Pieselproblem mal anders
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ich klinke mich hier mal ein, denn ich habe auch so eine sparsame Pieslerin.
Sie ist zwar in keinster Weise unsicher oder ängstlich, aber sie pieselt wirklich nur, wenn sie muss, und das ist über den Tag verteilt insgesamt 3, höchstens 4 Mal. Tagsüber kann es sein, dass sie bis zu 9 Stunden (neulich warens auch mal etwas mehr als 10) aushält, vor allem dann, wenn ich sie mit ins Büro mitnehme. Ich gehe oft genug mit ihr raus, aber sie pieselt eben nicht auf jedem Spaziergang. manchmal gleich an Anfang, manchmal erst ganz spät, manchmal unterwegs mittendrin oder eben auch mal gar nicht. Unsere Runden variieren immer, sodass sie eigentlich nicht dieses "ich piesele immer an der gleichen stelle um die gleiche Zeit" drin haben müsste, sondern normalerweise müsste sie sich mit dem Pieseln doch beeilen, da sie nie "wissen" kann, wieviel Zeit sie auf der Runde noch hat.Ich mache mir schon so meine Gedanken, ob das so gesund ist. Und da mein Ersthund ein Rüde ist, verwirrt mich diese "Pipisparsamkeit" auch etwas. Ich meine, ein Rüde pinkelt doch so ziemlich bei jeder Gelegenheit...
Jedoch ist gerade dieses Gedankenmachen das Schlimme. Wenn ich mitzähle, wie oft sie pinkelt, dann konzentriere ich mich viel zu sehr darauf und dann hat es oft den umgekehrten Effekt: Lee merkt meine Anspannung und macht erstrecht nichts

Ich hatte eigentlich angefangen, ein Codewort einzuführen, damit sie auch mal "Auf Kommando" pieselt, wenn ich grad mal wenig Zeit zum Gassigehen habe und nur schnell auf den Grünstreifen gehe. Nur hat das irgendwie nicht geklappt.
Am besten ist wohl wirklich: nicht mitzählen, nicht drauf warten, sondern einfach nicht drauf achten, ob sie nun pieselt oder nicht. Wenn ich nicht weiß, ob sie gepieselt hat, kann ich mir auch keinen Stress machen, weil ich denke "Oh je, schon wieder nicht gepieselt...".
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Vielen Dank für eure Antworten.

Vielleicht ist es wirklich so, weil ich mit Argusaugen hinterher bin.
Shalea,
sie bekommt als Bestätigung ein Leckerlie wenn sie etwas gemacht hat. In Verbindung mit "fein piesi", in der Hoffnung, sie lernt es auch mal auf Kommando.
Ich sag ja, Party wie bei einem Welpen.
an ein Adaptil- Halsband hab ich noch nicht gedacht. Mach ich mich mal schlau. Danke dafür.
Zur Zeit verwende ich noch kein HB bei ihr, da sie es nicht kennt und bei den Vorbesitzern wo sie vermittelt war am 1. Tag gleich morgens aus dem HB geschlüpft ist und dann 14 Tage unterwegs war, bis sie wieder eingefangen wurde.
Aktuell will ich nicht zu viel auf einmal machen mit ihr, sonst könnte sie es überfordern.
Aber Ziel ist, das sie auch ein HB bekommt, statt Geschirr.
jennja,
genau wie bei Maya.
Ich hab ja sonst auch immer Hündinnen gehabt und bin es wirklich gewohnt, dass sie mehrmals auf der Runde pieseln. Emmy zählt nicht, dass ist eine Rüdin.
Vielleicht mache ich mir wirklich zu viele Gedanken und muss lernen, selbst entspannter zu werden.
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Zitat
schon mal an ein Adaptil-Halsband gedacht?
Super Ansatz!
Wenn man die Ängstlichkeit etwas dämpft, klappt es vielleicht auch mit dem Pieseln.
Körperbänder und Bachblüten können auch noch unterstützen.
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Waaaaah ein Ratoneromix, stimmt, da habe ich nicht dran gedacht. Pass bloß auf, dass du sie wieder mitnimmst

Apachi hat am Anfang auch so gut wie gar nicht gepinkelt. Zwei mal am Tag war es glaube ich ungefähr. Ich habe ehrlich gesagt einfach nichts gemacht, er war unsicher und ängstlich. Das hat sich von Tag zu Tag mehr gelegt und er hat immer mehr gepinkelt (bis heute zum fleißigen markieren
).Ich habe Routine reingebracht und das war im Endefekt glaube ich ausschlaggebend. Auf Dauer ist das bestimmt nicht gesund, aber bis dahin würde ich persönlich ihr einfach mehr Zeit geben. Natürlich beobachten und wenn es nicht besser wird reagieren.
Aber das wäre nur meine 'Methode', weil Apachi eben genauso war.
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Was ist den ein Adaptil Halsband? Mal neugierig frag? Mir ist noch eingefallen, ich habe das Pieseln bei meiner Hündin gemarkert :-) Also sie kann auf Kommando pieseln, das ist nämlich auch für Reisen nützlich :-) Allerdings peiselt meine nur da, wo hohes Gras und Gebüsch ist. Also auf Gehwegen kann ich noch soviel gehen, da pieselt sie einfach nicht. Vielleicht ists bei Deiner ja auch ortsgebunden? Ansonsten vielleicht ein Thundershirt? Davon hab ich auch schon viel Gutes gehört. Aber naja, Du hast ja da ne gute Trainerin an der Hand, was die Angst betrifft. :-) Was sagt die denn zu dem "Piesel Problem"? Ich würde es allerdings zu erstmal medizinisch abklären lassen, denn wenn sie Schmerzen beim Wasserlassen hat, dann hilft jede Angsttherapie auch nichts. Liebe Grüße

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Anna,
Routine? Also immer die gleichen Runden? Oder meinst du zeitlich? Das wird bei mir schwierig da ich im Schichtdienst arbeite.
Es beruhigt mich zu lesen, war Apachi zum Anfang auch so.
Das schnüffeln kann Maya ja auch schon wie Emmy.
Cafeldemar,
Maya ist es eigentlich egal was für ein Untergrund es ist. Wenn es pressiert dann pieselt sie auch mitten auf der Strasse. In die Büsche geht sie nicht so gerne. Sie ist der Wegrandpischer.
Thundershirt? Muss ich mich mal schlau machen.

Adaptil hab ich jetzt mal geschmökert. Das ist DAP. Hundeberuhigungspheromon.
Das hatte ich bei Laila als Spray benutzt wenn sie ihre Panikattacken bei Gewitter hatte. Hat bei ihr leider nicht viel geholfen. Aber vielleicht hilft es Maya ja.Mein Trainer sagt auch, erst mal abwarten ob es sich legt. Hatte heute mit ihm geschwätzt. Ob ich ihr das pieseln schön füttere ist mir überlassen. Und er sagte auch, ich soll mich nicht so darauf versteifen, das merkt Maya und verunsichert sie noch mehr.
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Ja, der Zwerg hat sich auch eine Menge abgeschaut (nicht nur das Güte
Aimee scheint eh eine enorme Wirkung auf andere Hund zu haben, wir hätten letztens eine Besuchshündin, die sich offensichtlich- lustig anzuschauen- Aimess Verhaltensmuster abgeschaut hat).Nein, mit Routine meine ich nicht immer die gleichen Runden zur gleichen Zeit
eher Rituale (puh, besseres Wort). Etwas an dem sie Sicherheit finden kann. Z.B. immer gleich das Halsband/Geschirr anziehen, immer 'gleich' Ableinen und so weiter- eben, dass sie euch und Spaziergänge besser einschätzen kann.Ich glaube ich würde sogar versuchen möglichst unterschiedliche Runden zu gehen. Da sie sich an Emmy orientiert wird ihr das (so war es bei Apachi) mehr Selbstvertrauen geben, als wenn sie sich immer mit der gleichen Runde auseinander setzen muss.
Puh, war das irgendwie verständlich oder noch verwirrender?
Ach ja, ich habe es nie schön gefüttert- hätte denke ich das Gegenteil bewirkt, weil wir ja so viel Interesse daran zeigen- und Apachi ist ja ein Hund mit viel will-to-please. Aber das wäre nachteilig gewesen

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Zitat
Ach ja, ich habe es nie schön gefüttert- hätte denke ich das Gegenteil bewirkt, weil wir ja so viel Interesse daran zeigen- und Apachi ist ja ein Hund mit viel will-to-please. Aber das wäre nachteilig gewesen

Das ist interessant, so ist Maya auch.
Sie will gefallen und für Leckerlies tut sie alles, deswegen habe ich jetzt schon angefangen zu reduzieren. Sie kommt nämlich freudestrahlend von hinten angepest und schnüffelt sofort an der Hand. Also gibt es bei solchen Aktionen nur noch verbales Lob und Streicheleinheiten. Leckerlies gibt es nur noch bei durchgeführten Kommandos und da auch nicht mehr jedes mal.Ah OK, jetzt weiss ich was du meinst.
Beim Geschirr anlegen haben wir immer das gleiche Ritual. Sie hat durch Emmy recht schnell gelernt, das das Geschirr im Flur angezogen wird, ganz zum Schluss bevor es raus geht.
Auch hat sie die Verknüpfung schon, das sie warten soll, wenn wir aus der Haustür sind.
Hat sie sich alles von Emmy abgeguckt.War verständlich.

Ich bin ganz stolz. Heute hat sie auf der "Nachtrunde" 2x gepieselt. 1x auf dem Hinweg und 1x auf dem Rückweg.
Die Nachtrunde werde ich jetzt erstmal so beibehalten. -
Also die Sache mit der "Routine" ist ja umstritten. Günther Bloch plädiert z.B. dafür. Ich habe meinen Alltag von Anfang an absichtlich flexibel gestaltet, um eben nicht meine Hund in Erwartungsposition zu bringen. Das kann nämlich auch nerven. Ich hatte sie aber auch von klein auf an und konnte ihr auf andere Art Sicherheit vermitteln. Wenn Du einen ängstlichen Hund hast, würde ich auch sagen, dass Du ihr viel Stress einfach durch "Routine" nehmen kannst. Warum? Weil Du dadurch berechenbar für den Hund wirst und er schneller Vertrauen zu Dir aufbauen kann. Unberechnebarkeit durch einen unregelmäßigen Tagesablauf löst bei manch ängstlichen Hunden massiven Stress aus. Ich habe mal Podencomixe aus dem Ausland betreut und kann ein Lied davon singen. Wenn Du echt meinst, dass das Pieseln mit der Ägstlichkeit zusammen hängt, würde ich schon versuchen regelmäßige Rahmenbedingungen zu schaffen. Viel Erfolg

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Ich denke, je entspannter du bist, deto entspannter auch sie? Selbstbewusstsein übertragen, ängstlichkeiten - wenn unsinnig - ignorieren. Oder passt das hier nicht?
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