Der Welpe ist stur

  • Mit "streng guggen" meinte ich auch nicht, dass man stramm wien Soldat da steht und das Kommando im Militärton gibt.
    Ich meinte viel mehr, dass man nicht auf der Tour "Ach kleines Hascherln, komm doch mal ganz lieb *eyteitei*" im ganz lieblichen Omi-säusel-Ton ruft. Der Ruf darf schon freudig sein, aber der Hund merkt merkt ganz genau wann etwas wirklich ernst gemeint ist, und wann eben nicht.
    Halbherzige dahergesäuselte Kommandos werden ganz oft eben auch nur halbherzig ausgeführt, so meine bisherige Erfahrung.

  • Ich habe mir nicht alle Antworten genau durchgelesen, aber ich erzähl trotzdem mal wie wir es gemacht haben.

    Wir haben immer, wenn unsere Maus zu uns gekommen ist, gerade wenn sie freiwillig gekommen ist gesagt: "Hierher" und uns gefreut und gelobt. Dann nach einer Weile, haben wir wenn wir irgendwie draußen waren, ob im Garten oder anderweitig unterwegs immer mal über kurze Distanzen rangerufen, gelobt und gleich wieder laufen lassen. einfach damit sie merkt, sie kann gleich weiter machen, mit dem was ihr gerade so gut gefallen hat und hat aber zusätzlich noch ein Leckerli abgestaubt. Danach aben wir die Rückrufdistanzen immer mehr erweitert und in allen möglichen Situationen zurückgerufen und gleich wieder "frei" gelassen.

    Ob es nun an meinem Hund liegt, oder an dem Training, jedenfalls habe ich nun einen pubertierenden Junghund und der Rückruf sitzt und auch als Welpe hat der Rückruf immer sehr gut geklappt (andere Sachen dafür nicht unbedingt :-D )

  • Deine Sichtweise gefällt mir unheimlich gut! Und leuchtet ein.... :gut:

  • Ich danke euch für eure Hilfe. Ich denke, was ich auf jeden Fall lernen muss, ist, Geduld zu haben. Ich muss mich selbst wohl daran erinnern, dass er noch ein Baby ist. Er wächst zwar wie Unkraut, ist aber trotzdem erst 13 Wochen alt.

    Seit gestern folgt er mir rein, wenn ich einfach wortlos losgehe. Bis auf einmal, da hat er mit einem Sack Blumenerde gespielt. Ich hab ihn dann von der Küche aus beobachtet, es hat ihn gar nicht gejuckt, alleine zu sein. Er hat sich nicht mal umgesehen. Vielleicht ist das normal und auch gut, ich weiß es nicht, aber in dem Moment war ich irgendwie enttäuscht, weil ich dachte, ich bin ihm egal. Doof - ich weiß. Aber nach dem was wir durch haben, hatte ich irgendwie gehofft, dass er mich "mögen" würde oder vielleicht irgendwie anhänglich wär. Ich will keinen Hund, der mir auf Schritt und Tritt folgt und mich nicht aus den Augen lässt, aber wenn ich immer lese, dass Welpen auf den Menschen geprägt sind und nicht allein sein wollen, dann frage ich mich schon, warum meinem das egal ist.

    Es ist nicht so einfach - vor lauter Angst, etwas falsch zu machen und den Hund zu verziehen, macht man vielleicht zu viel auf einmal, und damit auch schon wieder was falsch.

  • Zitat

    Ich danke euch für eure Hilfe. Ich denke, was ich auf jeden Fall lernen muss, ist, Geduld zu haben. Ich muss mich selbst wohl daran erinnern, dass er noch ein Baby ist. Er wächst zwar wie Unkraut, ist aber trotzdem erst 13 Wochen alt.

    Seit gestern folgt er mir rein, wenn ich einfach wortlos losgehe. Bis auf einmal, da hat er mit einem Sack Blumenerde gespielt. Ich hab ihn dann von der Küche aus beobachtet, es hat ihn gar nicht gejuckt, alleine zu sein. Er hat sich nicht mal umgesehen. Vielleicht ist das normal und auch gut, ich weiß es nicht, aber in dem Moment war ich irgendwie enttäuscht, weil ich dachte, ich bin ihm egal. Doof - ich weiß. Aber nach dem was wir durch haben, hatte ich irgendwie gehofft, dass er mich "mögen" würde oder vielleicht irgendwie anhänglich wär. Ich will keinen Hund, der mir auf Schritt und Tritt folgt und mich nicht aus den Augen lässt, aber wenn ich immer lese, dass Welpen auf den Menschen geprägt sind und nicht allein sein wollen, dann frage ich mich schon, warum meinem das egal ist.

    Es ist nicht so einfach - vor lauter Angst, etwas falsch zu machen und den Hund zu verziehen, macht man vielleicht zu viel auf einmal, und damit auch schon wieder was falsch.

    Freue dich doch, dass du einen neugierigen und verspielten Welpen hast! Wie kommst du darauf, dass Welpen nicht auch mal allein die Welt entdecken möchten? Ich galube, du projizierst unrealistische Wünsche und Vorstellungen auf deinen Welpen, damit wirst du aber immer enttäuscht werden. Kein Hund verhält sich gleich, jedes Lebenwesen ist individuell und einzigartig.

    Mach dich von deinem Stress frei, schalte mal den Kopf ab und beobachte lieber den Kleinen, wenn er mit der Blumenerde spielt...

  • woodyfan: du hast ja recht.

    Ich weiß nun gar nicht mehr, warum ich mich überhaupt aufgeregt habe. Er ist gar nicht stur!

    Wir haben die letzten Tage geübt und ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen. Ich hocke mich hin, ich rufe ihn, ich freue mich laut, ich feuere ihn an, es klappt super. Er kommt immer. Wenn ich natürlich sehe, dass er total abgelenkt ist und ich habe keine Zeit mehr, dann gehe ich hin und nehme ihn mit.

    Ich muss ihn mal loben: er hört ganz toll aufs "Nein". Irgendeine Katze hat einen Fisch aus unserem Teich geklaut, mitten auf der Wiese liegen lassen und Cooper fand das verrottende Fischelend natürlich super interessant. Ein kurzes "nein" und er hat es direkt links liegen lassen.

    Ja, Thema Stubenreinheit: Er ist sozusagen untenrum stubenrein :D Sobald er nach oben geht, kackt er da hin. Warum? Ich weiß es wirklich nicht. Oben sind die Kinderzimmer, da gibts tolles Spielzeug. Jedenfalls muss ich nun aufpassen, wenn ich sehe, er geht hoch, müssen wir direkt rausgehen.

    Ich habe noch eine Frage zum Futter:

    Goldi bekommt Markus Mühle und Real Nature (oder Lukullus). Cooper hat auch MM bekommen. Also morgens Real Nature Nass Junior und Abends MM. Nun hat er vom MM aber Blähungen bekommen und einen riesen Durst. Ich habe jetzt Josera Kids für ihn gekauft - kann ich das wirklich guten Gewissens geben? Die Deklaration ist ja nicht berauschend, oder? Ich hab zwar gegoogelt, aber ich bin nicht schlauer als vorher.
    Wolfsblut oder Orijen sind mir einfach zu teuer, MM fand ich immer in einem sehr guten Rahmen (zumal man mit so einem Sack ewig hinkommt) und Josera ist preislich auch in Ordnung.

    Eine letzte Frage: ich habe schon oft gelesen, dass viele morgens Trocken, abends Nass geben. Warum? Ich fand es sinnvoller, morgens Nass zu geben, abends Trocken, damit der Hund in der Nacht in Ruhe verdauen kann und nicht mittendrin häufeln muss.

    So, das wars erstmal an Fragen :D

  • Freut mich, dass es jetzt besser mit euch klappt, weiter so!

    Stubenreinheit: wenn er sich oben ein Plätzchen zum Ka... ausgesucht hat würde ich zwei Lösungen erwägen: nicht mehr unbeaufsichtigt in die erste Etage lassen. Ausserdem vielleicht noch häufiger mit ihm rausgehen.

    Zum Futter: das Argument "zu teuer" kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Vordergründig ist gutes und hochwertiges Futter teurer, aber dafür verwertet es euer Hund viel besser. Gerade beim Welpen würde ich beim Futter zuallerletzt sparen.

  • Na ja, aber teuer bedeutet ja auch nicht immer gleich gut (wie ich schon feststellen musste).

    Vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt. Ich finde nicht, dass das Futter an sich zu teuer ist. Es liegt nur preislich nicht in MEINEM Rahmen. Darum muss ich halt schauen, welches Futter hochwertig und dennoch bezahlbar ist.
    Josera ist ja mit 2,67 € pro kg fast halb so teuer wie Orijen. Ich weiß ja nicht, ob Orijen deshalb auch doppelt so gut ist.
    Ich habe eben öfter hier gelesen, dass Josera auch gut sein soll. Cooper hat es auch geschmeckt (aber ich glaube, dass kann kein Kriterium sein). Nachdem ich nun die Zusammensetzung gelesen habe, bin ich mir aber unsicher. Liegt aber auch daran, dass ich keine Ahnung habe, deshalb frage ich ja hier.

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