleib auf grössere Distanz.... vielleicht ist er mit den Kommandos etwas überfordert und dreht deshalb durch, wenn Ihr ihm einmal mehr etwas verbietet?

    Weshalb willst Du ihm Gras und Moos im Garten verbieten? Schon ein Welpe kann unterscheiden zwischen Gras/Moos und anderen "fressbaren" Dingen wie Unrat, Kaugummi, Zigarettenstummel, Papiertaschentücher, Bonbon-Papier usw... Lass ihn Gras und Moss aufnehmen (bis zu einem gewissen Punkt, wo dann Pause oder Fertig verlangt wird), sei ausserhalb des Gartens vorausschauend, damit er nichts anderes ins Maul nehmen kann.

    Deine Befürchtung, dass die andauernden Neins und Pfuis im Garten nicht gerade zum vertrauensvollen Beziehungsaufbau beitragen, möchte ich absolut bejahen!

  • Deine Befürchtung, dass die andauernden Neins und Pfuis im Garten nicht gerade zum vertrauensvollen Beziehungsaufbau beitragen, möchte ich absolut bejahen![/quote]

    Das habe ich befürchtet......

    Danke für die Ratschläge....meine Hundetrainerin meinte nur gestern, dass wir ihm den Unterschied zu ist in Ordnung (Gras) und ist nicht in Ordnung (Unrat) wirklich nur effektiv beibringen können, wenn er konsequent nichts aufnimmt und frisst von all dem sondern nur WIR entscheiden was gefressen werden darf oder nicht.

    LG

  • Also ich finde auch, dass der 13 Wochen alte Welpe sehr gefordert wird.

    Welpen nehmen alles ins Maul, weil es anders gar nicht geht. Sie sind wie neugierige Kinder, die alles in die Hand und auch in den Mund stecken. Sie schlucken meist erst ab, wenn sie Angst haben, man nimmt es ihnen ab. Deshalb vorausschauend handeln. Wenn da Dinge liegen, die der Welpe nicht aufnehmen soll muss sooft ein "Nein" kommen. Nicht erst warten bis er es im Maul hat.

    Passiert es dennoch, sind Deine Kommandos eh sinnlos und Du solltest die Aufmerksamkeit des Hundes auf eine ganz andere Sache lenken; ihn ablenken. Oder Dich umdrehen, ignorieren.

    Vielleicht hilft es auch, wenn Du die aufgefundenen Sachen vor den Augen des Hundes "mit bitterböser Stimme schlägst" und erst damit aufhörst, wenn der Hund sich vom Objekt seiner Begierde abwendet. Danach muss ein Lob kommen; Du belohnst das weggehen!

  • Hallo,

    unsere Mayla war auch so ein kleiner Staubsauger. Sie hat wirklich alles aufgenommen.
    Seit dem ist uns erstmal so richtig aufgefallen wieviel Müll auf den Straßen rumfliegt.
    Sie hat uns auch echt zum verzweifeln gebracht und wir hatten auch Angst das sie was runterschlucken könnte was nicht so gut ist.

    Aber dann... wurde sie älter und es hat von alleine nachgelassen. Es werden keine benutzen Taschentücher mehr ins Maul genommen :D was uns sehr freut.
    Also Müll wird eig. nicht mehr aufgenommen, aber Stöckchen oder Bananenschale ist noch interessant.

    LG

  • Hi,
    ich kann dazu nur sagen,das mein Hund das staubsaugen als Welpe auch draufhatte.
    Ich hab umgelenkt in dem ich seine Vorliebe für alle Plastikutensilien auf Plastikflaschen gelenkt habe.
    Das bedeutete dann im Park weggeworfene Plastikflaschen aufsammeln und von mir entsorgen.
    Später dann, als das Flaschenpfand kam,war es eine super lohnende Einahmequelle für Tharo und mich.(Nicht so ernst gemeint).
    Da war die beste Lösung des Problems für mich.

  • Zitat

    Denn mal abgesehen von diesen Aktionen ist er ein sehr lieber und mein Mann und ich haben Angst das wir durch unsere Korrekturen und Verbote durch stänsiges wegnehmen und "Nein" im Garten (daraufhin wird er ja dann wild) die Bindung zu uns etwas kaputt machen.

    Mit diesem Gefühl habt ihr völlig Recht. Warum hört ihr nicht auf euer Bauchgefühl?

    Welpen erkunden die Welt mit dem Maul und den Zähnen.
    Euer Welpe wird noch verhaltensgestört und bekommt das Gefühl, dass er irgendwie falsch ist, wenn er ständig korrigiert wird.

    Meine Welpen durften im Garten alles zerpflücken.
    Ich habe ihnen nur selten etwas abgenommen. Wenn der Welpe wirklich mal etwas nicht haben darf, reicht ein kssst, das lässt ihn aufhorchen und innehalten, dann kann man es freundlich abnehmen.

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