Hormonelle Kastration per Spritze

  • Zitat

    Mein Rüde hat auch mit 5 Monaten begonnen zu markieren...
    Bei kleinwüchsigen Rassen mag das ja in Hinsicht auf das Größenwachstum gerade noch stimmen, aber bei allem was größer als 50cm wird, bist du da auf dem Holzweg.
    Die Geschlechtsreife hat nichts mit geistiger oder körperlicher Reife zu tun. Die Pubertät leitet das Ende des Größenwachstums ein, aber gerade bei großen Rassen ist es bekannt, dass sie meist erst um das dritte Lebensjahr kröperlich und geistig "fertig" sind.

    :gut: Danke Dir, Helfstyna!

    @Schopenhauer

    Ich hab keine Fallbeispiele gelesen, ich hab eigene Beispiele mit Udo Gansloßer persönlich besprochen. Das war mir persönlich mehr wert. Es ging darum, dass Leute Ihren fünf Monate alten Hund haben chippen lassen, um der Pubertät zu entgehen. Und daraufhin habe ich mit ihm darüber gesprochen.


    Ich würde mich aber sehr über eine Erläuterung dazu freuen, warum Erektionen ein Zeichen für Geschlechtsreife sind, und warum eine Hündin die markiert nun wieder nicht geschlechtsreif ist. Zu ersterem kann ich nur sagen, das das bei Welpen, und übrigens auch bei Säuglingen, durchaus auch schonmal auftritt. Wie erklärt sich das?

    Sehe Du hast da noch einen Beitrag verfasst. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Hormone mit dem Auf- und Umbau des Gehirns zu tun haben. Das gilt für alle Säugetiere! Da brauchen wir garnicht drüber spekulieren oder diskutieren. Das wurde bereits von Leuten vom Fach belegt!

  • Das Thema hier war aber nicht einen fünfmonatigen Hund zu chippen. Und eine Hündin sollte schon mal läufig werden.

    Schön, wenn du mit ihm geredet hast. Ich kenne ihn auch persönlich und habe schon mehrfach mit ihm geredet. Und gerade deshalb ist das eine Buch von ihm so interessant!!!!! Und vielleicht war es mein Fehler, ich meinte Ejakulation. Den Samenerguß.

  • Also,

    ich bezweifele das es etwas mit Stress zu tun hat wenn der Hund in jeder Situation, nicht immer, aber eben in jeder möglichen Situation, eine Errektion bekommt und Ejakuliert oder in der Hundeschule, wenn in der vorherigen Gruppe eine läufige Hündin war, nicht mehr zu führen ist.

    Der Tierarzt hat sich sofort für eine Kastration ausgesprochen, auch weil dieses Verhalten nicht "mit dem Alter" besser wird sondern sich das eher verschlimmert.

    Eigentlich ging es mir auch um das Für und Wieder dieser Spritzenkastration und nicht um die Kastration im allgemeinen, das kläre ich dann schon mit meinem Tierarzt!

    Trotzdem danke für die Antworten!

  • Zitat

    Also,

    ich bezweifele das es etwas mit Stress zu tun hat wenn der Hund in jeder Situation, nicht immer, aber eben in jeder möglichen Situation, eine Errektion bekommt

    Das hat ziemlich sicher etwas mit Stress zu tun, wenn man Deine vorherigen Beiträge liest.
    Der Hund ist gerade mal 4 Wochen bei Dir, Du gehst mit ihm schon jede Woche in die Hundeschule, trainierst alles mögliche, bevor der Hund sich überhaupt eingelebt und eine Bindung aufgebaut hat.

    Dieses Problem

    Zitat

    Die meiste Zeit funktioniert es auch wunderbar mit Carlos, aber hin und wieder reisst er völlig aus, beisst in die Leine beim Spaziergang, ignoriert mich völlig auf Zurufe oder Kommandos etc.

    und dieses

    Zitat

    wenn der Hund in jeder Situation, nicht immer, aber eben in jeder möglichen Situation, eine Errektion bekommt und Ejakuliert

    gehören auf jeden Fall zusammen. Der Hund steht unter Dauerstress, die Ejakulation verschafft ihm kurzfristig eine Entspannung.

    Lies vielleicht selbst nochmal Deinen Thread.
    https://www.dogforum.de/post10577838.html#p10577838

    Diesen Hund jetzt noch in ein hormonelles Chaos zu stürzen, halte ich für absolut falsch.

  • Vielleicht hilft ein Chip ja auch das hormonelle Chaos, das ihm den Stress erst macht, zu regulieren. Die Möglichkeit gibt es ja auch, oder?

  • Zitat

    Und zu den Fallbeispielen von Gansloßer. Er hat genauso betont, dass die hormonelle Entwicklung für die Wirkdauer sozusagen eingefroren wird. Wird der Hund vor der Pubertät gechipt wird er diese hormonelle Entwicklungsphase nach Ende der Wirkdauer nachholen. U.U. Sogar komprimiert und konzentriert!

    Das kann sogar danach passieren, denn die Hoden nehmen wieder ihre Aktivität auf und es wird manchmal über das Ziel hinausgeschossen (wie eben in der Pupertät auch) bis die Hormaone sich wieder einpendeln.

  • Zitat

    Das kann sogar danach passieren, denn die Hoden nehmen wieder ihre Aktivität auf und es wird manchmal über das Ziel hinausgeschossen (wie eben in der Pupertät auch) bis die Hormaone sich wieder einpendeln.


    Genau das meinte ich auch.

    Speziell für diesen Fall würde ich auch erstmal den Alltag entschleunigen, entstressen. Und dann mindestens noch einmal so viel Zeit vergehen lassen und gemeinsam einen ruhigen, geregelten Alltag erleben. Dadurch entsteht Verlässlichkeit und Bindung, der Hund kann zu mehr Sicherheit finden. Wenn sich das Verhalten nach einer längeren Zeit nicht ändert, deutlich länger als vier Wochen, dann würde ich auch chippen und sehen ob sich was ändert.

  • Zitat

    Vielleicht hilft ein Chip ja auch das hormonelle Chaos, das ihm den Stress erst macht, zu regulieren. Die Möglichkeit gibt es ja auch, oder?

    Danke, Labradora, das war auch mein Gedanke. Ich kann auch gar nicht erkennen, wo überhaupt ein hormonelles Chaos entsteht, wenn der Hund den Suprelorin Chip bekommt. Im Gegenteil, der Hund wird durch Eliminierung der Sexualhormone zumindest von einem "Aufreger" erlöst. Ob das ihm gut tut und dauerhaft gemacht werden sollte, muss man dann sehen. Da hat die TS ja klare Ansagen gemacht, dass sie sich in der Lage fühlt, weitere Konsequenzen zum Wohle ihres Hundes zu entscheiden.

    LG Appelschnut

  • Also von der Hormonspritze würde ich wegen der kurzen Wirkdauer verbunden mit den Nebenwirkungen und Hormonschwankungen dringend abraten und lieber den Suprelorinchip setzten lassen.

    Aufgrund deiner Schilderung behaupte ich nun mal, dass eine Alltagsüberforderung bzgl. deines Problems sicher auszuschließen ist. Ich würde den Chip versuchen, wenn er nicht alls Dauerindikation über Jahre angewendet wird, kann so eine mgl. Ursache des Verhaltens ausgeschlossen werden. Du ersparst deinem Hund damit eine Menge Stress, denn das ist es was der Hund durch diese Veranlagung nun mal hat. Er ist ständig mit auslösenden Reizen konfrontiert.

    Dass der Hund sich durch eine Kastration nicht weiterentwickelt, ist ein Ammenmärchen bzgl. Hunden, die nicht VOR Geschlechtsreife kastriert werden. Aus Erfahrung kann ich sagen dass so eine Veranlagung und damit das Verhalten im Laufe der jahre nicht besser wird sondern eher schlimmer, hinzu kommen gesundheitliche Risiken wie ua. eine chronische Prostatareizung.

  • EDIT: Das Beissen in die Leine und die Abrufbarkeit wird sich dadurch sehr wahrscheinlich nicht ändern, dass liegt eher daran, dass der Hund erst kurze Zeit bei Dir ist und du ihm einfach Grenzen setzten musst und sein vertrauen gewinnen.

    Obiges wird allerdings wesentlich einfacher, wenn der Hund zu der Umgewöhnung nicht auch noch sexuell gestresst ist.

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