Hund hat sich nach der Geburt von unserem Sohn stark verände

  • Zitat

    Naja schon allein, dass du dich kontrollieren lässt könnte ihr den Anlass geben zu denken, dass es nötig ist.
    Ich würde die Hinterherlauferei als erstes mal unterbinden. Das ist gar nicht so schwer (ich hatte hier auch nen Kontrollfreak sitzen...). Hund sollte beim Training am besten müde sein und dann heißt es für Frauchen wild im Haus umherlaufen und alle Türen immer schließen. Am besten immer so lange, bis es ihr zu blöd wird dir nach zu gehen. Also rein ins Wohnzimmer Tür zu (sie kann nicht mit), wieder raus, rein in die Küche (sie kann nicht mit), ins Bad (sie kann nicht mit) etc. So dass es ihr richtig ungemütlich wird und sie irgendwann sagt ist mir zu blöd, passiert eh nichts spannendes und liegen bleibt.

    Außerdem würde ich sie bei Hundebegegnungen nicht den "Beschützer" spielen lassen, sie also bspw. hinter dich schicken, wenn ein Hund kommt - so nach dem Motte "ich regle das, du bleibst hinten". Ich würde ihr auch nicht gestatten den Kopf auf mich zu legen (falls sie sowas macht), oder Pfote auf die Füße stellen o.ä. Am besten einfach die Situation ungemütlich machen, bis sie "aufgibt".
    Vor Türen liegen würde ich nicht gestatten. Und eben auch nicht immer Zugang zum Kind gewähren, sondern nur auf Einladung.

    Ja, dass das neu ist hab ich verstanden. Aber liegt sie da bspw. vor ner Türe um zu beschützen, oder zu beobachten?

    Im übrigen sind das trotzdem alles Spekulationen, wenn du wirklich wissen willst, was Sache ist, musst du wohl oder übel jemanden kommen lassen. Für mich liest es sich aber so, als würde der Hund denken er müsse sich um die Familie kümmern....

    Wow ganz schön krass! Das wird schwer für uns.

    Ich schätze sie liegt in der Küche (ohne Tür) um beobachten zu können, da sie uns von ihrem Platz aus neben der Couch nicht sehen kann.

    Ich hab das Problem heute einem Hunde Trainer aus der Nähe geschildert. Wir telefonieren morgen oder Montag und dann werd ich sehen was er dazu sagt.

    Ich danke dir!

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    Für mich liest sich das jetzt eher nach einem Hund, der Spaß an Leon hat und ihn zum Spielen auffordert bzw. zwischendrin mal seine Zuneigung zum Ausdruck bringt :???:
    Wäre es mein Hund und mein Kind, würd ich mir da keine Sorgen machen. Finchen verhält sich auch oft so, hab ich auch kein Problem mit. Fand das bisher völlig normal...

    OK das hört sich ja ganz anders an :smile:
    HM schon schwierig das einzuschätzen!
    Naja ich das den Hundetrainer auch mal fragen und mich dann wieder melden.
    Danke dir!

  • Ich würd auf jeden Fall drauf schauen lassen, einfach weil ein Kind im Spiel ist. Es kann ja sein, dass es sich komplett falsch liest, oder ich zu viel reininterpretiere. Aber angenommen es ist tatsächlich so und der Hund fängt an das Kind zu maßregeln wenn es anfängt zu laufen, dann könnte dass unangenehme Folgen für alle Beteiligten haben!

    Jaa, wie gesagt wir hatten hier so einen Kontrollfreak, sie konnte deshalb leider nie alleine bleiben. Wir mussten massiv daran arbeiten und es hat sich wirklich gelohnt. Mittlerweile bleibt sie toll alleine und es geht ihr gut! Bei uns hat sich die Arbeit gelohnt!

    Bin gespannt, was die Trainerin sagt und wie sichs entwickelt, ich freu mich über Berichte! ;)
    Vielleicht ist ja alles ganz anders, als es sich für mich gelesen hat und ihr kommt um die Antikontrollarbeit herum ;)

  • Zitat

    Für mich liest sich das jetzt eher nach einem Hund, der Spaß an Leon hat und ihn zum Spielen auffordert bzw. zwischendrin mal seine Zuneigung zum Ausdruck bringt :???:
    Wäre es mein Hund und mein Kind, würd ich mir da keine Sorgen machen. Finchen verhält sich auch oft so, hab ich auch kein Problem mit. Fand das bisher völlig normal...

    Wenn es für den Hund kein Problem wäre, dann müsste er aus meiner Sicht aber nicht aufgeregt sein. Und er würde sich auch ohne Probleme auf seinen Platz schicken lassen und Ruhe halten.

    Warum sollte ein Hund ein Kind ständig im Auge behalten und es zum Spielen auffordern, da kommt ja (noch) nix zurück vom Kind. Nach purer Liebe klingt das für mich nicht.

    Ich finde es einfach recht riskant das einfach abzutun. WENN es tatsächlich Kontrolle ist, dann kann das wie von Srinele geschrieben auch leicht kippen. Wenn den Hund nämlich das Kontrollieren und das damit verbundene nicht zur Ruhe kommen auf Dauer überfordert und er anfängt die Menschen zu maßregeln.
    Aus meiner Sicht muss das Zusammenleben sich doch immer zumindest phasenweise so gestalten, dass der Hund seine Ruhephasen hat, döst, schläft - egal ob man sich als Mensch grade bewegt oder sich im selben Raum aufhält.

    Ich wünsche euch auch viel Erfolg und finde die Idee mit dem Trainer auch wirklich sinnvoll. Toll, dass du gleich jemanden gefunden hast. Bin schon gespannt was du berichtest - in jedem Fall euch alles Gute!

  • Zitat

    Das Ablecken ist vielleicht nicht Kontrolle, aber könnte auch zeigen, dass sich der Hund zumindest verantwortlich fühlt. Es könnte sein, dass er das Kind pflegen will weil er denkt, dass du nicht in der Lage dazu bist (denn er kontrolliert dich ja auch sonst offensichtlich). Das ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass er denkt, dass du nicht in der Lage bist die Familie zu "beschützen" / dich ums Kind zu kümmern o.ä. Daher vielleicht auch übertriebene Pflege am Kind von seiner Seite.

    Wenn er robbt und sie kommt auf einmal angesprintet, kann es auch sein, dass sie ein Problem hat, dass das Kind mobil wird. Dass sie zum Beispiel Bewegung sogar einschränken möchte. Genauso, wenn ihr mit ihm spielt. Es ist vermutlich viel Dynamik dann in der Sache und sie möchte das eben kontrollieren. Es könnte sein, dass das schnell in ein Maßregeln kippt, wenn das Kind anfängt zu laufen... ich wäre da sehr vorsichtig und würde dem Hund den Kontrolljob wegnehmen.

    Kann es sein, dass sie sogar in der Küche einen "Wachposten" hat? Balkontüre / Terassentüre?

    Das ist extrem menschlich gedacht, ich glaube nicht, dass Hunde so denken. Auch in Hunderudeln übernehmen Hündinnen bei vorhandenen Welpen eine Tantenrolle bzw die der Pflegerinnen. Die eigene Brut wird gehegt und beschützt.

    Wenn der Hund ungewünschtes Verhalten zeigt, dann muss man ihm das sagen. Dann hat er nicht das Gesicht zu lecken, dann muss er mal auf seinen Platz, dann gibts halt mal ein Nein und er wird weggeschickt. Man kann einem Hund auch mal die Türe zumachen.

    Ich denke, für den Hund ist das Baby schlichtweg wie ein Welpe und genauso wird es auch behandelt.

    Ob der Hund alles kontrolliert, kann ich nicht beurteilen, meine liegen auch überall und beobachten mich.

  • Zitat


    Das ist extrem menschlich gedacht, ich glaube nicht, dass Hunde so denken. Auch in Hunderudeln übernehmen Hündinnen bei vorhandenen Welpen eine Tantenrolle bzw die der Pflegerinnen. Die eigene Brut wird gehegt und beschützt.

    Wenn der Hund ungewünschtes Verhalten zeigt, dann muss man ihm das sagen. Dann hat er nicht das Gesicht zu lecken, dann muss er mal auf seinen Platz, dann gibts halt mal ein Nein und er wird weggeschickt. Man kann einem Hund auch mal die Türe zumachen.

    Ich denke, für den Hund ist das Baby schlichtweg wie ein Welpe und genauso wird es auch behandelt.

    Ob der Hund alles kontrolliert, kann ich nicht beurteilen, meine liegen auch überall und beobachten mich.

    Was genau findest du zu menschlich gedacht?

    Es ist richtig, dass in einem Hunderudel die Tanten mit pflegen etc. Da erziehen die aber auch mit. Und ich glaube nicht, dass das bei feiner Kinderhaut gewünscht ist. Man kann also die Familie nicht mit einem Hunderudel vergleichen.

  • Vor allem sprintet die "Tante" doch dann nicht an, leckt den Welpen ab und rennt wieder weg. ??
    Sowas geschieht doch aus einem gelassenen Miteinander und so habe ich die TS nicht verstanden.

    Ich finde es aber spannend, dass es ein so unterschiedliches Verständnis davon gibt, was ein "normales" Zusammenleben / Verhalten ist und was nicht. Ist wirklich wertfrei gemeint, ich freu mich auch immer zu lernen!

  • Zitat

    Was genau findest du zu menschlich gedacht?

    Es ist richtig, dass in einem Hunderudel die Tanten mit pflegen etc. Da erziehen die aber auch mit. Und ich glaube nicht, dass das bei feiner Kinderhaut gewünscht ist. Man kann also die Familie nicht mit einem Hunderudel vergleichen.

    Der Hund denkt ganz sicher nicht, dass Fraule nicht in der Lage ist das Kind richtig zu pflegen und er es besser beschützen bzw pflegen kann. Ich bezweifle, dass Hund so denken. Das ist für mich eine absolute Vermenschlichung.

    Auch die Annahme, der Hund möchte das Spiel kontrollieren. Wir wissen nicht, was der Hund tut, wir waren nicht dabei. Er könnte auch splitten wollen oder sonstwas.

    Kein Thema, auf das Kind muss man aufpassen und dem Hund sagen, was geht und was nicht. Ich denke aber, die Motivation ist Brutpflege durch Hormone, die der Hund ausschüttet. Und dafür kann der Hund nichts.

  • Ich denke, der Weg über Hundetrainer, der vor Ort kommt ist gut. Und mal mit dem TA reden, was der dazu meint.

    Wir können nur sagen, was wir denken, auch wenn es unterschiedlich ist. Ich weiß nur, dass ich einen Hund habe, der Kinder nicht cool findet und sie maßregelt wie Welpen und Junghunde. Und das kann dann halt auch mal schief gehen. Da muss ich aufpassen und es ist mir 11 Jahre lang geglückt.

    Mein Rüde dagegen wurde in den ersten Wochen völlig anders geprägt, der liebt Kinder über alles.

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