Leine laufen mit Ablenkung - nun wollen wirs richtig lernen!

  • Zitat


    Naja, es kommt drauf an. Wenn ein Hund in stressigen Situationen nicht fressen kann, in ruhigen dagegen schon, dann hungert er nicht freiwillig. Es könnte dann sogar ins Gegenteil umschlagen: Der Hund bekommt noch mehr Stress, weil hungrig sein ein zusätzlicher Stressfaktor ist. Man verstärkt damit sozusagen das Problem, dass man eigentlich bekämpfen möchte.

    Es gibt Hunde, da ist es durchaus sinnvoll für das Training mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen. Aber gerade bei jungen Hunden wäre ich da sehr vorsichtig pauschal dazu zu raten.

    Ich würde dann lieber die Trainingsschritte einfacher gestalten und dafür hochwertig und ruhig zu belohnen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Da hast du Recht.
    Aber- wie wäre denn der erste einfache Trainingsschritt? :hilfe:

  • Das Haus verlassen wir ja in Ruhe. Kein ziehen und sogar noch sitz bevor ich die Tür öffne. Nur dann gehe ich etwas schneller (ich renne aber nicht), weil ich mir denke wenn ich machen müsste, würde ich für nicht ganz zehn Meter (eher fünf) auch keine zwanzig Minuten brauchen nur weil die Alte alle paar Zentimeter stehen bleibt. Das hat zur Folge (deswegen mache ich das jetzt so) das sie mitten auf den Weg macht und nicht auf die Wiese.

  • Zitat

    Da hast du Recht.
    Aber- wie wäre denn der erste einfache Trainingsschritt? :hilfe:

    Zitat

    Zum Beispiel das Haus in Ruhe verlassen und nicht rennen


    Ich würde zum Beispiel schon in der Wohnung üben wollen.
    Den Hund anleinen, die Leine leicht anspannen, den Hund dabei aber nicht ziehen, und dann einfach nur warten.
    Lockert der Hund von sich aus die Leine, kann man das schon bestätigen.
    Guckt der Hund seinen Halter an, kann man dies auch schon bestätigen.

    Dann wieder leichten Zug aufbauen, bis der Hund wieder von selbst die Leine lockert.

    Sitzt das dann gut, kann man versuchen, einige Schritte mit angleintem Hund in der Wohnung laufen.
    Folgt er seinem Menschen, und ist die Leine dabei stets locker, kann man das bestätigen.


    Klappt dies alles recht gut, kann man versuchen, das Ganze nach "draußen" zu verlegen.
    Verlange aber immer soviel, wie der Hund es leisten kann.
    Ein junger Hund ist noch nicht in der Lage, die Konzentration länger aufrecht zu erhalten.
    Übe lieber in winzigen Schritten, und so, daß der Hund schön erfolgreich ist.
    DAS steigert die Motivation.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Wenn ich das richtig sehe, hast Du ja doch ne jagdlich begeistere Rasse erwischt *gg

    Also, bei meinem Jäger hab ich den Wald eeewig komplett gemieden, weil der da auch nicht mal mehr seinen Namen kannte, geschweige denn ansprechbar war. Das is doch ein Tacken zu heftig, von anständig-an-der-Leine in der Stadt/auf der Straße gleich mittens ins Jagdgebiet! Je öfter Du da durchrennst, desto öfter wird der Hund aufs Jagen getriggert, darauf, Spuren zu verfolgen und zu reagieren auf Geräusche. Daß der Hund dabei hochdreht, ist klar - und das Adrenalin, das da ausgeschüttet wird, ebenfalls. Nur, daß das bis zu ner Woche brauchen kann, bis es wieder komplett abgebaut wird...

    Wenn Du also immer im Wald rumläufst, kommt der Hund zwischenrein nicht wirklich mal runter, sodaß er in der Lage sen würde, den Wald ruhiger anzugehen. Er ist eher immer sprungbereit, will heißen, die nächstbeste Ablenkung an der Leine, und er wäre ohne Leine weg. Da könnte ein Rascheln im Gebüsch reichen.

    Und beobachte Dich mal selbst, wenn Du mit wem Anderes unterwegs bist. Du konzentrierst Dich nicht auf den Hund, sondern die Mitläufern, klar - man will ja nicht schweigend nebeneinander herlaufen *gg Dazu kommt, daß man, wenn man mit Anderen unterwegs ist, nicht dauernd stehenblieben, den Hund ermahnen etc. möchte, weils ja den Redefluß stört. Will heißen, in diesen Situationen ist man weniger konsequent, und der Hund kommt öfter mal mit der Zieherei durch. Bossi z.B. braucht auch mal ein etwas lauteres Wort, um mir zu glauben, daß ich´s jetzt ernst meine, und manchmal traut man sich auch einfach net, den Hund so anzumaulen, weil "die anderen Leute könnten ja dumm gucken, weil ich den armen Hudn anblaffe". So geht´s mir zumindest.

    All das könnte erkären, warum der Hund in diesen Situationen eben immer noch Schwierigkeiten hat. Ich würde erstmal auf dem Feld, dann in Waldrandnähe, dann mal kurz ne Ecke im Wald mitnehmen auf dem Feldspaziergang, etc. - sodaß der Hund sich langsam daran gewöhnt, daß Wald nix Anderes ist als draußen. Sprich, es wird nicht gejagt/gezogen. Sprich, langsame Gewöhnung.

    Nur so meine Erfahrungen, vielleicht hilft Dir das ein bisserl weiter.... ;-)

    Drücke Dir die Daumen, das wird bestimmt noch!

  • Hi BieBoss!!

    Vielen Dank für deine Antwort! Das leutet mir alles ein, aaaaaber... :-) Laika und ich verbringen halt die meisten Mittagspausen im Wald, weil der Wald recht nahe ist. Habe sogar zwei zur Auswahl. Und da ich nur eine Stunde Zeit habe will ich diese halt ausnutzen und nicht zuerst noch Fahrzeit verschwenden. Waldrand gibt es auch nicht, da die Wälder an eine Autobahn grenzen.
    Das es, wenn ich alleine bin, viel viel besser im Wald geht, werde ich jetzt daran noch mehr arbeiten. Damit ich das wirklich "perfektionieren" kann. Danach probiere ich dann wieder zu zweit. Es ist natürlich schon so, dass ich mich weniger auf Laika konzentriere, wenn noch jemand zum Reden dabei ist. Aber ich habe mich auch schon diverse Male darauf konzentriert, nur auf Laika zu achten. Aber es ist wohl bei ihr schon zu tief verankert. Scheu meinen Hund mal etwas schärfer anzureden habe ich von meiner Arbeitskollegin nicht. Da sie den ganzen Tag im selben Büro ist muss sie sich ab und zu ein strengeres Wort vom mir zu Laika anhören ;-)

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