Die Ignoranz der anderen .....

  • Hallo,

    Ich würde mich gerne einmal mit euch austauschen bzw. eure Methoden in Erfahrung bringen, über ein Thema was mich schon lange richtig nervt und jüngst auch sehr wütend macht.

    kurze Info:
    Unser Rüde ist etwas "spielsüchtig", soll heißen, wenn er einen anderen Hund sieht, dann will er unbedingt hin und spielen und hört zu 50% einfach nicht mehr bzw. lässt sich nicht mehr abrufen. Aus diesem Grund arbeiten wir jetzt vermehrt in stark Hundebesiedelten Gebieten mit Schleppleine, ABER: dort herrscht Leinenpflicht!

    zum Problem:
    Zu 80% hält sich einfach Niemand an die Leinenpflicht, vorzugsweise die Herrschaften mit kleineren Kalibern (nicht dass ich was gegen die hätte, aber es scheint, als würde die Meinung vorherrschen, dass kleine Hunde sowieso nicht an die Leine gehören .... zumindest bei uns hier!). Da ich mit unserem effektiv üben möchte, kann ich sowas natürlich nicht gebrauchen, denn diese Hunde rennen zu meinem hin und wollen entweder spielen aber zu mindest 50% kläffen einfach nur in gebührendem Abstand. Keiner der Hundebesitzer hat seinen Hund annährend unter Kontrolle, sagt man was schaut man in leere Gesichter oder aber man bekommt dumme Antworten ..... und das sind keine Ausnahmen sondern damit ärgern wir uns Tagtäglich herum!

    Wir besitzen einen Presa Canario / Bardino Rüden. Man sollte meinen, dass wenigstens die Herrschaften mit ihren kleineren Kalibern diesen Hunden voreingenommen gegenüber sind, nicht das ich sowas unterstütze, nur für meine Zwecke wäre es aber manchmal positiv =) ; jedoch ganz im Gegenteil, man fragt noch nichteinmal ob unserer verträglich ist ..... es geht noch viel weiter, dass einfach wildfremde ihn einfach streicheln und dann mit mir anfangen zu diskutieren, wenn man sagt, man wolle das nicht ......

    ich weiß jetzt nicht, ob wir in einer besonders ignoranten Gegend wohnen oder wir einfach die Freundlichkeit austrahlen, dass jeder einfach bedenkenlos ankommen kann, aber geht es euch ähnlich und wie reagiert ihr auf solche Kandidaten ?

    als kleine Randnotiz ich hatte schon mit solchen Kandidaten echt heftige Diskussionen - Nutzen gleich 0!


    beste Grüße

  • Ich kenne das auch, die meisten Hunde in der Gegend kennt man zwar und weiß, was geht und was nicht aber wenn wirklich mal ein Fremder Hund ohne Leine und ohne, dass sich jemand dafür interessiert zu uns kommt sag ich nur genervt von weitem "das muss nicht gut gehen und ich übernehm dann auch keine Tierarztkosten!" Damit macht man sich zwar nicht gerade beliebt aber meistens funktioníert es dann doch

    zu 90% kommen meine beiden zwar mit allen Hunden klar aber ich finde es einfach unmöglich, gerade weil ich meine Hunde dann immer zu mir hol und anleine. Das ist ja eigentlich ein klares Zeichen für die anderen Hundebesitzer denn ich weiß, dass meine große sich nicht gerne anbellen lässt und gerade bei den kleinen Kläffern bin ich mir nicht immer ganz sicher, ob das nicht doch mal schief geht...

  • richtig, den habe ich gelesen :D da geht es aber ziemlich allgemein um die Nervigkeiten an anderen, hier bei mir um ein echtes Problem - und meinem Hund einen Maulkorb umzulegen, sodass andere ihn für gefährlich halten, finde ich unsinn, deshalb erhoffe ich mir hier einfach Tips und Ratschläge, weil ich mit unserem so einfach nicht üben kann.

  • Ich kenne unsere Gegend und die Stoßzeiten der mich nervenden Leute.

    Also meide ich Wege und Zeiten, klappt meistens ganz gut, denn viele Menschen sind Gewohnheitstiere ... selbe Zeit, selbe Strecke ;)

  • Zitat

    richtig, den habe ich gelesen :D da geht es aber ziemlich allgemein um die Nervigkeiten an anderen, hier bei mir um ein echtes Problem - und meinem Hund einen Maulkorb umzulegen, sodass andere ihn für gefährlich halten, finde ich unsinn, deshalb erhoffe ich mir hier einfach Tips und Ratschläge, weil ich mit unserem so einfach nicht üben kann.

    Was ist eine geeignete übungsumgebung?

    Deine gegend klingt doch recht locker und entspannt.


    lg

  • Was soll man dir da für einen Ratschlag geben, außer, übe im Rahmen eines Hundevereins.
    Dort sind die Hunde unter Kontrolle.

    In der "freien Wildbahn" wirst Du dich, Zeit deines Lebens mit Hund, mit ignoranten Hundehaltern auseinandersetzen müssen oder sie eben ignorieren. Du wirst keinen Menschen disziplinieren oder überzeugen können, der das nicht will.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Was ist eine geeignete übungsumgebung?

    Deine gegend klingt doch recht locker und entspannt.


    lg

    Find ich auch. Ist doch perfekt. Erst kannst du trainieren und deinen Hund auf dich konzentrieren und wenn die kleinen Offlinehunde dann da sind kannst ihn als Belohnung "hallo" sagen lassen. Ist für deinen Hund ja anscheinend superklasse und damit ne super Bestätigung.

  • ah danke für den Ratschlag, leider ist es so einfach nun wieder auch nicht :( denn wir haben quasi so einen kleinen Park am Rhein, bei welchem doch schon einige Gassigänger unterwegs sind. Leider ist der Park nicht so groß, dass es effektiv so viel Zeit zwischen Hundesichtung gibt und das Eintreffen des Hundes bei meinem, dass ich ihn bleiben lassen kann und dann schicken.

    Es läuft so ab, dass er den Hund bzw. Hunde erblickt und quasi einen Wimpernschlag später sind die schon da ...

    Allmählich wird es echt zum Problem für mich, da er immer größer und kräftiger wird und das mit anderen Hunden endlich auf die Reihe bekommen muss. Grundsätzlich wäre es mir ja Wurst ob er jeden anderen Hund begrüßt, nur weiß ich das es andere bspw. nicht wollen, bzw. nicht die geselligsten Hunde besitzen und ich wirklich nicht will, dass er mal gebissen wird und bemerkt, dass er doch größer und kräftiger ist als andere ...

    Zum Hundeplatz : Ja dort lässt sich wirklich gut üben, was wir auch getan haben. Er legt einfach das Hundeplatzsyndrom an den Tag, dass er dort hört und weiß was zu tun ist, da dort ja seine Kumpels sind, die er kennt und die einfach nicht von so großem Interesse sind wie andere unbekannte Hunde ... ergo: Außerhalb des Platzes -> Hören minus

    Wobei es mir gänzlich nicht unbedingt nur darum geht, den anderen zu zeigen dass sie gefälligst ihre Hunde an die Leine nehmen sollen, sondern evtl. auch vorschläge wie man die Situation wie oben beschriben vllt. in eine Übung umgestalten kann.


    vielen Dank & beste Grüße

  • Versuch es doch mal anders herum:
    Wenn es auf dem Platz bereits super funktioniert, dann geh doch einfach in deinem Wohngebiet (nicht unbedingt der überfüllte Park) und trainiere dort mit bekannten Hunden. Vielleicht welche aus dem Verein, oder bekannte Hundehalter aus der Umgebung, die mit dir nen kleinen Ausflug machen. Dann kannst du da unter Ablenkung trainieren und das ganze immer weiter steigern. Bis es eben im Park mit vielen fremden Hund funktioniert.

    Bis es soweit ist, würde ich zu Notfallmaßnahmen im Park greifen, weil es bringt nix etwas vom Hund zu verlangen, daß er in dem Moment nicht leisten kann. Vielleicht lieber zu Zeiten gehen, wo man auf weniger Hunde trifft.

    Ansonsten läufst du nämlich Gefahr das dich bereits der Anblick eines freilaufenden Hundes innerlich aufregt und das überträgt sich auf deinen Hund. Aus diesem Kreis wieder rauszukommen ist echt schwer. Wenn es dir nicht schmeckt, daß dein Hund ungefragt gestreichelt wird, dann nimm den Hund zurück, oder dräng dich dazwischen und sag kurz und knapp, daß du das nicht möchtest und geh einfach weiter. Du mußt dich mit den Leuten nicht auseinandersetzen. Man kann sich erklären, aber eine Diskussion bringt meist (leider) recht wenig.

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