Rüde geht auf den Welpen los

  • Heute konnten wir unseren neuen Welpen, eine Bullmastiff-Hündin, nach Hause holen.

    Wir haben bereits zwei englische Bulldoggen, beide kastriert. Sammy (w) ist sehr devot und bis auf ihren Dickkopf absolut unproblematisch. Tank (m) ist der "Chef", teilweise sehr dominant (nicht immer, manchmal bricht es förmlich aus ihm heraus). Und Tank hat ein Problem mit der Neuen...

    Auf neutralem Boden war alles ok, alle geschnüffelt und dann sind wir zusammen noch ein paar hundert Meter gelaufen. Die Kleine hat sich sehr gut an die beiden Großen angefügt.

    Daheim ging's dann los. Tank begann wie verrückt zu speicheln, hatte regelrecht Blasen vorm Maul und getropft. Er ging auf die Kleine los und unterwarf sie. Sie hatte sich sofort auf den Rücken gedreht, Schwanz eingeklemmt und ein paar Tröpfchen Pipi verloren. Wir griffen nicht ein. Aber Tank hörte nicht auf... Er ließ nicht von ihr ab, wollte sie beißen.

    Mein Mann ist dann mit Tank nach draußen, um ihn weiter auszulasten, damit er etwas Energie abbaut.

    Was können wir noch tun, um unseren Rüden an die Kleine zu gewöhnen?
    Unsere Hündin Sammy findet die Kleine toll, endlich hat sie jemand, an dem sie ihre Mutterinstinkte ausleben kann.

  • Zitat

    Daheim ging's dann los. Tank begann wie verrückt zu speicheln, hatte regelrecht Blasen vorm Maul und getropft. Er ging auf die Kleine los und unterwarf sie. Sie hatte sich sofort auf den Rücken gedreht, Schwanz eingeklemmt und ein paar Tröpfchen Pipi verloren. Wir griffen nicht ein. Aber Tank hörte nicht auf... Er ließ nicht von ihr ab, wollte sie beißen.

    Gab es denn einen Auslöser?
    Hat der Welpe z.B. irgendeinen Ort betreten, der Tank wichtig ist? War Futter in der Nähe oder Spielzeug?
    Hat der Welpe irgendwelche Dominanzgesten nicht verstanden oder den Rüden genervt?

    Ich denke, wenn er hätte beißen wollen, dann hätte er gebissen....ich war natürlich nicht dabei, aber wenn ein Hund beißen will, dann braucht er doch nicht erst zu unterwerfen...

    Jill hat sich als Drohgebärde über einen unterworfenen Hund gestellt ganz böse geknurrt und mit gefletschten Zähnen Richtung Hals gestanden, es war aber immer Abstand zwischen Hund und Jills Maul...aus der Ferne hätte das so aussehen können, als wolle Jill den anderen Hund zerfleischen.

    Oh Gott...sorry, das hört sich sogar so an als wenn ich einen total aggressiven Hund habe....Fakt ist aber, sobald der Hund so lange wie Jill es wollte ganz still auf dem Boden lag ist sie ohne mit der Wimper zu zucken von dem Hund runter...

    (das ist nicht so oft vorkommen..... :suess:...also das Jill...naja...ein paar Mal....)

  • ich würde auch vor allem darauf achten, dass näpfe/ spielzeug und andere ressourcen nicht herumliegen. ausserdem sollten sich alle hunde jeder zeit zurückziehen können. und dann weiter beobachten. vielleicht nochmal gemeinsam mit allen raus, damit sie sich auf neutralem boden weiter kennenlernen. bei uns hat sich das so ziemlich schnell eingespielt...

  • Keiner sonst mehr Ideen? Mein Mann hat sich mit Tank erstmal ins Schlafzimmer verzogen und beide haben sich hingelegt, um runter zu kommen. Danach werden wir nochmal mit allen nach draußen gehen.

  • Auf jeden Fall kundige Hilfe suchen!

    Das ist gar nicht so unüblich, dass euer Tank der Kleinen erstmal zeigt wer wann was zu sagen hat. Auch das Püppi gleich mal anfängt zu jaulen ist nicht unüblich.

    Genau beobachten ist angesagt! Letztendlich kennt ihr euren Tank am Besten, wenn euch das zu heftig ist, würde ich dazwischen gehen und Tank einen Platz zuweisen, aber im selben Raum, immerhin ist ja das Ziel, dass alle zusammen leben, ihr müßt dann drauf achten, dass die Kleine ihn nicht nervt.

    Viel Zeit draußen verbringen ist auch ein guter Weg, da Tank sein "Reich" nicht verteidigen muss.

    Ein Rudel muss auch erstmal Zeit bekommen zusammen zu wachsen.

  • Also ich hab ja in dem bereich keine Erfahrung aber in der Theorie würd ich sagen, dass ihr definitiv eingreifen müsst, um Tank zu zeigen, dass IHR das mit der Kleenen regelt und im Griff hat und das nicht seine Aufgabe ist. Natürlich müsst ihr den Auslöser erkennen, wenn es denn einen gibvt und die kleine dann auch davon abhalten ihn zu nerven, Ressourcen zu betreten oder sich zu nehmen etc.
    Wenn es aber generelles gemobbe ist hat tank das nicht zu tun- das ist doch auch keine normale "erziehung" durch ihn mehr!

  • Ich verstehe nicht, warum man sich so unüberlegt noch einen dritten Hund und dann noch einen Welpen zulegen kann.

    Die wenigsten Rüden sind von Welpen begeistert und nehmen sie bedingungslos an. Es geht gar nicht, dass Euer Hund den Welpen in allen Bewegungen einschränkt. Da habt Ihr als Hundehalter einfach einzuschreiten und dem Althund zu zeigen, dass er hier deutlich Grenzen überschreitet.

    Verteidigt der Althund dagegen Futter, seinen Schlafplatz, Spielzeug, dann darf er hier selbstverständlich seinen Mißmut äußern; er darf auf keinem Fall den Welpen dauerhaft tackern.

    Für Euch gilt: Regeln schaffen und für deren Einhaltung zu sorgen. Ihr seid der Chef; der Rudelführer und Ihr bestimmt!

    Um Ruhe einkehren zu lassen, getrennte Futterplätze; keiner geht an den Napf des anderen. Spielzeug vorerst wegräumen und gezielt mit den Hunden spielen. Schlafplätze zuteilen!

  • Hallo,
    schließe mich den andren an: Spielzeug, Futter, sonstwas - alles weg und einteilen.
    Ich würde gleich von Anfang an unterbinden, dass dein Großer dem Kleinen das Futter wegfrisst oder der Kleine dem Großen seinen Ball klaut. Du musst dafür Sorge tragen, dass jeder sein Zeug hat und das nicht gegen die anderen verteidigen muss/soll.
    Natürlich sollen die noch untereinander kommunizieren, aber es sollte klar sein, dass hier keiner irgendwen zerfleischen darf. Du bist für die Verteilung von Ressourcen verantwortlich und der Rest hat die Füße still zu halten.

    Und vorallem: Bitte bitte bitte nie alleine/unbeaufsichtigt lassen! Das kann ganz furchtbar schnell in die Hose gehn.

    Ansonsten viel Spaß mit den drei Knutschkugeln :D

    Lg FrauPups

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