Kastration Ja oder Nein?

  • Zitat

    Es ist einfach nicht gesund, wenn die Hündin dauernd läufig wird und nie gedeckt wird. Das ist mindestens genau so wider der Natur, als die Kastration selbst.

    Wie kommst du denn darauf? Ich möchte dich hier nicht angreifen oder sonst was, aber ich wüsste gerne, wie du darauf kommst. Ich weiß, der Vergleich Mensch-Hund hinkt immer so ein bisschen, aber gerade bei SOWAS finde ich den Vergleich immer gut. Ich kriege auch meine Tage und das JEDEN Monat. Wenn ich keine Kinder will, lasse ich mir trotzdem nicht alles rausnehmen, nur damit ich keinen Krebs oder sonst was kriegen möchte, oder?

    Ich weiß, ein Hund ist was anderes. Aber ich finde es einfach irgendwo nicht in Ordnung, wenn gesagt wird, dass die "Läufigkeit wider der Natur" ist. :???:

    Ich habe ja, wie gesagt, auch vor, meine Hündin kastrieren zu lassen, außer wir kommen mit der Läufigkeit gut klar. Und ja, das ist auch von meiner Seite egoistisch. Ich habe dafür meine Entschuldigungen, die die meisten hier auch nicht als "in Ordnung" betrachten würden z.B. dass ich während der Läufigkeit vielleicht nicht gewährleisten könnte, dass sie nicht gedeckt wird, da ich nicht glaube, dass ich mich dazwischen stelle könnte/würde oder gar einen fremden Rüden einfach runterpacken würde von meinem ja auch schon relativ großen Hund.
    Aber die Begründung seine Hündin kastrieren zu lassen, weil die Läufigkeit wider der Natur ist oder sowas... sorry, aber das versteh ich nicht.

    Sprich mit deinem TA, aber so wie ich es hier mitbekommen habe, sind leider die meisten TÄ nicht unbedingt objektiv. Und wenn du meinst, das ist dann nicht dein Problem, musst du das eben denken. Ich persönlich wollte mich informieren, bevor ich so einen Eingriff machen lasse und meine Entscheidung wird auch sicher noch lange auf sich warten lassen. Bevor man einen Hund hat, sowas festzumachen... naja, auch egal jetzt. :muede2:

  • Zitat


    [...]
    Die Kastration dient der Gesundheitsvorsorge, macht eine ungewollte Trächtigkeit beim Ausreißen der Hündin unmöglich und sowohl mir als auch der Hündin wird die Läufigkeit erspart. Es ist einfach nicht gesund, wenn die Hündin dauernd läufig wird und nie gedeckt wird. Das ist mindestens genau so wider der Natur, als die Kastration selbst. Bei einer Voruntersuchung von Kreislauf und Herz, ist das Narkoserisiko fast nicht gegeben.

    Und in der Tat, es ist mein Hund. Spielt euch hier mal nicht als die Hunde-Samariter auf :roll: Ein Großteil der Hunde im Tierheim ist sowieso schon kastriert.

    MfG Switched

    Häh!? Was ist denn an einer Läufigkeit so unnatürlich (ja der arme Hund der nie Sex haben darf :roll: und Enthaltsamkeit ist also auch sooo schlimm?!), dass es verhindert werden muss? Nur weil, dass was man entfernt, innen liegt, handelt es sich nicht um eine Verstümmelung?!
    Ich meine, man kann ja für eine Kastration sein, aber so eine absurde Begründung halte ich für groben Unfug!

    Zitat

    Wenn du dich allerdings gut informieren würdest würdest du feststellen, dass eine Kastration zur Gesundheitsvorsorge Blödsinn ist, da die Nebenwirkungen und das Narkoserisiko in keinem Verhältnis zu den "Vorteilen" stehen. Wenige TAs, die nicht so sehr aufs Geld durch die OP und ihrer Folgen aus sind, werden dir das auch bestätigen.


    Ich habe gerade noch in einer Hundezeitung den Hinweis gelesen, dass eine Kastration der Hündin kurz vor oder kurz nach der ersten Läufigkeit, dass Risiko an einem bösartigen Gesäugetumor zu erkranken, deutlich senkt. :roll:
    Ich finde das sehr schlimm, den Besitzern solch` Hoffnungen zu machen, dass so eine Hündin nie an Krebs erkranken könne. Und der Hund muss drunter leiden...

    Zitat

    Hallo,

    ich würde einen Rüden mit solchem Verhalten nicht kastrieren lassen. Er ist ja kein Pöbler. Nach einer Kastration sind solche, eher devoten, Typen oft die, die dann richtig die A....karte haben. Sie riechen nicht nach Rüde, nicht nach Hündin und werden oft Opfer beider Seiten.
    [...]
    Falls ich noch einmal einen Rüden bekomme wird er sicher nicht kastriert. Es sei denn es wäre ein medizinisches Problem da oder eine unkastrierte Hündin im Haushalt. Ich würde versuchen ihm ein gutes Sozialverhalten beizubringen und aufmüpfiges Verhalten im Ansatz unterbinden. Da ich nicht der Meinung bin das erwachsene Hunde mit allen anderen spielen müssen, sehe ich keine Probleme.

    Gruß Terrortöle


    :gut:
    Genau meine Meinung!

  • Zitat

    Häh!? Was ist denn an einer Läufigkeit so unnatürlich (ja der arme Hund der nie Sex haben darf :roll: und Enthaltsamkeit ist also auch sooo schlimm?!), dass es verhindert werden muss? Nur weil, dass was man entfernt, innen liegt, handelt es sich nicht um eine Verstümmelung?!
    Ich meine, man kann ja für eine Kastration sein, aber so eine absurde Begründung halte ich für groben Unfug!

    Das Krebsrisiko steigt mit jeder Läufigkeit bis zu einem bestimmten Niveau, darum ist es ungesund. Ihr könnt ja gerne mit dem Leben eurer Hündin spielen, wenn ihr glaubt, dass ihr Glück habt. Ich gehe lieber auf Nummer sicher. Die Läufigkeit/Periode ist auch nichts Tolles. Die Hündin verpasst ja nichts. Ich kenne zumindest keine Frau, die ihre Periode gern hat, außer vielleicht wenn sie dachte, dass sie schwanger ist :lol:

    MfG Switched

  • Wenn man das mit seiner eigenen Hündin macht naja ok, kann ich mit leben, aber es unreflektiert anderen zu raten und/oder es als Non plus Ultra hinzustellen ist, gelinde gesagt, daneben.
    Ob man als Frau seine Periode mag oder nicht, sei mal dahingestellt, aber sie gehört zum Leben nun mal dazu, und ich persönlich finde es nicht so toll den Körper so mit Hormonen zu behandeln, dass diese ausbleibt. Aber mit seinem eigenen Körper darf man natürlich veranstalten was man möchte, ehrlich! ;)

  • Hallo,

    stehe selbst vor der wirklich schweren Entscheidung:"Kastration - ja od. nein???"
    Das was du da aber über deinen Rüden sagst darf meiner Meinung nach kein Grund für eine Kastration sein. DU musst mit DEINEM Hund klarkommen ...und die anderen mit ihren Hunden, denn DU lebst mit DEINEM Hund zusammen und nicht mit denen der anderen!
    Es kann in der Tat sein, dass dein Hund eine genetisch veranlagte "problematische" Körpersprache hat (z.B. die Rute immer hoch trägt) - unsere Rüde spricht sehr schnell auf Möpse an (klar...die "knurren" laufend und die Körperhaltung sieht echt bedrohlich aus.. :D ) ...aber deshalb kann man doch nicht von jedem Mops-Halter verlangen seinen Hund kastrieren zu lassen. Und falls es nun wirklich an den angeborenen "Signalen" liegt....WAS SOLL DAS ÄNDERN???
    Mein Hund ist extrem auf Hündinnen aus. Wir haben eine sehr gute Bindung, an der wir täglich arbeiten (er entfernt sich nicht aus meinem Sichtbereich). Die enorme Hundedichte hier macht uns aber schon sehr zu schaffen. Irgendwo ist immer gerade eine Hündin läufig und dann ist er nur sehr, sehr schlecht ansprechbar. Draussen mit ihm in dieser Zeit zu trainieren ist fast unmöglich - er bleibt zwar bei mir konzentriert sich aber nicht wirklich, sondern dreht mir beim "Bleib" den Rücken zu. Ich lauf dann auf der Wiese rum wie blöde und verstecke den Futterbeutel ...mein Hund sitzt mit dem Rücken zu mir und versucht über den Berg zu glotzen, wo die heisse Hündin sitzt. Seine "Arbeit" macht er nur noch unter "Druck" und sehr zögerlich. Leinenführigkeit ist zwar sehr gut trainiert - er läuft normalerweise genau neben mir. Ist aber irgendwo die Spur einer läufigen Hündin kann ich zwar darauf bestehen neben mir zu bleiben - er jammert aber dann den ganzen Weg über. Jede "Schnupperstelle" sorgt dafür, dass im das Wasser aus dem Maul läuft und er das große "Zähneklappern" kriegt!!
    Morgens um 6.00Uhr steht er an der Terassentür und versucht den Duft durch jeden Spalt zu ziehen - dann jammert er und will raus. Wenn er weiß es geht raus rennt er hin und her, wie angestochen. Wie gesagt, nur einem guten und ständigen Training habe ich es zu verdanken, dass er bei mir bleibt - sonst, da bin ich mir sicher ...wäre er weg...!
    Nun hat er einen Chip ...und es ist tausendmal besser!!! Kein Jammern, super ansprechbar, immer auf mich bezogen, einwandfreier Rückblick. Arbeitswille ist noch da - allerdings auch nicht mehr ganz so wie er vorher war :sad2: , aber er legt sich immer noch kräftig ins Zeug. Hört sich alles gut an, könnte man meinen. Aber dennoch bin ich SEHR am überlegen ob es der richtige Weg ist. "Nicht kastrieren lassen", sagt sich so leicht, wenn man die Probleme mit seinem Hund nicht hat. Nicht jeder ist halt sexuell soooo heftig veranlagt (also nicht jeder Hund natürlich... :D ."Da muss er durch..." ist leicht gesagt. Ich kann mir vorstellen, dass ein derartiger Stress (und das was ich aufgezählt habe IST Stress) ihn mal locker ein bis zwei Jahre seiner Lebenszeit kosten könnten - der ist quasi unter "Dauerdruck" - von der Lebensqualität mal abgesehen!
    Allerdings...das was ich schon vorher befürchtete, hat sich bestätigt. Er war immer etwas unsicherer im Umgang mit Rüden, das hat sich verstärkt (klar weniger Testosteron - weniger Sicherheit), er wird aber dabei nur agressiv, wenn sich die Rüden ihm DEUTLICH und unausweichlich nähern - ansonsten führe ich ihn so vorbei und er ist zufrieden (kein Knurren!). Er mochte aber auch schon vorher nicht mit jedem spielen - ich hatte immer das Gefühl ich würde ihm ausreichen, zumindest verhält er sich so. Muskulaturprobleme hat er (noch) nicht - sind aber auch nicht ausgeschlossen - das gilt es zu bedenken! Trotz Chip ist er sehr schlank (obwohl er reichlich Futter kriegt ...aber ich bin auch relativ viel mit ihm unterwegs und er ist ziemlich aktiv dabei).
    Also ANDERE Hunde sollten dich nur am Rand interessieren! Die Sache betrifft NUR deinen Hund und dein Zusammenleben mit ihm. Keinesfalls würde ich Kastration als Allheilmittel sehen und alle die, die es als solches verkaufen würde ich meiden (ebenso wie der Ratschlag einen Hund zu schlagen genug über die Qualifikation des Tippgebers aussagt) - die sollen selbst mit IHREN Hunden klarkommen! Das der Hund bestiegen wird od. berammelt wird musst du im, Zweifelsfall in Kauf nehmen und zu verhindern wissen. Wenn du eine Hündin hast müsstest du dich aber auch gegen einen aufdringlichen Rüden wie meinen wehren bzw. müsste ich einschreiten, da kann man auch nicht einfach sagen: "Jaaa, Pech gehabt, der steht nunmal auf Hündinnen...!".
    Was ich mit meinem mache weiß ich wirklich noch nicht ...trotz der sehr sehr vielen Vorteile die ich jetzt im Moment verspüre - ich muss letztlich NUR im Sinne meines Hundes handeln und das tun was für IHN am besten ist!
    Aber deinen würde ich - so wie du es bechreibst - auf GAR KEINEN FALL kastrieren lassen. Nur meine Meinung! Das ist so ein Thema, da kannst du 10 Leute fragen und kriegst 11 Meinungen.... ;)

    Tschüss
    Ralf

  • Zitat

    Früher dachte man wirklich meist so ähnlich, aber inzw hat man weitere Ernenntnisse. Es gibt gute Bücher über die Folgen von Kastration. Sie sind im Buchhandel durchaus erhältlich.

    Desweiteren sollte man eine Hündin nie vor der ersten Läufigkeit kastrieren, da sie so weniger inkontinent werden. Auch für die Reifung des Gehirns ist es wichtig lange zu warten. Wenn möglich bis zur dritten Läufigkeit. Und wenn man kastriert, dann genau zw zwei Läufigkeiten, also in der Mitte. Aber es gibt Hündinnen, die man besser nicht kastrieren sollte, da sie dann richtig aggressiv werden können. Das wird in den Büchern gut gezeigt, z.B.. das vom Gansloßer.

    Auch beim Rüden, nie zu früh kastrieren. Der Hund, der noch nicht ausgewachsen ist, kann sonst viel zu groß werden. Auch brauchen manche Rüden das Testosteron, weil sie sonst zu ängstlich werden/ Angstbeißer.

    Man sollte es immer von Fall zu Fall betrachten. Eine Kastration kann keine Erziehung ersetzen. Es gibt gute Gründe für und gegen die Kastration und man sollte sich vor der Entscheidung immer damit auseinandersetzen! Denn wenn mal kastriert ist, kann man es nie wieder rückgängig machen!

  • Zitat

    Das ist eben falsch, es ist sogar von der Natur so vorgesehen. Im Wolfsrudel bekommt nur das Alpha-Pärchen Nachwuchs. Die anderen Wölfinnen werden Scheinträchtig und kümmern sich aufgrund der Hormone dann auchum die Jungen der Alpha-Hündin (säugen). Es ist also vollkommen natürlich. Anders ist es bei der Katze, weswegen man Katzen auch kastrieren sollte (sonst folgt Dauerroligkeit).

  • Danke :)
    Ja es ist eben blöd wenn man draußen dauernd angegriffen wird , da kommt man echt ins grübeln .
    Ich habe mich nun gegen eine Kastration entschieden! Ich habe einen freundlichen Hund , der auch zu anderen Hunden nett ist !
    Wenn sich was ändert das er doch aufeinmal ganz heiß auf Hündinnen ist ,dann wird neu entschieden !

  • Zitat

    Früher dachte man wirklich meist so ähnlich, aber inzw hat man weitere Ernenntnisse. Es gibt gute Bücher über die Folgen von Kastration. Sie sind im Buchhandel durchaus erhältlich.

    Desweiteren sollte man eine Hündin nie vor der ersten Läufigkeit kastrieren, da sie so weniger inkontinent werden. Auch für die Reifung des Gehirns ist es wichtig lange zu warten. Wenn möglich bis zur dritten Läufigkeit. Und wenn man kastriert, dann genau zw zwei Läufigkeiten, also in der Mitte. Aber es gibt Hündinnen, die man besser nicht kastrieren sollte, da sie dann richtig aggressiv werden können. Das wird in den Büchern gut gezeigt, z.B.. das vom Gansloßer.

    Auch beim Rüden, nie zu früh kastrieren. Der Hund, der noch nicht ausgewachsen ist, kann sonst viel zu groß werden. Auch brauchen manche Rüden das Testosteron, weil sie sonst zu ängstlich werden/ Angstbeißer.

    Man sollte es immer von Fall zu Fall betrachten. Eine Kastration kann keine Erziehung ersetzen. Es gibt gute Gründe für und gegen die Kastration und man sollte sich vor der Entscheidung immer damit auseinandersetzen! Denn wenn mal kastriert ist, kann man es nie wieder rückgängig machen!

    Da liegst du falsch. Wenn man bis nach der dritten Läufigkeit wartet, dann hat die Kastration keinerlei Auswirkungen mehr auf das Krebsrisiko. Dann geht der Aspekt der Gesundheitsvorsorge fast vollständig flöten und die Kastration macht fast keinen Sinn mehr. Schon nach der zweiten Läufigkeit steigt das Krebsrisiko auf 25%. Bei einer unkastrierten Hündin liegt das Risiko bei 33%. Deshalb ist es auch ungesund, wenn Hündinnen läufig werden ohne gedeckt zu werden.

    Diese Fakten stammen von Prof. Dr. Ingo Nolte von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Ein offenbar sehr angesehener Fachmann auf seinem Gebiet.

    MfG Switched

  • Zumindest verwendet ein Tierarzt auf seiner Webseite diese Fakten und gibt als Quelle oben genannten Professor an. Ich habe die Fakten zusammen mit dem Namen auch schon in einem anderen Hundeforen gelesen, das ich natürlich hier nicht erwähnen werde, weil es vermutlich verboten ist :???:

    Entschuldigung für den doppelten Post, wollte nur klar stellen, dass es sozusagen eine Sekundärquelle ohne Garantie ist.

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