Der Welpe ist stur
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maxicap -
9. April 2013 um 08:38
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Ich würde gerne wissen, ob ich ihm als Leckerchen Katzentrockenfutter geben darf? Bei dem Geruch geht er ab wie ein Zäpfchen
Ja! Für den Rückruf solltest du ein ganz besonderes Leckerlie nehmen, so dass er weiß, es lohnt sich, bei dem Signal zu kommen. Ich benutze z.B. für den Rückruf diese Hunde-Leberwurst-Tuben. Da kommt sie angerannt, egal wo sie ist und was sie macht...
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Hi,
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Zu deiner Frage ob Katzenleckerlis ok sind kann ich dir antworten weil ich das Thema gerade beim Tierarzt hatte. Er gab meinen Hunden zum Abschied Katzenleckerlis.
Es ist wohl so dass das unbedenklich ist, der Hund könnte übergewichtig werden wenn man zuviel davon füttert und das gilt auch für Katzennahrung allgemein.
Anders wäre es wenn man die Katze mit Hundefutter füttert, da käme es auf Dauer zu Mangelerscheinungen (Taurin) und Krankheiten (z.B. der Augen). -
Zitat
So oft wie ich gehört habe...eine Rasse sei stur...Egal welche Rasse,jeder Besitzer sagt mir so oft "Die sind auch dafür bekannt dass sie stur sind"...Dann wären ja alle Hunderassen besonders stur...somit wäre dann aber dan wieder keine Rasse besonders stur
Aber es stimmt ja, dass bestimmte Rassen besonders stur sind. Meine z.B. ist ein Mischling, sie ist überhaupt nicht stur, zum Glück. Der Tibet Terrier meiner Eltern dagegen schon- er hat einfach seinen eigenen Kopf, da muss man dann einfach konsequenter sein. Und Beagle sind meines Wissens nach auch für ihre Sturheit bzw. Eigensinnigkeit bekannt...
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Ich glaube nicht, dass ein Katzenleckerli fürs brave herkommen schaden kann. Du fütterst das ja nicht ausschließlich, sondern nur in klitzekleinen Mengen.
Mein Wuffel bekommt für den Superschlachtruf immer Katzennassfutter aus der Alupackung. Sicherlich nicht besonders gesund, aber er liebt es. Und mittlerweile gibts den Superschlachtruf nur noch sehr selten ( ein oder zweimal im Monat ).
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Zitat
Und mittlerweile gibts den Superschlachtruf nur noch sehr selten ( ein oder zweimal im Monat ).
Hast du dann quasi zwei gesonderte Rückruf- Kommandos? Eines, das öfter verwendet wird, wenn dein Hund herkommen soll und einen "Superschlachtruf" für Notfälle?
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(...) Dann lockst du eben erstmal immer mit Leckerli bis sich für ihn automatisiert hat, dass er kommt, wenn du rufst. (...)
So funktioniert es nicht.
Immer hinterher belohnen statt vorher locken - sonst will er immer gelockt werden und arbeitet ohne das sichtbare Leckerli nicht mit.
Und das gilt grundsätzlich. Der Hund soll sich nicht auf das Leckerli konzentrieren, sondern auf den Befehl oder die Situation (zB bei einem Hürdensprung). Ihn zum gewünschten Verhalten zu motivieren, ist Sache von dir, nicht des Leckerlis.Damit er zu dir kommt: Hinhocken und Quietschie-Stimme, evt. Arme öffnen, mit dem Körper wackeln
- sich zum Affen machen, bis der Hund angelaufen kommt. Und dann überschwenglich loben, sich freuen und Leckerli rein in den Hund.Und während des Aufbaus des Kommandos: Nur rufen, wenn du sicher bist, dass der Hund auch kommt, nicht zu abgelenkt ist zB durch das Spiel. Sonst machst du dir den Rückruf kaputt bzw. er kann sich nicht festigen.
Wenn der Hund trotzdem, unter starker Ablenkung, zu dir kommen soll, würde ich ihn nicht rufen, sondern einsammeln (also hingehen und anleinen).
Im Laufe des Abruf-Trainings wird die Ablenkung dann gesteigert, so dass es hinterher, irgendwann, immer klappt (soweit der Plan
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Dein Hundchen ist gerade mal 12 Wochen alt, oder?
Ich würde mir weder eine Schleppleine, noch eine Leberwursttube zulegen.
Hunde sind hochsoziale Lebewesen. Man degradiert sie mit diesen Erziehungsmethoden zu seelenlosen, instinktgesteuerten Fressmaschinen.
Dabei ist es in diesem Alter noch so einfach, einen guten Begleiter aus dem Welpen zu machen, einfach durch eine gute Beziehung zu dem Hund.Eigentlich haben Welpen in diesem Alter noch den Folgetrieb. Sie sind gerne in der Nähe ihres Rudels. Das gibt ihnen Halt und Sicherheit. Wenn Dein Hund im Garten spielt, ist er doch in sicherer Nähe seines Rudels.
An Deiner Stelle würde ich an der Bindung "arbeiten".
Ein Hund, der eine gute Bindung hat, folgt seinem Menschen, weil er ihn liebt.
Dafür braucht man keine Leckerlies.Eine gute Bindung erreichst Du, indem Du Deinen Hund so annimmst und liebst, wie er ist.
Außerdem durch viel Spiel, Spaß, Lob und Körperkontakt. Damit erfüllst Du seine Bedürfnisse.Du hast halt einen 12 Wochen alten Hund. Warum kann der Welpe nicht reinkommen, wenn er genug im Garten gespielt hat oder den Garten erkundet hat? Muss man dies für ihn bestimmen? Ich habe mich immer gefreut, wenn meine Welpen sich lange im Garten beschäftigt haben.
Sicher kann und muss man auch (sparsam) Grenzen setzen, aber warum sollte man dem Hund nicht die harmlosen hündischen Vergnügen lassen?
So, wie Du die Situation beschreibst, sieht Dein Welpe Dich schon als Spaßbremse.Wenn Du Deinen Welpen rufen willst, dann sollte der Grund sein, dass Du ehrliche Freude an ihm hast. Wenn Du das zeigst, wird Dein Welpe immer kommen.
Meine Hunde sind immer zu mir gekommen, als winziger Welpe, als Junghund, als pubertierender Hund, als erwachsener Hund. Noch niemals hat einer meiner Hunde ein Leckerlie für das Herankommen erhalten. Ich habe das auch nie geübt.
Ich habe das immer als selbstverständlich angesehen. -
Ich danke euch erstmal sehr für eure hilfreichen Antworten!
Das mit dem anlocken stimmt, ich habe das Leckerchen auch immer so gehalten, dass er es sieht. Ok, das werd ich sofort anders machen.
Ich habe noch eine Frage: es heißt doch immer, man soll konsequent sein. Wie kann ich mir das vorstellen? Nehmen wir an, er kommt nicht. Hingehen, anleinen, mitnehmen? Schimpfend oder wortlos?
Wir haben heute im Garten geübt, hat auch geklappt, allerdings habe ich da noch den Fehler mit dem anlocken gemacht. Wie sieht es denn aus, wenn wir sitz und platz üben? Dann halte ich ihm das Leckerchen ja auch für die Nase. Sitz macht er gut, Platz schnallt er einfach überhaupt nicht, es sei denn, ich lege meine Hand flach auf den Boden mit Leckerchen drunter.
Bubuka: ich habe mich auch gefragt, ob der Hund nicht aus Liebe zu mir einfach mal hören kann
Vor allem macht es mich rasend, dass mein Mann den ganzen Tag nicht da ist, und wenn er dann nach Hause kommt, der Hund ihm permanent hinterher rennt und mit ihm schmust usw.
Ich habe am Anfang die Nächte mit dem Hund durchgemacht, ich füttere ihn, ich kraule ihn, ich mache alles mit ihm, aber nix da. Ich weiß nicht, ob unsere Bindung gut ist - wie kann ich das rausfinden? Ich fürchte, der Hund interessiert sich nicht für meine Gefühle oder Gefühle überhaupt, für ihn zählen nur materielle Dinge
Er könnte natürlich im Garten toben, so lange er möchte, wenn ich mir 100% sicher wär, dass er nicht abhaut. Ich weiß nicht, wo unter welchen Hecken irgendwelche Löcher im Zaun sind. Wir haben direkt eine große Straße vor dem Haus, ich habe einfach Angst, dass er verschwindet und was passiert. Bei dem Goldi ist es egal, die ist zu groß um unter dem Zaun durch zu schlüpfen
Ich habe nun noch ein Problem. Die Stubenreinheit, das leidige Thema. Ich habe genug darüber gelesen, ich gehe regelmäßig raus, außerdem immer nach dem Schlafen und nach dem Toben, nach dem Fressen. Bisher hat es auch funktioniert und ich habe noch vor einer Woche ganz stolz getönt, dass er verstanden hat, worum es geht. Und seitdem funktioniert es nicht mehr. Heutige Bilanz: ein Haufen draußen, 4 drinnen. So sieht es fast jeden Tag aus. Er zeigt auch in keinster Weise an, dass er mal muss. Manchmal weiß ich genau das er muss, stehe draußen und warte ewig, aber es bringt nichts. Sobald er unbeobachtet ist, kackt er was das Zeug hält. Ich habe ihn draußen auch immer sehr gelobt und mache mich zum Hans, aber das interessiert ihn wenig.
Pinkeln klappt draußen. -
Mann ey, dein Kleiner ist grad mal 12 Wochen alt. Hab einfach mal mehr Geduld.
Das ist das größte Problem bei den meisten Welpen"problemchen" - zu wenig Geduld. Diese "Probleme" sind keine Probleme.Du hast ja schon einiges an Tips bekommen.
Was mir noch aufgefallen ist in deinem Eingangsposting ...Renne nie hinter deinem Hund her, wenn er nach dem Rückruf nicht gleich kommt. Das findet der Kleine nämlich total toll so nach dem Motto "Super, wir spielen jetzt das Du-jagst-mich-ich-jage-dich-Spiel".
Und rufe ihn auch nicht mehrmals hintereinander. Er lernt dann immer erst nach dem 5ten oder 10ten Mal rufen zu kommen.Und mit Konsequenz ist folgendes gemeint - ein Beispiel:
Mal angenommen der Kleine kann schon sitz. Du möchtest, dass er sich hinsetzt und wartet, wenn du mit dem vollen Fressnapf kommst. Du stehts also da mit dem Napf in der Hand, der Kleine hüpft aufgeregt und hungrig um dich rum. Du gibts dann das Kommando "Sitz" und wartest ab, was passiert. Deine Körpersprache zeigt deutlich, dass du das Kommando ernst gemeint hast und weiter aufrecht erhälst, ohne dass du das Kommando wiederholen musst. Zuerst wird der Kleine dich mehr oder weniger fragend anschauen, evtl auch mit dem berühmten Bettel-Hundeblick, aber vielleicht setzt er sich nicht gleich. Du bewegst dich nicht viel, evtl hast du noch ein Handzeichen für das Kommando.
Erst wenn der Kleine brav sitzt und auch sitzen bleibt, stellst du den Napf ab, und gibts ihm kurz nachdem der Napf steht die Freigabe mittels eines weiteren Kommandos im Sinne von "Ok, jetzt darfste"
So nach und nach kannst du die Zeit des Sitzenbleibens auch verlängern. Er muss immer warten bis du die Freigabe gibst.Das Napf-erst-hinstellen ist letztendlich die Konsequenz. Du musst bei allem immer den längerem Atem haben.
Dein Hund will nicht kommen? Gibt Kommando und bleib stehen und warte ab. Nicht lachen, oder rumgaggeln dabei, innerlich musste quasi streng guggen, also so bildlich gesprochen. Dreht der Kleine sich zu dir um und macht auch nur den kleinsten Minischritt in deine Richtung, dann fang an ihn anzufeuern "Ja mein Kleiner, na komm, schnell schnell". Das Leckerchen haste entweder in der Hand, aber noch nicht sichtbar, oder irgendwo in deiner Tasche schnell griffbereit. Die Ermunterung mit dem Anfeuern soll helfen, dass der Kleine sich zum Einen schneller zu dir bewegt, was durch schnelle kurze freudige Laute bewerkstelligt werden kann, und zum Anderen wird das Rankommen so zu einem freudigen Erlebnis.
Später kann man dann das Anfeuern immer seltener und weniger machen, und auch Leckerchen kann man später langsam ausschleichen.
Das Ganze dauert aber alles seine Zeit. Hab Geduld und gib dem Kleinen noch n bissl Zeit.Er wird auch noch und nach und nach lernen sich zu melden, wenn er raus muss. Mit 12 Wochen merkt er das aber evtl noch gar nicht richtig, wann er mal muss, also kann er es evtl gar nicht melden. Nur weil er da steht und so guggt als ob, heißt das nicht, dass es auch so ist. Vielleicht guggt er auch nur so, weil er einfach mal raus zum Spielen will, oder Langeweile hat.
Geduld und Konsequenz sind die besten Tips in der Hundeerziehung.
Und mit Konsequenz meinte ich nicht den Hund zu strafen, sondern einfach nur mehr Durchhaltevermögen zu haben und darauf zu bestehen, dass deine Kommandos auch umgesetzt werden, vorausgesetzt der Hund kann sie schon wirklich sicher. Und sicher wäre ich mir erst nach der Pupertät
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Ich habe noch nie einem Welpen mit "streng guggen", auch nicht innerlich, das Herkommen schmackhaft gemacht - damit bremst man ihn eher. Für den Welpen soll Herkommen ein Fest sein, und kein sinnfreies Exerzitium. Ein Lachen liess sie eher heranfliegen als eine strikte Pose und ernste Miene. Konsequent bin ich darin, den Welpen nur abzurufen, wenn der Erfolg sicher ist. Und natürlich in der tollen Belohnung, die darauf folgt. :jump:
Ich finde Welpen-Rückruf etwas vom schönsten in dieser Zeit, habe eine irre Freude daran. Wenn es eine lustvolle Angelegenheit ist für beide Seiten, dann klappt es auch.

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