Leichte HD beim Berner Sennen

  • Halllo :D

    ich brauche mal euren Rat .....

    Bei meiner Bella wurde im Frühjahr eine leichte HD festgestellt (Hinterlauf links). Die rechte Hüfte hat eine Tendenz zum rausspringen (Wortlaut des Tierarztes).

    Im März haben wir eine vierwöchige Kur mit Previcox (Schmerzmittel) und Canicox (Aufbaukur) gemacht. Danach ging es ihr richtig gut. Und nun vor einer Woche ging es von vorne los. Dieses mal bekam sie wieder eine Woche Previcox, Canicox 4x 1 Tabl. wird vier Wochen gegeben und Traumeel. Leider ist jetzt nach einer Woche noch keine wesentliche Besserung eingetroffen. Unsere TA meinte, dass wir über eine OP nachdenken sollten. Ich möchte das aber nicht.

    Sie soll sich ja viel bewegen, aber das ist so schwierig. Sie legt sich nach ca 100 m hin und ist nicht mehr zu bewegen. Wasserscheu ist sie auch. Was soll ich denn tun?

    Hat jemand von euch Erfahrungen, Ideen? Spezialisten in der Nähe von Lübeck?

    Ich freue mich auf eure Antworten.

    LG Rilana

  • Hallo Shivalein,

    meine Bella wird im Oktober 3 Jahre alt. Ja, darüber hab ich auch schon mehrfach gelesen. Bin aber über vom Erfolg noch nicht überzeugt. In Lübeck habe ich eine Ärztin gefunden, die sich damit beschäftigt. Ich werde sicherlich Kontakt aufnehmen. Hat jemand von euch Erfahrungen gemacht?

    LG Cindy

  • Ich würde ernsthaft über eine OP nachdenken. Es gibt verschiedene Wege die zum Ziel führen können. Bei der Hündin einer Freundin wurde gerade die Femurkopfresektion einseitig durchgeführt, und schon nur wenige Wochen nach der OP läuft die Hündin schon wieder fast schmerzfrei (OHNE! Schmerzmittel, die sie vorher, so wie auch euer Hund, bereits langfristig bekommen musste). Natürlich noch nicht lange und sie geht auch noch regelmäßig zur Physio, aber der Unterschied ist deutlich - und langfristig bedeutet das für den Hund wieder Lebensqualität.

    So fies sich solche Eingriffe anhören, ich würde darüber nachdenken. Und nicht zu lange warten, bevor es schmerzbedingt zu Fehlhaltungen, Muskelabbau und so zu weiteren Folgeschäden kommt.

    Nachtrag: leichte HD und eine Tendenz zum Rausspringen? Wie passt das denn zusammen? Und wie passt eine leichte HD dazu, dass ein junger Hund nach kürzester Zeit schon nicht mehr laufen will? Da würde ich mir mal eine 2. Meinung zu einholen.

  • Bei dem Alter würde ich auf jeden Fall operieren, bzw. eine andere Lösung suchen als nur Tabletten. Das Ganze wird mit dem Alter ja nicht besser, sondern schlimmer und dann kommen irgendwann noch andere Dinge hinzu, die Narkose wird mit dem Alter ja auch immer gefährlicher.

    Ich würde mir, wenn du unsicher bist, auf jeden Fall noch einen Rat von einem anderen Arzt einholen und dann entscheiden, was für deinen Hund am besten ist. :smile:
    Es ist ja auch keine Lösung wenn der Hund nicht schmerzfrei gehen kann

  • Ich kann es nur aus der Sicht unseres Hundes beantworten, der ja eine hochgradig massive HD hat.
    Wir haben Fachkliniken und Ärzte ohne Ende angeschrieben und rumtelefoniert, zuerst wollten wir
    auch die Berlocks, aber das macht nicht wirklich Sinn für den Hund.

    Nun bekommt er, sofern er ausgewachsen ist, beidseitig künstliche Hüften, welche wir erfreulicherweise
    gesponsort bekommen, denn das bedeutet kostenmäßig schon eine echte Hausnummer.

    In der Wartezeit müssen wir zwingend darauf achten, den Hund nicht zu überlasten, um Vorderläufe
    und Schultern nicht zu schädigen, eine einseitige Wachstumstörung liegt auch vor. Es sind nur 2 Gänge
    à max 30 Min erlaubt, ansonsten nur kurz raus zum Lösen, worunter unser aktiver Wippsteert ganz
    enorm leidet, denn er will sich bewegen und toben, darf aber nicht.

    Kann allen anderen nur zustimmen, wenn man nichts unternimmt, steigt die Gefahr von zusätzlichen
    Baustellen wie Lendenwirbelprobleme, beginnende Arthrose uvm, als unbedingt so viele Meinungen
    wie möglich einholen, dann in Ruhe abwägen und im Sinne des Hundes handeln.

    Unser DSH legt sich auch immer mal wieder unterwegs einfach hin und er ist dabei ganz raffiniert,
    nimmt also einen Stock oder Zapfen auf, macht sich lang und wirkt damit wie gewollt bei einem
    Knabberspielpäuschen :roll:

    Drücke die Daumen für den Sennen und bitte immer auf das Gewicht achten.

  • OP würde ich die Finger von weglassen, gerade so eine Femurkopfresektion ist schon ein Hammer, danach ist das Gelenk nicht mehr da. Bei Hunden über 20 Kilo sieht das dann meist später so aus, daß die trotzdem humpeln und einen schmerzhaften Beckenschiefstand entwickeln.

    Goldimplantate sind sicher die bessere Lösung, da kannst du nichts falsch machen. Aber bitte nicht von irgendwem machen lassen, der sich damit nur nebenbei beschäftigt. Das sollte schon wer sein, der das oft macht und schon viel Erfahrung damit hat.

    Wir habe die Berlocks machen lassen, und sind bisher froh drüber. Weil bei uns auch OP als Alternative im Gespräch war. aber bei künstlicher Hüfte gibt es so viele Komplikationen. Und nicht jeder bekommt das gesponsert, da sind dann pro Gelenk ruckizucki 3000 oder mehr € futsch. Eine Bekannte musste es jetzt schon 2 mal nachoperieren lassen, und für jede OP wieder mehrere tausend € hinlegen. Sie hat jetzt für eine einzige Seite fast 8000 € bezahlt, und die zweite soll auch noch gemacht werden.

    Berlock macht auch ein Tierarzt bei Hamburg, geht das von der Entfernung?

  • sullo

    falls Du den TA in Seevetal/Meckelfeld meinst, bei dem waren wir zunächst wegen der Berlocks
    und hatten auch einen Kostenvoranschlag usw.
    Aber selbst er meinte nach Sichtung unseres Hundes, wenn wir für ihn den Ferrari unter den
    Möglichkeiten bekommen können, also die künstlichen Hüften, wäre das mit Sicherheit vorzuziehen
    statt Berlocks und er hat es empfohlen, obwohl dann nicht er den Eingriff durchführen wird.

    Du siehst also, es ist wirklich von Fall zu Fall verschieden, man kann nicht generell von einer OP
    ab- oder dazu raten.

    PS: Wir bekommen es gesponsort, da der Hund aus einer Notfallvermittlung ist und sich eine
    Institution netterweise dem annimmt, wir könnten das privat auch nicht zahlen.

  • Zitat

    OP würde ich die Finger von weglassen, gerade so eine Femurkopfresektion ist schon ein Hammer, danach ist das Gelenk nicht mehr da. Bei Hunden über 20 Kilo sieht das dann meist später so aus, daß die trotzdem humpeln und einen schmerzhaften Beckenschiefstand entwickeln.

    Und ich würde die Finger von solch pauschalisierenden Aussagen weglassen. So ein "Hammer" ist die Fem.res. dann auch wieder nicht für den Hund. Das Gelenk ist schon noch "da", es wird der Kopf des Oberschenkelknochens entfernt, an dessen Stelle mit der Zeit dann ein sog. "Pseudogelenk" entsteht. Durch eine gute Muskulatur bleibt die Bewegungsfähigkeit erhalten - und zwar ohne Schmerzen. Und nun mal ehrlich - was ist besser: jeder Schritt ein Schmerz oder ein Humpeln/Bewegungseinschränkung ohne Schmerzen? Denn Goldimplantate sind auch keine Endlösung und wie auch zur Femurkopfresektion kann man dazu sehr positive und sehr negative Erfahrungsberichte finden.

    Das Risiko eines Beckenschiefstands bei einseitiger Resektion ist vorhanden, ja.

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