Welpe hat draußen ein zweites "ich"
-
-
Hallo,
wir haben einen 10 Wochen alten Berner. Klar, es ist ein Welpe, keine Frage.
Ich freue mich trotzdem über viele verschiedene Antworten/Meinungen
Drin ist er total lieb. Beißen in die Hand tut er nur ganz selten.
Draußen ist er jedoch dann total anders. Er dreht total durch an der Leine. Setzt sich alle paar Meter hin und hat kein Bock mehr. Wenn, kommt er auf einen zugerannt und beißt in die Schuhe oder in die Waden, was wirklich sehr wehtut! Man kann keine 5 Minuten in Ruhe laufen.
Wenn er das macht sagen wir "nein" und halten ihn kurz fest. Das ist ihm jedoch total egal. Wenn wir ihn wieder loslassen gehts von vorne los.
Viele Tipps beziehen sich leider auf drin.
Habe mir z.B. dieses Thema schon einmal durch gelesen:
http://www.familienhundtraining.com/archiv/beisshemmung.htmlAber ich kann den Welpen draußen schlecht ignorieren oder weggehen, wenn er mir an der Wade hängt.
Bei dem Wetter tobt er natürlich auch gerne im Schnee. Spaziergänge, sprich einmal mal 10 - 20 min gehen, können wir ja aufgrund der o.g. Problematik nicht.
Ca. 5 Fahrminuten entfernt sind viele Wiesen. Sollten wir denn mit ihm da mal hinfahren, damit er sich dort austoben kann? Ohne Leine würde ich ihn wohl nicht laufen lassen, nicht das er stiften geht. Eine Schleppleine wäre hier doch ganz sinnvoll, oder?
Aber wie kann ich ihm denn beibringen, dass er beim Spazieren gehen gerne spielen und toben kann, aber doch bitte nicht in die Wade oder die Füße beißt? Denn das verbindet er mit dem Spielen.
Grüße
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Welpe hat draußen ein zweites "ich"*
Dort wird jeder fündig!-
-
Dein Hundekind ist überfordert.
Er setzt sich hin, um die ganzen Reize zu verarbeiten. Lass ihm diese Zeit! Weil das aber ziemlich sicher zuviel ist, dreht er ab und versucht so Stress loszuwerden.
Seit wann lebt er bei Euch, wie hat er vorher gelebt? Kennt er von dort Spaziergänge.
Ja, es wäre sinnvoll in eine ruhige Umgebung zu fahren. Gleichzeitig würde ich die Spaziergänge minimal kurz halten (zwei Mal am Tag ca. 5 bis 10 Minuten - Pieseln ausgenommen) und in der Wohnung beginnen Leinenführigkeit zu üben. Das Ganze musst Du dann langsam (!!!) mit Ruhetagen dazwischen steigern und in zunehmend aufregender Umgebung üben, damit er lernt mit Umweltreizen umzugehen.
Viele Grüße
Corinna -
Ich hatte schon gedacht, dass er halt unterfordert ist und mehr spielen möchte.
Gut, er lebt erst seit 3 Tagen hier und muss sich erst enmal an alles gewöhnen - keine Frage.
Ich glaube, Spaziergänge an sich kennt er noch nicht. Bei seinem Züchter konnten die Welpen immer direkt in Garten und mit einander spielen.
Wie unterbinde ich denn das Schnappen draußen? Einfach so weitermachen wie bisher, sprich "nein" und kurz festhalten?
Grüße
-
Das Schnappen ist ein Symptom. Es ist ziemlich schlecht, dass er bis zur 10. Woche noch keine Spaziergänge kennt. Vielleicht solltest Du zunächst mit einem täglich anfangen, der nicht länger als drei Minuten ist.
Nimm Dir bergeweise Belohnung mit und belohn den Zwerg für jeden richtigen Schritt. (Und damit meine ich wortwörtlich jeden.) Er benötigt jetzt positives Feedback, anstatt eine auf die Nuss, wenn er wegen Stress abdreht.
-
Hallo,
ich wüde auch nicht mehr als 10 Minuten gehen mit ihm - vielleicht habt ihr in 5 oder zehn Minuten Entfernung auch einen Park oder eine nette Wiese, dann könnt ihr euch mal dick einpacken, mit ihm dort hin gehen und euch hinsetzen und den Kleinen schauen lassen. Aber nicht zu oft, in dem Alter ist "Neues sehen" anstrengender als jeder Marathon, und den wrde man ja auch nicht alle paar Tage laufen. Das Hirn muss bei jedem Reiz (vom Fahrradfahrer über ein fallendes Blatt bis hin zu einer Statue) vergleichen, einordnen und entscheiden, ob das gut oder gefährlich ist und in welche Kategorie es gehört. Das ist kognitive Schwerstarbeit.
Wenn er sich setzt macht er das nicht, weil er keine Lust mehr hat. Sondern weil er mal eine Pause braucht und die Warteschlange von Dingen, die an eben dieser Stelle zu verarbeiten sind, schon richtig lang ist.
In den ersten Wochen ist "Spazierengehen" noch gar kein Thema.
Wenn ihm die 5-10Minuten Spaziergänge in Hausnähe zu langweilig werden, werdet ihr das schon merken.Gebt ihm etwas Zeit, denn das ist schon alles recht viel für so ein Würmchen.
-
-
3 Minuten sollte er vielleicht schaffen. Danach geht's dann immer los.
Dann werden wir das mit der Belohnung so machen.Sollten wir das Beißen dann komplett ignorieren, was ja nicht geht draußen, und ihn kurz festhalten und "nein" sagen?
Und Du meinst draußen mal 10 Minuten mit sich alleine spielen wäre eher kontraproduktiv? -
oh seit drei Tagen erst bei euch. Vergesst nicht das ist ein Baby und das kennt einfach noch gar nichts.
Die Leine ist fremd, die Umgebung, ihr... lasst dem Kerl ein paar Tage Zeit. Wenn er sich draussen hinsetzt wartet ein bissl und fordert ihn dann auf weiter zu gehen, wenn das nicht klappt nimm ihn auf den Arm und trag ihn ein Stück. Bei uns hat eine etwas längere Leine geholfen. Nun nach 5 Tagen läuft er auch super an der 1m Leine. Natürlich welpenmäßig drollig und er guckt sich alles an, da kommen wir nicht weit. Aber wenn er läuft dann feure ich ihn stimmlich an und freu mich einfach.
Allerdings läuft mein Bub auch die meiste Zeit frei rum, wo soll er denn hinlaufen? Kennt ja niemanden der arme kleine Kerl und so kommt er dann doch mit mir mit und passt auf dass er nicht verloren geht. Habe aber auch den Vorteil meist den Großen mit dabei zu haben, dem rennt er auch gerne nach.
Mein Tipp: Trag ihn aus dem Haus, setz ihn einige Meter entfernt auf eine Wiese lass ihn Pippi machen, geh mit ihm dort ruhig einige Schritte an der Leine und dann wieder ab nach Hause. Das reicht momentan noch völlig aus. Wirst sehen in ein paar Tagen sieht die Welt schon ganz anders aus.
-
Hey :)
Einen 10 Wochen alten Welpen kannst du frei laufen lassen, natürlich unter ständiger Beobachtung. Der Welpe wird dir ziemlich sicher nachlaufen und es ist wichtig das du dies ausnüzt! Lass den Zwerg die Welt erkunden, zeig ihm Dinge! Wir sind mit unserem Zwerg damals einfach draussen gewesen und haben ihn machen lassen, also in die Wiese stehen und Welpi schnüffeln lassen..kannst ja auch mal Leckerchen streuen die er suchen darf. Oder zB in den Wald mit dem Kleinen..hilf ihm über Baumstämme zu klettern usw., solche Dinge stärken eure Bindung.
Das mit dem Zwicken müsst ihr üben...google mal "Beisshemmung".
Trainiert das Kommando "nein"..dann wird vieles einfacher
Der kleine kennt euch noch nicht..der ist in einer völlig neuen Umgebung ohne seine Geschwister...er hatte davor noch nie ne Leine um. Das ist so ne schöne Zeit...versucht euch in den Kleinen einzufühlen...bleibt ruhig, werdet nicht wütend - auch wenn es manchmal schwer ist.
-
Hallo,
du solltest täglich mit ihm rausgehen. Wie lange ein Spaziergang dauern sollte, kannst du dir ganz einfach ausrechnen: Monate x 10 Minuten. Bei 10 Wochen sinds in dem Fall ca. 20 Minuten pro Runde. – aber du merkst eigentlich selber wann dein Welpe nicht mehr kann. Das Hinsetzen ist ein Zeichen dafür, dass er entweder keine Lust hat, oder erschöpft ist. Als mein Welpe 10 Wochen alt war, bin ich mit ihm 5 Minuten gegangen – und teilweise war das schon zu viel. Er hat sich hingesetzt und wollte einfach nix mehr machen.
Mit der Zeit wird das besser. Mittlerweile ist er älter und hält länger durch. Mach dir keine allzu großen Sorgen! Und wenn du deinen Hund an die Leine gewöhnen willst, dann mache Dinge die deinem Hund Spaß machen immer mit Leine. Du kannst auch ab und zu die Leine beim Füttern oben lassen. So verbindet der Hund die Leine mit etwas Positivem.
-
Welpen, die 10 Wochen alt sind, haben noch den Nesttrieb. Darum verweigert Dein Welpe das Weiterlaufen.
In der Natur würden sie ihr sicheres Nest noch nicht verlassen, das ist für das Überleben in der Natur wichtig. Erst nach und nach erweitern sie ihre Kreise um den Bau, in den sie immer schnell wieder flüchten, wenn Gefahr droht. Richtige Spaziergänge sind erst später möglich.
Trotzdem muss der Welpe ausreichend Bewegung haben - ohne Leine. Lass ihn im Garten herumtollen, triff Dich mit anderen Welpenbesitzern. Wenn Du keinen Garten hast, fahre auf diese Wiese. Dein Welpe läuft nicht weg, er hat noch den Folgetrieb. Lass ihn ohne Leine laufen, das festigt die Bindung.
ZitatIch glaube, Spaziergänge an sich kennt er noch nicht. Bei seinem Züchter konnten die Welpen immer direkt in Garten und mit einander spielen.
Wie unterbinde ich denn das Schnappen draußen? Einfach so weitermachen wie bisher, sprich "nein" und kurz festhalten?
Wie Du schon geschrieben hast, hat Dein Welpe seine Geschwister nun nicht mehr. Irgendwie muss er aber trotzdem seinen Spieltrieb ausleben. Das Schnappen und Beissen gehört bei einem Welpen zum Spiel.
Entweder triffst Du Dich viel mit anderen Welpen oder Junghunden zum Spielen oder Du musst halt mit dem Welpen viel spielen.Bei der Beisshemmung geht es nicht darum, dem Welpen das Beissen abzugewöhnen. Vielmehr geht es darum, ihm beizubringen, seine Zähne kontrolliert einzusetzen. Das kann er nur erlernen, wenn er beim Beissen ein Feedback erhält. Beisst er zu doll, quietschen und das Spiel abbrechen. Kurz darauf weiterspielen. Das Beissen sollte nach und nach sanfter werden. Einfacher ist es natürlich, wenn der Welpe dies mit anderen Hunden lernt.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!