Maulkorb - mehr Sicherheit ?

  • Oh je, das klingt gar nicht gut...
    Kann dir das Tierheim vielleicht einen guten Trainer empfehlen?
    Denke mit Maulkorb allein ist es da nicht getan... klar, dadurch bekommst du die Sicherheit, aber ich denke da sollte doch mal jemand drauf schauen.

    Meine Trainerin hat mir ein paar gute Tipps damals geben können, wie ich mich bei Eliot richtig in solchen Situationen verhalten sollte. Gemeinsam mit dem Maulkorb hat uns das sehr weit gebracht...

    Habt ihr keine ruhigeren Spaziergebiete?
    Wie lange lebt er schon bei dir?

  • Tierheim ist in Herzsprung, von daher denke ich nicht das sie gute Trainer in Berlin kennen aber
    evtl. haben sie ja einige Tipps für mich, schließlich haben sie Ringo aus einem Polnischen Tierheim gerettet
    und ihm einiges beigebracht.

    Naja, es gibt hier einen Park und auch einen recht langen Weg - irgendwann kommt dann auch ein Hundepark
    aber dahin müssen wir erstmal 5 Minuten laufen bis ich ihn von der Leine lassen kann und wir sind auch oft in größeren Parks, am See, etc. und da sind nunmal andere Menschen und Hunde, ich weiß echt nicht mehr wie das hier ablaufen soll, es geht ja rein gar nichts mehr - dachte das er sich besser Verhält aber es war der totale Horror.

    Trainerin werden wir jetzt auch nochmal Fragen ob sie endlich Zeit hat, sonst wird es sehr kompliziert hier und
    ich selber bin ja Schülerin d.h in der Zeit wo ich in der Schule bin geht der Freund meiner Mutter mit dem Hund raus aber bei ihm ist er noch schlimmer und es macht keinem mehr Spaß - ich komme damit noch zurecht aber es zerrt schon an den Nerven.

    Mir ist klar das ein Hund aus dem Tierheim, der davor sicherlich einiges in Polen erlebt hat auch einige Probleme mit sich bringt aber es hieß auch das er ein Freundlicher Hund ist und Artgenossen sehr mag - aber ist dort halt einfacher als hier, in Berlin ist es nicht wirklich Ruhig. Ich gebe überhaupt keinem die Schuld, kann ja niemand Wissen wie ein Hund sich in einer völlig anderen Umgebung verhält.

    Er lebt seit Februar hier und es fing sofort mit dem anknurren anderer Hunde, Objekten und nun auch
    mehr Personen die ihm nicht gefallen an aber ich dachte das er sich erstmal an die Große Stadt gewöhnen muss und es lief auch teilweise besser, im Winter sind jedoch auch nicht viele Hunde Draußen u. jetzt im Sommer :hilfe:

    Eine Einzelstunde Kostet eben auch mal locker 60 Euro, das ist noch ein ziemlich Günstiger Preis - mir ist
    wirklich nix zu Schade für Ringo aber die Frage ist auch, kann er hier in der Großstadt glücklich werden oder passt
    es nicht ? Mano :sad2:

    Liebe Grüße

  • Nochmal was ..

    Kann es eigentlich sein das einem Hund die Großstadt überhaupt nicht bekommt ? Ringo hat wirklich Angst vor allem, sei es ein Fahrrad das "plötzlich" da ist, das Rennen von Kindern die er nicht kennt (Er ist in keinster weise Aggressiv wenn solch eine Situtation ist, aber man sieht ihm an das er Ängstlich ist), Autos, Motorräder, einfach wirklich das was eine Großstadt nunmal hat. Ich frage mich nur ob ein Dorf nicht besser für ihn wäre, in Herzsprung war er Freundlich gegenüber alles und jedem aber hier verschlechtert sich sein Verhalten von Tag zu Tag, nicht gegenüber uns sondern gegenüber dem was Berlin ausmacht - in anderen Bereichen wie Freilauf macht er große Fortschritte u. ist ganz gut Abrufbar - auch wenn größere Ablenkungen vorhanden sind.

    Er ist dort wo es etwas lauter ist auch wie in seiner eigenen Welt und ich kann mich vor ihm setzen, hinschauen tut er woanders und irgendwie scheint er nur Laut, Krach, Hund, andere Menschen, usw. wahrzunehmen. Es ist ja auch so das wenn ich mich zu ihm setze er weiter andere Hunde (und all das was ihm zu dem Zeitpunkt nicht gefällt) anknurrt und kläfft. Man kann sich das in etwa so vorstellen das ein Hund halb über dem Boden hängt weil er trotz Leine kurz halten sich nicht davon abringen lassen möchte zu Hunden zu kommen - bei Menschen reicht es einfach aus weiter zu gehen.

    Soll ich mich jetzt den ganzen Sommer Tagsüber verstecken und darauf hoffen das alle mit ihren Hunden und Fahrrädern Nachts heim sind ?

    Werde mich bei der Hundeschule Spreewölfe Morgen umhören, mehr fällt mir leider auch nicht ein :ka:

    Ich muss auch sagen, nicht umsonst habe ich die Beschreibungen der Hunde im Tierheim gründlich durchgelesen und extra darauf geachtet einen Freundlichen Hund der auch Artgenossen mag zu Adoptieren, einfach weil das doch eine größere Baustelle ist und ich mir Gedanken gemacht habe ob wir das schaffen würden, deswegen eigentlich ein Hund der auch für Anfänger relativ gut geeignet ist - ist er eigentlich auch, nur an der Leine halt nicht - Wir haben alle Ringo sehr lieb gewonnen und vielleicht ist es auch nicht so schlimm wie es scheint :gott:

    Sonst ist er wirklich Perfekt, macht jeden Quatsch mit, hört auf seinen Namen, Buddelt Pflanzen aus ( :hust: ),
    liebt es zu Kuscheln und mag Kinder sehr gerne, wäre nur die blöde Leine nicht.

  • Zitat


    Ich muss auch sagen, nicht umsonst habe ich die Beschreibungen der Hunde im Tierheim gründlich durchgelesen und extra darauf geachtet einen Freundlichen Hund der auch Artgenossen mag zu Adoptieren, einfach weil das doch eine größere Baustelle ist und ich mir Gedanken gemacht habe ob wir das schaffen würden, deswegen eigentlich ein Hund der auch für Anfänger relativ gut geeignet ist - ist er eigentlich auch, nur an der Leine halt nicht

    ja, es wurde ja schon erwähnt, so ein Tierheimhund mit unbekannter Vergangenheit verändert eben sein Verhalten dann in einer Familie und einer ganz anderen Umgebung oft im Laufe der Zeit. Ist auch hier oft genug zu lesen...man bekommt da immer ein Überraschungspaket und kann sich auf die Tierheimbeschreibung nicht verlassen. Unsere entspricht auch in mancher Hinsicht nicht der ursprünglichen Beschreibung, das kam so im Laufe der Wochen und Monate raus.

    Nun kennt Deiner anscheinend "Großstadt" nicht und hat hier Prägungsdefizite. Klar, dass er momentan überfordert ist. Meine z. B. kannte keinen Fernseher und es hat viele Monate gedauert bis sie davor entspannt schlafen konnte, aber ist natürlich ein kleines Problem im Vergleich zu bei Euch.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Euch auch im Laufe der Zeit und mit viel geduldigem Training und guter Anleitung, welche Ihr Euch als Anfänger unbedingt holen solltet, wesentlich besser und entspannter wird, aber dieser Weg kann viele Monate dauern, wenn nicht Jahre, auch mit immer wieder Rückschlägen und dieser Sommer wird mit ziemlicher Sicherheit nicht so toll.

    Müsst Ihr in Euch gehen, ob Ihr dies zu leisten bereit seid und die nötige Geduld aufbringt. Die Entscheidung kann Euch keiner abnehmen! Ich höre hier ein bisschen raus, dass Du darauf hoffst, dass Dir jemand die "Absegnung" zur Rückgabe erteilt, weil der Hund nicht in die Großstadt passt ;)

  • Naja, es macht aber schon ein Unterschied ob der Hund Artgenossen mag oder nicht, das gleiche bei Menschen.
    Wir haben auch nicht verschwiegen das wir aus Berlin kommen und es bei uns nicht Ruhig ist. Aber mehr möchte
    ich jetzt auch nicht darauf eingehen. Das Tierheim finde genauso gut wie vorher, Hunde verändern nunmal ihr Verhalten und wie weiß man vorher nicht.

    Zitat


    Ich höre hier ein bisschen raus, dass Du darauf hoffst, dass Dir jemand die "Absegnung" zur Rückgabe erteilt, weil der Hund nicht in die Großstadt passt ;)

    Dann würde ich gerne Wissen was du für einen Quatsch heraus hörst, es ist nur die Frage ob der Hund hier
    glücklich ist oder es dort für ihn besser ist. Wir haben gerade mit einem Mitarbeiter vom Tierheim gesprochen, er meinte das es ihm dort in seinem Rudel super ging und er es dort auch nicht schlecht hattte, bei der Vermittlung würde auch gesagt das es falls es nicht passt der Hund auch wieder zurück darf, das hat weniger etwas mit "Absegnung zur Rückgabe" zu tun sondern das sich das Verhalten ändern kann und das verstehe ich auch.
    Problem ist halt, auch der Mitarbeiter konnte nicht wirklich Tipps o.ä geben sondern meinte das wir nochmal Anrufen sollen und dann - ich habe selber keine Ahnung ....

  • Rückschläge gehören mit Sicherheit dazu. Das ist kein Beinbruch. Bedenklicher finde ich, dass er sich gegen dich richtet, wenn er frustriert ist. Allein schon deshalb finde ich du solltest den Maulkorb aufbauen und benutzen.

    Ob dein Süßer in einer anderen Umgebung glücklicher wäre...ich denke das siehst du etwas zu "Menschlich" Normalerweise ist ein Hund glücklich wenn er seine Menschen und ein zu Hause gefunden hat.
    Du hast ihn ja erst seit Februar, das ist eigentlich noch nicht sehr viel Zeit. Im Regelfall dauert es ca. 4 Wochen bis ein Hund sich in eurem zu Hause eingelebt und die ersten Hausregeln verinnerlicht hat. Erst dannach kommt so nach und nach das Wahre-Ich und eben auch die unerwünschten Verhaltensweisen zum Vorschein.
    Hattet ihr diese Probleme an der Leine von Anfang an? Weißt du denn woher das kommt? Du schreibst ja er war vorher im TH im Rudel integriert. Hast du mal mit einem der Gassigänger gesprochen?

    Ich denke schon, dass dir jemand vor Ort Hilfestellung geben muss. Gerade als Hundeanfänger benötigt man die einfach. Auch mußt du ja erstmal jenes oder dieses Verhalten richtig deuten können und seine Körpersprache lernen.
    Das kommt sicher auf die Umgebung an wie teuer eine Einzelstunde so ist. Aber vom Ding her eigentlich fast immer eine lohnende Investition :-)

    Hast du mal versucht ihn durch etwas abzulenken? z.B mit einem starken Geruchsreiz? Also Stinkerkäse oder Leberwurst oder hat er sowas wie ein Superspieli? Einfach etwas womit du seine Aufmerksamkeit bekommst?

    Grüße Nicole

  • Wenn man sich mit der Thematik auskennt ist es sogar ein gewinn, wenn man häufiger andere Hunde trifft.

    Aber es kommt auf die Erfahrung an und wie stark kann man sich vorallem anderen Hundebesitzern gegenüber durchsetzen kann.

    Ich hab diese Durchsetzungskraft mit meiner ersten Hündin auch erst Lernen müssen(war erst 17), habe die durch eine Hundetrainerin gelernt. Allerdings Kostenlos, die ging mit vielen Hunden aus Pflegestellen im selben Wald Gassi. Die hat mir den Kopf zurecht gerückt, mir gezeigt wie ich zu reagieren hab.

    Du bist ja auch noch Schülerin, vielleicht brauchst du auch einfach mal jemanden der mit dir mitgeht und dir den Kopf zurecht rückt, die zeigt wie es anders geht und dann machst es anders. Find 60€ da jetzt aber auch recht viel.

    Mach doch mal ein neues Thema auf, wo du nach einer gescheiten Trainerin in deiner Stadt fragst. Nur mein Tipp ;) , Weil die Communit hier ist wirklich groß und bei jemand der gut Arbeitet macht lohnen sich sogar 60€, weil man nur wenige Besuche braucht. (Find 60€ aber auch sehr viel, das würd ich nur bezahlen wenn mir vorher wer sagt: "der Trainer hats wirklich drauf")

    Ansonsten um das leben erstmal zu erleichtern Maulkorb Training, so das Maulkorb tragen völlig problemlos klappt.

  • Hey,

    habt Ihr denn jetzt schon mal Trainerstunden genommen?? Die wären dringend nötig wenn ich das so lese - ein Trainer ist sein Geld allemal wert da er Euch hilft und zeigt, wie Ihr mit den "Macken" Eures Hundes umgehen könnt und wie man dran arbeitet.

    Und das Folgende bitte nicht persönlich nehmen sondern als allgemeinen Denkanstoss:
    Die Hunde aus Polen haben meistens keine Sozialisierung in unserem Sinne, saßen häufig lange in überfüllten polnischen TH unter miserablen Bedingungen, kennen oft weder Teppichboden noch Leine, keine Mietshäuser und Kinderspielplätze, keine Busfahrten und Hundeauslaufgebiete.
    Das TH wo Dein Hund herkommt hat gemessen an anderen TH einen recht hohen Durchlauf an Hunden - sie arbeiten extrem viel über die Süß- und Mitleidsschiene. Die Hunde kommen da an, werden oft direkt in ein Rudel integriert und dann schnell wieder weitergereicht (als Kurzfassung). Zwischendurch werden sie an die Leine gewöhnt und hören ein paar Kommandos (auf Deutsch, auch das kennen sie nicht !)

    Leider haben die Mitarbeiter in Tierheimen meist relativ wenig Ahnung von wirklichem Hundetraining und können daher in den seltensten Fällen wirklich kompetente Ratschläge geben - ist ja nicht ihr Fachgebiet - in dem von Dir genannten TH ist das ebenso und außerdem sind die Hunde meistens viel zu kurz da als das die Mitarbeiter sich tiefschürfend mit ihnen beschäftigen könnten. (Ich habe da einschlägige Erfahrungen machen können)

    Daher ist so ein Hund wie Deiner immer ein echtes Ü-Ei - man weiß nie so wirklich, was alles in ihm steckt........ :D . In der TH-Situation präsentiert sich so ein Hundchen natürlich anders - bildlich gesprochen muß er da im Rudel "die Füße still halten" und fällt daher nicht als unsicher oder unverträglich auf. Wenn er dann in die große weite Welt kommt ist er nach kurzer Zeit komplett überfordert und wehrt sich auf seine Art gegen die Reizüberflutung. Und leider ist Aggression dann das einzige Ventil was diese Hunde haben..........

    Ehrlich, ein guter Trainer und ein Zurückschrauben Eurer Ansprüche an Ringo wird Euch nach kurzer Zeit viel weiter bringen als planloses Rumprobieren. Wichtig ist eine konsequente Linie in der Erziehung einzuhalten und nicht mit unterschiedlichen Methoden an einer Sache rumdoktern - das geht nach hinten los.
    Und eine Rückgabe würde nur Euch helfen - dem Hund aber nicht, denn der reagiert aus Unsicherheit und totaler Überforderung so, wie du es beschreibst.

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