Rausgehen üben, brauche Hilfe

  • Hallo, mein weißer Schäfiwelpe ist jetzt 8 Wochen alt, wird nächste Woche 9 wo.
    Wir haben ihn -heute- volle 3 1/2 Tage bei uns.
    So, ich weiß, dass er Zeit braucht, das ist mir durchaus bewusst und bekannt. Trotzdem brauche ich etwas Nachhilfe.

    Problem ist folgendes: Innerhalb unserer Wohnung und unseres winzigen Gartens fühlt er sich sicher. Sobald er aber sieht, dass ich mit eindeutigen Absichten in Richtung Wohnungstür gehe, rennt er weg und versteckt sich.
    Ist er erstmal draussen, was momentasn fast nur übers raustragen geht, reagiert er beim Anblick von Autos, Menschen und anderen Dingen so: er setzt sich hin und guggt. Alles ok soweit. Er zieht den Schwanz dabei nicht mehr ein und rennt auch nicht mehr weg. Wenn ein besonders lautes Auto kommt oder ein LKW hocke ich mich mit zu ihm herunter und bleibe neben ihm sitzen, ohne ihn großartig zu bequatschen, danach stehe ich wieder auf und wir gehen weiter.
    Mein Problem ist..wie bekomme ich es hin, dass er zumindest ohne Wegrennen mit zur Tür rausgeht? Immerhin ist er jetzt in dem Alter wo er vieles kennen lernen sollte, aber ich kann ihm ja nix zeigen, wenn ich ihn nicht aus der Wohnung bekomme.

    Heute habe ich experimentiert...ich habe bis zu seiner Mittagsfütterung gewartet und den Futteranteil in eine Tüte getan. Ich habe ihm immer etwas Futter in meiner Hand hingehalten und versucht ihn zu locken. Aber obwohl er riesenhunger hatte und das Futter roch, ging er nicht mit raus. Ich hab ihn dann rausgetragen. Draussen klappte es mit dem Futter zuerst ganz gut.
    Soll ich die nächsten Fütterungen nun auf diese Art durchführen? Oder gibt es eine bessere Methode ihm das rausgehen schmackhaft tzu machen? achja...Spielzeug und Leckerlie funktionieren nicht!

  • Nun, dieses Problem hatte ich mit meinem Hund nicht, aber ich hätte einen Vorschlag, der vielleicht helfen könnte.

    Zunächst würde ich den Hund weiterhin IMMER raustragen, wenn Gassi gegangen werden soll. Momentan ist er ja noch nicht so schwer und eine Weile wird das noch gehen.

    Darüber hinaus würde ich ihm unterntags immer wieder mal ein Leckerli auf den Boden in Richtung Tür legen. Nur dort hinlegen, nix sagen und auch nicht locken - das spannt er ja sonst schnell ;-). Lass es ihn einsammeln, wenn er mag und wenn er nicht mag bleibts halt liegen. Irgendwann wird er schon neugierig werden. Vielleicht nimmst du auch was besonderes dafür - ein Käsestückchen z.B. oder was immer dein Hund eben mag.

    Nach einigen Tagen kannst du selbst zur Tür gehen ( oder auch nur in Richtung Tür ) und das Leckerli hinlegen, immer noch OHNE rauszugehen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass er so die Verbindung : Zur Tür gehen ist toll ! aufbauen kann. Er soll merken, dass es nicht immer ( bzw. Anfangs überhaupt nicht ) rausgeht, wenn es Richtung Tür geht.

    Später dann, du wirst sicher merken, wenn er soweit ist, kannst du dann ja die Türe öffnen und das Leckerli unter die Türe legen. Selbst wenn er es sich von dort holen sollte, würde ich noch nicht ( gleich ) zusammen mit ihm rausgehen, sondern in die Türe als tolle Stelle sich einprägen lassen.

    Diese Übung kannst du ja ruhig 5 oder 8 mal am Tag machen, so dass er merkt, es passiert nix Aufregendes an der Türe.

    Obs funktioniert, kann ich dir nicht garantieren, aber einen Versuch wärs mir wert, oder ?

    LG
    Shelty

  • Ein Versuch ist es wert. Ich kannte das vorher auch nicht. Meine anderen Hunde fanden schon als Welpen das rausgehen toll.
    Deswegen hatte ich ja schon die Idee ihn in den nächsten Tagen nur noch draussen auf dem Gehweg zu füttern um ihm zu zeigen, dass die große weite Welt nicht böse ist.

    Aber rausgehen sollte ich schon mit ihm, kann ihn ja nicht für mehrere Tage nur zuhause lassen. Aber dann raustragen, meinst du, ja?

  • Ich würde den Hund nicht noch dem Stress des Nahrungsentzugs machen. Davon wird die unbekannte Welt auch nicht besser.

    Vermutlich hat er beim Züchter leider die große weite Welt noch nicht kennengelernt. Da wird Dir nur viel Geduld und Spucke helfen. Ich würde den Zwerg auf den Arm nehmen, jeden Tag kurz wohinngehen, ihn runtersetzen und staunen lassen, dann nach Hause und ihm Ruhe gönnen, damit er es verarbeiten kann. Wenn Du ihm dabei noch zusätzlich den Stress mit dem Futter machst, hat er noch weniger Ruhe was zu lernen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • ähm, das hast du wohl falsch verstanden. Ich entziehe ihm doch nicht sein Futter, bin doch nicht verrückt.
    Ich gebe es ihm zu seiner gewohnten Futterzeit im gewohnten Maß statt drinnen, eben draussen...so war meine Idee zumindest.

    Der Züchter wohnte leider weit ab vom nächsten Haus des Dorfes, das stimmmt. Aber dort sind die Hunde auch schon drinnen UND draussen aufgewachsen...allerdings wurden sie vom Züchter per Wäschekorb rausgebracht, da es immerhin 12 Welpen waren. Vorbeifahrende Traktoren und Mähdrescher hat er dort allerings schon kennen gelernt vom geräusch und Anblick her.

    achso, und es geht nicht darum, dass er draussen Probleme hat. Da geht alles für sein Alter angemessen und normal. es NUR darum ihm das freiwillige rausgehen durch die Tür zu zeigen. Also, wenn er erstmal draussen ist, ist alles soweit ok. Nur will er eben NICHT raus.

  • Nenn es wie Du möchtest - ICH rate davon ab noch Stress übers Füttern reinzubringen.

    Man kann die Zwerge an einen Lockruf gewöhnen, das geht auch mit Zwölfen. Und sie sollten bis zur Abgabe in wechselnden Umgebungen gewesen sein.

    Da das hier nicht der Fall ist, musst Du den Zwerg eben langsam dort abholen wo er ist mental. Es ist für den Welpen schon schwierig mit neuer Umwelt umzugehen, wenn die haltgebenden Geschwister und die Mutter dabei sind. Nun stelle man sich das ohne diese vor...

  • Raustragen ist für mich auch das Mittel der Wahl. Meine Havaneser wollten als Welpen auch nicht weit vom Haus weggehen. Das hängt damit zusammen, dass das Haus sozusagen das Nest ist, was Sicherheit bietet. Das ist ein ganz typisches Welpenverhalten. Ich habe sie dann so weit getragen, dass sie das haus nicht mehr sehen konnten. Und dann ging die Post ab!
    Daher würde ich weder mit Futter agieren noch den Hund zwingen (machst du ja auch nicht), sondern dem Welpen Zeit geben. Ich finde es falsch, über Futter eine ganz normale Situation wie rausgehen "schön" zu füttern. Bei der Geschichte geht es um ein Bißchen Mut und Selbstvertrauen und ich finde, dass sollte der Hund in dieser Situation selbst entwickeln.
    Wenn ich mich recht erinnere, war bei uns nach ca. 3 Wochen alles im Lot.
    Also Geduld und Spucke, dann funktioniert es. ;)

  • So, nu isser ja eine ganze Woche bei uns und ich habe ihn nun nur noch rausgetragen...und seit heute -PARTY- geht er freiwillig und ohne Angst zur Türe raus. Als ich meinen Einkauf aus dem Auto geholt habe und dabei die Wohnungstür offen ließ, kam er sogar ganz von allein, ohne locken raus auf die Terrasse und sah sich dort um, obwohl 5 meter weiter böse Autos auf der Strasse fuhren ^_^

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