Unsicherheit bei Züchterwahl (HD)

  • Hallo alle zusammen,

    Nach einer sehr langen Entscheidungsphase, dem Lesen zweier Bücher und einer intensiven Recherche habe ich mich nun für einen Golden Retriever entschieden. Alle Weichen sind gestellt und die notwendigen Vorbereitungen getroffen.

    Jetzt geht es darum einen vertrauensvollen Zwinger zu finden. Ich habe bereits mit Hilfe des DRC Verzeichnisses eine kleine Vorauswahl in einem 400km Umkreis meines Wohnortes getroffen.

    Trotz aller Recherche hab ich beim Thema HD nach wie vor ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch.

    Bei einem der Zwinger hat die Hündin beispielsweise HD B2, ihre Mutter sogar C1. Im näheren Verwandschaftsumfeld Umfeld sieht alles relativ unauffällig auf. Der Deckrüde hat A Hüften.

    Ich hab einfach das Problem, dass man als Aussenstehender die Situation nur sehr schlecht einschätzen kann und ich hab auch das Gefühl die Meinungen driften sehr stark auseinander.

    Ich hab auch schon gelesen, dass die Bewertungskriterien des DRC sehr streng seien. Und auch die Tatsache dass man den Welpen von einem Züchter bekommt, das Risiko schon mal etwas eindämmt....vor allem im Vergleich zu Zufallspaarungen, die beispielsweise in Zeitungen etc angeboten werden.

    Was sind eure Meinungen und Erfahrungen zu dieser Situation?

    Würde mich echt sehr über Eure Hilfe freuen.

    Gruss Mace

  • Also ich würde bei einer Rasse die dermaßen Vorbelastet ist, definitv darauf achten, dass KEINE B,C Hüften in der gesamten Linie der Zuchttiere vorkommt. Bei HD C handelt es sich schon um eine leichte HD genetisch also definitv vorbelastet. Ich würde mich wirklich sehr gt mit den einzelnen Linien auseinandersetzten und mich vl. gerade im Hundesportbereich ein wenig umhören bei GR Besitzern die legen am meisten Wert auf gesunde Hüften und können Dich vl ein bisschen Beraten.

  • Einfach ist diese ganze Sache tatsächlich nicht, denn es ist ja noch gar nicht so klar wie denn HD nun tatsächlich zustande kommt. Sicher ist, dass es a) auf Vererbung und b) auf Aufzucht beruht.
    Auch ist es schonmal gut dass du dir die Ergebnisse anschaust und auch Wert darauf legst. Ob der DRC jetzt besonders streng bewertet weiß ich nicht, aber immerhin werden die Röntgenbilder von Experten bewertet.
    Was du auf jeden Fall machen solltest sofern es dir möglich ist wäre sich die Nachkommen anzusehen beziehungsweise sich diesbezüglich Auskünfte geben zu lassen.
    Es kann durchaus sein dass eine Hündin mit C-Hüfte nur A-Hüften Nachkommen hat, wenn sie falsch aufgezogen wurde oder auch bei ihr nur auf der einen Elternteilseite schlechte Hüften vererbt wurden.

  • Hallo Mace,

    ich kann dir nur von unserer Rasse (Weimaraner) berichten: Hier ist der Verein bei HD zum Glück sehr streng, es dürfen nur Hündinnen/Rüden von A1 (keine HD) bis B2 (HD-Verdacht) in die Zucht. Jeder Club hat da vereinsinterne Regeln, auch z.B. wie die Röntgenaufnahmen auszuwerten sind (Richtliinien), zudem auch wie der Hund beim Röntgen zu "lagern" ist....
    Natürlich gibt es keine Garantie, dass sich in den Würfen dann nicht doch mal eine C, D oder E Hüfte findet - aber die Zahlen sind bei unserem Verein eben vergleichsweise sehr gering.
    Es gibt natürlich auch Hunde, die auch mit einer D-Hüfte lange beschwerdefrei leben bzw. keine Beschwerden haben. Eben auch im Hinblick auf die Hüfte (ein Jagdhund muss darüber hinaus natürlich noch viel mehr andere Eigenschaften mitbringen) wollte ich einen Hund von einem seriösen Züchter, weil hier das Risiko für HD eben wesentlich geringer ist.
    Ich würde auf jeden Fall den Hund über einen seriösen Züchter kaufen - beim Golden Retriever kenne ich mich nicht so aus; ich würde jetzt aber eher weniger eine Mutterhündin bevorzugen, die schon eine C-Hüfte hat...

  • Eine 100 % Garantie auf A- Hüften kann dir kein seriöser Züchter geben.

    Bei den Graden B und C sollte man immer bedenken, es handelt sich um geringfügige Abweichungen.
    B ist Verdacht C sind leichte Veränderungen.

    Leichte Veränderungen können, aber müssen keine gesundheitlichen Probleme beim Hund bedeuten.

    Wenn man die HD-Auswertungen der "Verwandschaft" der Zuchthunde ansehen kann, was Du ja anscheinend konntest, sieht man z. B., daß die Mutter mit der C-Hüfte eine B-Hüfte vererbt. Mit Sicherheit hat dieser Züchter den passenden Rüden ausgesucht, der die Gelenke positiv beeinflußt.

    Obwohl es heute erwiesen ist, daß HD erblich ist, darf man aber nie die Haltung der Tiere ausser Acht lassen.
    Eine leicht vorgeschädigte Hüfte kann durch falsche Haltung (Überforderung) und Fütterung (Übergewicht), negativ beeinflußt werden.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • :gut:

  • Zitat

    Bei einem der Zwinger hat die Hündin beispielsweise HD B2, ihre Mutter sogar C1. Im näheren Verwandschaftsumfeld Umfeld sieht alles relativ unauffällig auf. Der Deckrüde hat A Hüften.


    Wenn mir die Aufzucht der Welpen gefällt und der Züchter sympatisch ist, würde ich es in Kauf nehmen.
    Ich würde definitiv von einem Züchter, der ein Ar.... ist und die Haltung nicht stimmt, keinen Welpen kaufen, nur weil alle Vorfahren ein "A" haben.
    Ist immer eine Einzelabwägung.

  • Zitat

    Also ich würde bei einer Rasse die dermaßen Vorbelastet ist, definitv darauf achten, dass KEINE B,C Hüften in der gesamten Linie der Zuchttiere vorkommt. Bei HD C handelt es sich schon um eine leichte HD genetisch also definitv vorbelastet. Ich würde mich wirklich sehr gt mit den einzelnen Linien auseinandersetzten und mich vl. gerade im Hundesportbereich ein wenig umhören bei GR Besitzern die legen am meisten Wert auf gesunde Hüften und können Dich vl ein bisschen Beraten.

    Das ist eine nette Idee, praktisch aber nicht umzusetzen. Bis zu welchem Hund in der Linie willst du da gehen? Bis zum 1. untersuchten? Bis zum 1. dessen Bilder vom Gutachter ausgewertet wurden? Bis zum ersten Hund überhaupt (der definitiv weder untersucht, noch dessen Aufnahmen ausgewertet wurden)?

    GR sind jetzt nicht meine Rasse, aber ich bezweifle, dass es dort komplette Linien ohne B-Hüften gibt.

  • Es ist praktisch umzusetzten, habe ich bei Auswahl meines Rüden auch so gemacht, OBWOHL die Rasse absolut nicht mit Gelenkproblemen vorbelastet ist. Für mich steht einfach die Gesundheut an 1. Stelle und ich würde mir auch keine Rasse zulegen wo grundsätzlich schon so ein Risiko besteht. Natürlich ist auch eine Ahnentafel ohne B Hüften keine Grantie, da HD Polygen vererbt wird, aber wenn man gleichzeitig die Nachzuchten, Geschwister etc. berücksichtigt ergibt sich schon ein gutes Bild. Und ich gehe hierbei nicht von den überhaupt geröntgen Exemplaren aus, sondern davon, dass in einer Ahnentafel ALLE Hunde also bis in Urgroßeltern alle ausgewertet sind.

  • Wenn man natürlich nur bis zu den Urgroßeltern geht, dann ist es machbar. Ich bin bei meinem Hund etwas weiter in den Generationen gegangen. Allerdings schaue ich auch nicht nur auf HD..

    Wobei ich das Problem mit HD-B noch immer nicht verstehe..

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